Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Krise'

Ist es schwierig, Frieden zu erreichen?

Man muss verstehen, dass alle Konflikte zwischen uns nicht aufflammen, um sie zu verdrängen, sondern um unsere Einheit trotz aller Unterschiede zu stärken. Konflikte werden nicht dadurch gelöst, dass wir unsere Differenzen auslöschen, sondern indem wir uns über sie erheben.

Das ist viel einfacher als die Art und Weise, wie wir in unserer Welt versuchen, Konflikte zu lösen. Wir denken, dass es notwendig ist, den Widerspruch zu beseitigen, und deshalb wollen wir den Feind besiegen und ihm beweisen, dass wir Recht haben und er im Unrecht ist. Und er seinerseits versucht, das Gegenteil zu beweisen.

Aber auf diese Weise werden wir nie zum Frieden kommen! Die Methode der Kabbala verwendet genau den entgegengesetzten Ansatz, bei dem wir den Grund für unseren Streit erkennen und keiner versucht, den anderen zu zwingen, seine Meinung zu akzeptieren. Wir wollen eine Verbindung über dieser Differenzen hinweg erreichen, so dass die Liebe alle Verbrechen bedeckt.

Verbrechen und Konflikte werden bleiben, und wir werden unsere Liebe und Einheit mehr und mehr vergrößern. Infolgedessen wird die Unterschiedlichkeit in vollem Maße offenbart werden, und darüber wird die vollständige Vereinigung offenbart werden, und beides wird gleichzeitig existieren: das stärkste Verlangen und die größte Kontraktion und der Schirm. Und dann wird die vollständige Enthüllung des Schöpfers stattfinden. Das ist die Methode der Kabbala.

Anders wird es nicht funktionieren! Wenn wir Kriege beenden wollen, dann müssen wir verstehen, dass es keine andere Lösung gibt, sondern nur eine gegenseitige Ergänzung oberhalb der Unterschiede.

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Aus der täglichen Kabbala-Lektion vom 11.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“

Die Grenzen werden einfach explodieren

Kommentar: Einem aktuellen Bericht der Weltbank zufolge werden bis 2050 216 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Am schlimmsten wird es in den Ländern südlich der Sahara sein. Die Zahl der Klimamigranten beträgt dort 86 Millionen, in Ostasien und Ozeanien 49 Millionen. Das Problem ist, dass die Welt nicht in der Lage sein wird, die Migration einzudämmen. Die Gründe dafür sind Wassermangel, Kriege, Missernten usw.

Antwort: Ja. Ist es nur Amerika das Menschen aufnimmt? Alle werden aufgenommen. Die Grenzen werden einfach explodieren.

Frage: Was wird passieren? Werden wir uns alle anpassen, wird sich die ganze Menschheit vermischen? Ich möchte Sie als Kabbalisten fragen: Was ist der Zweck dieser Vermischung?

Antwort: Die Menschen werden sich allmählich bewusst, wer sie sind, wie sehr sie niemanden und nichts außer sich selbst lieben und wie sehr sie dennoch- zwingend- ihren Nächsten lieben müssen.

Frage: Wird ihnen deshalb ein Nachbar gegeben, den sie niemals lieben würden? Und es heißt: „Ihr müsst ihn lieben. Er wird direkt neben euch wohnen und das war’s.“ Werden sie ihn lieben müssen? Macht das die Natur zwangsweise?

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Ich will eine strahlende Zukunft

Frage: Als wir noch normal lebten, machten wir Pläne, Pläne für fünf Jahre, zehn Jahre und so weiter. Der Mensch hatte eine Zukunft. Heute ist die Zeit des Stresses, der Sorgen, der Depressionen und der Angst vor der Zukunft. Es ist erstaunlich, dass sich die Menschheit daran gewöhnt hat, in Angst zu leben, denn sie weiß, dass Kriege, globale Erwärmung, Tsunamis, Erdbeben, Vulkane und Viren auftreten werden. Müssen wir uns an diesen Zustand gewöhnen, werden wir so weiterleben?

Antwort: Der menschliche Körper hat einen sogenannten Abwehrmechanismus. Diese Schutzreaktion unserer Natur, des Egoismus, kann nicht permanent belastet werden, durch ständige Sorgen und so weiter. Man ist gezwungen, jede negative Emotion irgendwie zu verdrängen, sie zu neutralisieren oder sogar in etwas anderes zu verwandeln. Wenn alles nichts hilft, dann sterbe ich eben, und danach werde ich ins Paradies kommen, in eine zukünftige Welt. Ich habe nicht umsonst gelitten und so weiter.

Frage: Das ist also eine Art von Mikro-Sedierung?

