Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'die Höhere Kraft'

Die Philosophie eines glücklichen Lebens

„Ich habe niemanden gefunden, der nicht mein Freund ist.“ (Indianerweisheit)

Wir sind alle Teil einer gemeinsamen Seele.

Frage: Wie rein sind die Seelen der amerikanischen Ureinwohner! Wie ist es möglich, auf einen solchen Gedanken zu kommen? Die Hälfte von ihnen sind Feinde, aber sie sagen: „Ich habe keinen gefunden, der nicht mein Freund ist.“

Antwort: Das weiß niemand, auch sie haben sich gegenseitig skalpiert und so weiter. Aber diese Haltung ist bei ihnen allgemein üblich. Diese Philosophie ist ihnen vertraut.

Frage: Wenn Sie über uns sprechen könnten, wäre es möglich, dieses Zitat auf uns zu beziehen, wie würden Sie das kommentieren: „Ich habe niemanden gefunden, der nicht mein Freund ist“?

Antwort: „Wie ein Mann mit einem Herzen“, „Der Mensch ist des Menschen Freund“, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, all dies steht so in der Thora geschrieben, in direkter Sprache steht das alles in ihr drin. 

In der Tat gibt es in jedem Volk diese Philosophie, allerdings in bestimmter Weise, unterschiedlich in ihrem Ausmaß und ihrer Tiefe.

In allen Völkern findet man im Prinzip ähnliches, es geht um Gemeinschaft, um kollektive Intelligenz, um die Notwendigkeit, sich einander näher zu kommen, Frieden zu erlangen usw.

Aus der TV-Sendung “Nachrichten mit Dr. Michael Laitman”

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Neues Leben 1313 – Einverständnis der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Als Eltern wollen wir, dass unsere Kinder ein seriöses, ausgeglichenes Leben führen und wissen, wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält. Wir sollten ihnen ein gutes Vorbild im Hinblick auf Übereinstimmung und Akzeptanz sein – ein Beispiel für gegenseitigen Respekt. Kinder müssen sehen, dass ihre Eltern eine Einheit bilden und dieselben Ansichten teilen. Dies leitet sich vom Grundsatz ab „ein Mann und eine Frau – zwischen ihnen verweilt das Göttliche“. Das bedeutet, dass die Verbindung zwischen ihnen das Größte ist. Durch das Beispiel der Eltern werden die Kinder lernen, dass auch sie versuchen müssen, in Übereinstimmung und gegenseitiger Unterstützung zu leben. Als Eltern versuchen wir, eins zu sein, unsere Ansichten und Wünsche und unsere gegenseitige Sichtweise zu teilen.

Aus KabTVs „Neues Leben 1313 – Die Vereinbarung der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder“

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Babylon verlassen

Babylon verlassen heißt. aus einem Zustand der Verwirrung, der vergleichbar ist mit dem Gefühl, welches ein Mensch hat, wenn er die Kabbala entdeckt. Vorher ist er sehr verwirrt und weiß nicht, was er tun soll. Sein Leben und die ganze Welt erscheinen ihm irgendwie unverständlich. Wofür lebt er? Was ist mit ihm los?

Allmählich offenbart sich in ihm die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Welche es ihm erlaubt  zu fühlen, dass es eine Möglichkeit gibt, sich über diese Welt zu erheben. Er kann wahrnehmen, dass diese Welt vergänglich ist und er gezwungenermaßen darin lebt.

Der Mensch bekommt nun die Möglichkeit, einen ganz anderen Lebensweg zu finden, der parallel zu diesem verläuft. Er wird das gesamte Geschehen von einer höheren Ebene aus betrachten, er wird im Fluß sein.  

Was unten ist, er selbst, seine Familie, seine Verwandten, das wird weniger wichtig. Die materielle Ebene ist nur noch notwendig, um ihn irgendwie zu begleiten.

