Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Methode der Korrektur, Teil 7

Worin besteht die Methode der Korrektur?

Frage: Was ist so einmalig an der Eigenschaft des Gebens?

Antwort: Wir können die Eigenschaft des Gebens nicht in ihrem Sinn verstehen, da sie außerhalb von uns existiert. In uns können wir sie nur über der Eigenschaft des Empfangens begreifen. Wir verstehen alles nur aus dem Vergleich der beiden Aspekte.

Deshalb gab uns der Schöpfer, indem Er in uns absolut negative Eigenschaften erschuf, die Möglichkeit, uns darüber zu erheben und positive, entgegengesetzte Eigenschaften zu erlangen.

Frage: Wenn ein Mensch die Erfüllung der Bedürfnisse seines Nächsten über seine eigenen Bedürfnisse stellt – ist das sein Maß für das Geben?

Antwort: Natürlich. Und je mehr er die Bedürfnisse seines Nächsten erfüllt, desto mehr ist das sein Maß am Geben.

Frage: Womit kann man seinen Nächsten füllen?

Antwort: Es ist egal mit was. Die Hauptsache ist worauf deine Gedanken und Bestrebungen gerichtet sind – auf dich selbst oder auf den Nächsten? Es ist wichtig! Woran denkst du, wo ist dein Herz? Willst du dem Schöpfer Genuss bereiten und aus diesem Grund deinen Nächsten erfüllen, oder willst du dich selbst füllen und der Schöpfer oder dein Nächster existieren nicht für dich?

Frage: Wollen Sie damit sagen, dass die Korrektur darin besteht, dass der Durchschnittsmensch, der die ganze Zeit bewusst oder unbewusst Berechnungen durchführt, wie er in jeder Sekunde Genuss erhalten kann, auch Berechnungen durchführen und dabei die Bedürfnisse seines Nächsten über seine eigenen stellen kann?

Antwort: Ja.

Aussage: Es ist eine Utopie! Es ist noch nicht einmal klar, wie man sich Ihm annähern kann.

Antwort: Zu diesem Zweck erhalten wir eine Gruppe und eine Methode, um mit der Arbeit daran zu beginnen.

Frage: Die Gruppe ist bereits ein Mittel. Und das Ziel? Wie kann ich verstehen, dass es genau das ist, was der Schöpfer von mir will?

Antwort: Der Schöpfer will von uns nur eines – dass wir wie Er werden. Das ist das Erste. Das Zweite: Damit wir wie Er werden können, hat der Schöpfer uns in dieser Welt erschaffen und bringt uns nun in die Gruppe und sagt: „Nimm es dir. Beginne, mit der Methode „Von der Liebe zum Nächsten – zur Liebe zum Schöpfer“ zu arbeiten. Nur so kannst du mich erreichen“. Wobei die Liebe zum Nächsten größer sein muss als die Liebe zum Schöpfer. Sie muss ihr vorausgehen. So steht es in allen Quellen geschrieben.

Das ist die Art und Weise, wie wir handeln müssen, wenn wir den Schöpfer erreichen wollen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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„Warum Verbindung uns glücklicher macht, obwohl wir mit weniger Sozialkontakt zufrieden sind“ (KabNet)

Sehr intelligente Menschen sind mit weniger Sozialkontakt glücklicher.

Dies geht aus einer Studie der Evolutionspsychologen  Satoshi Kanazawa und Norman P. Li hervor, die die Auswirkungen der Bevölkerungsdichte, der Häufigkeit sozialer Interaktionen und des Intelligenzniveaus auf das Glück der Menschen untersucht haben.

Es ist ein ziemlich klares Phänomen. Wir können sehen, wie Menschen, die sich in  Fachgebieten engagieren, versuchen, sich nur mit dem zu umgeben, was und wer auch immer sich auf die Ziele, die sie sich selbst gesetzt haben, bezieht.

