Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Alle Ansprüche an den Schöpfer richten

Frage: Seit dem Jahr 2000 arbeite ich auf das höchste Ziel hin. Ich hatte einen Lehrer. Wir versuchen jetzt die Verbindung wiederherzustellen. In dieser Zeit gab es viele Abstiege. Geschah das durch das Ego vom Lehrer? Warum passiert so etwas?

Antwort: Wir studieren, das alles vom Schöpfer bestimmt wird. Natürlich kannst du deinem Lehrer, sogar mir oder deinen Freunden die Schuld dafür geben – das spielt keine Rolle. Auf jeden Fall kommt alles was mit dir geschieht vom Schöpfer. Es gelangt durch irgendwelche Menschen oder Handlungen zu dir. 

Denke nicht so viel darüber nach, wer dir die Schwierigkeiten bereitet hat. Es ist der Schöpfer. So spielt er mit dir. Es kommen Probleme durch deine Verwandten oder entfernten Menschen, die Gut oder Böse sind. Alles, was geschieht, geschieht unter seiner sehr sensiblen, sehr deutlichen Steuerung. 

Alle deine Ansprüche gelten nicht deinen Freunden oder Anderen gegenüber, sondern nur Ihm gegenüber.

Sobald du beginnst, die Natur und dich selbst so zu behandeln, wirst du sofort eine andere Einstellung zur Welt haben, du wirst sie viel tiefer verstehen.

Frage: Darf man überhaupt Ansprüche an den Schöpfer stellen?

Antwort: Es ist nur Ihm gegenüber notwendig, Ansprüche zu stellen. An wen sonst? Du kannst auf Ihn wütend sein, mit den Füßen trampeln, alles machen was du willst, verlasse Ihn nur nicht! Er möchte, dass du dich ständig an ihn wendest, sowohl mit guten als auch mit schlechten Dingen, egal mit was und wie. Die Hauptsache ist die ganze Zeit mit Ihm. Schimpfe mit ihm aber verlasse Ihn nicht! 

 

Aus dem Unterricht, 18.08.2019

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Gute Hindernisse Kongress in Moldawien. Lektion 0

Frage: Der Schöpfer gibt uns materielle und spirituelle Hindernisse. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen Hindernissen und uns?

Antwort: Ja, sicher. Es gibt Zeiten, in denen die Seelen entweder materielle oder spirituelle Hindernisse benötigen. Materielle Hindernisse sind nicht nur ein Mangel an Existenzmittel, es können auch Krankheiten, Drogen, Umweltprobleme, Geld, alles Mögliche sein. Es sind keine Hindernisse auf der spirituellen, sondern auf der physischen- materiellen Stufe. Aus diesem Grund wird unsere Welt als materiell bezeichnet. Alle Menschen erleben solche Hindernisse.

Spirituelle Hindernisse sind besonders gut, wenn der Schöpfer die Annäherung zwischen uns und unsere gemeinsame Annäherung an Ihn begrenzt. Sie führen uns direkt zum Ziel. Deshalb müssen wir die materiellen durch die spirituellen Hindernisse ersetzen. Ausgehend von den spirituellen Hindernissen gelangen wir zum Ziel.

Wir müssen lernen, sie richtig wahrzunehmen, dann werden wir keine Probleme haben. Ich werde mich über die ständig auftretenden spirituellen Probleme freuen. 

Ich möchte keine Freunde, ich lehne sie ab, will nicht aufstehen, nicht zum Unterricht kommen, möchte niemanden anlächeln, all das sind spirituelle Hindernisse. Der Schöpfer gibt mir so die Möglichkeit, mich jedes Mal zu überwinden und mich noch mehr mit den Freunden zu verbinden.

Frage: Was ist besser: mit den Freunden in der Gruppe zu sitzen, wenn einer von ihnen voller Emotionen ist und sich in ständigen seelischen Abstiegen befindet, oder dem Schöpfer näher zu sein, indem man sich in Freude und in der richtigen Absicht befindet? Oder sind das unterschiedliche Voraussetzungen?

Antwort: Das sind tatsächlich verschiedene Zustände. Man kann nicht sagen, welcher von ihnen besser oder schlechter ist. Wenn der Schöpfer dir in diesem Augenblick diesen oder einen anderen Umstand schickt, dann ist das für deine spezielle Korrektur notwendig. Man muss verstehen, wie man jede Bedingung so effektiv wie möglich nützt.

