Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie ''

Die Lehren einer globalen Epidemie

Veröffentlicht in Newsmax am 28.04.2020: “ Die Lehren einer globalen Epidemie „

 

Die Welt versucht eifrig, wieder auf die Beine zu kommen. Natürlich müssen die Menschen ihren Lebensunterhalt sichern, Essen auf den Tisch stellen und sich wieder an die Arbeit machen, aber ich frage mich, haben wir die Lektionen gelernt, die uns die Coronavirus-Krise zu lehren versuchte? Was, wenn die Pandemie ihr Ziel, uns zur Schaffung einer ausgewogeneren Gesellschaft anzuspornen, noch nicht erreicht hat?

Schrittweise werden in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt einige Geschäfte und Dienstleister wieder geöffnet. Eine scheinbare Normalität wird allmählich wiederhergestellt, und jedermann scheint damit zufrieden zu sein, dass wir wieder zu unserer gewohnten egoistischen Herangehensweise zur Selbstbereicherung und Ausbeutung des Ökosystems zurückkehren wollen, die uns ursprünglich in diese Gefahr gebracht hat. Oder vielleicht auch nicht? Es wird also interessant sein zu sehen, ob wir aus dieser erzwungenen Pause klüger hervorgehen, uns des Systems, in dem wir leben, bewusster wurden und bereit sind, etwas zu tun, um das verlorene Gleichgewicht in unseren Beziehungen zu anderen und der uns umgebenden Umwelt wiederherzustellen.

Wenn wir zum gewohnten Geschäftsbetrieb ohne jegliche Verpflichtung zu einer grundlegenden Änderung unseres Verhaltens zurückkehren, wird niemand garantieren können, dass uns nicht eine größere Katastrophe trifft. Es ist unerlässlich, dass wir die Tatsache verinnerlichen, dass wir in einer integralen Umwelt leben. Die gesamte Natur ist ein in sich geschlossenes System – lebendig, atmend. Jedoch ist sie aufgrund unseres menschlichen Egos – dem einzigen Faktor, der das gesamte Funktionieren des integralen Systems der Natur stört und solche Plagen wie das Coronavirus hervorbringt, verwundet.

Ich frage mich nur, wo all die internationalen Organisationen, wie die Vereinten Nationen und die erklärten Umweltaktivisten ihre Stimme erheben und eine bewusstere Menschheit fordern, bevor die Welt die eingeschränkte Bewegungsfreiheit lockert und die Wirtschaft wieder öffnet. Wir müssen selbst für unseren Missbrauch der weltweiten Rohstoffvorkommen und unseren rücksichtslosen Umgang miteinander zur Rechenschaft gezogen werden. Vor allem aber müssen wir erkennen, dass eine ungehinderte Rückkehr in die Welt vor Covid 19 zu einer vorprogrammierten Katastrophe führen würde.

Zurück zu den Grundlagen, nicht zurück in die Krise

Wir können realistischerweise nicht erwarten, dass wir zu unserer andauernden Ausbeutung des Planeten zurückkehren, die das Ökosystem verschmutzt, ausbeutet und letztlich zu seiner völligen Zerstörung führen wird. Genauso wenig können wir zu den gleichen alten fehlerhaften Mustern der Gesellschaft und schädlichen menschlichen Beziehungen zwischen Paaren, Familien, Kindern und Mitarbeitern zurückkehren. Das alte Paradigma von Gier, Perversion, Korruption und mangelndem Mitgefühl darf nicht länger unsere Realität bestimmen. 

Natürlich will niemand für immer in Isolation leben, aber ich hoffe, dass wir den globalen Stillstand in vollem Umfang genutzt haben, um zu erkennen, dass das Leben, wie es war, unhaltbar geworden ist und um uns der Schlussfolgerungen bewusst zu werden, die wir daraus ziehen müssen – welche Bestrebungen für die Gesellschaft wirklich unverzichtbar und welche überflüssig sind.

Die Natur zeigt den richtigen Weg. Sie funktioniert integral, als ein einheitliches Ganzes, in dem alle ihre Teile nur das nehmen, was notwendig ist, um die einwandfreie Leistungsfähigkeit des gesamten Systems aufrechtzuerhalten.

Die globale Epidemie hat die Welt eingefroren, nicht um unserer Entwicklung ein Ende zu setzen, sondern um uns in die richtige Richtung zu führen und unseren Horizont zu erweitern. Eine freundlichere und harmonischere Haltung gegenüber anderen und gegenüber der Natur wird unsere bisherige Realität des totalen Verlusts in einen totalen Gewinn verwandeln und uns in eine ausgewogene Welt führen. Welchen Sinn hätte es, immer zurückzublicken, wenn wir uns entscheiden können, gemeinsam eine vielversprechende Zukunft aufzubauen?