“Das Prinzip ist, dass, wenn sich jemand mit anderen verbinden möchte, um den Sinn des Lebens –  Ausgewogenheit mit den Gesetzen der Natur – zu erreichen, lenkt diese Sehnsucht den Menschen zu ihrem oder seinem perfekten Platz im System.” 

Auch ich würde gerne den ganzen Tag mit meinen Büchern und meinem Computer in einem geschlossenen Raum sitzen und mit niemandem in Kontakt kommen. Seit ich jedoch zur Erkenntnis gelangt bin, dass der Zweck unseres Lebens darin besteht, sich durch positives Verbinden mit anderen zu korrigieren – unsere egoistische Absicht zum Selbstnutzen in ein altruistisches  Streben zum Nutzen anderer umzuwandeln und dadurch Gleichklang mit den Gesetzen der Natur zu erlangen – werde ich aufgrund meines Bekennens zu diesem Lebenszweck alles mir mögliche tun, um aus mir selbst herauszutreten und mich mit anderen zu verbinden.

In meinem Fall bedeutet dies, jeden Morgen und Abend Kabbala Unterricht zu geben. Dies ist der  direkteste Weg, die Kraft der Verbindung in unsere Leben zu bringen. Tausende meiner Schüler auf der ganzen Welt nutzen diese Lektionen, um ihre Verbindung zueinander und zu den Naturgesetzen zu verstärken. Sie schreiten in ihrer Verbindung in Zehnergruppen – eine Struktur, um derartige Verbindung zu realisieren – von einem Tag auf den anderen voran.

Außerhalb der Unterrichte ist mein Terminkalender auch mit Reden in Fernseh-, Radio- und Internetprogrammen, dem Schreiben von Artikeln und Posts, der Arbeit an Büchern und der Teilnahme an verschiedenen Treffen gefüllt, um die Idee der notwendigen Verbindung der Menschheit voranzutreiben.

Jeder hat im System der Schöpfung einen anderen Platz und deshalb ist es nicht für jeden erforderlich, die Weisheit der Kabbala so intensiv zu studieren und zu verbreiten, obwohl natürlich für jeden der dies möchte, die Möglichkeit gegeben ist.

Das Prinzip ist jedenfalls, dass wenn jemand sich mit anderen verbinden möchte, um den Sinn des Lebens  – Gleichgewicht mit den Gesetzen der Natur – zu erreichen, dieses Verlangen zu ihrem oder seinem perfekten Platz im System führt.  In der Weisheit der Kabbala wird dies als das Erreichen der Wurzel unserer Seele bezeichnet, dem ultimativen harmonischen Zustand, den wir alle erreichen können.

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Immer mit mir – Teil 27

 

Was der Vater geschrieben hat…

 

Es war sofort ersichtlich, wie er jedes Wort seines Vaters mit Ehrfurcht behandelte, wie er jede fremde Einmischung fühlte und wie er über jede redaktionelle Arbeit sofort bestimmte.

“Das Wort wurde hier geändert, der Satz wurde hier eingefügt, und das ist nicht die Hand meines Vaters, er konnte nicht so schreiben. ”Da sah ich die unlösbare innere Verbindung zwischen ihnen”.

Das Erstaunlichste war, dass er sich nie getäuscht hat.

Er sagte mir, man darf das, was der Kabbalist geschrieben hat, nicht ändern. Auch wenn es nicht logisch erscheint, dass es sich um einen grammatikalischen Fehler, einen Versprecher handelt – man darf es nicht korrigieren! Wir wissen nicht, was richtig und was falsch ist.

Wir sind so klein, unsere Logik ist aus der Sicht der höchsten Wahrheit so unlogisch, dass es besser ist, sich nicht einzumischen, denn jede Bearbeitung wird ein Fehler sein. Der Kabbalist weiß genau, was er sagen wollte. Alles, was er geschrieben hat, ist austariert und unterliegt keinem Zweifel.

Das war RABASHs Einstellung zu den Texten seines Vaters Baal HaSulam.

