Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Die spirituelle Rolle der Frau'

Die spirituelle Rolle der Frauen, Teil 7

Möge der Schöpfer alles entscheiden

Frage: Wie wirken sich die Schwierigkeiten irdischer Frauen auf die Entwicklung und den Erwerb der spirituellen Eigenschaft des Gebens aus? Beeinträchtigt z.B. das Unvermögen, eine Familie zu gründen, zu heiraten, Kinder zu bekommen usw. dies irgendwie oder hilft es?

Antwort: Wenn dich gewisse Umstände daran hindern, eine Familie zu gründen und du denkst, dass dich das zur Kabbala drängt und du dich nicht mit Kindererziehung und Pflichten im Haushalt auseinandersetzen möchtest, dann wird dies natürlich geschehen.

Ich denke, dass wir diesbezüglich keine Pläne schmieden müssen, weil wir die Pläne des Schöpfers nicht kennen. Wir sollten einfach weitermachen.

Es bietet sich die Gelegenheit, zu heiraten – nur zu, heirate. Es gibt eine Gelegenheit, sich in der Kabbala zu engagieren – mache es. Bist du verheiratet und hast eine Familie, dann sei für deine Familie da. Wenn es darüber hinaus die Möglichkeit gibt, auch Lektionen zu hören, studiere weiter.

Man muss sich allerdings nicht entscheiden: „Das war’s, ich werde nicht heiraten, ich werde mich nur mit Kabbala beschäftigen“.  Auf diese Weise kann man es nicht machen. Solange wir in unserer tierischen Ebene bleiben, müssen wir dem Schöpfer vertrauen. Möge Er entscheiden, was wir sein sollten.

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Aus Kab TV „Grundlagen der Kabbala“ vom 08.03.2020 

Die spirituelle Rolle der Frauen, Teil 6

Der letzte Halt ist das Erreichen der Wurzel deiner Seele

Frage: Was sind die Besonderheiten des Erlangens der Eigenschaft des Gebens für eine Frau? 

Antwort: Frauen haben eine spezielle Art von Seele, anders als jene der Männer. Man kann nicht sagen, dass es in der Kabbala besser oder schlechter ist, ein Mann oder eine Frau zu sein. In der Tat werden einem Menschen entsprechend der Eigenschaft seiner Seele alle anderen Bedingungen gegeben: Familie, Ehemann oder Ehefrau, Arbeit und alles andere, was ihr widerfährt.

Ich denke nicht, dass wir das ganz genau verstehen müssen. Wenn ich als Frau geboren würde, dann hätte ich natürlich andere Eigenschaften, andere Funktionen, ein anderes Schicksal. Doch darüber braucht man sich keine Gedanken zu machen, denn das Endziel beim Schicksal eines jeden Menschen ist für jeden ein und dasselbe: das Erreichen der Wurzel der eigenen Seele.

Deshalb hat jeder Mensch, egal ob Frau oder Mann, seinen eigenen Ursprung seiner Seele, den jeder trotzdem erkennen und begreifen sollte. Egal, wer man im Moment ist. Es ist nicht nötig zu fragen, wer mehr oder weniger glücklich ist.

Der Schöpfer ist absolut gerecht. Es gibt keine Präferenz für den einen oder den anderen. Jemand kann zum Beispiel ein Arbeiter in Afrika sein. Jedoch befinden sich die endgültige Eigenschaft und der Zustand seiner Seele auf derselben Ebene wie jene, aller großen Kabbalisten und großen Seelen. Der Unterschied besteht nur in der Erfüllung seiner irdischen Funktion, d.h. in der Korrektur.

Im Spirituellen hingegen ist die Chance, einen größeren Aufschwung zu erreichen und sich selbst zu korrigieren, umso größer, je schlechter die Bedingungen sind. Folglich stellt sich heraus, dass wir alle absolut gleich werden, und niemand irgendwelche Ansprüche an den Schöpfer stellen kann, warum er ihn oder sie so gemacht hat.

Vielleicht wird dadurch jeder Geschmack und Wettbewerb ein wenig eingeschränkt, aber man vergisst es, weil man trotzdem alles durch den irdischen Rahmen, irdische Eigenschaften betrachtet. Und erst, wenn man die spirituelle Welt betritt, erscheint es einem: „Warum bin ich nicht schlechter?“  Tatsächlich kann man sich angesichts der Tatsache, dass man sich schlechter fühlt als die anderen, eine größere Erhabenheit erreichen und dem Schöpfer größere Freude bereiten.

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Aus Kab TV „Grundlagen der Kabbala“ vom 08.03.2020

Die spirituelle Rolle der Frauen, Teil 5

Wozu Nachwuchs in die Welt setzen?

Frage: Sehr oft fragen Kinder ihre Mutter: „Warum hast du mich geboren? Ich habe nicht darum gebeten.“ Wie können wir diese Frage beantworten?

