Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die moderne Frau und ihre unermessliche Bedeutung in der Männerwelt

In der westlichen Welt verdient eine Frau im gleichen Beruf durchschnittlich immer noch weniger als ein Mann. Traditionell werden Haushalt und Familie allein den Frauen zugesprochen.

In der Tat symbolisiert die Frau das Heim, das Herz der Familie. Ihr wird damit die Sorge um das Wohlergehen der Familie zugeschrieben. Gleichzeitig streben die meisten Frauen immer mehr nach persönlicher Freiheit. Sie fühlen sich von der weiten Welt angezogen und möchten sich selbst verwirklichen. Frauen widmeten in den letzten Jahren immer mehr Zeit ihrer Karriere und weniger Zeit der Familiengründung. Früher wurden sie traditionell mit häuslichen Sorgen überhäuft, doch jetzt sind sie auf der Suche nach anderen Möglichkeiten. Damit verdrängen sie Männer langsam von ihren „gewohnten Positionen“.

Das ist ganz normal, denn die Frauen sind von Natur aus eher verantwortungsbewusster, konsequenter und fleißiger. Diese Eigenschaften bestehen darin, Leben zu schenken, die Nachkommen zu versorgen und diese zur Selbstständigkeit zu erziehen; und sind deshalb unerlässlich für den Erhalt der Menschheit. Gerade diese Eigenschaften tragen auch dazu bei, mehr zu lernen und sich besser in einen Beruf und in ein Team zu integrieren.

Dies hat Auswirkungen auf die Männer von heute. Sie werden „träger“, “weicher” und halten den Unbillen des Lebens nicht so gut stand. Sie neigen einerseits zur Sprunghaftigkeit, was zu schnellen und überstürzten Handlungen führt, und andererseits mögen sie auch keine Veränderungen. 

Im Gegenteil dazu scheinen Frauen fähiger zu sein, langanhaltende Belastungen zu ertragen und zu überwinden. Sie sind Multitasking-Talente und behalten mit Leichtigkeit tausend Pläne für verschiedenste Bereiche und Aufgaben im Kopf. Sie sind anpassungsfähiger und die unruhigen Dynamiken des modernen Lebens besser gewohnt.

Außerdem spüren sie gesellschaftliche Verbindungen und wissen, was dazu gehört und wie man sie herstellt, obwohl sie selbst nicht vordergründig danach streben.

In Wirklichkeit sind Frauen und Männer dazu aufgerufen, sich gegenseitig zu ergänzen. Es ist kein Zufall, dass bestimmte Berufe von Natur aus nur für ein Geschlecht bestimmt sind. Unterschiede bilden damit keine Widersprüche, sondern verschiedene Teile eines Ganzen. Die Entwicklung steht nicht still. Auch das aktuelle Bild wird sich eines Tages ändern. Berufliche Hürden für Frauen werden eines Tages fallen. Das bedeutet aber nicht, dass Frauen “Männer” werden, sondern dass sie Probleme auf ihre eigene Art und Weise lösen.

Die Natur hat uns nicht zufällig als zwei Geschlechter erschaffen. Auch im Spirituellen gibt es diese Unterteilung. Und genau hier fügt sich alles an seinen Platz. Denn die Aufgabe eines Mannes liegt in seiner Bestimmung, sich seiner spirituellen Entwicklung zu besinnen und sich über seinen Egoismus zu erheben. Die Frau ist für ihn dabei eine unentbehrliche Begleiterin.

Warum gibt es diese – scheinbar ungerechte – Rollenverteilung? Warum sollte eine Frau einen Mann in Richtung spiritueller Entwicklung unterstützen, ihn motivieren und ihn vorwärts drängen? Bei genauerer Betrachtung gibt es hier keine Kränkungen und Benachteiligungen. Denn jede Arbeit ist enorm wichtig.

Der Mann befindet sich quasi an vorderster Front und ist somit jeder “Sturmbö” als erstes ausgesetzt. Die Frau ist dabei seine Stütze und sein Anker. Sie ist die Beständigkeit selbst und ein sicherer Hafen. Ohne ihren Antrieb und ihre Unterstützung würde er wohl mitten am Weg  aufgeben. Und im Grunde stellt sich hier die Frage: Wer bringt hier wen weiter?

Wir sollten daher versuchen, uns gegenseitig besser zu verstehen. All unsere Unstimmigkeiten und Konflikte entstehen nur, weil wir nicht wissen, welche Rolle uns die Natur gegeben hat und wie wir sie ernsthaft umsetzen können. Wir wissen nicht genau, wie wir die Teile des gesamten Mosaiks zusammensetzen sollen.

Daher müssten auch wir Erwachsene uns wie Kinder an den Schreibtisch setzen und lernen, dieses unglaubliche Bild zu erfassen, in dem sich die beiden Pole – männlich und weiblich – in allem verbinden und eine wahre Harmonie der Beziehungen schaffen.

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