Aus der Lektion 0 des Kongresses in Moldawien, 05.09.2019

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Die Philosophie hat schließlich abgedankt

Michael LaitmanNews Report (übersetzt aus www.YNet.co.il) : Die philosophische Fakultät wurde geschlossen! Vertreter der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität von Tel Aviv haben angekündigt, dass sie die Registratur für das kommende Studienjahr nicht öffnen werden.

Mein Kommentar: Wir leben in einer wahrhaft bemerkenswerten Zeit. Seit tausenden von Jahren wurden wir von menschlichen Spekulationen über die Essenz und die Bedeutung des Lebens beeinflusst und nun ziehen wir endlich den korrekten Schluss daraus, welcher völlig mit der Meinung der Kabbala übereinstimmt – dass die Philosophie uns während all der Zeit nur geschadet hat.

Ich verstehe, wie grausam meine Worte für jene klingen mögen, die noch nichts über die Gegensätze zwischen Kabbala und Philosophie wissen, doch ich hoffe, dass die Schließung der philosophischen Fakultät an einer großen Universität in Ihnen das Interesse weckt, den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“ von Baal HaSulam zu lesen. Für mich ist diese Schließung definitiv ein Zeichen von Oben!

Baal HaSulam: Auszüge aus „Die Weisheit der Kabbala und die Philosophie“

Die Philosophie durchlebte viele Unannehmlichkeiten bevor sie beweisen konnte, dass die Körperlichkeit ein Spross der Spiritualität sei und dass die Seele den Körper erzeugt – und das war der vordringlichste Fehler. Die Bedeutung des Wortes Spiritualität hat nicht das Geringste mit Philosophie zu tun. Wie kann man etwas diskutieren, was man nie gesehen oder gefühlt hat?

Philosophie rühmt sich, alles über die Essenz des Schöpfers zu verstehen. Sie hat sich einen Mantel übergestreift, der nicht einmal ihr eigener ist, denn sie nahm sich einfach Begriffe aus der Kabbala und machte mit ihrem menschlichen Verständnis Leckerbissen daraus. Hätte sie das nicht getan, wäre sie aus sich heraus niemals so scharfsinnig geworden.

Wir müssen uns nur die greifbare Wirklichkeit ansehen. Die Trennung zwischen Akteur und Aktion stammt aus der Bildlichen Philosophie, welche auf dem Beweis bestand, dass die spirituelle Handlung die körperliche beeinflusst.

Die Meinung der Kabbala auf diesem Gebiet ist völlig klar, jegliche Beimengung von Philosophie ausgeschlossen. Denn es ist die Meinung der Weisen, dass selbst die voneinander getrennten Wesenheiten, deren Körperlichkeit von der Philosophie verneint wird und die sie als rein konzeptionelle Substanz betrachtet, obwohl sie tatsächlich spirituell sind, nur sublimer und abstrakter, aus Körper und Seele bestehen wie der physische Mensch.

Ihre Gedanken sind nicht die unseren, denn der Weg der Weisen der Kabbala besteht darin, Beweise für ihre Erkenntnis zu finden, um sie nicht später nach intellektueller Grübelei widerrufen zu müssen.

Die Philosophie behauptet, dass unterschiedliche Individuen nicht zu kombinierendes Material sind (Kabbala sagt, dass alles aus zwei Kräften besteht – dem Gefäß und dem Licht).

Die alte Philosophie stellt drei Meinungen als Hindernisse vor meine Erklärung:
1. Ihr Urteil, dass die Macht des menschlichen Intellekts die ewige Seele – also die Essenz des Menschen – darstelle.
2. Ihre Vermutung, dass der Körper das Ergebnis der Seele sei.
3. Ihre Behauptung, dass spirituelle Menschen einfach und nicht komplex seien.

Nicht nur, dass dies der falsche Ort ist, über ihre vorgefertigten Vermutungen zu diskutieren, nein, auch ihre Zeit ist längst vorbei und ihre Autorität widerrufen. Wir sollten den Experten der materiellen Psychologie dafür danken, dass sie ihr Fundament auf den Ruinen der Philosophie errichtet haben und die Gunst der Öffentlichkeit auf ihre Seite ziehen konnten. Nun anerkennt jeder die Nichtigkeit der Philosophie, denn sie basiert auf wackeligem Fundament.