Antwort: Wenn mein Kind mich fragen würde: „Warum hast du mich zur Welt gebracht?“ würde ich sagen: „Weil es das Gesetz der Natur ist.“

Genauso wie ich geboren wurde, habe auch ich Nachwuchs in die Welt zu setzen, damit wir gemeinsam, kontinuierlich, über Generationen hinweg, den allgemeinen Egoismus, der in jedem von uns existiert, in geringem Maße korrigieren.

Ich, du, jeder von uns korrigiert das Ego ein wenig. Auf diese Weise bewegt sich die ganze Menschheit auf die allgemeine Korrektur zu. Deshalb müssen wir Kinder zur Welt bringen.

Die Thora sagt, dass eine Familie zwei Kinder haben sollte: einen Jungen und ein Mädchen. Gibt es in einer Familie keine zwei Kinder, dann macht eine andere Familie das wieder wett.

Frage: Welche konkreten Absichten sollte eine Frau, die sich in der Kabbala engagiert, in Bezug auf die Geburt eines Kindes haben, damit dies kein körperlicher, sondern ein spiritueller Wunsch ist?  

Antwort: Die Absicht sollte nur auf das Geben ausgerichtet sein. Deshalb ist es sowohl bei der Planung als auch bei der Erziehung von Kindern wünschenswert, im Bestreben zu Geben zu sein. Sprecht ständig mit euren Kindern darüber. Nach und nach werden sie sich an diese Worte gewöhnen und sich für ihre innere Bedeutung interessieren.

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Aus „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala der Kab TV, 08.03.2020

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 4

Mann und Frau in der Spiritualität

Frage: Kann sich in unserer Welt sowohl das Empfangen als auch das Geben in einer Frau entwickeln? Wird eine Frau, die weiß, wie sie um des Gebens willen empfangen kann, im Einklang sein?

Meine Antwort: Während Männer und Frauen in unserer Welt nach einem äusseren biologischen Merkmal getrennt sind, spielt das in der spirituellen Welt überhaupt keine Rolle.

Dort wird in jedem von uns, egal ob Mann oder Frau, eine Seele aus dem Verlangen zu empfangen und der Absicht zu geben geformt. Folglich können Sie der spirituelle männliche Teil, d.h. der Geber sein, und Ihr Ehemann, Ihr Lebenspartner, kann der weibliche Teil sein. Dann können Sie je nach Ihren Bemühungen und Bedingungen die Rollen tauschen. Dies hat nichts mit dem physiologischen Geschlecht zu tun.

Wenn Sie mit Ihrem Mann spirituell arbeiten wollen, dann sind Sie bereits eine Gruppe. Eine Gruppe besteht aus mindestens zwei Menschen und maximal zehn, aber nicht mehr. In der Gruppe gibt und empfängt jeder.

Deshalb spielt jeder die Rolle des Empfangens als Frau, genannt weiblicher Teil, und die des Gebens, genannt männlicher Teil. Auch das hat nichts mit ihrem Geschlecht zu tun. All dies ist also sehr bedingungsabhängig.

In unserer Welt hat der Unterschied zwischen einem Mann und einer Frau eine streng festgelegte Vorstellung nach rein physiologischen Merkmalen. Und in der geistigen Welt kann ich mich in einer Minute von einem Mann in eine Frau und von einer Frau in einen Mann verwandeln. Es hängt alles davon ab, wie sich der Egoismus in mir offenbart und wie sehr ich mich über ihn erheben kann.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie spirituelle Männer sein mögen und dass Sie in der körperlichen Welt schöne Frauen bleiben.

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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 3

Den Kelch zum Guten wenden

Rabash, Dargot HaSulam, Punkt 274, „Insbesondere durch einen Mann und eine Frau“: Auch wenn jemand nur die Kraft des Empfangens ohne Funken des Gebens hat, kann er sich nicht mehr dafür entscheiden, das Schlechte abzulehnen und das Gute zu wählen, da er dann nicht die Kraft hat, sich für die Seite des Verdienstes zu entscheiden.

Das Wichtigste ist die Eigenschaft des Gebens. Wir müssen sie so weit wie möglich entwickeln und die weibliche Eigenschaft des Empfangens dementsprechend so nutzen, dass wir stets die Möglichkeit haben, die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens zu erheben. Dann können wir die Handlung des Empfangens um zu Geben umsetzen. 

Wenn also beide Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft der Gebens (und das ist die beste Option) ausgeglichen sind hat eine von ihnen, Raum für Arbeit und Mühe, um sich durch die Anstrengung zu überwinden und sich für die Seite des Verdienstes zu entscheiden. Diese Handlung, bei der sich ein Mensch für die Seite des Verdienstes entschieden hat, wird zu diesem Zeitpunkt „Neugeborenes“ genannt, was bedeutet, dass der Schöpfer den Geist des Lebens in diese Handlung legt.

