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Zu einer höheren Dimension aufsteigen

Wenn die Seelen sich miteinander verbinden, enthüllt der Mensch eine neue Realität. Denn es gibt einen Unterschied zwischen einem ganzen Körper und einem Körper, der in Einzelteile zerlegt ist, obwohl diese Teile leben und jeder von ihnen seine Existenz wahrnimmt.

Im Moment nehmen wir unser Leben in dieser Welt wahr, das ist die Existenzebene eines einzelnen Teils, der nicht mit den anderen in einem gemeinsamen Organismus verbunden ist.

Er bekommt die Lebensenergie, die ihn belebt, ähnlich einem Organ, das aus dem Köpper entnommen wurde und am Leben erhalten wird, um es in einen anderen Organismus zu verpflanzen.

Es gibt also „für die Transplantation bereite Organe“, die am Leben erhalten werden, damit sie nicht tiefer als die tierische Stufe herabsteigen. Diese Organe nehmen sich innerhalb unserer Realität wahr. Das sind wir.

Wenn wir, eine Gruppe von diesen Organen, uns untereinander verbinden wollen und darum bitten, ruft unser gemeinsames Verlangen (Gebet, MaN) eine Kraft von oben (von einer höheren Ebene) hervor, die uns verbindet.

Dann nehmen wir in unserer Verbindung die spirituelle Wirklichkeit wahr, ähnlich einem Körper, dessen Organe angefangen haben, sich untereinander zu verbinden, und der ganze Organismus lebt bereits ein anderes Leben, nicht das, was jeder einzelne Teil gelebt hat, als er versucht hat, seine tierische Existenz aufrechtzuerhalten.

Von der tierischen Stufe steigen wir zu einer neuen Existenzstufe, der menschlichen, auf. Die Wahrnehmung dieses gemeinsamen Lebens aller „Körperorgane“ (der gesamten Seele), nennt sich spirituelle Welt.

Nun zählt die vorherige Stufe noch nicht einmal als Leben, denn wir existieren bereits nicht mehr jeder für sich, sondern versorgen uns gegenseitig mit Lebensenergie, und das Licht ermöglicht uns eine vollkommen andere Existenz. Und das vorherige Leben auf der tierischen Stufe erscheint uns bereits nieder und unnütz.

Wir brauchen es nur, um auch andere Seelen an uns anzuschließen, die noch in unserer Welt, auf der tierischen Stufe, existieren – neue Verlangen, die noch nicht an unserer Verbindung beteiligt waren. Und dann steigen sie ebenfalls auf. Doch für unser spirituelles Leben, das wir in diesem Moment erfasst haben, brauchen wir diese niedrigere Stufe nicht. Denn wir befinden uns bereits in einer höheren Dimension.

Aus einem Unterricht nach dem Buch Sohar von 18.4.2010

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