Das Wichtigste ist jedoch, dass er in seiner inneren Transformation die Eigenschaften des Schöpfers erlangt, und sich ständig verändert, im Fluss ist. Er hat nun ein Ziel, die Kraft und Möglichkeiten, Kabbala zu studieren. uhd lernt, wofür das alles notwendig ist. Er beginnt bereits, sich mit einem anderen Lauf der Welt zu identifizieren. Er hat bereits einen eigenen Weg, der ein wenig höher ist als alles Irdische. 

Diesen inneren Prozess bezeichnet man als Verlassen des eigenen Babylon. Der Mensch erhebt sich und beginnt, auf einer höheren Ebene in seinem Strom zu fließen. Zugleich akzeptiert er auch, was mit allen anderen geschieht. Es ist für ihn notwendig, sich in die anderen hineinzuversetzen, um sich von dort aus zu erheben. Er übernimmt das, was er braucht, z.B. Eigenschaften von Familienmitgliedern und anderes, jedoch wird der überwiegende Teil unten bleiben. Dies ist damit gemeint, dass Abraham aus Babylon hinausführt.

Aus der Fernsehsendung „Die Macht des Buches Sohar“ Nr. 17

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Warum wir die Natur als Schöpfer bezeichnen

Frage: In Ihrem Werk „Die Grundlagen der Kabbala“ wird die Methode, mit deren Hilfe ein Mensch dem Schöpfer näher kommen kann, sehr ausführlich beschrieben.

Aber viele Manager, die Führungskräfte der heutigen Zeit, sind nicht vertraut mit dem Begriff des Schöpfers und den Einfluss des Spirituellen auf unsere Wirklichkeit. Kann denn überhaupt eine grundsätzliche Veränderung der Herangehensweise erwartet werden?

Antwort: Mein Vorschlag ist, den Begriff Schöpfer nicht zu verwenden. Nennen wir es Natur, das ist dasselbe. Die Höhere Lenkung bezeichnen wir als den Schöpfer, denn die Natur ist nicht seelenlos, weil es ein Ziel, eine Absicht, gibt. Und das bezeichnen wir als „die Höhere Kraft, den Schöpfer.“ Denn der Schöpfer hat ein Vorhaben, ein Programm, das sehr genau umgesetzt wird.  Alles andere kann man einfach „Natur“ nennen. Eine riesige, perfekte Natur, die jeden ihrer Bestandteile kontrolliert und ihnen Anstöße gibt, ihre Vollkommenheit zu offenbaren.

Daher können wir die Begriffe „Schöpfer“ und „Kabbala“ auch weglassen, indem wir alles mithilfe absolut klarer technischer und wissenschaftlicher Begriffe darlegen. 

Ich wäre darüber sehr froh, denn ich bin kein religiöser Mensch. Die Kabbala hat nichts mit Religion oder Judaismus zu tun, sondern spricht von der Natur. Sehr viele Kabbalisten gehörten den Völkern der Welt an.

Im Unterschied zur Wissenschaft geht man in der Kabbala an die Natur so heran, dass sie eine Absicht, ein Ziel besitzt. Und es sind Kräfte vorhanden, diese Absicht zu verwirklichen. Deshalb bezeichnen wir die Natur als Schöpfer.

Von einer Videokonferenz über „die Wissenschaft des Managements“ 

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Wahre Freunde – wer sind sie?

Frage: In einigen Ländern wird der „Internationale Tag der Freunde“ gefeiert. Er wurde mit dem Ziel begründet, das „Jeder Mensch unabhängig von den Lebensumständen seine Freunde daran erinnern kann, wie wichtig sie ihm sind, um ihnen eine Freude zu machen.“

Was bedeutet der „Internationale Tag der Freunde“ für Sie?

Antwort: Für mich ist jeder Tag so. Denn ich treffe mich täglich mit meinen Schülern. Und unser Kongress, den wir regelmäßig veranstalten, ist vor kurzem zu Ende gegangen. Vier bis fünf Tausend Menschen waren über das Internet real miteinander verbunden. Wir konnten einander sehen, zuhören, miteinander sprechen, uns ineinander hineinversetzen. So sind wahre Freunde.

