Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'die Erlösung'

Es werde Licht!

Jeder Mensch ist wie ein die Sonne reflektierender Spiegel.

Ein Lichtstrahl steigt hinab, die Reflexionen einer Seele, und zieht sich in den Raum zurück.

Die Menschheit, die Zivilisation von Egoisten, ist wie eine große Ansammlung von Spiegeln, das Licht in verschiedene Richtungen reflektierend, ein Meer das chaotisches Licht erzeugt.

Mische diese reflektierenden Lichtstrahlen als wären sie Segmente eines riesigen Parabolspiegels, was bekommst du? Zuerst sieht es aus, als ob alle Strahlen unterschiedlich ausgerichtet sind, aber als ein Ganzes, streben die Lichtstrahlen eines werde licht gemeinsames Licht in einem gemeinsamen Zentrum an. Ihr korrekter Zusammenschluss entzündet eine kritische Temperatur, bringt eine neue Substanz hervor – Plasma – und explodiert in Flammen. Und auf diese Weise wird das Licht jedes Menschen im Feuer der Liebe unter den Freunden erweckt. Sie vereinigen sich miteinander, zusammen mit ihrer Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, eine neue Stufe hervorbringend die unvorstellbar und unerreichbar ist, unser gemeinsames Bewusstsein benutzend: Hingabe zum Schöpfer, ein Aufstieg auf die Stufe des Schöpfers. Solch eine Stufe ist unvorstellbar, ehe man sie erreicht, weil sie erst dann geschaffen wird, wenn sich alle vereinigen.

Der Legende nach setzte Archimedes feindliche Schiffe in Brand, in dem er polierter Bronzespiegel auf sie richtete. Seine Zeitgenossen waren so erstaunt über dieses Phänomen, dass auch heute, tausende Jahre später, die Menschen noch darüber sprechen.

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Die zweidimensionale Welt

Frage: Derzeit wird in sozialen Medien über Themen der verborgenen Dimensionen, die es um uns herum gibt, ausführlich diskutiert. Viele Annahmen erden unterbreitet, einigen davon liegen Beweise zugrunde, anderen nicht. Welche geheime Dimensionen existieren aus der Sicht der Kabbala?

Antwort: Um uns herum existiert nur eine verborgene Dimension, dies ist die Eigenschaft des Gebens, die wir nicht einfach so aus uns selbst ausströmen (emanieren) können.

Wir leben in einer egoistischen Dimension, die die Eigenschaft des Empfangens für sich selbst des gesamten Guten, des notwendigen und nützlichen darstellt. Und die ihr entgegengesetzte Eigenschaft des Gebens ist uns gänzlich unbekannt. Hätten wir diese Eigenschaft noch zusätzlich zur Eigenschaft des Empfangens, dann könnten wir uns das gesamte Bild der Welt ganz klar vorstellen.

Frage: Ist das der Grund, warum der Mensch aktuell diese Dimensionen gar nicht wahrnimmt?

Antwort: Es gibt eine zweidimensionale Welt und nicht mehr als das. Eine Welt des Empfangens und des Gebens. Wenn sie sich jedoch gegenseitig ergänzen, entsteht daraus ein n-dimensionaler Raum. Alles kann nur in Bezug zum Menschen wahrgenommen werden.

Frage: Kann es eine mehrdimensionale Welt geben, in der es mich nicht gibt?

Antwort: Nein, sie existiert nur subjektiv, relativ zu Ihnen.

Frage: Kann es eine mehrdimensionale Welt geben, in der alle Menschen gut sind und in der alles korrigiert ist?

Antwort: Wenn man eine derartige Welt erschafft.

Frage: Bedeutet das, es hat immer beim Menschen seinen Anfang?

Antwort: Ja, natürlich. Der Mensch steht im Mittelpunkt.

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Dem Schöpfer ähnlich sein oder nicht

Frage: Was gibt mir die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer?

Antwort: Sehr viel, es bedeutet, wie der Schöpfer zu sein.

Frage: Lohnt sich das?

Antwort: Man sagt, es lohnt sich.

Erwiderung: Dazu gibt es einfach zu wenig Schriftliches. Kaum Werbung.

Antwort: Hier kann es keine Werbung geben. Was kann jetzt angeboten werden, damit ein Mensch dem anderen zuliebe etwas tut?