Antwort: Ja, natürlich. Wenn es einen solchen Charakterzug, eine solche Möglichkeit für einen Menschen nicht gäbe, dann würden die Menschen Selbstmord begehen, nachdem sie sich vorher ausgedacht haben, dass ihnen anschließend das Paradies bevorsteht.

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„Welches Teil Ihres Wissens, würden Sie an alle Menschen auf der Welt weitergeben wollen?” (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Welches Teil Ihres Wissens, würden Sie an alle Menschen auf der Welt weitergeben wollen?”

Vor 6.000 Jahren begannen wir uns in unserem Ego zu entwickeln. Dieses Ego drängte uns ständig zur Weiterentwicklung und trennte uns von der Wahrheit. Früher waren wir, wie die Tiere, mit der Natur verbunden und haben instinktiv ihre Gesetze befolgt. Doch unser Ego koppelte uns von der Natur ab. So gerieten wir aus dem Gleichgewicht mit der Natur und wurden zu Egoisten. Die Natur ist jedoch altruistisch und funktioniert nach altruistischen Gesetzen.

So wurden wir zunehmend egoistisch und von der Natur getrennt. Die Globalisierung hat in unserer Zeit das große Ausmaß unserer Verflechtung und gegenseitigen Abhängigkeit offenbart, aber auch das Ausmaß des gegenseitigen Hasses. Heute fangen wir an, unsere wackelige egoistische Basis als die Ursache unseres Unglücks zu sehen. Deshalb wird deutlich, dass es keinen anderen Ausweg gibt als das Ego zum Geben, in Altruismus umzukehren.

Dies ist das Wissen, das ich den Menschen vermitteln möchte. Es existiert in der Weisheit der Kabbala, die davon spricht, dass wir mit Hilfe der Methode, die „Weisheit der Kabbala“ genannt wird, unsere Natur ändern und uns vor der Vernichtung und den zunehmenden Katastrophen der heutigen Zeit retten können. Nur so können wir uns selbst, unseren Kindern und der Welt eine gute Zukunft sichern und unsere Existenz von der materialistischen Ebene auf die spirituelle, ewige und vollkommene Ebene erheben. Wenn wir das nicht tun, und zwar schnell, dann werden wir das gleiche Ergebnis durch Leiden erreichen. Die globale Krise wird uns jedoch dazu zwingen, unseren schicksalhaften Übergang vom Egoismus zum Altruismus zu vollziehen.

Basierend auf einer Frage und Antwort mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Menschen aufklären


Frage: Heute gehen die Menschen zu allen möglichen Demonstrationen, ohne zu erkennen, dass sie nicht gegen Ungerechtigkeit, ungleiches Einkommen oder schlechte Bildung kämpfen, sondern gegen ihre Bedeutungslosigkeit.

Es sind nicht nur einzelne Berufe, die jetzt verschwinden, sondern ganze Schichten der Wirtschaft, die Länder zusammengehalten haben. Nicht nur die High-Tech-Industrie, sondern auch die gewöhnlichsten Branchen werden von Menschen befreit. Bald wird es keine Kassierer mehr geben, niemand, der ausgibt, empfängt. Automatisierte Maschinen und Algorithmen werden das alles erledigen.

Hier kommen wir zu dem, worüber wir vor 15 Jahren gesprochen haben – womit kann man die Menschen beschäftigen. Man muss ihnen ein Grundeinkommen zahlen, damit sie sitzen und lernen können.

Heute fangen sie an, darüber zu sprechen: „Ja, wir werden den Menschen Geld zahlen. Sie sollten kommen und 2-3 Stunden pro Tag damit verbringen, Geschichte, Kultur oder etwas anderes zu studieren, Bäume gießen, neue Parks bepflanzen, etc. Sie kommen nicht um zu arbeiten, sondern um sich zu beschäftigen.

Sehen Sie darin die ersten Schritte auf dem Weg zu einer Gesellschaft, von der Sie die ganze Zeit gesprochen haben?

Antwort: Im Allgemeinen kann man darin einen ersten Schritt sehen. Aber wie erzieht man diesen neuen Menschen, der nicht nur die Eigenschaft des Empfangens, sondern auch die des Gebens haben wird? Hier müssen wir natürlich die Menschen aufklären.

Es geht um mehrere Stunden am Tag, in denen sie studieren, die Physik des Gebens lernen, Vorlesungen hören und untereinander diskutieren können.

Frage: Solange Israel das nicht tut, werden es die anderen nicht tun. Oder kann es parallel laufen?

Antwort: Nein, ich glaube nicht, dass es parallel geschieht. Es muss immer noch von hier kommen. Die innere Wurzel der Veränderung der Welt, was immer sie auch sein mag und wohin sie auch geht, kommt immer noch vom jüdischen Volk.

