Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Letztendlich wird sich alles in Frieden und Korrektur vereinen

LaitmanEine Frage, die ich erhielt: Ich suchte das Internet nach Kritik über Sie ab – ich konnte mich einfach nicht zurückhalten, da ich ständig Zweifel habe und so suche ich nach Kritik, um zu überprüfen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder nicht. Ich habe herausgefunden, dass viele Menschen Sie beschuldigen, Sie würden Ihren Studenten nicht sagen, dass sie die Gebote einhalten sollen. Das ist klar – Sie haben diese Frage Hundert mal beantwortet.

Das Befremdliche ist, dass auch viele Menschen Sie mit dem Gegenteil beschuldigen – dass Sie Studenten von Bnei Baruch zwingen, die Gebote einzuhalten. Ich habe Geschichten über Sie gefunden, dass Sie Leute aus der Gruppe werfen würden, weil sie am Samstag telefoniert hätten und andere solche Dinge. (Ich habe auch bemerkt, dass Sie samstags nicht auf dem Blog schreiben). Ist es wahr, dass Ihre Studenten von Bnei Baruch die Gebote einhalten müssen? Wenn ja, warum sagen Sie dann anderen Leuten, dass sie die Gebote nicht einhalten müssen, wenn das nicht ihre Tradition ist? Und wenn das nicht stimmt, haben die Leute sich das nur aus den Fingern gesogen?

Meine Antwort: Jeder, der etwas über mich herausfindet, wird mich entweder lieben oder hassen. Menschen, die einem Punkt im Herzen haben, sind glücklich, etwas über die Kabbala herauszufinden und sie betrachten mich als Rav (das bedeutet „groß/großartig“ in Hebräisch). Und wenn sie keinen Punkt im Herzen haben, dann verstehen sie mich nicht.

Ich unterrichte authentische Kabbala und ich empfing mein Wissen darüber durch persönliches Studium mit Rabash. Kein anderer hat diese Kenntnis bekommen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass ich Rabashs besonderer Schüler war. Mein Unterricht gründet sich auf meine persönliche Erlangung der Höheren Welt und des Schöpfers. Meine Gegner können mich mit allem beschuldigen, was sie wollen, aber sie können nicht behaupten, dass ich nichts vom Thema verstehe. In dieser Hinsicht habe ich bis jetzt niemanden gefunden, der mir gleicht. Lassen Sie sie meinem Unterricht zuhören und sie werden davon überzeugt sein.

Gewöhnlich reduziert sich alles auf die Frage: „Ist Laitman für oder gegen die Gebote?“. Aber das hat nichts mit Kabbala zu tun! (Siehe Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“). Laitman ist „für“ alle kulturellen Traditionen seines Volkes und er glaubt, es ist besser, sie zu befolgen. Jedoch kann niemand gezwungen werden, sie zu halten. Laitman glaubt ebenfalls, dass jeder Mensch in der Welt die Traditionen seines Volkes einhalten kann, wenn er das will. Baal HaSulam schreibt, dass ein Mensch seine eigene Religion behalten kann, während er Kabbala studiert, und sich mit dem Schöpfer vereinen kann, weil sie nicht mehr als Rahmenbedingungen für körperliche nationale Traditionen sind. Sie haben keine Beziehung zum Schöpfer und zur Spiritualität, der Höheren Welt. Religion hat diese Begriffe von der Kabbala entliehen.

Die gesamte Thora und Kabbala reduziert sich darauf, die Bedingung „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Dies ist das allgemeingültige, allumfassende und wichtigste Gebot der Thora – das Gesetz des Universums, denn es ist die Eigenschaft des Schöpfers. Kabbala erweckt das Höhere Licht der Korrektur auf einen Menschen, was ihn mit der Eigenschaft „Liebe deinen Nächsten“ ausstattet. Religion hingegen tut dies nicht und sie sagt dem Menschen, dass er körperliche Rituale und Einschränkungen lernen und befolgen soll, anstatt sich zu korrigieren (welches das ist, was der Schöpfer fordert).

