Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gott'

Der gemeinsame Punkt der Güte

Frage: Wenn der Schöpfer von allen Menschen anders wahrgenommen wird, wie kann Er dann der Verbindungspunkt der Menschen sein?

Antwort: Die Sache ist, dass die Verbindung an dem Punkt der Güte des Schöpfers zu uns stattfindet. Wir beginnen zu verstehen, dass alles, was Er tut, absolut richtig, vernünftig und gut ist.

Genau an dem Punkt der gemeinsamen Meinung über Ihn, vereinen wir uns und werden wie Er. Deshalb wird für uns der Punkt der Güte zu einer gemeinsamen Grundlage.

Dann zerstreuen wir uns abermals mit dem neuen Egoismus in verschiedene Teile, hassen uns wieder und beginnen uns erneut auf der nächsthöheren Stufe zu sammeln.

 

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

Eine spirituell unbelebte Stufe

Frage: Wir wissen, dass sich die unbelebte Stufe selbst erhalten will. Wie kommt man von diesem Zustand zur pflanzlichen Stufe? Kombinieren wir sozusagen zwei Verlangen?

Antwort: Die unbelebte Stufe bezieht sich auf die gesamte Natur. Die spirituell unbelebte Stufe ist hingegen eine Empfindung, dass es in mir keine spirituelle Bewegung, keine Möglichkeit zu geben und jemanden zu erfüllen gibt. Ich habe keine Möglichkeit, dem Schöpfer irgendwie ähnlich zu sein. Es gibt jedoch ein Verständnis davon, dass ich mich unter der Macht meiner egoistischen Wünsche befinde, die mir vom Schöpfer gegeben wurden und über die Er herrscht.

Mit anderen Worten, die spirituell unbelebte Stufe ist die Erkenntnis, dass alle meine Verlangen vom Schöpfer kommen, von ihm bestimmt werden und ich mich vollkommen in seiner Macht befinde! Ich bin ein Egoist, da Er mich so erschaffen hat, dann sage ich, dass ich mich in der Macht des Pharaos befinde. Das ist immer noch der Schöpfer, nur in der umgekehrten Form…

Ich fühle, dass ich mich unter der Macht des Egoismus befinde, den mir der Schöpfer gegeben hat. Alle meine Wünsche, alle meine Bewegungen, alles, was ich mache: wie ich sitze, wie ich gehe, wie ich handle, wie ich denke – alles in mir wird vom Schöpfer gebildet.

Dann kann ich sagen, dass ich mich auf der spirituell unbelebten Stufe befinde. Das heißt, das es eine spirituelle Stufe ist, da sie mit dem Schöpfer verbunden ist, unbelebt ist und es in mir keine einzige eigene Bewegung gibt, sondern alles von Ihm kommt. 

Das ist ein sehr interessanter Zustand. Er bezieht sich aber nicht auf alle Menschen, die überhaupt nicht spirituell sind.

„Spirituell“ setzt Verbindung mit dem Schöpfer voraus. Wobei die Verbindung eindeutig ist: Ich fühle, dass der Schöpfer meine Hände, Beine, Gedanken, Gefühle bewegt und alles was ich um mich herum wahrnehme, – ist Er. Durch all die „Marionetten“, durch mein ganzes Leben, wirkt Er so auf mich ein. All das ist eine spirituelle unbelebte Stufe. 

Das ist kein einfacher Schritt, um das Universum und den Schöpfer zu verstehen.

Aus dem Unterricht, vom 09.04.2019

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Warum können wir nicht die Essenz des Schöpfers spüren?

Frage: Warum können wir nicht dieses Unbegreifliche spüren, das als die Essenz des Schöpfers bezeichnet wird?

Antwort: Wir können die Essenz des Schöpfers nicht begreifen, da wir nicht über die entsprechenden Werkzeuge verfügen.

So wie ein Tier nicht die Stufe des Menschen verstehen kann, so kann auch der Mensch die Stufe des Schöpfers nicht erfassen. Wir haben nicht die notwendigen Werkzeuge dafür, d.h. die Eigenschaften.

Unsere Eigenschaften, die auf dem Plus und Minus aufbauen, werden vom Schöpfer so weit erschaffen, dass wir ihn begreifen können, aber nur auf der Grundlage der Eigenschaften, in denen er uns erschaffen hat. Wir können nicht darüber hinausgehen.

Frage: Ist das tatsächlich so oder gibt es etwas anderes?

Antwort: Vielleicht gibt es noch etwas anderes.

Wenn wir am Ende von 6000 Jahren und vielleicht sogar früher, unsere Eigenschaften vollständig korrigieren und sowohl positive als auch negative Eigenschaften richtig einsetzen, dann werden wir endlich die Stufe erreichen, die der Schöpfer für uns bestimmt hat: Ihn in diesen 6000 Jahren zu verstehen.

Dann ist es durchaus möglich, dass wir die darauf folgende Ausdehnung, die nächste Leere, die wir begreifen können, offenbaren. Noch wissen wir nichts darüber. Es gibt einige Vermutungen, aber das sind nur Vermutungen.

 

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

Was ist Azmuto?

