Wie man seine Wut richtig einsetzt
Eine Frage, die ich erhielt: Wo kann man seine Wut ablassen? Manchmal wird sie sehr stark empfunden und so wollte ich wissen, wie sie benutzt werden kann, falls überhaupt.
Meine Antwort: In uns gibt es keine einzige Qualität, die nicht zu einem bestimmten Zweck erschaffen worden wäre und wir müssen sie alle verwenden, einschließlich der Wut. Allerdings muss geklärt werden, wie wir tatsächlich mit der Wut umgehen. Wenn wir wütend sind, müssen wir uns zu aller erst mit dem Einen, der unsere Existenz initiierte, verbinden - dem Schöpfer („Es gibt niemanden außer Ihn”) - und unsere Anfangsbedingungen, dies zu tun, bestehen darin, einen Reshimo und ein Verlangen zu haben. Dann müssen wir bestimmen, was von uns abhängig ist, was wir „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist es dann?” nennen. Als Ergebnis dessen, sollten wir beginnen, das, was in uns ist und uns daran hindert, unsere gesamte Wahrnehmung in ein Ganzes („Israel, Thora und der Schöpfer”) zu vereinen, zu hassen. (Lesen Sie dazu Baal HaSulam’s Brief „Auf dem rechten Weg gehen” in Pri Chacham, Seite 63-64). Danach sollten wir den Punkt erreichen, äußere Störungen zu hassen, sie als Unreinheiten zu betrachten und sie in uns selbst zu neutralisieren. Und aufgrund der „Unumgänglichkeit, im Umgang mit den Naturgesetzen, Vorsicht walten zu lassen”, sollte man sich nach dem Kollektiv (der Mehrheit) richten (siehe dazu Baal HaSulam’s Artikel „Die Freiheit“, Abschnitt „Tue nach dem Kollektiv”).
MS
Diesen Beitrag drucken
Als Email verschicken






RSS Feed abonnieren
Per Mail abbonieren
http://files.kabbalahmedia.info/video/ger_o_ey_grundlagen_lektion-03_friede_2008-03-03.wmv
Shamati 7 - Was es in der Arbeit bedeutet, wenn die Gewohnheit zur zweiten Natur wird
Wenn der Mensch sich auf etwas einstellt, dann wird diese Sache für ihn zur Gewohnheit, und jede Gewohnheit kann zur zweiten Natur des Menschen werden. Es gibt nichts, worin der Mensch nicht das Wesen verspüren könnte. Und auch wenn er darin keinerlei Empfinden hatte, kann die Gewohnheit zu dessen Auftreten führen.
Und man sollte wissen, dass es einen Unterschied zwischen den Empfindungen des Schöpfers und des Geschöpfes gibt. Die Geschöpfe haben einen Spürenden und das Verspürte, den Erkennenden und das zu Erkennende, d.h. es gibt jemanden, der ein gewisses Wesen wahrnimmt. Während das pure Wesen - der Schöpfer ist, und das Wesen des Schöpfers ist keiner Erkenntnis zugänglich. Der Mensch aber nimmt jedes Wesen durch die Empfindung wahr. Und die Wirklichkeit des Wesens ist für ihn in dem Maße wahr, wie er es fühlt, dessen Geschmack empfindet. Das ist für ihn die Wahrheit. Wenn er in Wirklichkeit einen bitteren Geschmack verspürt, d.h. sich in irgendeinem Zustand schlecht fühlt, und daran leidet, so wird ein solcher Mensch in spiritueller Arbeit als ein Sünder bezeichnet, weil er den Schöpfer anklagt, der gut ist, und nur Gutes tut. Entsprechend dem Empfinden des Menschen jedoch, erhält er vom Schöpfer Entgegengesetztes, d.h. Schlechtes.
Von den Weisen wurde gesagt: “Die Welt wurde entweder für vollendete Sünder oder für absolute Gerechte erschaffen.” Das bedeutet, dass er sich entweder gut in der existierenden Wirklichkeit fühlt, und dann den Schöpfer rechtfertigt, und als Gerechter bezeichnet wird, oder er fühlt Schlechtes, und dann ist er ein Sünder. Folglich wird alles entsprechend den Empfindungen des Menschen gemessen. Diese Empfindungen haben nichts mit dem Schöpfer zu tun. Alle Verhüllungen und Veränderungen beziehen sich nur auf die Empfänger, und hängen von der Erkenntnis des Menschen ab.
[nach oben] [zur Übersicht]
http://files.kabbalahmedia.info/video/ger_t_rav_rb-shamati-109-bet-minei-basar_2008-05-12_shiur_bb.wmv
Ich fand die Frage sehr interessant aber leider habe ich von der Antwort kein einziges Wort verstanden. Kann man nicht in kürzeren Sätzen so formulieren, dass auch “Normalbürger” wenigstens etwas verstehen? MfG