Im Bnei Baruch Zentrum, wo 300 Männer mit mir auf einer regulären Basis studieren, halten wir an der traditionellen Satzung der Kabbalisten fest – Befolgung der wichtigsten Gebote (wie das tragen einer Kippa, Einhaltung des Schabbat, befolgen der Kashrut, unter eine Huppa heiraten und so weiter). Wir erlauben keinen Alkoholismus oder Drogen (nicht mal, wenn jemand gelegentlich im Geheimen einen „Joint rauchen“ will). Wir verlangen tägliche Anwesenheit beim Unterricht, Teilnahme an der Vereinigung der Gruppe (Zusammenkunft) , Verbreitungsaufgaben, usw. Und ich habe nichts davon jemals verheimlicht – zum Beispiel trage ich immer eine Kippa.

Das ganze Problem meiner Kritiker ist, dass sie immer noch unterentwickelt sind, das heißt, ihr Punkt im Herzen ist noch nicht zum Vorschein gekommen. Sie werden verstehen, wenn sie erwachsen werden. Es ist unmöglich, Spiritualität mit dem Verstand zu erfassen, sondern nur mit einem Verlangen, das vollentwickelt und bereit ist. Meine Kritiker kritisieren nicht den tatsächlichen Inhalt, also die Dinge, über welche die Kabbala eigentlich spricht. Sie hacken stattdessen auf allem herum, was „drum herum“ ist, all die äußerlichen Aspekte, die Dinge, an denen sie sich festhalten, um etwas für ihren Egoismus zu ergattern – wie Klipa. Das ist ihre Nahrung, weil sie nichts Eigenes haben, wovon sie sich ernähren – sie sind leer. Ich verstehe ihre Natur und ich bin bereit, sie zu tolerieren und ihnen zu vergeben. Die Zeit vergeht und das begünstigt die Enthüllung der authentischen Kabbala. Alles wird sich schließlich in Frieden und Korrektur vereinen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Leben geht weiter – zu unseren Gunsten
Blog-post: Warum trägt ein Kabbalist ein Schädelkäppchen?
Blog-post: Der Platz eines jeden liegt in der Vereinigung mit dem Schöpfer und…
Blog-post: Was ist Religion?
Artikel von Baal HaSulam: Das Wesen der Religion und ihr Ziel


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Das Größte, was Sie tun können ist, das Größte zu erlangen, was es gibt

Baal HaSulamFragen, die ich darüber erhielt, ob man fähig ist, ursprüngliche kabbalistische Quellen alleine zu lesen und etwas Großes im Leben zu erreichen:

Frage: Sie betonen oft, Menschen sollten nur gemäß Ihres Unterrichts studieren. Ich stimme zu, dass es am Anfang keinen anderen Weg gibt. Später jedoch gelangt ein Mensch an einen Punkt, von dem an er die Quellen selbst lesen und sie auf eigene Weise verstehen möchte. Ich habe ein anderes Kli als Sie und ich kann das Licht nur in meinem eigenen Kli sehen. Kann ein Schüler eigenständig entscheiden, wann er bereit ist, alleine voranzuschreiten?

Meine Antwort: Sie haben völlig recht – Sie sollten die Texte von Baal HaSulam alleine studieren, eigenständig, und selbst versuchen zu verstehen, was dort geschrieben steht! Das sollten sie jedoch nur tun, nachdem Sie sich selbst, durch den Gebrauch unserer Unterrichte, in richtiger Art und Weise eingestimmt haben. Sonst werden Sie verwirrt und es wird lange dauern, sich wieder zu „entwirren“. Es wäre eine Schande, so viel Zeit zu verschwenden! Außerdem – normalerweise ist es unmöglich, dies zu tun. Somit ist es das Beste, die Texte zuerst mit Hilfe meines Unterrichts und dann die Originaltexte ohne meine Erklärungen zu lesen.