Erwiderung:  Beschreiben Sie doch bitte, was für ein wunderbarer Zustand es ist, wie der Schöpfer zu sein.

Antwort: Geschrieben wurde darüber sehr viel. Aber das bringt alles nichts und wird nicht helfen.

Erwiderung: Nehmen wir einmal an, ein Mensch würde verstehen, wie es wäre Millionär zu sein. Darüber wurde auch viel geschrieben.

Antwort: Ja, weil es dafür anschauliche Beispiele gibt. Hier gibt es jedoch keine, denn die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer hat keinen Platz in unserem Bewusstsein. Jegliche Beispiele unserer Welt passen hier nicht.

Erwiderung: Wie sollen die Menschen damit umgehen? Es wird von ihnen etwas verlangt, doch sie verstehen nicht was genau das ist.

Antwort: Deshalb sorgt der Schöpfer dafür, alle hin zu einem Zustand zu entwickeln, indem wir alle spüren, in keinem anderen System mehr leben zu können, als in dem Gesetz der Nächstenliebe. Alle anderen Gesetze erlauben uns nicht mehr zu existieren.

Frage:  Heißt das, man sorgt für unsere Entwicklung über die Methode des entgegengesetzten Zustands? Aus der Negation (Verneinung) heraus?

Antwort: Ja, natürlich.

Frage: Müssen wir uns alle von unserem heutigen Zustand lossagen?

Antwort: Er (der Zustand) wird so sein, dass man es wünschen wird, sich von ihm zu trennen.

Frage: Wo ist in diesem Fall noch die Freiheit der Wahl?

Antwort: Die Freiheit der Wahl ist hier nicht zu finden, sie ist weiter entfernt.

Frage: Bedeutet das, die Natur lässt uns in den jetzigen Stadien keine freie Wahl?

Antwort: Nein. Hier werden wir, wie man so schön sagt, mit einem Stock zum Glücklichsein gedrängt wie “kleine Tiere”. Dem Schöpfer ähnlich zu sein oder nicht, das hängt nicht von uns ab. Das alles ist in uns einprogrammiert. Wir werden so oder so zu diesem Zustand gelangen. Es gibt zwei Wege: der eine ist schnell und angenehm, der andere jedoch lang und mit Leid verbunden. Also wähle. 

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Kabbala und Humor

Mir wurde folgende Frage gestellt: Wie stehen Kabbalisten dem Humor gegenüber? Gibt es kabbalistische Witze?

Meine Antwort: Im ersten der 12 Jahre, die ich an Rabash’s (Baruch Ashlag) Seite verbrachte, war ich ziemlich erstaunt darüber, wie sehr er Humor, unerwartete Situationen und unkonventionelle Ansichten liebte.

Solche Dinge mögen Kabbalisten einfach, weil sie immer jung bleiben. Warum? Weil die Seele kontinuierlich wächst und das spirituelle Wachstum bewirkt, dass sich ein Kabbalist wie ein Kind fühlt. Egal wie er nach außen erscheint, ein Kabbalist wird seiner selbst nie überdrüssig.

Neben dem „jung bleiben“ ist es für einen Kabbalisten auch charakteristisch, dass er sich einer ständigen inneren Revolution aussetzt, mit sich selbst streitet, sich analysiert und Schlüsse über seine eigenes Selbst oder seine Beweggründe zieht.

Ein Kabbalist betrachtet seine irdische (egoistische) Natur von der Seite, aus der Sicht der Höheren Natur – dem „Punkt im Herzen“ oder der Eigenschaft des Gebens heraus – genauso wie der Schöpfer ihn betrachten würde – und so versucht er, diese Sicht zu rechtfertigen.

Ein Kabbalist erfährt ständig innere Widersprüche, welche er nicht durch Beschwichtigungsversuche oder Zustimmung lösen kann, sondern nur, indem er das, was „gegen ihn“ ist (Geben) über das stellt, was „für ihn“ (Empfangen) ist.

So sind Humor und Anekdoten Möglichkeiten, Widersprüche zu überwinden – sie alle basieren auf den Ungereimtheiten des Lebens und ähneln daher spirituellen Situationen, die jedem Kabbalisten bekannt sind.