So in allen unseren Publikationen, in allem, was von mir und meinen Schülern veröffentlicht wurde, alles, was von RABASH und Baal HaSulam geschrieben wurde, ist in Wahrhaftigkeit erhalten geblieben. Es war und ist ein Gesetz für uns[1].

[1] zum Beispiel: Kitvei Baal HaSulam. ARI. Israel. 2009

 

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Fortsetzung folgt…

Methode der Korrektur, Teil 6


Für den Nächsten oder für den Schöpfer?

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass die Methode der Kabbala zwei Teile umfasst: der erste Teil ist die Korrektur der menschlichen Beziehungen zum Schöpfer der zweite Teil ist die Korrektur der Beziehungen eines Menschen zu seinem Nächsten. Der zweite Teil ist vorzuziehen. In den ersten Phasen der Entwicklung ist sie wichtiger. Und dann betont Baal HaSulam eine sehr interessante Sache: für den Menschen macht es keinen Unterschied, ob er für seinen Nächsten oder für den Schöpfer arbeitet, da er alles was er außerhalb von sich wahrnimmt, als nicht existent empfindet.

Warum gibt es keinen Unterschied zwischen der Arbeit für den Schöpfer und für einen anderen Menschen?

Antwort: Da es über meinen Egoismus hinausgeht und es keine Rolle für mich spielt, für wen ich arbeite! Wenn man auswählen könnte, mit wem man agiert und von wem man empfängt, dann ist natürlich der Schöpfer besser geeignet als irgendeine Person. Wenn es aber darum geht, jemandem etwas außerhalb von mir, außerhalb meines Egoismus zu geben, ist es nicht wichtig, an wen es geht. Wenn ich nicht davon profitieren kann, geht es irgendwo in die Unendlichkeit.

Frage: Macht es wirklich keinen Unterschied, ob es der Schöpfer oder eine andere Person ist, auch wenn es eine sehr Wichtige ist?

Antwort: Was nützt es, wenn es für mich keinen Unterschied macht? Es ist ein leerer Raum.

Frage: Was ist, wenn ich daraus einen Vorteil ziehen könnte?

Antwort: Dann ist es kein Geben mehr. Das Geben an sich muss wichtig sein, dann spielt es keine Rolle, ob ich dem Schöpfer oder dem Nächsten gebe. Es ist das Geben, welches die Eigenschaft des Schöpfers ist.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Immer mit mir – Teil 26

 

Es fängt gerade erst an

Meine Ängste waren unbegründet. Nach dem Krankenhaus fing alles erst an. Unsere gemeinsamen Spaziergänge im Park, Ausflüge in den Wald von Ben Shemen, Gespräche, gemeinsames Schweigen – das Leben begann. Er war nach dem Krankenhaus sehr schwach. Er wurde mit so viel Antibiotika vollgepumpt, so dass ich versuchte, ihn nahe an eine Bank zu fahren, wenn wir in den Wald oder Park fuhren.

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Er stieg aus dem Auto, machte ein paar Dutzend Schritte und sagte: „Ich lege mich hin.“ Ich hatte schnell eine Schaumstoff Matratze hingelegt, und er, geschwächt, legte sich wie ein Baby hin und schlief anderthalb Stunden.

Ich passte auf seine Träume auf. Ich rauchte in der nähe und las die Texte, die RABASH zur Überprüfung bekommen hat. Dies waren  Artikel von Baal HaSulam, die später in den ersten Band des Buches „Früchte der Weisheit“[1] aufgenommen wurden.

Als RABASH erwachte, gab ich ihm heißen Tee oder Kaffee aus Thermoskanne. Er saß eine Weile da, wir unterhielten uns, doch sehr wenig, ich wollte nicht, dass er ermüdet. Er fing an, die Texte langsam zu überprüfen.

[1] Ein Buch der Baal HaSulam Artikel

 

[# 243427]

Fortsetzung folgt…

„Wie Eltern verhindern können, dass ihre Kinder sie verlassen“ (KabNet)

KabNet veröffentlichte meinen neuen Artikel: „Wie Eltern verhindern können, dass ihre Kinder sie verlassen

 

Als meine verstorbene Mutter alleine in Kanada lebte, tat ich alles um für sie den besten Platz zu finden, an dem sie ihre letzten Jahre verbringen konnte.

