Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Medien / Neuerscheinungen'

Vereinte Nationen? Von Wegen!

Die globale Pandemie zeigt uns eine neue Weltordnung. Vor  allem verdeutlicht sie die Schwachpunkte der von der Menschheit geschaffenen Systeme. Die enormen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen polarisieren Gesellschaften und stehen auf der internationalen Tagesordnung. Ist es etwa möglich, dass eine alteingesessene UNO über Lösungsansätze, für das herrschende Übel, verfügt? Die UN-Organisation feiert ihr 75-jähriges Jubiläum, trotz der Tatsache das sie gänzlich in Ihrer Rolle versagt hat, und dies spiegelt sich mit der derzeitigen Situation wieder.

Jetzt muss sich die Menschheit eingestehen, dass Lösungen für die gegenwärtigen Krisen, nicht von irgendeinem geopolitischen Gremium kommen können, sondern nur durch die individuelle Korrektur unserer zwischenmenschlichen Beziehungen, von egoistisch zu altruistisch. In der heutigen vernetzten Welt ist es bereits höchste Zeit den Tatsachen ins Auge zu sehen und zu erkennen, dass die heutige Form von Solidarität nur aus Eigeninteresse beruht. Und wenn wir diese Tatsache nicht akzeptieren, sagt UN-Sekretär  António Guterres bei einer Generalversammlung,  “werden wir alle das erste Mal in der Geschichte große Verluste erleiden.” COVID-19 zeigt uns, wer wirklich das Ruder der Welt in den Händen hält und die Bedingungen bestimmt.  [Rest des Beitrags lesen →]

Die Unwissenheit über den Holocaust sollte uns eine Lehre sein

Eine Umfrage, die kürzlich im USA Today veröffentlicht wurde, ergab, dass fast „zwei Drittel der Bevölkerung, Generation X, nicht wissen, dass 6 Millionen Juden im Holocaust getötet wurden“. Schlimmer noch, in der Umfrage stellte sich  heraus, dass „in New York … fast 20% der Zeitzeugen und der Generation X fälschlicherweise glauben, dass Juden den Holocaust verursacht haben“. 

Ganz egal, welche Geschichten wir der Welt erzählen. Und sogar, wenn diese Fakten stimmen, und das tun sie in diesem Fall wirklich, will sie die Welt augenscheinlich nicht hören. Wenn Einrichtungen, die sich angeblich dem Gedenken an den Holocaust verschrieben haben, dies so unzulänglich tun, warum gibt es sie dann überhaupt?

Die aufschlussreichste Information dieser Umfrage ist, dass in New York fast 20% der Befragten glauben, dass die Juden selbst für den Holocaust verantwortlich sind. Das weist darauf hin, dass die Bildungsarbeit im Hinblick auf Juden in der „jüdischsten“ Stadt Amerikas völlig daneben liegt. [Rest des Beitrags lesen →]

Unsere Art zu Leben wird sich transformieren

Wenn wir genau darüber nachdenken, macht ein Leben, in dem es zwei Menschen braucht um eine Familie zu ernähren, einfach keinen Sinn mehr. Die arbeitenden Eltern kommen erschöpft nach hause und haben kaum mehr Energie den Kinder die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie brauchen. In Familien mit nur einem anwesenden Elternteil ist es noch schwieriger, da dieser oft für zwei arbeiten muss, um über die Runden zu kommen. Da bleibt nur noch wenig Zeit für das Umsorgen der Kinder. 

So oder so, ist dies eine unnatürlich, ungesunde Situation, deren Ergebnis eine Generation vernachlässigter Kinder ist. Besorgniserregend ist, dass wir diese Zustände heute als “normal” empfinden, weil wir sie nicht mehr anders kennen.