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Die Bedingungen für die Korrektur der Seele

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_24.gifEine Frage, die ich erhielt:

Obwohl Baal HaSulam schreibt, dass eine spirituelle Person für sich nur das behält, was sie für das Überleben braucht und den Rest der Gesellschaft gibt, raten Sie aus irgendeinem Grund niemandem, sich so zu verhalten. Stimmen Sie mit Baal HaSulam nicht überein? Oder fürchten Sie, dass dies die Leute abschrecken würde?

Mich zum Beispiel, obwohl ich selbst zu wenig Geld habe, schreckt das ab!

Meine Antwort: All unsere Handlungen müssten mit dem Gesetz der Natur übereinstimmen. Wäre das der Fall, würden wir uns als integrierter Bestandteil der Natur fühlen – in der Welt der Unendlichkeit – das bedeutet im Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit, wie die Natur (der Schöpfer) selbst.

Die Kabbala – die Wissenschaft über die Ganzheit der Natur – hilft uns, diesen Zustand nicht durch Schläge und Leiden zu erreichen, sondern durch bewusste Entwicklung. Sie sagt uns, dass das allumfassende Gesetz der Natur das Geben und die Liebe ist. Das ist die Vorgehensweise aller Teile der Natur – der unbelebten, pflanzlichen und tierischen. Sie nehmen nur, was sie zur Aufrechterhaltung ihrer Existenz brauchen. Und sie erfüllen diese Bedingung instinktiv, durch Gesetze, die in ihr Verhalten eingepflanzt sind. Deswegen kann ein Tier nur seine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen.

Der Mensch auf der anderen Seite wurde als ein einziges Ganzes geschaffen, das später in einzelne Teile getrennt wurde. Deshalb nehmen wir ganz natürlich andere Menschen wahr – und weil wir in unserer Wurzel noch verbunden sind, können wir mit den Wünschen, Freuden und Leiden anderer durchdrungen werden. So ist jeder in einer Art geschaffen, zusätzlich zu seinen natürlichen eigenen Verlangen auch Verlangen von denen, die um ihn herum sind, zu empfangen. Wenn jemand die Verlangen der Gesellschaft (Reichtum, Macht, Wissen) aufnimmt und diese für das Wohl der Gesellschaft einsetzt, dann benutzt er sie richtig, um sich mit den anderen zu verbinden.

Wenn sie jedoch jemand dafür nutzt, sich selbst zufrieden zu stellen und dies seinen natürlichen eigenen Verlangen hinzufügt, dann verbindet er sich NICHT mit den anderen und erfüllt das generelle Gesetz der Natur nicht. Diese Art des Verhaltens wird „egoistisch“ genannt, und dieses lässt jemanden seine Unterschiedlichkeit zur Natur als Leiden fühlen. In anderen Worten, er fügt sich selbst Leid zu! [Rest des Beitrags lesen →]

Braucht die Welt einen Polizisten?

Vinokur: Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, dass die Welt einen Polizisten braucht und dass nur Amerika diese Rolle einnehmen kann.

Laitman: Im Prinzip hat Amerika kein Recht dazu. Tatsache ist, dass die Welt ohnehin immer mehr auf einen verheerenden Krieg zusteuert, es sei denn, wir beginnen, uns zu verbinden.

Die Europäische Union versucht, alle unter einen Hut, einer einzigen Bank und einer Industrie zu vereinen. Amerika versucht, alle der eigenen Macht und der NATO zu unterstellen. Dies vereitelt Verbindung.

Verbindung ist nur durch Bildung möglich. Durch Erziehung, Aufklärung und Mitwirkung in Gesprächskreisen, welche ausschließlich auf altruistischen Prinzipien beruht. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, das ist natürlich ein Fernziel. Da wird erklärt, dass es nicht darum geht, wer höher und wer niedriger ist, sondern dass alle gleich sind und alle vereint werden sollen.

Das ist weder bei der NATO noch bei Amerika oder Europa der Fall. Alle diese Verbindungen sind wirklich nur die eine in der Wirtschaft, die andere in der Politik und die dritte in der Macht.

Vinokur: Also ist Bildung Ihre Antwort?

Laitman: Nichts anderes! Sie ist das einzige Mittel, um eine gute Zukunft zu schaffen.

