Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Gebot „Du sollst nicht Ehe brechen.“

„Du sollst nicht Ehe brechen.“ [Tora, Exodus, Itro, 20:13]

Der Ehebruch im Spirituellen bezieht sich auf eine Nutzung des unkorrigierten Verlangens.

Es handelt sich darum, dass der männliche Teil des spirituellen Klis/Gefäßes einen Schirm, die Absicht des Gebens darstellt. Der weibliche Teil ist das Verlangen zu empfangen. Das Empfangen für das Geben ist die richtige Anwendung des Verlangens, seine richtige Realisierung.

Deshalb symbolisiert der Ehebruch den Missbrauch des Verlangens. Das heißt, es ist nicht deine Ehefrau, nicht dein richtiger Wunsch. Du sollst dein Verlangen richtig wählen, dich mit jedem deiner Verlangen verloben, es heiraten, dich damit verbinden, verschmelzen, koitieren und daraus den folgenden Zustand gebären. Dann wird das Licht kommen und dieses Verlangen ausfüllen.

Wie viele neue Verlangen entstehen beim Menschen jede Minute? Jede Minute ist der Mensch und seine Wünsche anders. Aber da du die ganze Welt beinhaltest, sie ist deine Applikation, so gibt es keine fremden Verlangen.

Das, was wir in unserer Welt als sieben Milliarden verschiedener Menschen oder etwa als drei Milliarden Paare betrachten, befindet sich in Wirklichkeit innerhalb eines Menschen, und zwar wie die einander ständig ersetzenden Wünsche und ihre Schirme.

Im Endeffekt ergibt sich daraus, dass der Mensch das summarische Integralelement ist, das die ganze Menschheit beinhaltet. Und die ganze Menschheit ist die Darstellung, die Aufnahme, die Abbildung unserer inneren Zustände. Mit anderen Worten – der Mensch empfindet im Laufe der Korrekturperiode etwa drei Milliarden Zustände und sieht deshalb außer sich selbst noch 6 Milliarden Paare.

Die Tora spricht die Probleme unserer Welt nicht an. Im Laufe der ganzen Geschichte unserer Entwicklung wurde  die Menschheit immer vom Ehebruch begleitet, es gab keine Möglichkeit, ihn irgendwie zu vertuschen, er blühte zu allen Zeiten.

Die sexuellen Wünsche gelten als wesentlich und grundlegend für die Genussempfindung. Das heißt, der Genuss durch Sex ist tatsächlich einer der größten Genüsse. Der Mensch kann keine Genüsse ablehnen, er kann sie nur richtig anwenden.

Die Verbote im Christentum und im Gegenteil die Aufhebung dieser Verbote und die Polygamie im Islam – das alles existiert wie die rechte und die linke Linie bezüglich des Judentums, worin nur eine Ehefrau die Normalität ist, und das Verbot eines Ehebruchs Gültigkeit hat..

Vom spirituellen Standpunkt aus hat ein Mensch in jedem Moment jenen Wunsch, den er gerade jetzt realisieren muss. Diese Verlangen symbolisieren seinen weiblichen Teil. Darauf bereitet er den Schirm mit der richtigen Anwendung dieses Wunsches, d.h. für das Geben, vor und verwendet ihn in der richtigen Weise. Das Ergebnis ist das Geben an und für sich, gemeint ist das Licht, das im neuen System entsteht oder „seine Nachkommenschaft“.

Und die Realisierung des Wunsches ohne Schirm ist eine antispirituelle Tat und heißt „der Ehebruch“. Deshalb beinhalten die zehn Gebote auch dieses Gebot, ohne das wir nicht miteinander umgehen können.

Auszug aus dem TV-Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 04.03.2013

Beitrag teilen:


Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Kommentare geschlossen.