Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Zur Liebe

http://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_08.jpgDie Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen.

Liebe kann nicht einseitig sein. Zu lieben bedeutet, den anderen durch die eigene positive Haltung ihm gegenüber zu erfreuen. Das ist nur möglich, wenn dieser mich von Anbeginn an liebt und Freude durch meine Haltung ihm gegenüber erhält.

Deswegen kann Liebe nur zwischen dem Menschen und dem Schöpfer existieren, weil der Schöpfer den Menschen von Anbeginn an geliebt hat. Darüber hinaus ist Liebe zwischen Menschen möglich, wenn der Schöpfer unter ihnen anwesend ist.

Deshalb, ist die Liebe, die jemand für seine „Geliebten“ empfindet, wie Tiere, Kinder usw. – keine Liebe, sondern ein Ausdruck seiner Haltung ihnen gegenüber. Man erfüllt den Wunsch des anderen nach „etwas“, aber man erfüllt nicht seine Liebe, weil sie nicht existiert. Liebe kann also nur existieren, wenn der Schöpfer unter uns anwesend ist, weil er die Quelle der Liebe ist.

Deshalb schafft die Bedingung der gegenseitigen Bürgschaft (Arvut) in jedem die Gewissheit, dass die Liebe des Schöpfers enthüllt werden wird und als Garant für den Erfolg der gegenseitigen vereinenden Liebe dienen wird.

Gerade, wenn der Mensch nichts mehr benötigt, um mit Liebe erfüllt zu werden, hat er die Gelegenheit, seine Liebe zum Ausdruck zu bringen, wie der Schöpfer es tut. Gerade, wenn jeder das Gefühl der Unabhängigkeit und Sicherheit (Arvut) für die Zukunft bekommt, erscheint die Gelegenheit in ihm, die Liebe zu seinem Freund zu entwickeln und sie dem anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen.

EMH


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