Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wie können wir ein Verlustgeschäft vermeiden?

Frage: Wir beginnen unseren Kongress, nachdem wir bereits vieles auf unserem Weg erlebt haben. Wie können wir uns an dem Ziel festhalten, wie eine Bulldogge, die ihren Biss nicht lockert? Wie können wir das Leben in den Anstrengungen finden und nicht nach einer billigen Belohnung in Form von Begeisterung verlangen?

Meine Antwort: Der Genuss soll durch Anstrengungen hervorgerufen werden. Es ist mir egal, ob der Kongress erfolgreich sein wird – ich genieße dadurch, dass wir alle zusammen Anstrengungen unternehmen.

Versteh doch, in der Spiritualität gibt es keine Pausen. Wenn du keinen permanenten Druck ausübst, verschwindet die Spiritualität. Sie existiert nur, solange jeder deiner Augenblicke sich von dem vorangegangenen unterscheidet. Du musst dich in einem unaufhörlichen Aufstieg befinden, ständig etwas hinzufügen. Dieser Zusatz, dieses Gefälle zwischen den Augenblicken, ist die Wahrnehmung des spirituellen Lebens.

Ein Zustand kann nur hier – in unserer „unbelebten“ Welt – anhalten, erstarren. Genau dafür existiert sie, damit wir von hier den Weg beginnen.

Und deshalb müssen wir dadurch genießen, dass wir einen immer stärkeren Druck ausüben, noch mehr und noch mehr – Genuss durch Anstrengungen.

Frage: Wie kann ich die Anstrengung fixieren?

Meine Antwort: Du muss die Größe Desjenigen erkennen, an der du gibst.

Frage: Wie können wir diese Anstrengung zu einer gemeinsamen machen?

Meine Antwort: Anders kann sie gar nicht sein. Allein wirst du den Schöpfer nicht finden, nur zusammen mit den anderen. Denn der „Schöpfer“ ist die ganze Gruppe, ihr Zentrum: dorthin verströmst du ein immer größeres Geben und erhältst dadurch Genuss. Dieser Genuss wird eben durch den Zusatz und nicht durch den Zustand an sich hervorgerufen.

Genauso möchte ein Mensch, der eine Million verdient hat, in nächster Sekunde noch mehr haben und gibt sich nicht mit dem Erreichten zufrieden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch „Panim Meirot“, 20.09.2012


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