Die alte Doktrin wurde für die Weisen der Kabbala zu einem Stolperstein und zu einem tödlichen Dorn. Wo sie sich vor der Kabbala niederwerfen hätten sollen und sich in Enthaltsamkeit und Besonnenheit üben sollten, bevor sie sich auch nur dem kleinsten Teil der Spiritualität widmeten, erhielten sie das Erwünschte mit Leichtigkeit von der Bildlichen Philosophie. Ohne bezahlt zu werden löschten sie ihren Durst an dem Brunnen der Weisheit bis zur Sättigung und weigerten sich, in die Weisheit der Kabbala einzutauchen. Als Folge davon geriet die Weisheit der Kabbala innerhalb Israels beinahe in Vergessenheit.

Aus diesem Grund sind wir der materialistischen Psychologie dankbar, dass sie ihr einen tödlichen Stoß versetzt hat.

Es gab keine Rettung für Israel außer zu dem Zeitpunkt, als die materialistische Psychologie auftauchte und der theologischen Philosophie den Todesstoß gab.

Heute muss jeder Mensch, der den Schöpfer sucht, die Kabbala wieder auf ihren angestammten Thron setzen und ihren ehemaligen Ruhm wiederherstellen.

 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Philosophie und Kabbala
 

Blitzantworten eines Kabbalisten

Frage: Es kommt manchmal vor, dass man mit einem Tsunami von Gefühlen und Emotionen überschwemmt wird und man sitzt da und versteht nicht, was mit einem passiert! Natürlich ist einem bewusst, dass alles vom Schöpfer kommt. Was kann man in solchen Situationen tun? Weiter sitzen bleiben, rausgehen, versuchen diese Gefühle zu unterdrücken, oder sich den Gefühlen hingeben und mit dem Strom schwimmen?

Antwort: Ich kann nicht sagen was zu tun ist, Sie müssen es selbst entscheiden. Versuchen Sie jedes Mal so zu handeln, dass Sie in maximaler Verbindung mit dem Schöpfer stehen, gleich wie mit der Ursache, von der ihr gegenwärtiger Zustand abhängt.

Frage: Kann ich oder wir im Zehner, den Prozess der Auf- und Abstiege in anderen Zehnern oder Gruppen beeinflussen?

Antwort: Wir sind alle zu einem System verbunden und natürlich wirkt jeder in einem gewissen Maß auf die anderen ein. Wenn in unserer Weltgruppe ein wahrer Zehner entsteht, der ständig mit dem Schöpfer zusammenarbeitet, dann werden wir es alle spüren. Ich hoffe, dass es bald sein wird.

Frage: Macht es einen Unterschied, ob man  nachdenkt und betet oder ob man physisch zum Kongress kommt um die Freunde zu unterstützen? Oder braucht man beides?

Antwort: Ich kann es nicht sagen, denn jeder einzelne Fall sollte separat betrachtet werden. Auf jeden Fall ist es wünschenswert, alle Möglichkeiten zu nutzen. 

Frage: Bedeutet der Zehner meine Bereitschaft, den anderen näher zu kommen?

Antwort: Ein Zehner ist ein Skelett, eine Struktur von allem, was der Schöpfer geschaffen hat.

Frage: Wie arbeitet man mit diesen Gedanken, bei denen man einem anderen etwas Böses antun will? Wird man sie nicht los, auch wenn man versteht, dass sie vom Schöpfer kommen?

Antwort: Das bedeutet, dass du nicht verstehst, dass sie absichtlich vom Schöpfer kommen, damit du an Ihn angehaftet wirst und Ihn als „es gibt niemanden außer Ihm“ definieren kannst. Der Schöpfer gibt dir solche bösen Gedanken in Bezug auf andere nicht. 

 

Aus dem Unterricht, 12.02.2019

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Blitzantworten und Fragen auf Facebook

Frage: Sie sprechen davon, einen einzelnen Europäer, einen einzelnen Menschen zu erziehen. Was wird die Grundlage für die Erziehung eines neuen Menschen sein? Ist Kabbala eine Methode, die Sie anbieten? Wo ist die Grundlage, das Konzept der von Ihnen vorgeschlagenen Methode?

Antwort: Dafür sollten Sie nur die Bücher über die Kabbala, in denen all dies steht, öffnen und lesen.

Frage: Wer ist der Schöpfer? Nicht von dieser Welt? Wie kann man Ihn dann zu etwas anregen?