Dabei geht es nicht um individuelle Körper, sondern um einen Menschen, denn in jedem von uns gibt es sowohl weibliche als auch männliche Teile. Wenn sie in richtiger Wechselwirkung stehen. Wenn ein Mensch, der an sich selbst arbeitet, einen solchen Einfluss des Höheren Lichtes verursacht, dass alle seine Verlangen, die er zu empfangen wünscht, in der Absicht zu geben stehen, so handelt er bereits richtig. Er wird korrigiert.

 

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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 2

Die Verschmelzung von männlichen und weiblichen Elementen.

Rabash, Dargot HaSulam, Punkt 274, „Insbesondere durch einen Mann und eine Frau“: Ein Neugeborenes entsteht ausschließlich durch einen Mann und eine Frau. Weder von einem Mann noch von einer Frau allein kann es Nachkommen geben. In der Ethik gilt der männliche Teil als „die Kraft des Gebens“ und der weibliche Teil als „die Kraft des Empfangens“. Sprösslinge sind Wohltaten, in denen der Atem des Lebens steckt.

Das männliche Prinzip ist die Absicht zu Geben, und der weibliche Teil ist das Verlangen zu Empfangen. Wenn sie miteinander verbunden sind, erfolgt ihre richtige Vereinigung. Dabei stellt sich heraus, dass, wenn das Verlangen zu Empfangen und über ihm die Absicht zu Geben zusammenwirken, sie den Schöpfer in sich selbst offenbaren können, d.h. die beste, höchste Handlung in unserer Welt hervorbringen können, die der Schöpfung unterliegt.

Kein Mann und keine Frau können dies getrennt voneinander tun. Nur in der richtigen Kombination von männlichem Geben und weiblichem Empfangen können sie das Empfangen um zu Geben verwirklichen, d.h. sich dem Schöpfer angleichen. Ansonsten ist keiner von ihnen vollkommen.

Frage: Nach welchen Grundsätzen erfolgt die richtige Kombination der weiblichen und männlichen Elemente?

Meine Antwort: Im Verständnis der Kabbala befinden sich beide Teile in jedem von uns. Demnach muss jeder so vorgehen, dass das Verlangen zu empfangen vollständig unter der Absicht des Gebens (zum Nutzen des Gebens) steht. Genau dann erhält man die richtige Wechselbeziehung.

Wir müssen verstehen, dass es hier nicht um eine Frau und einen Mann, sondern um das richtige Zusammenspiel dieser Prinzipien in einem Menschen geht.

Wenn wir auf der anderen Seite von der Familie sprechen, von der richtigen Beziehung zwischen Mann und Frau, dann geht es um ihr klares Verständnis ihrer Eigenschaften.

Werden die Eigenschaften einer Frau und die Eigenschaften eines Mannes so kombiniert, bringen sie wirklich spirituelle Früchte hervor. Jedes Mal gebären sie den nächsten Zustand, und dies wird die Geburt ihres Kindes genannt.

 

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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 1

Für die Korrektur des weiblichen Teils

In einem seiner Artikel schreibt Rabash: „Wer ist eine geeignete Ehefrau? Jene, die die Verlangen ihres Mannes erfüllt“.

„Im allgemeinen wird ein Individuum als Frau, Nukwa, bezeichnet, wenn es Licht vom Meister erhält. Der Schöpfer schenkt Seinen Geschöpfen Genuss. Wann wird jemand als eine beglückende Ehefrau bezeichnet? Wenn sie Verlangen erfüllt, d.h. wenn sie für alles, was sie erfreut, eine Absicht zur Erfüllung der Verlangen des Meisters entwickelt, ohne irgendein Verlangen für sich selbst zu haben.

Wenn ein gewöhnlicher Mensch diese Passage liest, könnte er die Kabbalisten mit mittelalterlichen Sklavenhaltern verwechseln. Wenn man jedoch die Kabbala studiert, beginnt man zu verstehen, dass sich dies auf unser Verlangen bezieht, das als „Frau“ bezeichnet wird. In der Kabbala wird das Verlangen zu Empfangen als weibliches Verlangen und das Verlangen zu Geben als männliches Verlangen bezeichnet.

Das hat nichts mit dem Geschlecht oder den geschlechtsspezifischen Definitionen in unserer Welt zu tun. Damit meinen wir keineswegs Frauen oder Männer, wir wollen lediglich sagen, dass sich die weiblichen spirituellen Wurzeln nicht nur von den männlichen unterscheiden, sondern sogar wichtiger sind. Denn alles, was in der Welt im Zusammenhang mit der Korrektur getan wird, geschieht im Interesse der Korrektur des weiblichen Teils.

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