Frage: Lieber Rav Laitman, ich bin 37 und bis jetzt habe ich viele Dinge gemacht, die mich in Schwierigkeiten gebracht haben. In diesem Jahr geht alles schief. Ich spüre, dass ich unter gewaltigem Druck stehe und kann nichts tun, um es zu stoppen. Seit meiner Kindheit fühle ich, dass ich dazu bestimmt bin, etwas Großes in meinem Leben zu tun und dass mein Leben verschwendet wird. Stattdessen habe ich mich selbst völlig isoliert. Wie kann ich aus diesem Teufelskreis herauskommen? Sollte ich bereuen? Ich wüsste nicht mal, wie.

Meine Antwort: Das Größte, was Sie tun können ist, das Größte zu erlangen, was es gibt. Und das Größte, was es gibt – ist der Schöpfer. Es gibt kein Ziel, das höher oder größer ist als Er! Daher sollten Sie 24 Sunden am Tag nur die Materialien Baal HaSulams lesen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Blog-post: Über die Enthüllung der Göttlichkeit
Blog-post: „Der Frieden“ von Baal HaSulam
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Die Freiheit


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Was fühlt ein Kabbalist?

LaitmanZwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie der Kabbalist die Änderungen dieser Welt und der Höheren Welt spürt

Frage: Kann ein Kabbalist die Verbesserung oder Verschlechterung seiner Beziehung zur Höheren Welt fühlen?

Meine Antwort: Er fühlt es ständig.

Frage: In einem vorherigen Post schrieben Sie „Ihre persönliche Vorbestimmung ist es, die gesamte Welt zu diesem Zustand zu bringen, da Sie der einzige sind, der dies vermag.“ Ich vermute, dieser Satz bedeutet, dass im Falle einer wachsenden Anzahl Menschen, die aufrichtig versuchen spirituell aufzusteigen, folglich die gesamte Menschheit einen gewissen Fortschritt machen wird. Können Sie als Kabbalist diese Veränderung fühlen? Wenn dem so ist, gibt es derzeit – angesichts der steigenden Anzahl Menschen, die sich der Notwendigkeit zur eigenen Verbesserung (Vervollkommnung) bewusst werden – irgendeine Veränderung?

Meine Antwort: Natürlich, es wird unmittelbar gefühlt und das gibt mir das Verlangen, Kabbala zu verbreiten – jedem Menschen, der die Enthüllung des Schöpfers begehrt (d.h. den Sinn seiner Existenz), die Möglichkeit zu geben, in seinem Leben der Kabbala zu begegnen – die Methode, sich spirituell zu entwickeln und den Schöpfer zu enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was können wir tun, um den Wunsch nach Korrektur zu erwecken?
Verbreitung der Kabbala


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Worum am Grabe eines Kabbalisten bitten

LaitmanFragen, die ich dazu erhalten habe, ob ein Mensch die Gräber der Rechtschaffenen besuchen sollte und worum man an diesen Stellen bitten sollte:

Frage: Ich würde gerne die Gräber der Rechtschaffenen auf dem Berg Miron besuchen. Die Reise, an der ich interessiert bin, findet nachts statt und der Reiseorganisator sagte, gemäß Kabbala könne man den Umlauf des Mondes dafür benutzen, zu berechnen, was die beste Zeit für eine Bitte um Heilung von Krankheit wäre. Ich hörte jedoch auch die Meinung eines anderen, der Kabbala studiert. Er sagte, man solle das nicht machen. Ich würde gerne herausfinden, ob man das machen kann und warum gerade nachts?

Meine Antwort: Niemand besucht jemals Gräber bei Nacht. Die einzige Ausnahme ist die Nacht von Lag BaOmer, in der Menschen in ganz Israel und auch am Berg Miron, am Grab von Rashbi, dem Autor des Buches Sohar, Freudenfeuer entzünden. Dies ist ein antiker Brauch. Jedoch bei Vollmond um die Heilung von Krankheiten zu bitten hat nichts mit Kabbala, sondern nur mit Mystizismus und Schamanismus zu tun.