Antwort: Der Schöpfer ist nicht von dieser Welt, das stimmt. Er ist die höchste Kraft von Geben und Liebe. Diese Kraft kann nur in dem Maße  auf Sie einwirken, wie Sie wollen, dass die Eigenschaft von Geben und Liebe in ihnen entwickelt wird. Möchten Sie die anderen lieben und ihnen geben? – Wenden Sie sich an den Schöpfer.

Frage: Was bedeutet die Erfüllung eines Wunsches?

Antwort: Die Erfüllung eines Wunsches bedeutet das Empfangen dessen, was ich will. In unserem Zustand sind alle unsere Wünsche egoistisch, deswegen werden sie nicht gefüllt. Oder, selbst wenn sie gefüllt werden, stellen wir fest, dass wir noch leerer geworden sind. Das lehrt uns, nicht egoistisch gefüllt werden zu wollen. 

Frage: Wenn es keinen Antisemitismus gäbe, kämen die Juden in Bewegung oder nicht?

Antwort: Natürlich nicht! Deshalb treibt uns der Schöpfer an,  unsere Bestimmung zu erfüllen, indem Er Hass auf Israel weckt.

Frage: Was sollten Kinder in erster Linie, im Alter von zwei oder drei Jahren beigebracht werden?

Antwort: Es ist sehr früh, im Alter von zwei oder drei Jahren etwas zu lernen. Man kann ihnen zeigen, in einer freundlichen Verbindung mit anderen zu sein.

Frage: Wie reagiert der Schöpfer auf das, was Sie uns beibringen? Spüren Sie es?

 

Antwort: Der Schöpfer billigt mich voll und ganz, reagiert sehr gut, und ich fühle es sehr deutlich. Ich mache keine Witze! Sie können das Gleiche tun und dann werden Sie es auch bemerken.

Frage: Ich bin ein Künstler. Bitte sagen Sie mir, warum benötigt man visuelle Kunst und wird sie in Zukunft wichtig sein?

Antwort: Nein, sie ist völlig irrelevant und wird in Zukunft nicht mehr wichtig sein. Die Menschen werden eine innere spirituelle Sicht bekommen. Sie wird in keiner Weise wiedergegeben werden können, nur in unserer Seele.

Frage: Warum muss man, wenn man selbst Liebe benötigt, sich um andere kümmern? Muss sich der Mensch zuerst um sich selbst kümmern?

Antwort: Dann werden Sie nie in die Lage kommen, zufrieden zu sein und Liebe zu fühlen. Wenn Sie Liebe brauchen, müssen Sie andere lieben, erst dann fangen Sie an, Liebe für sich selbst zu empfinden.

 

Aus der TV-Sendung „Antworten auf Facebook-Fragen“, 10.03.2019

Beten bedeutet, die Eigenschaft der Liebe und des Gebens in dir zu enthüllen

Frage: Im Artikel „Was ist ein halber Schekel in der Arbeit“ sagt Rabash: „Wenn ein Mensch, ohne die Bedeutung der Worte zu verstehen, einfach nur ausspricht, was im Gebetsbuch der Weisen geschrieben steht, und diese Worte spricht, während er sich dem Schöpfer annähert, ist es unwichtig, ob er weiß, was er sagt oder nicht…“

Auch Baal HaSulam sagt in Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“: „…auch wenn ein Mensch nicht versteht, was er lernt, zieht er aufgrund seines Verlangens dennoch das Licht der Korrektur auf sich“.

Folglich hat das Beten mit einem Gebetsbuch großen spirituellen Wert, und wenn einige sagen, es wären ja nur Worte und Traditionen, stimmt dies nicht. Wie ist Ihre Meinung darüber?

Antwort: Mit „einigen“ meinen Sie mich. Ja, ich behaupte dies. Und dies ist der Grund: Das Resultat des Lesens hängt vom Leser ab und nicht vom Text oder seinem Autor.

Baal HaSulam sagt in Punkt 147 der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot„: „Es gibt keinen Unterschied zwischen der Tora der Welt von Azilut und der Tora dieser Welt, d.h. zwischen der Weisheit der Kabbala und der offenbarten Tora. Sondern der Unterschied liegt beim Menschen, der die Tora studiert. Zwei mögen die Tora studieren, den gleichen Text und die gleichen Worte, doch einer wird es als die Weisheit der Kabbala und der Tora von Azilut aufnehmen, und der andere als die offenbarte Tora (von Assija)“.

