Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kämpfe nicht gegen Rassismus, sondern liebe die Einzigartigkeit

 

Im Facebook am 26.06.2020 veröffentlicht.

Hass zwischen Menschen gibt es schon immer, Rassismus ist eine besonders zerstörerische Form davon. Um etwas dagegen tun zu können und weitaus schlimmere als die bereits heute erkennbaren Auswirkungen zu verhindern, müssen wir verstehen, woher Rassismus kommt. Ziehen wir die richtige Erkenntnis daraus, werden wir nicht nur den Hass lindern können, sondern sogar eine besondere, ganzheitliche Verbindung aller Menschen erreichen.

Vier primäre Arten

Um Rassismus zu verstehen, müssen wir alle Auswirkungen in unserer Welt als Folgen von einer Ursache betrachten. Die Ursache aller Folgen ist das Verlangen des Menschen. Aus Sicht der Weisheit der Kabbala gibt es vier grundlegende Arten von Verlangen, sowie deren Ursprung oder Wurzel. Diese vier Arten des Verlangens lassen sich auf alles in unserer Welt anwenden, die menschliche Spezies mit eingeschlossen. 

Aus diesem Grund entstanden vier unterschiedliche Rassen, die Schwarze (afrikanische), die Rote (amerikanische) die Gelbe (asiatische) und die Weiße (europäische). Diese vier Rassen entstanden getrennt voneinander auf vier verschiedenen Kontinenten, bis sich diese verbanden und sie von Kontinent zu Kontinent wandern und sich vermischen konnten. 

Die vier Arten entwickeln sich weiter und deshalb werden ihre einzigartigen Eigenschaften immer deutlicher. Zusammen bilden sie eigentlich ein perfektes Ganzes, doch wenn diese Einzigartigkeiten ignoriert werden und wir so tun, als wären wir alle gleich, arbeiten wir unbeabsichtigt gegen diese positive spezifische Entwicklung. Und genau das nehmen wir heute als gegenseitige Feindschaft , als „Rassismus“ war. 

Da die vier Rassen aus den unterschiedlichen Grundtypen des Verlangens entstanden sind, können die Konflikte zwischen ihnen nicht mit den heutigen Massnahmen gelöst werden. 

Um Rassismus aufzulösen, müssen wir wieder jeder Rasse die Möglichkeit geben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Die vier Arten sollen nicht gleich gemacht werden, sondern gleich behandelt werden und sich ergänzen.

Nur wenn sie als eine Einheit funktioniert, die aus vier sich ergänzenden Teilen besteht, ist es möglich, die Vorzüge aller Teile zu erkennen und zu sehen, wie wichtig sie für das Wohlergehen des gesamten Organismus “Mensch” sind.

Was für Rassen gilt, gilt auch für den Menschen

Alles in der Natur ist einzigartig. Nicht nur die Rassen sondern auch jeder Mensch. Um die Menschen dauerhaft glücklich und zufrieden zu machen, müssen wir die Bedingungen dafür schaffen, dass jeder Mensch das Gefühl hat, dass er sein Potenzial ausschöpfen und damit zum Glück der Menschheit beitragen kann. Wird das Beitragen zum Wohlergehen Anderer als höchstes Statussymbol angesehen, wird jeder Mensch sich bemühen diesen Beitrag zu leisten. Dafür wird er das Beste aus sich herausholen, sein volles Potenzial ausschöpfen und jeder, der sein volles Potenzial ausschöpfen kann, wird ein glücklicher Mensch sein.

Kurz gesagt: nicht gleich müssen wir sein, sondern das gleiche Ziel müssen wir haben. So das jedes Individuum mit seinem einzigartigen Potenzial zum Glück und zum Wohlergehen der Menschheit beitragen kann.

“Was ist ein gutes Beispiel für zwei Arten von Menschen?“

Veröffentlicht in Quora

 

Grundsätzlich gibt es in unserer Welt zwei Arten von Menschen: Egoisten und Altruisten.

Egoisten tun alles aus Berechnung zum persönlichen Nutzen und müssen eine Entschädigung, wie mehr Geld oder einen verbesserten sozialen Status, für jede Handlung sehen, dann sind sie bereit anderen zu dienen.

Altruisten geben bereitwillig sich selbst und die persönliche Entschädigung dazu, um anderen zu helfen.

Egoismus ist die menschliche Natur. Es existiert in jeder einzelnen Person. Der Altruismus dagegen läuft der menschlichen Natur zuwider.

Altruisten stellen eine Minderheit dar. In der Welt machen sie bis zu zehn Prozent der menschlichen Gesellschaft aus. Die Mehrheit sind Egoisten.

Letztendlich entwickeln wir uns jedoch zu einem Zustand, in dem wir erkennen, dass die altruistischer Art zu handeln, in der gesamten Gesellschaft die zunehmenden Probleme, die wir in unserer egoistisch konsumorientierten Gesellschaft sehen, lindert.

Das Problem ist es, Altruismus zu einer sozialen Norm zu machen. Es besteht darin, dass die Mehrheit der Egoisten Mangel an Belohnung für das Altruistisch sein, empfindet. Vergleichbar mit dem Einschalten eines Motors ohne Kraftstoff.

Unser gegenwärtiger Treibstoff für die Arbeit in unserer egoistisch orientierten konsumorientierten Gesellschaft, ist Belohnung und Bestrafung. In so einem Umfeld bedeutet es: mehr arbeiten, mehr Belohnung erhalten, was zu mehr Wohlstand, Respekt, Macht und Wissen führt. Weniger arbeiten bedeutet, die „Bestrafung“ zu erhalten und alle Wünsche bleiben leer.

Je mehr wir uns jedoch in einer egoistisch, konsumorientierten Gesellschaft entwickeln, desto schwieriger wird es, uns selbst zu erfüllen. Verschiedene Krisen werden uns schließlich zu einem Gefühl der Hilflosigkeit bringen, in der wir keine Befriedigung mehr finden, da wir den eigenen Nutzen dem Nutzen anderer vorziehen. 

Wir werden dann bereit sein, unsere Lebensweise zu ändern und altruistischer zu werden.

Treibstoff benötigen wir jedoch weiterhin, damit unsere altruistische Gesellschaft funktioniert.

Was ist altruistischer Treibstoff?

Bei diesem Treibstoff geht es darum zu geben, das Leben anderer zu verbessern und positive Handlungen für andere zu leisten, sie werden zu den wichtigsten Werten der Gesellschaft.

Die Entwicklung der altruistischen Gesellschaft beginnt damit, positive soziale Beiträge zu belohnen und zu würdigen. Nach einer gewissen Zeit werden wir allmählich beginnen, altruistische Werte an und für sich wert zu schätzen.