Rabash und ich gingen gewöhnlich für zwei Tage in der Woche nach Tiberias und manchmal besuchten wir das Grab von Rashbi auf dem Berg Miron. Rabash respektierte diesen Ort. Jedoch sah er diesen nicht als einen Ort an, um nach der Lösung von körperlichen, egoistischen Problemen der Menschen zu bitten, sondern vielmehr nur als einen Ort, um nach der Gleichheit mit dem Schöpfer zu bitten. Wenn ein Mensch dort ist, sollte er um die Fähigkeit bitten, seinen Nächsten zu lieben, anstatt sich mit dem eigenen tierischen Körper zu befassen, mit dessen Heilung oder anderem Nutzen.

Die Kabbala ist per Definition die Methode der Enthüllung des Schöpfers (die Eigenschaft der Liebe und des Beschenkens) an einen Menschen in dieser Welt (in diesem Leben). Die Kabbala birgt keine Beziehung zum Empfangen für sich selbst. (Lesen Sie die Definition im Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“)

Zwischen den Jahren 1979 und 1991, als ich Rabash kannte, besuchte er die Klagemauer nur einmal, 1983. Er ging nur 2 – 3 Meter an der Mauer vorbei und kam dieser nicht einmal nahe, ganz zu schweigen davon, dass er sie berührt hätte. Er besuchte das Grab des Ari einmal in zehn Jahren.

Baal HaSulam sagte einmal, dass es ihm wirklich egal sei, wo sie den Sack mit seinen Knochen beerdigen würden. Als er verschied und seine Studenten nicht wussten, wo sie ihn begraben sollten, erinnerte sich ein Student daran, dass Baal HaSulam gerne auf einem bestimmten Hügel spazieren ging und dort begruben sie ihn.

Einmal fragte ich Rabash um Erlaubnis, das Grab von Baal HaSulam zu reparieren, es zu kalken, einen Platz für Kerzen zu schaffen usw. Rabash sagte mir, dies anderen zu überlassen, da es wichtigere Dinge zu tun gäbe. Rabash bereitete auch kein Grab für sich selbst vor, obwohl dies ein Brauch unter Religiösen ist. (In der Vergangenheit wurden die Körper nicht bestattet, sondern in einer Höhle eingeschlossen, welche für diesen Zweck ausgehoben wurde. Dort wurden die Körper für einige Zeit belassen, bis nur noch die Knochen übrig waren und diese wurden in ein Gefäß verpackt.)

Kabbalisten achten nichts Körperliches. Jeder Mensch achtet was ihm wichtig ist und woran er hängt – den Körper oder die Seele. Für Kabbalisten ist der Körper dazu gedacht, Arbeit zu verrichten wie ein Tier (wie z.B. Rinder). All seine Aufmerksamkeit ist auf die Entwicklung der Seele gerichtet – den Teil des Schöpfers im Menschen, die Eigenschaft der Liebe und des Beschenkens.

Frage: Rashbi ist auf dem Berg Miron begraben und tausende von Leuten besuchen jedes Jahr sein Grab. Ist dies etwas, was der Schöpfer ihnen auftrug zu tun oder kommen diese Anweisungen von religiösen Führern, welche die Menschen beeinflussen wollen und über diese Macht haben wollen?