Frage: Existiert der Schöpfer in oder außerhalb von uns? Sie sagen, dass Er nur in uns existiert. Was ist dann Azmuto?

Antwort: Es gibt nichts, was „außen“, „innen“ oder „irgendwo“ existiert. Es existiert einfach und das ist alles.

Azmuto ist etwas, das wir nicht verstehen können. Wir verstehen einige Auswirkungen auf uns und nennen es „den Schöpfer“, weil Er erschafft. 

Ich werde das Geschöpf genannt, da Er mich erschaffen hat. Neben dem Schöpfer, der mich erschaffen hat, gibt es Seine höhere, innere Essenz, die Azmuto genannt wird, d.h. Er ist wie Er ist, ohne jegliche Beziehung zu mir.

Man kann sich vorstellen, dass Azmuto ein innerer Teil der höheren Kraft ist und seine Einstellung zu mir gehört zu seinem äußeren Teil, der Schöpfer genannt wird. Es gibt mich, der das wahrnimmt.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Neues Leben #1105 – Leben im Netz

Neues Leben #1105 – Leben im Netz

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

 

Im idealen Netzwerk sind alle einbezogen und unsere guten Beziehungen schaffen einen Ball der Liebe, aber das menschliche Ego widersetzt sich diesem. Die Kluft zwischen unserer natürlichen Verbindung und der egoistischen Einstellung bestimmt unser Schicksal. Spirituelles Wachstum entsteht, wenn wir unsere Einstellung durch ein Mittel namens Seele korrigieren und das Netzwerk positiv beeinflussen. Der Höhepunkt der Entwicklung ist es, das gesamte Netz zu erfassen und die Ebene Gottes zu erreichen.

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Aus KabTVs „New Life # 1105 – Leben im Netz“, 19.03.19

Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben. Sind meine Bemühungen egoistisch, wenn sie darauf ausgerichtet sind den Schöpfer als gut und Gutes tuend zu fühlen?

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

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Blitz – Antworten eines Kabbalisten, 18.11.2018

Frage: Offenbart sich der Schöpfer im Feld der guten Gefühle? Oder ist der Schöpfer selbst ein gutes Gefühl?

Antwort: Der Schöpfer ist alles, alles was in allen Welten, im gesamten Universum in mir ist. Er bestimmt alles außer deiner Willensfreiheit – ein kleiner Parameter, den du selbst definierst.

Frage: Ist der Weg des Leidens das Verlangen des Schöpfers?

Antwort: Das Verlangen des Schöpfers ist das Erreichen der mittleren Linie – Ihm absolut ähnlich zu werden, da sein Zustand am vollkommensten ist.

Frage: Beim Verstoß gegen welche Gesetze in der Spiritualität wird ein Mensch unvermeidlich leiden?

Antwort: Indem er die Gesetze der Verbindung in einer Gruppe verletzt.

Frage: Wenn ein Mensch zur Ewigkeit und Vollkommenheit gelangt ist, hat er dann einen Punkt erreicht, an dem es nicht nötig ist Schmerz und Leid zu empfinden?

Antwort: Ja

Frage: Ich versuche mir ständig vorzustellen, dass alles vom Schöpfer kommt, er gut zu mir ist und ich seine liebevolle Gegenwart spüren möchte. Ich spüre dann die Dankbarkeit und freue mich in der Gruppe mitzumachen. Ist der Wunsch, die Güte des Schöpfers zu spüren egoistisch?

Antwort: Nein, es ist das Richtige. Der Mensch soll nach guten Gefühlen streben.

Frage: Wir hatten eine gute und liebevolle Beziehung in unserer Familie. Meinem Ehemann wurde viel Geld angeboten und er änderte sofort den Weg. Seine Aggressionen wurden auf die Familie, die Kinder übertragen. Ich möchte den Weg der Liebe, der Selbstentwicklung fortsetzen, aber mein Mann hört mich nicht mehr. Muss ich in diesem Fall Geduld aufbringen und warten, oder klar und deutlich meinen eigenen Weg gehen?

Antwort: Ich glaube, dass man hier nichts machen kann. Sie müssen ihrem Ehemann die Möglichkeit geben, seinen gewählten Weg zu folgen. Die Hauptsache ist, dass er an sie und an die Kinder denkt und sie ihre spirituelle Entwicklung fortsetzen können.

Frage: Der Mensch möchte lediglich genießen, sogar in der Gruppe. Das ist seine Natur. Das ist doch keine Korrektur?

Antwort: Nein, das ist keine Korrektur. Die Gruppe ist nötig, um sich über sich selbst zu erheben. Durch die Fürsorge der Gruppe, durch die Verbindung mit ihnen kommt man zu der Verbindung mit dem Schöpfer.

Frage: Ist jeder Mensch in der Lage, die Bitterkeit in Süße zu verwandeln und den Weg der Beschleunigung (Achishena) zu gehen?

Antwort: Ja, in dieser Zeit, in diesem Leben kann jeder Mensch die Bitterkeit in Süße verwandeln und das Ziel der Schöpfung erreichen. Es ist egal, in welchem Alter er ist. Indem man versucht, weniger Fehler zu machen, geht man dem Ziel entgegen.

