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Warum brauche ich die Schätze des Königs…

Der Sohar erzählt uns, auf welche Weise das höhere Licht auf uns einwirkt und aus allen unseren Eigenschaften (außer denen, die unserem Fleisch eigen sind) etwas dem Schöpfer Ähnliches aufbaut – aus unserem ganzen inneren Wesen, das „der Verstand und das Herz“ genannt wird; aus der Gesamtheit unserer Verlangen und der Gedanken, die unser „Ich“ bilden.

Ich weiß nicht, was es mit mir machen soll. Meine Verlangen und meine Gedanken konzentrieren sich immer noch auf die Befriedigung meiner Bedürfnisse, weil auf diese Weise mein Ego funktioniert, welches dahinter steht.

Das Licht, das während des Lesens des Buches Sohar kommt, lässt nichts von den vorherigen Wünschen und Gedanken übrig, es beginnt mir allmählich andere Werte zu vermitteln, und zwar auf dem Niveau des Zustandes, in welchem ich mich gerade befinde. Und dann beginnt es, mich von der jetzigen Realität loszulösen, verändert mich jedesmal auf eine Art und Weise, so dass ich mich entweder über diese Realität erhebe, oder in sie noch tiefer eintauche.

Durch diese Veränderungen hilft es mir, mich von dieser Realität zu befreien, den Zustand zu erreichen, in welchem es für mich schließlich unwichtig ist, ob ich mich noch in ihr befinde oder von ihr ganz losgelöst bin. Selbst wenn mir alle Schätze des Königs gegeben würden, würden sie mich nicht interessieren, weil ich meine Absicht auf einen höheren Zustand ausrichte. Ich bin mit dem höheren Ziel einverstanden und wünsche mehr als alles, es zu erreichen , was sich in meinen Gefäßen des Empfangens zeigt und in meinen Gedanken und Wünschen offenbart werden kann.

Wenn ich einen solchen Zustand mit Hilfe der Übungen, die als die Arbeit des Schöpfers bezeichnet werden, erreicht habe, dann beginne ich zu verstehen, worüber das Buch Sohar spricht.

Wollen wir hoffen, dass wir jeden Tag und jeden Augenblick in einen solchen Zustand eingehen werden, in dem das zu uns kommende Licht, die höhere Kraft uns verändern und über alle Wünsche und Gedanken erheben wird, damit wir nur noch von dem Gebenden abhängig sind, Der auf uns einwirkt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.01.2012