Meinem Sohn, der ebenfalls in Kanada lebt, war meine Sorge um sie immer sehr bewusst. Er schickte mir immer Bilder und Videos und informierte mich regelmäßig wie es ihr ging und wie sie sich fühlte. Er tat es bis zum Ende ihres Lebens.

Heute gibt es ein Phänomen, bei dem erwachsene Kinder ihre Eltern verlassen. Manchmal liegt es an körperlicher oder emotionaler Misshandlung, die sie in der Kindheit erlitten, aber oft hat es auch einfach nur mit Geld zu tun. Die erwachsenen Kinder haben das Gefühl, dass ihre Eltern ihnen nicht das geben, das sie wollen oder erwarten. Sie streichen ihre Eltern einfach aus ihrem Leben und trennen sie auch von ihren Enkelkindern. In extremen Fällen erzählen sie ihren Kindern sogar, dass ihre Großeltern tot sind.

Im Laufe der Jahre beobachtete ich sehr genau, wie meine Frau unsere Kinder erzieht. Sie erklärte ihnen, dass sie von uns alles bekommen können, was sie brauchen. Jeder Cent, den wir verdienten, war für sie. So ist es auch noch heute, obwohl sie erwachsen sind und selbst Familien haben. Außerdem legten wir unsere Ersparnisse und unser Vermögen so an, dass wir es ihnen hinterlassen können, wenn wir die Welt verlassen. Sie wissen sehr wohl, dass wir in sie investierten und wie viel wir für sie opfern, und sie sprechen auch untereinander offen darüber.

Gleichzeitig sind sie nie verwöhnt worden. Es wurde ihnen immer klar gemacht, dass sie für alles, was sie auf die eine oder andere Weise erhalten, bezahlen müssen. Wir finanzierten zum Beispiel ihr Universitätsstudium, und sie mussten für dieses Studium mit ihrem vollen Einsatz und Konzentration „bezahlen“. [Rest des Beitrags lesen →]

Immer mit mir – Teil 25

Meine Ängste

So hatte er mich immer wieder „ins Feuer geworfen“.

Mal verstand ich, mal ich verstand nicht. Ich fühlte es, ich fühlte es nicht. Einmal war er groß, ein andermal musste ich um seine Größe kämpfen.

In diesem ständigen Kampf bin ich hart geworden. Doch plötzlich wurde mir klar, dass ich einen Monat lang ins Krankenhaus gefahren war und dass RABASH kurz davor stand, entlassen zu werden. Ich war verängstigt.

Was wird dann mit mir passieren? Nein, es kann nicht aufhören! Ich kann niemandem unsere Nacht Unterrichte abgeben, ich konnte mir nicht vorstellen, ihm nicht den Kaffee zuzubereiten, den er mag, nach Jerusalemer Art. Ein Löffelchen Kaffee und kochendes Wasser ohne Zucker. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Stille aufhört, wenn wir allein saßen, er die Augen schloss, schwieg und dachte, und ich fühlte buchstäblich, mit Wem er sprach….. und ich hatte Angst, ihn aufzuhalten, Angst mich zu bewegen, zu seufzen…

Wenn er mit seiner hohen Kehlkopfstimme zu lesen begann, wollte ich, dass es für immer so weitergeht! Ich ertappte mich beim Nachdenken, wie sehr er wie mein Großvater aussah! Er ist mir so lieb! Ich kann ohne ihn nicht leben!

Es war dieses „unser“ Krankenhaus, wo meine Annäherung an ihn begann. Ich schreibe „unser“, ich schreibe, „wir lagen da“ – weil es sich immer so anfühlte. Sowohl ich, als auch er, hatten dieses Gefühl gehabt.

 

[# 243081]

Fortsetzung folgt…

Sinn des Lebens Teil 4


Jeder hat einen eigenen Sinn des Lebens.