Neues Leben 460 – Das Gesetz des Nationalismus – Eine Identitätskrise, Teil 1

Neues Leben 460 – Das Gesetz des Nationalismus – Eine Identitätskrise, Teil 1
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Israel ist eine besondere Nation, die auf der Basis von Verbundenheit und Liebe über alle Unterschiede hinweg gegründet ist. Als wir in der Diaspora lebten, stellte sich die Frage nach unserer Nationalität nie. Jetzt, wo wir in Israel leben, schon. Wir nutzten die Chance, die uns nach dem Holocaust gegeben wurde nicht um einen Staat aufzubauen, in dem alle wie ein Mann in einem Herzen leben. Die Übernahme von Ideen aus anderen Nationen wird unseren Staat nicht aufrechterhalten, da er mit dem Ziel gegründet wurde, alle zur gegenseitigen Liebe zu bringen. Die Welt ist so eingerichtet, dass jeder etwas Besonderes von uns erwartet. Sie haben das Gefühl, dass wir ein verborgenes Geheimnis haben, und wir haben tatsächlich ein solches Geheimnis.

Wir müssen die Methode teilen, wie wir Liebe und Verbindung zu allen bringen können.

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Aus KabTVs „New Life 460 – Das Gesetz des Nationalismus – Eine Identitätskrise, Teil 1“, 30.11.14

Die Spielregeln akzeptieren

Frage: Es stellt sich heraus, dass der Schöpfer das Spiel des Bösen für uns geschaffen hat und die Spielregeln, nach denen wir spielen sollen. Wo ist hier die Freiheit der Wahl? Was hängt von mir ab?

Antwort: Es gibt keine Wahlfreiheit, sondern nur die Akzeptanz der Spielregeln des Schöpfers und nach ihnen spielen.

Man mag sie nicht akzeptieren, aber dann wird man von den Schicksalsschlägen dazu getrieben. Niemand behauptet, dass man frei ist.

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Der Stolz eines Narren

Zuallererst müssen wir verstehen warum wir leiden. Der Grund dafür ist die Trennung die in meinem Verlangen zu Empfangen geschah. Seit diesem Zerbruch kümmert sich das Verlangen nur um sich selbst. In Wirklichkeit gibt es keine andere mir feindlich gesinnte Kraft, als mein eigenes Ego.

Diese hindert mich daran das Leben zu genießen und ist die Ursache aller Leiden dieser Welt. Diese Tatsache offenbart sich heute langsam der gesamten Menschheit.

Wenn ich in einer Gruppe an der Verbindung richtig arbeite entdecke ich, dass ich keine Verbindung herstellen will. Das zeigt mir, dass „der Schöpfer den bösen Anfang schuf“, und ich erkenne, dass „der Schöpfer all das getan hat“. 

Es ist zwar nicht einfach, aber ich muss alles mit Ihm in Verbindung bringen. Er gibt mir dieses Leid. Auch wenn es mir grausam erscheint, soll es mir nur zeigen wie sehr ich von Ihm abhängig bin. Es ist, als würde Er sagen: „Komm zu Mir, verbeuge dich und wenn du Mich bittest, werde Ich es für dich korrigieren. Wenn du es aber nicht tust, wirst du immer mehr Leid bekommen, bis du keine andere Wahl hast“.

Unser egoistisches Verlangen ist mehr als unser Ego oder unser Stolz. Andernfalls könnten wir uns nicht beugen und wären verloren. Mit der Zeit wächst dieses egoistische Verlangen auf der unbelebten, belebten und tierischen Stufe. Gleichzeitig verliert es durch die Schläge immer mehr an Bedeutung. Darin besteht die Erlösung. Ich bin mit meinen Verlangen bis zur äußersten Grenze gelangt. Dann kommt ein Schlag und ich schwebe nicht mehr so hoch. Ich werde etwas bescheidener. Danach folgt ein neuer und ich beuge mich noch etwas tiefer. So lerne ich Schlag für Schlag dazu und beginne mich zu fragen wer mich schlägt und wer über mir steht. 

Danach reduziere ich meine Wünsche so sehr und fühle mich demütig, unglücklich und gebeutelt, wie ein Tier. Das Verlangen zu empfangen ist das Wesen der Schöpfung. Alles andere sind nur ihre Ergänzungen, die sich aus der Ähnlichkeit der Eigenschaften des Schöpfers oder dem Fehlen dieser Ähnlichkeit ergeben. 

