- Kabbala und der Sinn des Lebens - https://www.laitman.de -

Ein Gedanke

Wir müssen uns ständig in einem Gedanken aufhalten – über die Vereinigung zwischen uns. Denn wir lernen alles von der Natur, in der Kabbala gibt es nichts künstliches.

Kabbalisten sind wie Wissenschaftler, Physiker der höheren Welt, sie haben ihre Gesetze entdeckt und erklären uns was dort mit uns passiert.

Und sie erzählen, dass wir in der spiritueller Welt alle miteinander verbunden sind, nicht durch unsere materiellen Körper, sondern durch innere Verbindungen. Und in dieser materiellen Welt hat jeder von uns nur einen kleinen Funken dieser Verbindung – ein kleines Verlangen zum Spirituellen.

Aber dieses Verlangen zum Spirituellen bei jedem ist in seinem Ego versteckt. Deshalb heißt es „Ein Punkt im Herzen“ – der von allen Seiten mit einem schwarzen, egoistischen Herz umgeben ist, und aus diesem Grund spüre ich nicht, dass mein Funken sich mit deinem und mit seinem und mit ihrem Funken verbinden möchte!

Aber wenn wir in der spiritueller Welt, von einer spirituellen Stufe darauf schauen könnten, würden wir sehen, dass all unsere Funken miteinander verbunden sind und zusammen ein gemeinsames Gefäß / Verlangen bilden.

Auf einer noch höheren Stufe sind diese Funken noch stärker verbunden, deshalb sind sie dort statt mit dem Licht Nefesch mit dem Licht Ruach erfüllt. Und noch höher sind sie noch stärker verbunden, deshalb erkennen sie das Licht Neschama usw.

Also existiert nichts außer der Verbindung von diesen Funken, die schon jetzt in uns vorhanden sind! Gerade an sie wendet sich die Wissenschaft der Kabbala.

Das ist das einzige woran ich denken muss – wie wir unsere Wünsche zur Spiritualität miteinander verbinden können. Wenn das uns auch nur in solch einem unbedeutendem Maß gelingt, erreichen wir die Offenbarung des Schöpfers an seine Geschöpfe.

Versteht nur, dass die aus Ägypten fliehenden nicht besser als wir waren! Das ist eine Flucht vom Egoismus, vom Pharao, in der Dunkelheit, wenn man nichts sieht und nichts weiß, mit Frauen, Kindern, Greisen und Sklaven, und wer noch alles dabei war.

Das ist genau unser Zustand, deshalb gibt es keinen Menschen, der dazu nicht in der Lage wäre – und es ist wirklich möglich das zu tun.

Alles hängt nur von unserer Anstrengungen ab. Denn die einzige freie Handlung, zu der wir fähig sind, ist sich von der Umgebung beindrucken zu lassen.

Wenn wir uns alle ineinander einschließen wollen, und der Einfluss der Umgebung, für den ich selbst verantwortlich bin, den nur ich erwecken kann, und nicht der Schöpfer oder irgendein höheres Programm, von allen erhalten wollen, dann wars das! „Wir werden tun und wir werden hören!“

Aus dem ersten Kongressunterricht, 09.11.2010

Beitrag teilen: