Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Die schöne, ewige Welt sehen

Das Geheimnis der Seele erkennen und sehen – was die Seele ist, woher sie kam, warum sie in diesen Körper hinabgestiegen ist, der wie ein stinkender Tropfen ist, der heute hier ist und morgen im Grab liegt. (Das Buch Zohar)

Frage: Warum muss die Seele in so einen stinkenden Körper hinabsteigen, dessen Platz schließlich im Grab endet?

Antwort: Die Seele ist in keiner Weise mit unserem Körper verbunden. Wir existieren, wie kleine Tiere, in diesem kleinen egoistischen Verlangen, die Seele hat nichts damit zu tun.

„Die Seele steigt in den stinkenden Körper hinab“ – damit ist gemeint, dass sie den niedrigsten egoistischen Zustand erreicht und sich in ihm befindet, um ihn zu korrigieren.

Wenn man das Ego  korrigiert – aber nicht den tierischen Körper, er bleibt derselbe, sondern den „inneren Körper“ – und ihn allmählich, mit der Kraft, die man aus dem Buch Zohar erhält, in Geben und Nächstenliebe verwandelt, dann findet eine absolut erstaunliche Metamorphose statt.

Man beginnt das gesamte Universum zu spüren, man begrenzt sich nicht mehr, trennt sich nicht ab, und fühlt alles, was in der Welt geschieht.

Man wird fähig, außerhalb des eigenen Körpers, außerhalb sich Selbst zu sein. Das „Ich“ beginnt sich als Teil des Universums zu fühlen. Das ist ein neues, unbekanntes Gefühl. Beginnt man die Wahrnehmung zu erweitern, fühlt man sich frei. Man kommt plötzlich aus seinem kleinen Käfig heraus, in dem man existierte.

Die Kabbalisten geben ein sehr interessantes Beispiel dafür. Sie vergleichen den Menschen mit einem Wurm, der in einem faulen Rettich sitzt und das Gefühl hat, dass seine ganze Welt so bitter ist wie dieser Rettich. Als er schließlich den Kopf herausstreckt und die Sonne sieht, die Luft spürt, alles singt, alles blüht, sagt er: „Ich dachte, die ganze Welt ist so, wie ich sie im Rettich gespürt habe. Jetzt sehe ich eine riesige Außenwelt, die so schön im Vergleich zu der kleinen dunklen Welt ist!“

Das tun wir auch. Wenn wir unseren Kopf aus unserem Egoismus herausstrecken, sehen wir eine riesige, schöne, ewige Welt.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“ Nr.2

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Ich bin perfekt! Es ist jeder andere, der schrecklich ist.

Sehen Sie sich den Titel an.

Ist es nicht das, was wir alle denken? Die Welt ist in einem schrecklichen Zustand, schauen Sie sich an, was allein im Jahr 2020 passiert ist. Die Menschen sind gemein, feindselig, misstrauisch und streitsüchtig geworden. Was ist mit der Präsidentschaftswahl passiert, was mit Covid-19, und was ist auf den Straßen passiert, zwischen Schwarzen und Weißen, den Superreichen und, nun ja, allen anderen, zwischen Polizei und Zivilisten. Mit Arbeitslosigkeit und Konjunkturpaketen, die Liste ist endlos. Wohin man auch schaut, man findet nichts Gutes. Die einzige Ausnahme, natürlich, bin ICH. Die Menschen sind schrecklich, aber ich? Mit mir ist alles in Ordnung. Ist es nicht das, was wir alle denken? Und wenn wir alle so denken, mit Ausnahme von vielleicht sehr wenigen, ist es dann ein Wunder, dass unsere Welt so ist, wie sie ist? [Rest des Beitrags lesen →]

Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 4

Aufstieg und Fall des ersten Tempels

Im vorhergehenden Artikel haben wir die Bildung Israels zu einer Nation beschrieben und wie ihnen die Aufgabe übertragen wurde, „ein Licht für die Völker“ zu sein, indem sie zu einem Modell der Einheit jenseits aller Gegensätze wurden. Dieser Artikel befasst sich zum ersten Mal mit Israels Versuchen, seine Einheit nach der Gründung einer Nation aufrechtzuerhalten, mit seinem Scheitern und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Nachdem sie eine Nation geworden waren – indem sie gelobten, sich „wie ein Mann mit einem Herzen“ zu vereinen – machte sich das Volk Israel auf den Weg nach Kanaan. Auf dem Weg dorthin hatte es sowohl zahlreiche innere Konflikte als auch Kämpfe mit äußeren Feinden zu bestehen. Ihr wachsendes Ego forderte sie immer wieder auf neue Weise heraus, und sie mussten neue Taktiken finden, um es zu überwinden. Im Buch Zohar (BeShalach, Punkt 252) steht jedoch geschrieben: „Jeder, der in der Tora einen Krieg führt, wird am Ende mit höherem Frieden belohnt“. Mit anderen Worten: In den Kriegen, die das Volk Israel führte, ging es darum, das Gelübde der vollständigen Einheit einzuhalten. [Rest des Beitrags lesen →]

Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 3

 Moses und die Errichtung des Volkes Israel

Im vorangegangenen Artikel haben wir die Zeit Israels in Ägypten beschrieben, wie sie aufblühten, als sie unter Josephs Führung vereint waren, und wie sie sich nach seinem Tod assimilierten, was letztlich die Ägypter gegen sie aufbrachte. In diesem Artikel werden wir die Bemühungen Moses‘ untersuchen, das gequälte und versklavte Volk wieder zu vereinen und es dadurch von seinen Unterdrückern zu erlösen und aus Ägypten herauszuführen. Wir werden auch zeigen, dass, sobald sie sich vereint hatten und erlöst waren, ihnen auferlegt wurde, „ein Licht für die Völker“ zu sein – das heißt, ihre Einheit an den Rest der Welt zu verbreiten.

Obwohl sich ihre Lage in Ägypten verschlechterte, hat Israel sich bis zum Auftreten von Moses nicht vereinigt. Er führte die Israeliten zur Wiedervereinigung, bis sie schließlich der Herrschaft des Pharaos entkommen konnten. [Rest des Beitrags lesen →]

Spiritueller Sex

Michael LaitemanEine Frage, die ich erhielt: Ursprünglich hatte Adam nur eine Frau – Eva. Werden wir zur Monogamie zurückkehren, wenn wir korrigiert sind? Oder werden wir uns darum nicht mehr kümmern, wenn wir korrigiert sind?

Meine Antwort: Sexuelle Einheit in unserer Welt kommt von der spirituellen Einheit zwischen dem Höheren Licht und der Seele mittels des Schirms, was „Siwug de Haka’a“ genannt wird. In dieser spirituellen Einheit zwischen der Seele und dem Schöpfer (dem Kli und dem Licht), ist der Schöpfer oder das Licht der männliche Teil, welcher beschenkt und die Seele oder das Kli ist der weibliche Teil, welcher empfängt. Im Prozess der Korrektur erhält die Seele (Kli) die Eigenschaft des Schenkens, um das Verlangen des Schöpfers (des Lichts), „zu geben“, zu befriedigen.

Der Prozess der Einheit (Verschmelzung, Siwug – spirituelle Verbindung) geschieht in den allgemeinen Verlangen von beiden, „den anderen mit Genuss zu erfüllen“, den Genuss nur in dem Ausmaße zu spüren, wie es dem anderen Partner Genuss bringt. Was folglich geschieht ist ein ständiger Vergleich der allgemeinen Verlangen und der Absichten (im Rosh des Parzuf, vor dem Empfang innerhalb seines Toch), was in der Physiologie als Bewegungen des sexuellen Verkehrs ausgedrückt wird, das vor der Ausschüttung des Lichts von Chochma (Or Pnimi, Samen) in die Seele (in das Kli, vom Rosh in den Toch des Parzuf) geschieht.