Zum Glück zwingt uns das Coronavirus die heutige “Normalität” zu hinterfragen. Das Coronavirus wird unser Wirtschaftssystem verändern, auch wenn wir versuchen uns zu widersetzen. Es wird uns zwingen, für diejenigen zu sorgen, die vom Zusammenbruch dieses Systems betroffen sind. Wenn jene, die selbst nicht direkt von diesem Zusammenbruch betroffen sind, sich weiterhin nur um ihr eigenes Wohlergehen sorgen, werden auch sie getroffen werden, denn die ganze Menschheit ist heute voneinander abhängig und verbunden. [Rest des Beitrags lesen →]

Auf Wiedersehen, Teddybär! – Zeit erwachsen zu werden, wenn wir Covid weg haben wollen

Wie ich schon zu Beginn des Ausbruchs sagte, ist das Coronavirus kein weiteres Virus und Covid-19 keine weitere Pandemie. Es ist ein Wendepunkt, ein Transformationsprozess, der unser Leben äußerlich und innerlich umkrempeln wird. Wenn es vorbei ist, werden wir andere Menschen sein, und bis dahin wird es nicht verschwinden.

Welches Bild die Regierungen und Medien auch immer vermitteln mögen, die Wahrheit ist, dass wir uns inmitten eines wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenbruchs befinden. Die Basis unserer Lebensweise, die uns zwingt, miteinander um Ressourcen und Gelder, sowie um den sozialen Status und Respekt zu konkurrieren, wo wir niemandem vertrauen können, weil der Erfolg des einen zwangsläufig den Misserfolg des anderen bedeutet, diese Basis unseres bisherigen Lebens löst sich endgültig auf.

So wie der schmelzende Schnee viel Schlamm erzeugt, unter dem aber das Gras wächst und Knospen aus der gefrorenen Erde emporschießen, so verliert unser Leben seine frühere, gefrorene Fassade, und eine neue, lebendige und freudige, treibt aus. Aber bis es sprießt, müssen wir etwas im Schlamm waten. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Abhängigkeit ist nicht erwünscht

Wir alle sind füreinander verantwortlich. Auch wenn wir diese gegenseitige Abhängigkeit nicht wollen, stellen wir fest, dass wir uns ihr nicht mehr entziehen können. Wenn ich nicht auf dich achte, infiziere ich dich mit Covid-19 und wenn ich dir nicht wichtig bin, infizierst du mich.

Doch wie kann ich mich vor anderen schützen? Wenn ich selbst oft verantwortungslos handle, wie kann ich also vertrauen, dass die anderen es sind? Habe ich überhaupt das Recht es von ihnen zu erwarten?

Auch wenn das Virus uns dazu brachte, diese gegenseitige Abhängigkeit anzuerkennen, wollen wir weiterhin ein sorgenfreies Leben führen ohne Rechenschaft für unsere Handlungen ablegen zu müssen. Wir wollen es einfach nicht. Doch die Natur hat einen anderen Plan. Jetzt müssen wir unser eigenes Selbstbild, unsere Gesellschaft und die Welt neu überdenken. [Rest des Beitrags lesen →]

Influencers und Generation Z

Früher waren es Autoren, Denker, Philosophen und hochgebildete Menschen, die uns inspiriert haben. Heute sind Vlogger, Reality-Show-Stars, spärlich bekleidete Instagram-Models und YouTube-Promis die Vorbilder der Menschen. Wir lesen inzwischen auch weniger. Menschen werden zu den Beeinflussern, je nachdem, wie viele Abonnenten und Anhänger sie in den sozialen Medien haben. Sie gewinnen sie nicht mit Worten, sondern mit Bildern, die in der Regel provokativ und anregend sind und einen Hauch von Anspruch ausstrahlen.

Doch bei aller Oberflächlichkeit der Generation Z ist es nicht unbedingt von Nachteil, dass sie weniger lesen. Dafür gibt es einen guten Grund: sie sind weit weniger naiv, als wir es waren. Sie glauben nicht an den guten Willen der Menschen, wollen klare Antworten, und betrachten das Leben, das vor ihnen liegt, sehr nüchtern. Sie sind desillusioniert, und das ist gut so. Sie nehmen, was ihnen hilft, und lehnen ab, was keine Hilfe ist.

Junge Menschen haben heute wenig Respekt vor Akademikern, Politikern oder mächtigen und superreichen Personen. In den meisten Fällen verspüren sie auch nicht den Wunsch, wie einer von denen zu sein. Sie wollen heute Spaß haben, und glauben nicht, dass ein Titel oder sozialer Status glücklich machen. Sie haben Recht, sie sind klug.  [Rest des Beitrags lesen →]

Wenn ich es nicht mache, übernimmt es niemand.