Neues Leben 1195 – Recht und Kriminalität

Neues Leben 1195 – Recht und Kriminalität
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Kriminalität entspringt der Entwicklung des menschlichen Egos, damit wir seine zerstörerische Kraft erkennen. Das menschliche Ego erlangt Befriedigung, Erfüllung, Geld, Respekt und Kontrolle durch die Schädigung anderer. Dies ist das wahre Wesen der Kriminalität. Es gelingt uns nur deshalb nicht, Kriminelle zu rehabilitieren, weil die gesamte Gesellschaft eine Erziehung braucht, wie man andere liebt. Unsere Gesetze hängen von den egoistischen Werten der Gesetzgebung ab und nicht von der absoluten Gesetzmäßigkeit der Natur, die nach dem Prinzip „Und du sollst deinen Freund lieben wie dich selbst“ funktioniert.

[258175]

Aus KabTVs „New Life 1195 -Recht und Kriminalität „, 31.12.19

Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist

LaitmanIch erhielt Fragen über Tod, Wiedergeburt, den Körper und die Seele:

Frage: Was ist die spirituelle Arbeit mit einem verstorbenen Freund?

Meine Antwort: Die gleiche, wie mit den Seelen deiner anderen Freunde. Verbinde die Bestrebung dieser Seele in Richtung des Schöpfers genauso mit deinen Bestrebungen, wie mit denen der Gruppe.

Frage: In einer Ihrer Lektionen sagten Sie: „Die Seele eines Menschen ist ewig, weil sie ein Teil des Schöpfers ist. Deswegen stellt man sich vor, dass man mit seiner Seele ewig lebt. Jedoch verändert der Schöpfer die Seele, und das ist die Bedeutung der Reinkarnation der Seelen – wenn die vorherige Stufe stirbt und „ein neuer Mensch geboren wird“. Meine Frage ist: Wenn die Seele wiedergeboren wird, behält man dann den gleichen physischen Körper (passiert das in einer physischen Reinkarnation), oder wird auch der Körper ausgetauscht?

Meine Antwort: Immer wenn wir unsere spirituelle Stufe ändern, ändern wir unsere Seele oder unseren Grad der Gleichheit mit dem Schöpfer. Wenn ein Mensch auf den Level ansteigt, gleich dem Schöpfer zu sein, dann wird er während seines Lebens im gleichen Körper wiedergeboren. Wenn er jedoch die Korrektur seiner Seele noch nicht abgeschlossen hat, dann wird sein Körper mit einem anderen ausgewechselt.

Frage: Wenn die Seele eines Menschen abgelöst wird und ihm eine neue Seele gegeben wird, wo geht die vorherige hin? Wird sie in einem anderen Körper wiedergeboren?

Meine Antwort: Eine Seele ist jene Stufe die aufgrund der Realisierung der Reshimot in den Verlangen erscheint. Die Seele ist ein Teil des gesamten Verlangens – sie ist der Teil der dem Schöpfer gleicht.

Frage: Wenn sich die Seele eines Menschen verändert, dann würde ich denken, dass ihre Eigenschaften nicht sehr anders als die Eigenschaften der vorherigen Seele sein sollten. Ist das richtig?

Meine Antwort: Die Seele wird jedes Mal stärker und größer.

Frage: Merkt ein Mensch, wenn sich seine Seele ändert?

Meine Antwort: Ein Mensch verändert seine Seele durch seine eigenen Anstrengungen in eine vollkommenere.

Frage: Neulich las ich eine Zeitung, in der es häufig um Kabbala ging und dort gab es ein Interview mit Ihnen, indem Sie über das „Ich“ eines Menschen sprachen. Sie sagten, dass der Körper nur eine Schale für das „Ich“ sei und dass sich ein Mensch nicht verändern wird, wenn irgendeines seiner physischen Organe ausgetauscht wird – sogar sein Gehirn. Ich möchte gerne wissen: Was passiert mit dem „Ich“ nachdem der Körper stirbt?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch während der Existenz seines Körpers seinen „Punkt im Herzen“ durch die Vereinigung mit anderen (durch das Ausbrechen aus dem Egoismus und die Überquerung des Machsom) vergrößert hat, dann hat er bereits die Höhere Welt enthüllt. Aber wenn er das noch nicht erreicht hat, dann bleibt er ein Punkt und wird noch einmal wiedergeboren, um den Machsom zu überqueren.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Was ist die Seele?
Blog-Post: Die Formel der Seele
Blog-Post: Was wird mit der Welt geschehen, wenn ich sterbe?
Blog-Post: Was bedeutet der Tod? Wie kann man den Tod nicht fürchten?
 
Kabbala Akademie Grundkurs
 

Immer mit mir – Teil 59

Und es begann!

Anfang der folgenden Woche bat ich ihn um einen Artikel für die kommende „Freundes Versammlung“. Diesmal war ich schlauer und versorgte mich mit einem Block Papier. Und er hatte nichts dagegen. Er wollte schreiben.

2019-04-28_kniga-vsegda-so-mnoy_statii-rabasha

Jede Woche gab er einen Artikel heraus.

Anfangs besprach er einiges mit mir, und später folgte er seinem inneren Gefühl. Es betrog ihn nie. Er war für alles empfänglich – für jeden Menschen, denn er hat alles durchgemacht, alle Unglücke der Menschheit aufgenommen, ihre Sorgen, Leiden, und ich höre ganz oft wie sie sagen, nachdem sie seine Artikel gelesen haben: „Es geht um mich! Woher weiß er das?“

[# 245387]

Fortsetzung folgt…