Diese abwechselnden, und schrittweise erfolgenden, gegenseitigen Bewegungen sind dazu gedacht, um mittels der Unterbrechung und Wiederaufnahme des Kontakts, ein vollständiges Verlangen in jedem Partner zu erschaffen. Dies erschafft die Möglichkeit von förderlichem Genuss: Wenn diese Stufe erreicht wird, dann wandert das Licht vom Pe zum Toch, d.h. der Genuss tritt in das Verlangen ein, wie es in der Tora geschrieben steht: „Wie ein Pfeil das gewünschte Ziel zur gewünschten Zeit trifft, in der gewünschten Frau und im gewünschten Ort.“

Wenn folglich die Seele des Menschen die vollständige Korrektur erreicht, dann sieht ein Mensch den Sex als den physiologischen Ausdruck der spirituellen Verbindung. Und wenn es keine spirituelle Verbindung gibt, dann gibt es keinen Anreiz oder Grund für körperliche Verbindung.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Hier gibts keinen Sex!“
 
Kabbala Akademie

Wir sind Pioniere!

Ich erhielt folgende Frage: Kabbalisten schrieben sehr viel über die Notwendigkeit, dass Männer eine Gruppe brauchen, das Exil und die Generation der Zukunft und Korrektur. Aber sie verfassten nichts über Frauen oder die Zeiten, wenn bei den Frauen ein großer Wunsch entstehen wird, die Männer zur Korrektur der Welt anzutreiben. Warum wurde nichts über Frauen und deren Fortschritt geschrieben?

Meine Antwort: Alles wurde so erschaffen, dass es zur geeigneten Zeit geschieht. Die Zukunft ist unbekannt und unsere Handlungen bestimmen, was geschehen wird. Auf jeder Stufe erhalten wir eine neue Erkenntnis, wie wir vorankommen werden. In der Kabbala arbeiten wir mit der Höheren Welt, dem Schöpfer, und wir können unsere Handlungen auf der Welt nicht vorhersagen. Weil wir es mit einem enorm großen Mechanismus zu tun haben – einem System von Seelen, erfüllt von Höherem Licht.

Nur in seinen persönlichen Aufzeichnungen schrieb Baal HaSulam über die Zukunft. Er beschrieb verschiedene Möglichkeiten, doch was die Zukunft bringt, liegt ausschließlich in unseren Händen. Aus den Manuskripten, die er hinterließ, verfassten wir eine Sammlung von Artikeln „Die Gesellschaft der Zukunft“ und vier Bücher „Früchte des Weisen“.

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Der Tod ist der Übergang in einen anderen Zustand

Frage: Ich verstehe den Alterungsprozess, der mit dem Tod endet. Was ist die Bedeutung eines plötzlichen Todes?

Antwort: Der Punkt ist, dass wir überhaupt nicht wissen, was die Todesursache eines Menschen ist. Deshalb ist es für uns sehr schwierig, solche Dinge zu verstehen. Schließlich ist der Tod keine Folge des Lebens. Er ist ein Übergang in einen anderen Zustand.

Frage: Was ist der Grund für ein kurzes Leben, das Tage, Monate oder Jahre dauern kann? Warum sollte die Natur irgendeinen Organismus hervorbringen, der sein Leben in kurzer Zeit beendet?

Antwort: Die Natur beurteilt den Menschen nicht nach der Anzahl der Jahre, die er gelebt hat. Wir alle existieren als Teil eines gemeinsamen integralen Systems. Je nachdem, wie wir in diesem System interagieren, gibt es einen mehr oder weniger großen Bedarf für uns. Auf dieser Grundlage leben wir und wird unser Leben beendet.

Frage: Sie sagen, dass der Tod der Übergang zu einer anderen Stufe des Bewusstseins der Realität ist und die Natur diesen Übergang für uns ermöglicht. Kann der Mensch es selbst und bewusst tun?