Stellen Sie sich mitten in einem Protest vor, daß sich auf der Straße die Demonstranten, die gegen dieses oder jenes Unrecht protestieren, befinden. Gegenüber steht die Polizei, die Vertreter der gehassten Regierung. In einer anderen Straßenecke befinden sich die „Anderen“, diejenigen, die sich der Regierung anschließen. Die Luft ist hasserfüllt, die Spannung ist kurz davor zu kippen. Keine Seite wird Kompromisse eingehen; entweder ich oder niemand. 

Manchmal ist der Hass mehr verdeckt, aber er wächst, sprudelt unter der Oberfläche. Wir können den Hass nicht eindämmen, aber wir können lernen, wie man damit umgeht, wie man ihn konstruktiv nutzt. Wenn wir nicht bald lernen, ihn zu kanalisieren, wird der Hass ausbrechen und alles zerstören.

Hass gab es schon immer, weil es schon immer Gegensätze gab. Unser fataler Fehler war, dass wir versucht haben, die andere Partei nicht zu akzeptieren, anstatt uns über die verschiedenen Meinungen zu erheben. Uns war nicht klar, dass die Zerstörung der anderen Partei bedeutet, uns selbst zu zerstören. Uns war nicht bewusst, dass alles in Wirklichkeit seine Gegensätze hat. Aus diesem Grund wurden immer wieder Kriege geführt. Der einzige Weg, wie wir existieren können, ist, wenn wir das Gleichgewicht mit der anderen Seite anstreben. Wenn wir nicht Platz für alle vorhandenen Ansichten schaffen, gibt es keinen Platz für ein Gleichgewicht.

Die widersprüchlichen Ansichten  kommen aus der menschlichen Natur. Wie kann man also gewinnen, wenn man den Vorteil des anderen verleugnet?

Der Vorteil einer Gegenüberstellung besteht darin, dass der Konflikt zwischen  beiden Parteien in integraler Weise gelöst werden muß, um ihre gemeinsame Wurzel zu erkennen. Nur dann können sie sich vereinen und beide gewinnen.

Und wenn sie das tun, stellen sie fest, dass die gesamte Realität so funktioniert, und darin finden sie die Einheit, die die gesamte Natur durchdringt. Und diese Entdeckung der Einheit ist der Grund für die anfängliche Gegensätzlichkeit und den Hass.

EIN LICHTFUNKE, WENN DAS LEBEN KEINEN SINN MEHR MACHT

Stress, Angst, Einsamkeit und wirtschaftliche Not werden durch Covid-19 noch verschlimmert. Wie diese Gefühle das Risiko für höhere Selbstmordraten erhöhen werden, ist noch Gegenstand von Studien.  Organisationen für psychische Gesundheit sehen bereits Anzeichen für eine mögliche Zunahme der sogenannten Todesfälle aus Verzweiflung. Die Gesellschaft kann den Kopf nicht länger in den Sand stecken. Sie muss sich auf das vorbereiten, was vor ihr liegt, und Bedingungen organisieren, um die Bedürftigen durch Pflege, Wärme und gegenseitige Verantwortung zu unterstützen. 

Nach sechs Monaten Pandemie dachten wir, das Verhalten und die Auswirkungen des Virus seien bereits geklärt. Die globale Seuche überrascht die wissenschaftliche Gemeinschaft jedoch immer wieder mit neuen Mutationen und neuen Symptomen und Nebenwirkungen. Bis zur Entdeckung eines Heilmittels wird weiterhin Unsicherheit herrschen, und es ist mit schwierigeren Zeiten zu rechnen. 

Bis zu 75.000 weitere Amerikaner könnten zu den Todesopfern der Pandemie hinzukommen, aber nicht aufgrund natürlicher Ursachen, sondern weil sie beschlossen haben, ihr eigenes Leben zu beenden. Offiziellen Angaben zufolge sind die Selbstmordraten in den Vereinigten Staaten seit dem Jahr 2000 insgesamt um 35 Prozent gestiegen. Historisch gesehen haben wirtschaftliche Notlagen, die Zahl der Menschen, die ihr Leben aus Hoffnungslosigkeit verkürzen, fast verdoppelt. Wir sind in eine neue Phase der Menschheit eingetreten, eine neue Ära, in der wir durch gegenseitige Fürsorge miteinander verbunden sein müssen, in der sich jeder in der Gesellschaft gegenüber anderen wie eine liebevolle Mutter verhält, die ihr geliebtes Kind umarmt. 