Unser Stolz verschwindet und nur das tierische Verlangen bleibt. Wenn ich diesen Zustand erreiche, bin ich bereit, meinen Kopf zu beugen und zu bitten. Von diesem dummen Stolz, der vorher in mir war, bleibt nichts mehr übrig.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Bin ich klug genug zu verstehen, dass ich in Wirklichkeit ein Tier bin und mein ganzes stolzes Ego eine Illusion? Und werde ich mich im Vorfeld beugen und den Schöpfer um Korrektur zu bitten? 

Wenn Er, auf meinen Wunsch hin, die Macht über mich übernimmt, geschieht die Korrektur. Und diese Bitte ist das Gebet. Ein anderes existiert nicht.

Das erfordert allerdings sehr viel Kraft und hier bin ich auf die Hilfe meiner Freunde angewiesen. Wenn ich mich ein klein wenig vor ihnen beuge, werden sie mir die Kraft geben, um mich vor dem Schöpfer beugen zu können. Auf diese Weise beschleunige ich die Zeit und auch die Schläge bleiben aus. An ihre Stelle tritt der Verstand und bringt mich so voran. 

Rabash schreibt: Wenn du aus dir selbst eine Null (0) machst und aus der Gruppe eine 1, wirst du zur “10”. Wenn du aus dir zwei Nullen machst, wirst du zur “100”. Das bedeutet, du erhältst 100 Mal mehr Kraft. Das heißt, je kleiner man sich macht, desto mehr Kraft gibt die Gruppe für den Weg zum Schöpfer.

Das erspart sehr viel Zeit, Stufen und Leid, sogar ganze Lebensabschnitte und die schwierigsten Probleme. Darin liegt die ganze Arbeit. 

Aus dem Unterricht „Die Lehre der zehn Sefirot“, 07.11.2011

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Ist New York die neue Hauptstadt des Antisemitismus?

Auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht: Michael Laitman 31.12.2019

 

Während die Nachwirkungen der jüngsten antisemitischen Angriffe noch immer im Raum stehen, erschüttert eine weitere Gewalttat die Amerikanische Jüdische Gemeinde, insbesondere in New York.

Das ist die neue Realität in Amerika. Die kürzliche Messerattacke zu Chanukka, im Haus eines Rabbiners, bei der fünf Menschen von einem Mann verletzt wurden, der angeblich gezielt gegen Juden vorgegangen ist, war der jüngste Angriff von zehn Vorfällen gegen Juden in New York in einer Woche.

Die unvermeidliche Frage ist: „Warum wir?“ Und auch, was kann getan werden, um eine weitere Tragödie zu vermeiden?

Die Antworten liegen letztendlich in unserer Einheit.

Sind antisemitische Verbrechen und Bedrohungen nun Gang und gebe in den USA?

Fast 60% der im letzten Jahr in den USA religiös motivierten Straftaten, mit 1.879 derartigen Vorfällen, die in diesem Zeitraum gemeldet wurden, waren gegen Juden gerichtet. Auch physische Angriffe auf Juden haben im vergangenen Jahr landesweit um 105% zugenommen. Allein im Big Apple machen antisemitische Übergriffe mehr als die Hälfte der gemeldeten Hassverbrechen aus.

Angesichts der Situation hat das NYPD die Sicherheit in jüdischen Wohngebieten und Einrichtungen erhöht.

Heute Morgen sprach ich, auch auf persönlicher Ebene, mit meinem Sohn, der Monsey besucht hatte, jenen Ort, an dem die letzten Angriffe stattfanden. Die Juden in der Gegend erzählten ihm, dass sie gestern noch nicht einmal Schlösser an den Türen hatten, während sie heute darüber reden, welche die besten Waffen sind, die man zur Selbstverteidigung kaufen kann. Die Erhöhung der Sicherheit gegen wachsende anti-Semitische Ausschreitungen wird das Wiederauftreten solcher Fälle jedoch nicht verhindern können.

Wie können wir vermeiden, dass antisemitische Straftaten und Bedrohungen zur neuen Realität werden?

Könnte sich das, was in Nazi-Deutschland geschehen ist, in den aufgeklärten und kultivierten USA wieder ereignen?

 

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