Frage: Vermischen sich unsere Welt und die höhere Welt oder bleiben sie getrennt?

Antwort: Nein, sie vermischen sich nicht.

Frage: Wenn der Mensch in der Gruppe leidet, bedeutet das, dass man sich nicht auf dem Weg der Kabbala befindet?

Antwort: Dies bedeutet, dass er noch nicht in der Lage ist, seine Leiden umzukehren, um den spirituellen Aufstieg zu unterstützen.

Frage: Ist der Schöpfer unser gemeinsamer Traum?

Antwort: Der Schöpfer ist das, was wir sind. Das heißt, indem wir ihn offenbaren, nehmen wir das als die Summe all unserer Eindrücke und Wünsche wahr.

Frage: Wie verstehe ich, dass ich den Weg der Kabbala gewählt habe und nicht den Weg des Leidens?

Antwort: Es kommt darauf an, wie sehr sie sich zusammen mit der Gruppe, den Freunden zur spirituellen Stufe bewegen.

Aus dem Unterricht 18.11.2018

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Warum wenden wir uns an den Schöpfer?

Frage: Ich muss niemanden um etwas bitten, wenn ich die Kraft der Elektrizität oder der Schwerkraft benutze. Warum muss ich eine spirituelle Bitte erfüllen, um mit der höchsten Kraft der Natur zu interagieren?

Antwort: Im Rahmen der unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Natur (unsere irdische Existenz gehört zu den Tieren), befinden wir uns in einem klaren materiellen Zustand.

Wir haben hier nichts zu verlangen. Wir müssen nur wissen wie wir uns durch die materielle Natur navigieren, ihre Gesetze studieren, nutzen und  auf irgendeine Weise umsetzen können.

Wenn wir uns auf die nächste Stufe der Spiritualität erheben wollen, treten wir dort in eine ganz andere Beziehung ein – die Beziehung mit dem Schöpfer. Deshalb sind wir immer an ihn gebunden. Er wendet sich an uns, wir wenden uns an Ihn.

Wenn wir uns bekehren, wie Er werden wollen, erschaffen wir ein Bild von uns selbst als Schöpfer, das „unsere Seele“ genannt wird.

Aus dem Unterricht 16.12.2018

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Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

 Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben.  Wird es als Egoismus angesehen, wenn man zu fühlen versucht, dass Er gut ist und Gutes tut?

 

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

 

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Der Schöpfer ist kein Mensch

Frage: Obwohl Sie bereits gesagt haben, dass es Gott als Mensch nicht gibt, wenden Sie sich an Ihn, als wäre er eine physische Person, die denken, wünschen, mitfühlen, sich freuen, traurig sein kann, usw.

Wie können wir Ihre Aussagen verstehen? Gibt es ein Individuum? Oder ist der Gott eine Kraft? Kräfte besitzen keine emotionalen Komponenten, daher sollten sie nicht für eine Beschreibung ihrer Manifestationen verwendet werden.

Antwort: Ich hatte früher ein altes Auto, welches mir sehr viel zu schaffen machte. Ich habe es häufig selbst repariert aber auch oft in die Werkstatt gefahren. Sowohl der Automechaniker als auch ich beschimpften es mit den letzten Worten und sprachen es als ein Lebewesen an.

Das heißt, wenn wir uns an etwas wenden, projizieren wir auf dieses Objekt, diese Kraft, dieses Phänomen immer unsere Eigenschaften, unsere Gefühle, die es  in diesem Gegenstand oder der Eigenschaft nicht gibt. Dies gilt auch für den Schöpfer.

In dem Maß, in dem ich in mir die Eigenschaft der Hingabe, Liebe, Verbindung aufbaue, kann ich diese Eigenschaft als Schöpfer bezeichnen. In der Tat gibt es außerhalb dieser Eigenschaft, die ich aufgebaut habe, keinen Schöpfer.

Hier müssen wir uns richtig positionieren und verstehen, warum der Schöpfer als „Bore“ – „Bo-re“: „Bo“ – „Komme“, „re“ – „siehe“ bezeichnet wird.

Man muss kommen und sehen, d.h. einen Zustand erreichen, um diese Eigenschaft zu entdecken.

Wir bezeichnen diese Eigenschaft auch als „Elokim“. Sie besteht aus zwei Teilen der Seele. Ein Teil heißt ACHAP, der andere Teil heißt Galgalta we Ejnaim.

Was hat der Schöpfer damit zu tun, wenn es um die Seele geht? Hat es nichts mit einem Menschen zu tun, sprechen wir nicht über das was außerhalb des Menschen existiert?

Wir sprechen von der Erkenntnis innerhalb eines Menschen, wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreicht hat.

Diese Eigenschaft steht über dem Ego und es ist nicht einfach, sie in sich selbst zu erschaffen, zu entwickeln. Wenn wir uns diese Eigenschaft aneignen, bezeichnen wir sie als „Schöpfer“, dann können wir davon sprechen, dass wir den Schöpfer verstehen.

 

Aus dem Unterricht vom 23.12.2018

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