Freunde sind Menschen, die einem nahe stehen und bezüglich des Zieles, wie sie die Welt und das Leben, mit seiner Harmonie im innen und den Unstimmigkeiten im äußeren, wahrnehmen. 

Frage: Ist es nötig, sie an etwas zu erinnern?

Antwort: Nein. Wir alle erleben das täglich. 

Ein Freund ist jemand, der versteht, was man fühlt, und in gewisser Weise mit einem solidarisch sein kann, vielleicht auch nicht. Aber er versteht mich, ich verstehe ihn. Wir suchen ständig nach gemeinsamen Momenten der Annäherung.  

Frage: Gilt das auch für alltägliche, einfache Lebenssituationen, in denen man sich näher kommt? Würden Sie jemanden dann auch einen Freund nennen?

Antwort: Ich denke, auch dann.

Denn letztendlich ist die gesamte Höhere Materie dazu bestimmt, dass es auch im alltäglichen Leben zu dieser Annäherung kommt.

Wir brauchen nichts besonderes,  alles soll schlicht gehalten werden. Das Ziel jedoch ist, uns über unsere Konventionen, über all das, was das Alltagsleben eines Menschen, von Völkern oder Staaten ausmacht, zu erheben. Wenn wir in der Absicht sind, uns über all diesem, zum gegenseitigen Geben, gegenseitiger Liebe und Unterstützung zu streben, wird es uns gelingen, die Höhere Macht wahrzunehmen.

Ich denke, erstens, dass es ein gegenseitiges Gefühl einer inneren Verbundenheit auch im alltäglichen Miteinander geben sollte. 

Und zweitens ist es für uns wichtig zu verstehen, wie wir einander gegenseitig helfen können, wie es uns gelingt, zwischen uns einen gemeinsamen spirituellen Raum zu erschaffen, ein spirituelles Netz als Basis unserer Existenz. Gleichzeitig könnte der spirituelle Raum auch auf unserem Wunsch, einander materiell und finanziell zu helfen, begründet sein. Doch hauptsächlich handelt es sich um ein spirituelles Netzwerk.

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Aus KabTV’s „Nachrichten mit Dr. Michael Laitman“ 6/7/21

Offenbarung der Namen des Schöpfers

Anmerkung: Es gibt ein Gesetz: „Das, was wir nicht begreifen, nennen wir nicht beim Namen“.

Antwort: Wie kann man ein Objekt oder Phänomen benennen, wenn man es nicht versteht? Deshalb wird die höhere Kraft, gerade durch unser Verständnis von Ihm „Schöpfer“ genannt.

Außerdem können Sie Ihn in einer Form erfassen, ich in einer anderen, jemand anderer in einer dritten Form und so weiter. Jeder auf seine Art und Weise.

Im Prinzip führen alle Namen des Schöpfers in ihrem fortschreitenden Verständnis durch den Menschen zu einer einzigen Form. Wenn schließlich alle Wahrnehmungen des Schöpfers gleichsam abstrakt werden. Sie können es mit Begriffen wie Liebe, totale Hingabe, Erhabenheit und Vollkommenheit bezeichnen. Allgemeinen hat Er keinen Namen.

Frage: Das aus Ägypten geflohene Volk wanderte durch die Wüste und schrieb die ganze Bandbreite ihrer Gefühle und Emotionen, die sich zwischen ihnen enthüllte auf. Ist jedes Gefühl von ihnen eine bestimmte Wahrnehmung des Schöpfers?

Antwort: Sie haben sie als Forscher aufgeschrieben. Sie realisierten bestimmte Wechselbeziehungen, in denen sich der Schöpfer offenbarte, und schrieben: „Diese und jene Beziehung ist eine Manifestation des Schöpfers dieser und jener Art. Diese und jene Wechselbeziehungen entsprechen folgenden Offenbarung des Schöpfers…“ und so weiter. Das ist die ganze Tora. Deshalb wird gesagt, dass die gesamte Tora die Namen des Schöpfers sind.