Aus der Fernsehsendung „Algorithmen statt Menschen“,  04.08.2021

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Hurrikan Ida – Sechzehn Jahre nach dem einstigen Jahrhundertsturm Katrina

Vor sechzehn Jahren verwüstete der Hurrikan Katrina New Orleans und einen Großteil von Louisiana sowie Teile von Mississippi und Alabama. Als Katrina auf das Festland traf, war er ein starker Sturm der Kategorie 3, stark genug, um fast 2.000 Menschenleben zu fordern und die Schutzmauern zu durchbrechen, die den Lake Pontchartrain daran hinderten, einen Großteil von New Orleans zu überfluten.

Nach dem Sturm erklärten Meteorologen und andere Experten, Katrina sei ein  „Jahrhundertsturm“. Letzten Sonntag, auf den Tag genau 16 Jahre nach dem Eintreffen von Katrina, fegte der Hurrikan Ida fast an der gleichen Stelle über die Stadt. Auch hier wurden die Stadt New Orleans und weite Teile Louisianas heimgesucht, allerdings mit weitaus größerer Heftigkeit als bei dem Jahrhundertsturm.

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Warum könnte der Nahe Osten wegen Wassermangel in Kriegen versinken?

Die globale Erwärmung, die aufeinanderfolgenden Dürrejahre und fehlende Investitionen in Wasserspar- und Entsalzungs-Technologien bringen die ohnehin angespannten internationalen Beziehungen im Nahen Osten an den Rand des Zusammenbruchs. Wenn die Wasserkrise anhält, wird es nicht mehr lange dauern, bis das trockene Land unter Beschuss genommen wird.

Die iranischen Landwirte können ohne Wasser nicht ernten, die Kurden und der Iran streiten sich um die Verlegung von Wasserleitungen, mehr als 12 Millionen Menschen in Syrien und im Irak verlieren den Zugang zu Wasser. In Syrien, das immer noch von einem Bürgerkrieg heimgesucht wird, der vor zehn Jahren begann, ist die diesjährige Dürre die schlimmste der letzten siebzig Jahre. Der Terror sägt an der Angst, aber man kann ihn mit Waffen zurückhalten. Durst sägt an der Verzweiflung, und nichts kann verzweifelte Menschen aufhalten.

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Wie man Covid-19 beendet

Jedes Land der Welt kämpft für sich mit den Problemen von Covid-19. Deutschland ist auf dem Weg zu einem weiteren Lockdown; Frankreich ist bereits im Lockdown; Indien bricht Rekorde in neuen bestätigten Fällen, und Brasilien bricht Rekorde in Covid-Todesfällen. Es gab eine Zeit, in der wir das Gefühl hatten, dass die Pandemie das Problem aller ist, und dann sagte der Präsidentschaftskandidat Joe Biden „Eine Infektion irgendwo ist eine Infektion überall“. Jetzt kämpft jedes Land für sich gegen den Virus. Der UN-Generaldirektor beklagte sich über die Ungleichbehandlung bei der Verteilung der Impfstoffe;  während in einigen Ländern bereits die Hälfte ihrer Bevölkerung geimpft ist, haben andere nicht eine einzige Dosis eines der Impfstoffe erhalten.

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Modernes Sodom 

Amerika schätzt den Individualismus. Es ist stolz auf seine Gesetze zum Schutz des Privateigentums und hat die Meinungsfreiheit auf die Spitze getrieben. Warum fällt Amerika also auseinander? Weil der Bau von Mauern zum Schutz der eigenen Privatsphäre einen von allen anderen isoliert. Wenn das Motto lautet: Jeder für sich, gibt es keine Gesellschaft, und das Land zerfällt.

Der Vater meines Lehrers, der große Kabbalist Yehuda Ashlag, alias Baal HaSulam, schrieb: „Lass meins mein sein und lass deins deins sein … ist die Herrschaft der Sodomiten. Er erklärt, dass die Menschen von Sodom nicht füreinander waren. Sie waren kalt und gleichgültig, einander völlig entfremdet. Dies, so Baal HaSulam, habe ihren Untergang verursacht.

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Die Sorge um das Wohlergehen Anderer

Seit geraumer Zeit erleben wir eine allumfassende Krise, die jeden Aspekt unseres Lebens verändert hat. Alles, dessen wir uns sicher waren, ist nicht mehr sicher. Wir müssen wieder bei Null beginnen, wissen aber nicht wie. Also warten wir lieber auf einen Impfstoff gegen Corona und tun nichts. 

Doch Abwarten ist keine gute Strategie. Das passiv Bleiben verzögert die Transformation unseres Zustands und macht sie für uns schmerzhafter, weil wir nicht auf die Veränderung vorbereitet sind. Wir müssen also versuchen zu verstehen, was um uns und mit uns geschieht und weshalb wir das durchmachen müssen.

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