Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Warum es so viel Zeit in Anspruch nimmt

Das Wichtigste für uns ist die Arbeit mit den empfangenden Kelim. Denn was sonst soll korrigiert werden – die gebenden Verlangen gehören zum Schöpfer und bedürfen keiner Korrektur. Sie befinden sich in uns nur, um die empfangenden zu korrigieren.

Doch bei dieser Arbeit gibt es riesige Einschränkungen. Wir wissen, dass, als Adam haRishon darum gebeten hat, ihn völlig zum Geben zu korrigieren, um das ganze Licht empfangen zu können, es mit einem Zerbrechen geendet hat. Deshalb wird in der Welt von Azilut eine sehr große Anzahl an Klärungen durchgeführt, nach denen die empfangenden Verlangen sehr viele Einschränkungen auf sich nehmen, um unter solchen Bedingungen bloß ihre Korrektur zu erlangen und mit dem Licht erfüllt zu werden.

Der Schöpfung wird erlaubt, es sehr vorsichtig zu machen. Deshalb befinden wir uns nicht mehr in jenem Zustand wie einst vor dem Zerbrechen, um sagen zu können: „Warum nicht die ganze Korrektur auf einmal zu beenden – ich bin bereits damit einverstanden, soll sie doch hier und jetzt stattfinden. Zack und fertig!“

Wir haben jedoch bereits gesehen, was nach so einem „Zack“ geschieht… Aus diesem Grund finden alle unsere Klärungen und Korrekturen mit Hilfe von vielen, schrittweisen, stufenweisen Handlungen statt. Und der Großteil davon (99,99%) verläuft in unserem Inneren so, dass wir sie nicht verstehen und nicht spüren!

In uns wird eine riesige Anzahl an Handlungen vollzogen, und wir wissen nicht, was geschieht, und nehmen fast an allem unbewusst teil. Das ist der Grund, warum es so viel Zeit in Anspruch nimmt – denn anders sind wir dazu nicht in der Lage.

Auszug aus dem Unterricht nach „Die Lehre von den Zehn Sefirot“, 24.02.2011

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