Frage: Es gibt eine genaue Anzahl der Namen des Schöpfers – 72. Was bedeutet das?

Antwort: 72 ( Ayin, Bet) ist die Manifestation des Schöpfers in Form des Lichtes von Chochma, AB.

Anmerkung: Es gibt so viele verschiedene Namen in der Tora.

Antwort: Es ist eine andere Abstufung. Es gibt grundlegende Schritte, mit denen Sie sich zur vollen Offenbarung des Schöpfers bewegen und es gibt kleine, individuelle Teilschritte.

Aus der Fernsehsendung Spirituelle Zustände: „Er und Sein Name sind Eins“, 25.05.2021

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Warum das Studium der Kabbala gut für Sie ist

Frage: Sie sagen, die Kabbala benutzt ihre eigene Terminologie. Wenn ich jedoch die kabbalistischen Texte lese, werde ich verwirrt. Ich weiß nicht, ob sie von der physischen Welt oder von der Höheren Welt sprechen. Wie können sie also behaupten, die Sprache der Kabbala sei genau?

Meine Antwort: Die Kabbala verwendet Worte, die sie aus unserer Welt geliehen hat.
Doch wie alle anderen Methoden, die sich mit der Höheren Welt beschäftigen (der Pentateuch, die Mischna und der Talmud), beziehen sich diese Namen ausschließlich auf die Höhere Welt: Auf ihre Kräfte und Eigenschaften. Warum ist es dann besser Kabbala zu studieren als den Talmud? [Rest des Beitrags lesen →]

Anerkennung des Bösen

Frage: Je mehr ich mich dem Studium widme und mit der Gruppe verbunden bin, umso mehr habe ich das Gefühl, vom Ziel weiter entfernt zu sein, warum ist das so?

Antwort: Das ist die natürliche Phase, die sich „die Erkenntnis des Bösen“, nennt, weil der Mensch seinen wahren Zustand, seine Natur, entdeckt.

Wenn der Mensch mit dem Gedanken in die Gruppe gekommen ist, um noch etwas Wissen zu erwerben, beginnt er nun zu spüren, was für ein großer Egoist er ist, und dass er noch etwas dagegen tun, sich selbst korrigieren muss. Zuvor hat er nicht einmal daran gedacht. Nun sieht er, wie wenig er sich selbst im Griff hat, wie ihn irgendwelche Gedanken, irgendwelche Wünsche beherrschen, dass er ihnen nichts entgegenzusetzen hat.

Sogar dann, wenn er sich selbst schwört, immer an der Gruppe festzuhalten, mit der Gruppe verbunden zu sein, nach nur einer Minute ist das alles verschwunden, und er befindet sich aufs Neue in der Gewalt des Egoismus.

Es steht geschrieben: „Wer größer ist als sein Freund, dessen Verlangen ist noch größer“, und so kommen wir tatsächlich voran.

Wenn der Mensch das Gefühl hat, schlimmer geworden zu sein, bedeutet das: weil er jetzt näher am Ziel ist, hat er sich in Wirklichkeit gebessert. Und dennoch: bevor er seinen Egoismus nicht „getötet“ hat, bleibt er im Prinzip ein Niemand. Das heißt, dass er sich über ihn hinwegsetzen muss. Nachdem er die Kraft vom Schöpfer erhält, soll er beginnen sein Ego zu beherrschen, sich seinem Ego zu widersetzen. Wenn er es nicht tut, existiert er nicht, und das Ego, die Kraft des Schöpfers, verwaltet ihn und macht mit Ihm, was es will. 

Wir müssen dem ein Ende setzen.

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Die Bestimmung der Menschheit

Die Bestimmung des Menschen auf der Erde ist es, die nächste, höhere Stufe seiner Existenz zu erreichen. Wir sehen, dass uns der Egoismus in eine Sackgasse geführt hat.