 Frage: Warum lernen wir in den Schulen nichts über den Sinn des Lebens?

Antwort: Was können Lehrer zu dieser Frage sagen?

Bemerkung: In einer religiösen Schule würde man zum Beispiel lernen, dass der Sinn des Lebens darin besteht, den Schöpfer zu offenbaren.

Antwort: Die Religiösen sagen das tatsächlich. Deshalb kehren heute viele Menschen zu den Religionen zurück. Sie finden dort eine mystische Ruhe und können sich diese Frage irgendwie selbst beantworten.

Bemerkung: Der Weltliche würde sagen, dass der Sinn des Lebens darin besteht, eine Familie zu gründen, sowie die Liebe zu finden.

Antwort: Aber das ist kein Selbstzweck! Das ist alles vergänglich! Selbst die Psychologen und Physiologen sagen, dass alle wechselseitigen Beziehungen innerhalb weniger Jahre verschwinden.

Menschen werden nur durch Kinder und gemeinsamen Besitz zusammengehalten. Und im Prinzip bleiben keine besonderen gegenseitigen Gefühle bestehen, sondern nur gegenseitige Verpflichtungen.

Frage: Kann Liebe oder Familie also nicht das Ziel des Lebens sein?

Antwort: Nein. Es gibt eine Menge Untersuchungen von Psychologen zu diesem Thema. Jede gute Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau dauert nicht länger als drei, sogar nicht einmal zweieinhalb Jahre. Danach kühlen wir ab. So sind wir nun einmal. Es gibt aber Kinder, einen gemeinsamen Haushalt, dafür lohnt sich das Zusammenleben.

Frage: Warum ist der Sinn des Lebens nicht für alle gleich? Jeder hat seinen eigenen.

Antwort: Was Sie meinen, ist nicht der Sinn des Lebens, sondern das, womit ein Mensch sich selbst vollstopft. Zum Beispiel glauben die Wissenschaftler, dass es notwendig sei, sich mit Wissenschaft zu befassen, die kreativen Menschen glauben – mit der Kunst. Einige Menschen meinen, dass es notwendig ist, Kinder zu erziehen, damit sie glücklicher werden als wir, und so weiter.

Das heißt, jeder Mensch erfindet für sich einen Sinn des Lebens, der ihn beruhigt, ihm den Sinn für seine Existenz gibt. In Wirklichkeit ist das lediglich eine „Beruhigungspille“ und nichts weiter.

Um den Sinn des Lebens wirklich zu enthüllen, ist es notwendig, viel in sich selbst innerlich zu wühlen, zu graben, bis man die Wissenschaft der Kabbala findet und dann beginnt, mit ihrer Hilfe den Sinn des Lebens wirklich zu erforschen. Und der Sinn liegt darin, die Wurzel, die Quelle des Lebens, zu erkennen und zu begreifen. Nur dort wird man die Antwort auf diese Frage finden.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“ von 14.01.2019

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Immer mit mir – Teil 24

 

Sich mit den Händen und Zähnen festhalten

Im Krankenhaus ist zwischen uns dieser Kontakt entstanden, der sich dann zu einer echten, unlösbaren Verbindung entwickelte. Ich erinnere mich, dass ich es nicht ertragen konnte, und fragte ihn: „Nun, wie kann ich das verstehen, wie?!“ Wie durch das Gefühl – „Nun, warum quälst du mich?! Und er antwortete mir plötzlich so einfach, dass er offensichtlich meinen Zustand spürte. Wir sprachen über das, was im Talmud geschrieben steht. Zwei halten das Talit fest, und der eine sagt: „Es gehört alles mir“, und der andere sagt: „Nein, es gehört mir.“

– Nun, worum geht es hier? – fragte ich ihn. – Warum zerreißen sie das Talit, diese beiden?

Und plötzlich sagte er:

– Talit[1] ist ein Mensch.

Ich erinnere mich, ich erstarrte. Ich war erstaunt. Es stellte meinen Verstand auf den Kopf.

