Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wegweiser durch das Buch Sohar. Kostet den Geschmack des Lebens!

Um zu verstehen, worum es geht, betrachten wir folgendes Beispiel. Nehmen wir an, ich bin zu Besuch bei einem sehr angesehenen Menschen.
Der freundliche Gastgeber bietet mir erlesene Speisen an, lädt mich ein, Golf mit ihm zu spielen, klassische Musik zu hören?
Doch ich, ein einfacher Mensch, interessiere mich nicht dafür. Ich habe keinen Bezug zu diesen Genüssen, ich habe sie niemals ausprobiert und habe deshalb kein Verlangen danach.
Ich schaue den Gastgeber verwundert an und frage: „Was willst du von mir?! Ich bin nicht zu dir gekommen, um zu genießen, was du magst. Ich will das genießen, was ich mag!“
Und der Gastgeber antwortet mir: „Mein Freund! Ich biete dir dermaßen große Genüsse an, dass du dir noch nicht einmal vorstellen kannst, wie schön sie sind.
Versuche, dich ein wenig an diese zu gewöhnen, und du entdeckst grenzenlose höhere Genüsse, die nicht zu vergleichen mit denen sind, an die du dich gewöhnt hast??
Was soll ich tun? Ich kann dem Gastgeber vertrauen und versuchen, neue Geschmäcke von ihm zu lernen, obwohl sie mir fremd sind und mich nicht anlocken. Dann werde ich nach und nach lernen und fange an, einen besonderen, einfach himmlischen Geschmack in ihnen wahrzunehmen.
Es kann aber sein, dass ich dem freundlichen Gastgeber sage: „Weißt du was? Es fällt mir schwer, mich an neue Geschmäcke, an solch komplizierte Bedingungen zu gewöhnen und all meine früheren Gewohnheiten zu vergessen. Ich kann das nicht. Lass mich in Ruhe, ich kehre zu meinem einfachen Leben zurück?“
Was wird mir der Gastgeber sagen?
„Gut, mach das.“
Doch nachdem ich zu meinem normalen Leben zurückgekehrt bin, fange ich an, unangenehme Zustände dort zu durchleben, und da fallen mir die Worte des Gastgebers von den anderen, höheren Geschmäcken wieder ein, und ich kehre doch zu ihm zurück.
Und es kann wieder vorkommen, dass ich zu mir zurückkehre und dann wieder zum Gastgeber komme, und so einige Male hintereinander.
Bis ich aus der Ausweglosigkeit heraus erkenne, dass ich unbedingt zum Gastgeber kommen muss, damit er mir helfen kann, meine Geschmäcke durch die Seinen (seine) endgültig zu ersetzen, denn ich weiß bereits, dass ich darin das Leben schmecken werde.

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