Selbstverständlich wurde das Gebetsbuch von den Mitgliedern der Großen Versammlung zusammengestellt – den großen Kabbalisten, die vor 2000 Jahren lebten. Wenn man es mit der Absicht liest, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden, dann zieht man das Licht von der Quelle an sich heran, von dem das Gebetsbuch spricht. Dasselbe geschieht, wenn man „Talmud Esser HaSfirot“ studiert. Wenn man jedoch nicht darüber nachdenkt, weil man keinen Wunsch hat, den Schöpfer zu enthüllen, dann hat das, was man liest, keine Wirkung, sei es der Talmud Esser HaSfirot oder das Gebetsbuch.

Wenn man den Inhalt des Gebetsbuches verstehen möchte, dann sollte man das Gebetsbuch von Rashash verwenden. Dort findet man die Bedeutung der Gebete in den kabbalistischen Symbolen – als Anheftung des korrigierten Verlangens (der Seele) an den Schöpfer durch das System der spirituellen Welten. Das Gleiche wird im Talmud Esser HaSfirot diskutiert und allgemein in allen Heiligen Büchern. Sie alle sprechen nur über die Verbindung mit dem Schöpfer und über Seine Enthüllung dem Menschen gegenüber.

Beten bedeutet, den Schöpfer zu enthüllen, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe in sich. Alle anderen Gebete sind egoistisch und ziehen nicht das Höhere Licht an. Sie haben nur einen psychologischen Effekt auf den Betenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Im modernen Zeitalter reicht die psychologische Unterstützung der Religion nicht mehr aus
Blog-post: Warum das Studium der Kabbala gut für Sie ist

Im Schatten der vorübergehenden Behausung[117045]

Der Feiertag Sukkot symbolisiert Freude. Es ist ein bemerkenswerter, angenehmer, einfacher Feiertag, den die Menschen sehr mögen. Er fordert eine frühzeitige Vorbereitung, ist aber trotzdem von einer fröhlichen Atmosphäre durchgedrungen. Warum?

Vor allem nach dem Erhalten der Tora an Shawuot des neunten Av haben wir unser Zerbrechen erkannt, was auch das Zerbrechen der Tafeln symbolisiert. Dann haben wir die Erkenntnis des Bösen erlangt und am jüdischen Neuenjahrstag (Rosh Ha-Shana) entschieden, dass wir eine Korrektur benötigen. Dann ist der Tag der Sühne (Jom Kipur) eingetreten. In der Sprache der Kabbala gilt das als Umarmung der rechten und der linken Linie, als Verbindung der Eigenschaften des Gerichtes (Dinim) mit jenen der Barmherzigkeit (Chasadim).

Und endlich beginnt der Feiertag Sukkot oder die besonderen Korrekturen, wonach ich meine Verlangen schon zum Geben erheben kann. Das Symbol dieses Prozesses ist die Laubhütte (Sukka). Alles ist äußerst einfach: Ich benutze die elementaren, „wertlosen“ Verlangen, die durch die Zweigen und die Blättern der Laubhütte dargestellt werden. Sie machen nicht viel her, aber gerade aus ihnen baue ich die vorübergehende Behausung – ein schütteres Dach, um wenigstens etwas über dem Kopf zu haben. Er ist aus Material gebaut, das keinen Wert hat und das man überall finden kann.

Nachdem ich diesen Zustand bzw. diese vorübergehende Unterkunft aufgebaut habe, kann ich mich darin freuen. Somit symbolisiert die Laubhütte das spirituelle Gefäß (Kli), worin ich das Licht empfange. Und das Dach ist das Symbol des Schirmes (Masach): Ich will kein direktes Licht empfangen, und der Schatten soll überwiegen, das Licht soll durch das Dach kaum durchdringen können.

Und ich bin darüber froh, dass ich über mir den Schirm gebaut habe, der mir hilft, den höheren Überfluss zu verbergen und im Schatten zu bleiben. Mit anderen Wörtern kann ich mich schon selbst (natürlich nur mit Hilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt), von den Genüssen im spirituellen Gefäß abhalten.

Der Prozess dauert fort: Ich korrigiere mich in meinen wachsenden Gefäßen (Verlangen), ich befinde mich zusammen mit ihnen in „der Laubhütte“, ich kann sie enthüllen und mittels des Schirms benutzen.