Selbstmord ist die schlimmste Entscheidung, die ein Mensch treffen kann. In den Köpfen derer, die solche extremen Taten begehen, wird das Leben zu einer Last. Dabei vergessen sie den Schmerz, den sie ihrer Familie und ihren Freunden zufügen. Sie scheinen keine Kraft mehr zu haben, das einzufordern, was ihnen ihrer Meinung nach im Leben zusteht, was immer es auch sein mag. Anstatt andere mit einzubeziehen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, zieht sich der suizidgefährdete Mensch in seine eigenen selbstverliebten Gedanken zurück.

Obwohl Selbstmord die persönlichste aller Entscheidungen zu sein scheint, tragen wir als Gesellschaft eine kollektive Verantwortung dafür, dass es uns nicht gelungen ist, die notwendigen Voraussetzungen für ein gesundes und glückliches Leben der Menschen zu schaffen. Wir müssen Mechanismen gegenseitiger Verantwortungen schaffen, um die Befriedigung der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen zu gewährleisten. [Rest des Beitrags lesen →]

Wir schließen mit dem “Neujahrsfest” ab

Das neue hebräische Jahr begann mit der Schließung (Lockdown). Doch das war nur die offizielle Version. Tatsächlich unternimmt  jede Gruppierung im Lande, alles Mögliche, um die Maßnahmen zur Eindämmung der Krise zu lockern und diese  für sich angenehmer zu gestalten. In solchen Zeiten des Kriegs interessiert sich niemand mehr für das öffentliche Wohlbefinden und dessen Gesundheit, da sich alle verloren fühlen.

Das jüdische Volk, welches den israelischen Staat besiedelt , ist tatsächlich keine Nation. Es ist ein Kollektiv bzw. eine Ansammlung vielerlei Sekten und Gruppierungen. Es ist weder ein Kollektiv noch eine israelitische Nation. Aus diesem Grund werden wir aus diesem Lockdown nicht stärker oder gesünder hervorgehen, da sich niemand dafür interessiert, stärker oder gesünder zu werden. Je mehr wir in diese Pandemie versinken, desto gespaltener, hasserfüllter und entfremdeter fühlen wir uns, zueinander.
[Rest des Beitrags lesen →]

Israel – vom 1. Platz auf den letzten Platz der Quarantänemaßnahmen abgefallen

Als COVID-19 ausbrach, standen die Länder Schlange, um dem israelischen Staat für sein Durchgreifen gegen die Ausbreitung der Pandemie zu gratulieren. Doch bei der zweiten Welle passte sich die Realität unseren Verhaltensweisen an. Wir stürzten vom Zenit in den Abgrund. Sogar wenn wir den Kreislauf der gesamten Wirtschaft jetzt stilllegen, alle Städte unter Quarantäne stellen und jeden Haushalt unter Arrest, würden wir maximal einen kurzen Infektionsrückgang verzeichnen.

Einzig und allein, wenn das wir tun, was unsere Aufgabe als ´Volk Israel` ist: unser menschliches Verhältnis zueinander zu ändern, können wir das Virus besiegen. Als das Virus auftauchte, warnte ich, dass dies kein gewöhnliches Virus sei, dass es nicht gekommen sei, um unsere Wirtschaft lahm zu legen. Es kam, um uns zu zeigen, wie wir uns zueinander verhalten müssen. Darin haben wir bis heute kläglich versagt. Und deshalb siegt jetzt das Virus und bricht mit hohen Infektionsraten alle Rekorde. Die Lähmung aller Institutionen und der verdorbene Lebensstil wecken die Erinnerung an die letzten Tage Roms.

Oberflächlich betrachtet erscheint es wie ein Kampf derjenigen, welche die Wirtschaft retten wollen und den Lebensunterhalt der Bevölkerung sichern und auf der anderen Seite jenen, die alle wirtschaftlichen und öffentlichen Aktivitäten reduzieren wollen, um in erster Linie Leben zu schützen. Solange wir aber einander mit Hohn und Verachtung begegnen, wird beides nicht funktionieren. [Rest des Beitrags lesen →]