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Die glückliche Kindheit im Schatten des Schöpfers

Frage: Was bedeutet es, im Glauben über dem Verstand zu arbeiten?

Meine Antwort: Die Arbeit im Glauben über dem Verstand ist das Geben. Das heißt, ich will zum Gebenden werden, die Form des Schöpfers annehmen, die Liebe verspüren, mich über die Selbstsucht zu erheben, mich für das Wohl der anderen einzusetzen, mich mit anderen zu verbinden. Es bedeutet, dass ich das Geben mehr als die eigenen Eigenschaften des Empfangens schätze.

Vor allem möchte ich aus der Macht meines egoistischen Verlangens herausgerissen werden und mich darüber erheben. Es bedeutet, dass ich die Ägyptische Sklaverei verlasse und die Eigenschaft Bina über Malchut erreiche. Und wenn ich davon befreit wurde und mich über dem Ego so erhoben habe, dass es mich nicht mehr fesseln kann, dann kann ich sogar beginnen, mit diesem Verlangen zu arbeiten.

Die Stadien des Embryos (Ibur) und der Ernährung (Yenika) symbolisieren den Aufstieg über dem Verlangen zu genießen. Und der erwachsene Zustand (Mochin) ist schon die Arbeit innerhalb dieses Verlangens. Die Arbeit am Verlangen zu genießen erfolgt im Zittern, im Geben zwecks des Gebens (Chafez Chessed), in den Eigenschaften von Bina infolge der Verschmelzung mit dem Schöpfer, in Seinem Schatten, wie das Kleinkind, das die Mutter umarmt und sich der Mutter vollständig hingibt. Folglich bekommt es die Kräfte, über seine Selbstsucht hinaufzusteigen.

Und später, wenn das Kind erwachsen wird, kann es schon selbst mit der eigenen Selbstsucht arbeiten. Dieser Zustand heißt schon die „Rückkehr mit der Liebe“.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 04.06.2012

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