Wie kann man die nächste Stufe erreichen? Das lehrt uns die Kabbala, die besagt, dass wir uns über alle Glaubenssätze, Religionen und Bräuche erheben müssen. Ich denke, dass man in dieser Zeit starke Veränderungen erfahren wird.

Die Menschheit wird von der Notwendigkeit überzeugt werden, die nächste Stufe ihrer Existenz zu verstehen. Es stellt sich die Frage: „Wie ist es für uns einfacher, das zu erreichen: wenn wir viele (Milliarden) oder wenige (Millionen) sind?“

Laut der Kabbala haben wir kein Recht, die Menschheit zu regulieren. Wir dürfen uns nur damit beschäftigen, die höchste Kraft, die uns steuert, zu verstehen, sie zu erkennen und mit ihr in Kontakt zu treten. Diese Kraft wird als „ Natur“ bezeichnet.

Die integrale, globale Natur umfasst nicht nur unsere Welt, sondern auch ihre anderen Formen, die wir nicht kennen. Wir können sie noch nicht begreifen, da wir durch unsere egoistische Weltanschauung und Empfindung sehr eingeschränkt sind. Das gesamte Universum zu verstehen, wird das Ziel der menschlichen Existenz sein.

Dazu brauchen wir viele Menschen, um diese große, schwierige Aufgabe in winzige Teile zu unterteilen, von denen jeder seine eigene kleine Arbeit erledigen kann. Dann müssen alle Teile zusammenfügt werden.

Ich bin also dafür, niemanden zu zerstören und überhaupt nicht darüber nachzudenken, sondern nur darüber, wie man die Menschen dazu bringt, nach der höheren Kraft zu suchen und ihr gleich zu werden, das müssen alle zusammen machen.

Aus dem Gespräch zum Thema „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts- Einführung“, 24.04.2019

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Das Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott“

Frage: Im ersten Gebot steht: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat.“ Wer ist Gott? Was ist er?

Antwort: Er ist die höchste, intelligente, allmächtige, ewige, vollkommene Kraft der Natur.

Wir schreiben es nur der Natur unserer Welt zu, weil wir mehr nicht sehen können. In Wirklichkeit erfüllt sie alles, einschließlich des gesamten Schöpfungsprogramms: den Anfang, das Ziel, die Verwirklichung und das Ende.

All dies zusammen wird der Schöpfer genannt, und zwar nur in Bezug auf uns.

Wir können nicht über den Schöpfer, über Gott, über die höhere Kraft sprechen, dass er allmächtig ist, ewig ist, oder ihm irgendwelche Namen geben, die wir wollen. Man muss sie ausspielen, diskutieren, warum sie genau so und nicht anders sind, warum es so viele von ihnen gibt.

Deshalb können wir, ohne auf diese Namen zu achten, über Ihn sprechen, aber nur in Bezug auf uns selbst, so wie die großen Seelen der Kabbalisten, die Ihn kannten und uns über Ihn erzählten.

Frage: Als Folge des Gebotes „Ich bin der Herr, dein Gott“, fand der Schöpfungsakt statt: „Und Gott sprach: ‚Es werde Licht‘, und es ward Licht.“ Welcher Zusammenhang besteht zwischen beiden?

Antwort: Die Manifestation des Schöpfers von oben nach unten in Bezug auf uns im Schöpfungsakt ist die Manifestation des Lichts aus der Welt der Unendlichkeit, das ein Gefäß für sich selbst erbaut. Dieses Gefäß ist die ursprüngliche Schöpfung.

Es ist noch weit entfernt von der Schöpfung, die schließlich entstehen soll, denn es ist wie ein Samentropfen und es ist nicht klar, ob sich daraus etwas entwickeln wird oder nicht. Aber es hat fast alles in sich, außer Materie. Deshalb muss es sozusagen mit allem Notwendigen gefüllt sein.

Aber alle Informationen, absolut alle Seine Eigenschaften, alles, was „Er selbst“ genannt wird, befindet sich in diesem Gefäß.

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Aus KabTV’s „Die Kraft des Buches Zohar“ #10