Und dann tritt der Feiertag Simchat Tora („die Freude der Tora“) ein. „Die Tora“ ist das Licht, das zur Quelle zurückführt, das ich am Shawuot bekommen habe. Ich verwende diese Kraft für die Korrektur der Gefäße und gehe jetzt aus „der Laubhütte“ heraus. Mit anderen Worten habe ich jetzt einen unbeschränkten Schirm und brauche mich nicht mehr um das Dach sorgen.

Der Auszug aus „der Laubhütte“ ist das Symbol dafür, dass ich von nun an frei durch die ganze Realität “wandern” kann. Ich muss keinen Schirm über dem Kopf bauen, weil er jetzt in mir ist. Ich befinde mich im eigenhändig korrigierten Gefäß.

Auszug aus dem Unterricht zum Feiertag Sukkot, 18.09.2013

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In eine bessere Zukunft fliegen

Frage: Wie entscheidet das Licht, wer würdig ist, den Machsom zu überqueren?

Antwort: Das Licht wirkt gleichzeitig auf uns und wir streben gemäß unserer Kraft, unserer Transparenz und unserer Ähnlichkeit nach dem Licht, jeder auf seine Weise und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Wenn ihr versucht, dem Licht in euren Eigenschaften so ähnlich wie möglich zu sein, dann werdet ihr buchstäblich durch die Luft in eine schöne Zukunft fliegen.

Frage: Kann ein Kabbalist mit der Kraft seiner Projektion und seiner Gedanken durch die Zeit reisen – vorwärts, rückwärts, wie in einer Zeitmaschine?

Antwort: Bei Zeitreisen geht es darum, eine Projektionsfläche zu haben. Ja, es ist möglich. Aber wofür? Es soll daran nichts Egoistisches geben, es ist nicht wie bei einer irdischen Reise: „Ich will über die Wolken fliegen“.

Ich meine damit, dass es durch die Willenskraft, durch die große innere Spannung, durch die Annäherung an die höheren Eigenschaften des Gebens und der Liebe, möglich ist, zu noch universelleren Verbreitung aufzufliegen. So kann ich fliegen. Das sind alles sehr ernsthafte Bemühungen.

 

Aus dem Unterricht, 28.04.2019

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Eine fröhliche Verbindung mit dem Fest der Natur!

Die inneren Umwälzungen, die jemand benötigt, um sich mit anderen verbinden zu können, bis hin zu vollständiger Übereinstimmung, Einheit und wechselseitigem Austausch, der uns mit der Natur in Einklang bringt, sind nicht einfach. 

Die Phasen derartiger Veränderungsprozesse verlaufen in einem Zyklus, der wieder am Ausgangspunkt endet. Es liegt an uns, diesen gesamten Zyklus zu durchlaufen. Wir brauchen dazu die Absicht, uns selbst zu korrigieren und uns in einen nützlichen Teil der Natur zu verwandeln – und nicht in einen krebsartigen Tumor, der alles um sich herum verschlingt und die Erde zerstört. Ein Mensch muss eine Quelle der Gesundheit und des Wohlergehens für das Gute und das Gleichgewicht in der Natur sein. 

Jedes Jahr kehren diese Zustände wie in einer Spirale zurück und wiederholen sich auf höheren Ebenen. Im Wesentlichen bezeichnet ein Jahr die Anzahl der Stufen, die wir in unserer Verbindung zur Erreichung des Ziels durchlaufen müssen. Dieser Zyklus der Korrektur wurde von Abraham in der Vorzeit entdeckt. Er unterrichtete seine Schüler, welche zur Quelle der Entstehung des jüdischen Volkes wurden. Dies kommt im Jahreszyklus der jüdischen Feiertage zum Ausdruck. 

Wir müssen verstehen, dass die jüdischen Feiertage nicht die Tradition einer bestimmten Nation oder eines Volkes sind. Vielmehr sind sie Symbole einzigartiger spiritueller Zustände, in denen wir gegenseitige Hingabe, Liebe auf einer höheren Ebene und eine größere Tiefe der Verbindung des Herzens und des Verstandes erreichen.

Es geht hier nicht um eine Feier historischer Ereignisse, die ein einzelnes Volk erlebte und die außerhalb des allgemeinen Naturprogramms stehen. Diese Feiertage spiegeln die spirituellen Zustände der Menschen als Gemeinschaft wider. Sie sind bereits als bestimmte Ebenen unserer Übereinstimmung mit der Natur verborgen, wenn wir uns in Richtung Gleichgewicht und Harmonie bewegen. 