Und er fuhr fort:

– Die beiden, die es auseinander reißen, sind die beiden Kräfte, die den Menschen halten: das Böse und das Gute, das Verlangen zu genießen und das Verlangen zu geben.

Es war so einfach und gleichzeitig so tief.

– Und der Mensch selbst sollte sich dazwischen als neutral betrachten“, sagte RABASH. Er sollte dafür verantwortlich sein, wer von ihnen in ihm sprechen wird. Fragt nun, was der Schöpfer von dir will. Er ist es, der von beiden Seiten eine solche Wirkung auf dich hat, ER!

Plötzlich spürte ich so deutlich, wie tief es war. So dass ich es mit meinen Händen und Zähnen ganz fest, so fest wie möglich halten musste. Danke dem Schöpfer, dass er mir diese Chance im Leben gegeben hat. Aber danach verging die Zeit, buchstäblich nur ein paar Minuten. Wieder einmal sah ich den ernsteren, „trockenen“ RABASH, der die „Lehre von Zehn Sefirot“ aufschlug und begann monoton, direkt von der Stelle an zu lesen, an der er ihn öffnete.

Ohne jede Erklärung, ohne Emotion lass er, ohne aufmerksam darauf zu sein, dass ich wieder nichts verstand, nichts fühlte, dass ich wieder verloren und leer war.

Heute fühlte ich, dass er mich durchschaut hat. Er wusste vorher, dass ich bei ihm bleiben würde, dass alles andere für mich wertlos war, dass ich nirgendwo hingehen würde. Er wusste alles, was mir passieren würde. Er bereitete mich auf dieses zukünftige Leben vor.

[1] Talit – besonderer rechteckiger Umhang. Der Talit wird während dem Morgengebet angezogen.

 

 [# 243075]

Fortsetzung folgt…

„Warum eine Scheidung mehr die Männer als die Frauen negativ beeinflusst?“  

Eine Scheidung und Trennung der Eltern sind mit einer Reihe negativer Folgen für alle am Prozess Beteiligten verbunden. Aber weshalb ist es für Männer besonders schwierig, wie mehrere Studien belegen?  

Wie können Männer und Frauen ein System zur Unterstützung erschaffen, dass nicht nur dem Paar hilft, die mit der Trennung verbundenen Herausforderungen zu bewältigen, sondern auch den Kindern hilft, die Trennung der Eltern zu verkraften?

Die Ehe wird direkt mit der Gesundheit von Männern in Verbindung gebracht. 66% der Männer verlassen sich bei der grundlegenden sozialen Unterstützung auf ihre Ehefrauen. Eine Scheidung erhöht daher das Gefühl der Isolation eines Mannes erheblich. Auch haben sozial isolierte Männer ein 82%ig höheres Risiko an Herzkrankheiten zu sterben.

„66% der Männer verlassen sich bei der grundlegenden sozialen Unterstützung auf ihre Ehefrauen. Eine Scheidung erhöht daher das Gefühl der Isolation eines Mannes erheblich. Auch haben sozial isolierte Männer ein 82%ig höheres Risiko an Herzkrankheiten zu sterben“.

Warum ist es für Männer schwieriger, eine Scheidung zu ertragen?

Vergleicht man die Auswirkungen einer Scheidung nach Geschlecht, so stellt man fest, dass einer der Gründe warum Männer es schwieriger finden mit einer Trennung umzugehen darin besteht, sich zu öffnen und ihre Misserfolge, Sorgen und Schmerzen durch die Scheidung mit anderen zu teilen.

Da Männer im Vergleich zu Frauen weniger dazu neigen, sich um Unterstützung zu bemühen, wenn ihre Familie zerbricht, steigen bei Männern die Chancen, unter Hilflosigkeit, Stress und Depressionen zu leiden. In einigen Fällen entstehen schwere psychische Probleme, die sogar zum Suizid führen. Wie eine Untersuchung der Universität von Kalifornien bestätigt, sterben geschiedene Männer neunmal häufiger als Frauen durch Suizid. 

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