Antwort: Ja, es heißt: „Du wirst deine Welt sehen, solange du noch lebst“. Du kannst deine Natur verändern, indem du dich über den Egoismus erhebst und dich so sehr in die höhere Kraft der Natur einschließt, dass das materielle Leben für dich praktisch nicht mehr wichtig und bestimmend sein wird. Das heißt, noch bevor der physische Körper stirbt, wird sich der Mensch bereits im nächsten Zustand des Bewusstseins befinden.

Aus dem TV-Programm „Die Ära des Post-Koronavirus“, 14.05.2020.

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Neues Leben 1177 – Verdauungsprobleme

Neues Leben 1177 – Verdauungsprobleme

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Damit das Verdauungssystem richtig funktionieren kann, muss es gute Gedanken über sich selbst und andere aufnehmen. Der Gedanke ist die höchste aller verborgenen Mächte und Kräfte in der Natur. Wenn wir lernen, „den Nächsten wie uns selbst zu lieben“, werden wir fähig sein, uns zu verbinden und Lösungen für jedes Problem zu finden, auch für das gesunde Funktionieren des menschlichen Körpers.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1177 – Verdauungsprobleme“, 19.11.2019

Was Laitman von Sting unterscheidet?

Der berühmte englische Sänger Sting sagte: wir alle, die ganze Menschheit, ist eine Familie, ein Ganzes. Und ich wurde gefragt, inwiefern es sich von dem unterscheidet, was die Kabbalisten sagen.

Kabbalisten sind Wissenschaftler, die seit Tausenden von Jahren dieses Naturgesetze erforschen und heraus fanden, dass unsere Welt miteinander verbunden ist, dass wir alle ein Ganzes darstellen. Obwohl wir es äußerlich nicht spüren, sind wir innerlich miteinander verbunden. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie stark. Und allmählich manifestiert sich diese Verbindung. Seit Tausenden von Jahren nähern wir uns ihr langsam an.

In unserer Generation beginnen sich unsere Verbindung, unsere gegenseitige Abhängigkeit, zu manifestieren. Das ist der Grund, warum gewöhnliche Menschen, d.h. diejenigen, die die Natur nicht in ihren Tiefen erforschen, wie dieser Sänger und andere, plötzlich anfangen, sie zu entdecken und zu verstehen. Sie beginnen, es von innen heraus zu verstehen, weil wir älter geworden, reifer geworden sind. Während unserer Evolution, diesen Tausenden von Jahren, sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir wirklich auf eine gewisse Art und Weise verbunden sind.

Die Kabbalisten haben es vor langer Zeit entdeckt. Was spielt das für eine Rolle, ob die Kabbalisten das Gesetz der Verbindung vor langer Zeit entdeckt haben oder es heutzutage alle Menschen offenbaren? [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1201 – Verhaltensänderung

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Die Menschen werden von Vergnügen und Leiden beeinflusst, wodurch unterschiedlicher Druck ausgeübt wird, der das eigene Verhalten prägt.

Wenn einem Menschen eine gewisse Freiheit gelassen wird, kann er sich von innen heraus entwickeln, indem er etwas über sich selbst, seine Umgebung und die Harmonie des gesamten Systems, in dem er lebt, lernt. Wenn er auf die Stufe eines Tieres absteigt, kann sein Verhalten entsprechend dem Druck von Lust und Leid geformt werden; er kann durch Belohnung und Bestrafung oder durch positive und negative Beeinflussung gelenkt werden. Um sich spirituell entwickeln zu können, muss ein Erziehungssystem dem Menschen helfen, sich mit der Umwelt in einer sich gegenseitig ergänzenden Weise zu verbinden. Die Natur verlangt, dass wir ein richtiges inneres Muster der Außenwelt aufbauen, damit wir wissen, wie wir in liebevoller Weise mit der Umwelt in Beziehung treten können.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1201 – Verhaltensmodifikation“, 28.01.2020