Wenn wir uns als Volk wahrnehmen und uns auf die eine oder andere Weise miteinander verbinden und eine bestimmte Ebene der Einheit erreichen, die in der Natur verborgen ist, dann feiern wir dieses Geschehen besonders. Wenn wir auf die nächste Ebene der Verbindung und uns wieder ein Stück mehr an die Natur annähern, feiern wir diese Errungenschaft erneut. Der Mensch legt die Feiertage nicht nach eigener Wahl fest, sondern feiert seine Errungenschaft der Ähnlichkeit und Anhaftung an die Natur. Diese Feiertage können also nicht geändert werden.

In unserem heutigen Zustand stehen wir der integralen Natur völlig entgegengesetzt gegenüber, denn alle Teile der Natur – außer der menschlichen Spezies – sind zu hundert Prozent in einem einheitlichen System verbunden.

Wenn die Menschheit oder zumindest ein Teil davon jedoch beginnt, sich der Natur und der Ganzheit anzugleichen, dann werden wir mit Sicherheit einen bestimmten Grad der Verbindung erreichen. Zunächst einmal liegt es an uns, unsere gegenseitige Abneigung zueinander zu erkennen, denn so ist die Natur, mit der wir geboren werden. 

Das nennt man „Erkenntnis des Bösen“. Uns muss bewusst sein, dass unsere der Natur entgegengesetzten Eigenschaften uns nicht erlauben, Harmonie und Balance zu erreichen. Dafür brauchen wir eine innere Prüfung, und wir müssen uns selbst bewerten (lehipatel: beten, sich selbst beurteilen). Ein solches In-Sich-Gehen vor Rosh HaShana wird als „Monat Elul“ bezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt hinterfragen wir unseren IST-Zustand in Bezug auf den guten und wunderbaren Zustand der Verbindung, den wir erreichen müssen. Das bedeutet, dass wir das, was als korrigierter Zustand bezeichnet wird, erkennen. Wir vergleichen ihn mit unserem gegenwärtigen Zustand, nehmen die gewaltige Kluft zwischen beiden wahr und gelangen so zu einer Selbstbeurteilung.

Wir erkennen dann, dass wir Sünder sind und was zu tun ist. In der Folge organisieren wir unsere Arbeit besser, um weiter in Richtung Verbindung voranzuschreiten. Die Kraft, die sich in der Natur befindet und alle ihre Teile verbindet, sehen wir als die herrschende Macht, die uns lenkt. Diese Kraft hält das gesamte System zusammen und wird zu unserem Ziel. Wir sehnen uns danach, ihr zu ähneln. Dies nennt man Rosh HaShanah, den Anfang (Rosh) unserer Veränderungen (Shinuim) und den neuen Zyklus, an dessen Ende wir wie die allgemeine Kraft sein wollen, die die Natur durchdringt. 

[144178] Aus dem Programm „A New Life“ 14.09.14.  

 

Wunschsortierung

Frage: Woher wissen wir, welche Wünsche wir jetzt und welche wir anschließend korrigieren können? Wie können wir mit etwas keine Zeit verschwenden, das wir nicht ändern können?

Antwort: Es gibt tatsächlich Wünsche, die wir noch nicht ändern können. Das spielt keine Rolle. Wir können sie nur dann sortieren, wenn wir in einer Gruppe sind.

Ich arbeite in der Gruppe an der Größe der Hingabe und der Verbindung. Das wird die Größe des Schöpfers genannt. Es gibt keinen Schöpfer– es gibt die Eigenschaft der Verbindung, der Hingabe und der Liebe.

Wenn ich in einer Gruppe bin und an diesen Eigenschaften arbeite, beginne ich damit, die Wünsche und Gedanken, die in mir auftauchen, richtig zu sortieren und mit ihnen zu arbeiten.

Frage: Was ist angemessener: sich auf die Wünsche meiner Freunde in der Gruppe zu konzentrieren oder ihnen die Möglichkeit zu geben mir zu helfen?

Antwort: Das Beste ist, wenn ich in der Gruppe ihre Gedanken und Wünsche bekomme und ich ihr Helfer, sogar ihr Sklave werde. Ich bin bereit, ihnen dabei zu helfen, dass sie ihre Wünsche und Gedanken verwirklichen können.

Aus dem Unterricht, 14.04.2019

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