Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wohin bringt uns der stürmische Ozean in Zukunft?

Eine Frage, die ich erhielt: Was wird in der menschlichen Gesellschaft geschehen, wenn die Menschen eine minimale Stufe der Spiritualität erreichen, also das Geben in der Absicht um zu geben? Wie werden sie beginnen, zu denken und einander zu fühlen? Was wird sich in unserer Welt ändern?

Meine Antwort: Ich glaube, dass wir bereits jetzt Veränderungen in dieser Welt sehen können. Die Weltkrise fängt an, uns zu zwingen, die Maßlosigkeit abzulehnen und zeigt uns, dass es viel angenehmer ist, mit einer mittleren Ebene der Existenz zufrieden zu sein. Das Verlangen nach übermäßigem Genuss schwindet, wie bei jungen Menschen in den vergangenen Jahren belegt ist.

Die Menschheit beginnt mehr qualitative Eigenschaften zu enthüllen. Anstatt Gold brauchen sie Ehre, statt Ehre – Macht, statt Macht – den Sinn des Lebens, die Erkenntnis der Tatsache, dass wir Befriedigung nur in unseren Verbindungen mit anderen Menschen finden können. Maßlosigkeit gibt uns diese Befriedigung nicht.

Das Leben selbst lehrt uns, dass die wirtschaftliche Kraft uns keine Befriedigung bringt. Die Menschen erkennen, dass all dies kommt und wieder verschwindet. Letzten Endes ist die menschliche Entwicklung in der Geschichte ähnlich wie das Schwimmen in einem stürmischen Ozean der Zukunft, in dem große Wellen einige Länder nach oben gedrückt haben, während andere in den Abgrund gerissen wurden. Alles verändert sich so schnell. Länder steigen auf und fallen wieder, genauso wie wir zum Beispiel nun Zeuge des Abstieges von Amerika und des Aufstieges von China werden.

Die Menschen sehen, dass Macht kommt und geht und große Zivilisationen zusammen brechen – Babylonien wurde von den Persern, dann von den Griechen und dann von den Römern verdrängt. Für sich alleine kann daraus niemand etwas lernen, da die Menschen nicht aus der Vergangenheit lernen. Die Verlangen (Reshimot) werden jedoch erneuert und sie entwickeln uns, damit wir neue qualitative Erfüllung fordern und neue Bedürfnisse wahrnehmen.

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