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Spiel mit Überraschungen

Der Mensch besteht aus 2 Komponenten: Seinem „Ich“ und seiner Existenz. Die Existenz können wir vernachlässigen, indem wir dem Ego aufzeigen, dass sich das lohnt und wir hierzu Beweise liefern. Wir sehen, dass sich die Welt verändert, dass sich die Werte ändern, dass sie weniger bodenständig sind. Das Ego verändert sich nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ, deswegen bevorzugt es eher feinere Erfüllungen.

Außerdem existieren viele Menschentypen und jeder zieht sein Vergnügen aus anderen Dingen: Musik, Malerei, Literatur, Dinge, die eher als spirituell  und nicht als einfach einzuordnen sind und rein „materielle“ Berufe. Eigentlich sind es nur verschiedene Formen materieller, egoistischer Erfüllungen und alle sind gleichbedeutend in Bezug auf die spirituelle Entwicklung. Der Unterschied liegt darin, inwiefern der Mensch die Einzelbeschäftigung der gemeinschaftlichen bevorzugt. Eben davon wird seine Entwicklung bestimmt. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die es liebten, zum Wohl der Gemeinschaft zu arbeiten.

Sie haben das Volk zu sozialen Revolutionen inspiriert, standen an der Spitze von Wohltätigkeitsbewegungen und haben den Armen geholfen. 10% der Menschheit neigen zum Altruismus – und das Ego vergnügt sich im Geben. Dies erlaubt den Menschen sich überlegen zu fühlen, respekteinflößend, und stolz auf sich selbst zu sein, auch wenn niemand von ihren guten Taten irgendetwas mitbekommt. Das ist eine besondere Art des Egoismus’. Jedoch auf sein „Ich“ zu verzichten, das ist unmöglich. dies kann man nur mit Hilfe des zur Quelle führenden Lichts bewerkstelligen und auch das nur indirekt, über Umwege.

Der Mensch investiert in die Gemeinschaft, versucht sich in diese einzuschließen und dann beginnt das Licht, über diese Gemeinschaft auf Ihn einzuwirken und ihn zu verändern. Nur in dieser Form sind Veränderungen möglich. Das ist ein einzigartiges Patent, denn tatsächlich wollen wir nicht, dass es passiert. Es ist unmöglich, dies ernsthaft zu wollen, da wir aber dennoch in der Lage sind so zu handeln, geschehen Veränderungen in uns.

Das heißt: „Ich habe mich angestrengt und gefunden“. Wir haben die Möglichkeit, bestimmte  Anstrengungen in Bezug auf die Einschließung in die Gruppe zu unternehmen, mit gespieltem Verlangen zu geben, als ob es für die Enthüllung des Schöpfers wäre und für seinen Genuss. All das ist nur “als ob“, aber in diesem Spiel gibt es eine gewisse Voraussetzung, d.h., dass diese Anstrengungen im System nicht „ als Spaß“ gedeutet werden, sondern so, als ob wir es wirklich wollen!

Dementsprechend beginnt das System auf uns zu reagieren, obwohl der Mensch nicht ernsthaft danach gefragt und darum gebeten hatte, aber plötzlich findet er eine Antwort. Er  findet nicht immer das, wonach er gesucht oder was er erwartet  hatte. Deshalb nennt man das „Fund“, weil es sich immer als Überraschung enthüllt, plötzlich und unerwartet. So gelangen wir von den äußeren zu den inneren Korrekturen. Über die Korrektur der Existenz in der Realität korrigieren wir die Existenz selbst.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 21.04.2013