Meine Antwort: Die Kabbala befürwortet dies, da es Menschen näher zur Kabbala und zu deren Respektierung bringt und sie somit daran Interesse finden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Nur das Höhere Licht kann unser Schicksal ändern
Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
Blog-post: Immer bei mir
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaftt der Kabbala


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Spirituelle und physische Babys

LaitmanIch habe viele Bitten um eine Erklärung der Beziehung zwischen der Entwicklung eines Babys in dieser Welt und der Entwicklung der Seele in der Höheren Welt erhalten. Hier ist eine Erläuterung:

Das grundlegende Buch der Kabbala, der Talmud Esser HaSefirot, mit über 2000 Seiten von schwierigem Text, beinhaltet ungefähr 300 Seiten, die über die intrauterine Entwicklung der Seele in der Gebärmutter (der AHP) des Höheren Parzuf (die Mutter – Ima, Bina) berichten. Diese Entwicklung kann für sieben, neun oder zwölf Monate anhalten, doch gewöhnlich dauert diese neun Monate. Darauf folgt die Geburt und dann 24 Monate des Stillens, welches ebenfalls über 200 Seiten von sehr schwierigem Text beschrieben wird.

Was bedeuten diese langatmigen, komplexen Beschreibungen in einfacher Sprache? Die Seele beginnt ihre Entwicklung mit dem Punkt im Herzen, wenn ein Mensch fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“. Danach fängt ein Mensch an, seine Seele zu entwickeln, indem er das Höhere Licht zu diesem Punkt heranzieht. Zuerst geht er durch die vorbereitenden Phasen, welche die einfache und doppelte Verhüllung genannt werden und betritt dann einen Zustand, welcher Empfängnis (Ibur) genannt wird. In diesem Zustand hängt er sich an den Höheren Parzuf an, gesetzt den Fall, dass er trotz aller Schwierigkeiten zustimmt, mit Diesem zu verbleiben! Und die Schwierigkeiten verstärken sich weiterhin, doch indem er seine Verbindung mit dem Höheren – trotz der Schwierigkeiten, die vom Egoismus erschaffen werden, welcher ihn immer wieder zurückzieht – verstärkt, nimmt er fortwährend die Eigenschaften des Höheren an, welche Liebe und Beschenken sind. Dieser Prozess setzt sich fort, bis er all die Eigenschaften des Höheren, mit Hilfe seiner Selbstannullierung, erreicht. Diese Annullierung hindert ihn auch daran, eine Störung oder ein Fremdkörper im Höheren zu werden.

Wenn er alle Eigenschaften des Höheren aufnimmt, schließt dies die Periode des passiven Aufnehmens der Eigenschaften des Höheren ab, d.h. die Entwicklung in Form eines Embryos. Ein Embryo entwickelt sich, indem er auf passive Weise Licht erhält und deshalb wird dieser auch als Blut (Dam, von dem Wort Domem – unbelebt) gekennzeichnet oder als passive Annahme der Eigenschaften des Höheren.

Anders dargestellt endet der Zustand der Schwangerschaft, wenn ein Mensch danach verlangt, von der Selbstannullierung zur aktiven Interaktion mit dem Höheren überzugehen. Dies zwingt den Höheren, ihn wegzudrücken, um die vorige Art der Interaktion zu beenden – ähnlich dem, wenn ein Embryo zu lange in der Gebärmutter verbleibt und Abstoßung hervorruft. Der Höhere drückt den Niederen von Sich weg und zwingt den Niederen, mit Ihm aktiver zu interagieren, um ihn zu stillen. Der Höhere tut dies, indem er Bedingungen erschafft, die den Niederen befähigen, das Licht von Chassadim (Milch) zu erhalten. Jedoch verwandelt sich die Milch im Niederen immer noch in Blut (Dam).

Die Periode des Stillens dauert 24 Monate und während dieser Zeit, erreicht der Niedere aktive Eigenschaften des Beschenkens (Bina, Galgalta Einaim). Diese Stufe befähigt einen Menschen dazu, im ganzen Umfang der Höheren Welt zu existieren und völlig unabhängig von seinem Egoismus zu sein und das Höhere Licht wahrzunehmen und von Ihm zu lernen.

Das Wissen über die Gesetze, welche in unseren Wurzeln agieren und wie die Höheren Kräfte agieren, gibt uns ein absolut präzises Verständnis darüber, wie ein Kind ideal und auf völlig korrekte Weise erzogen und behandelt wird, wie mit einem Fötus und mit einem Neugeborenen interagiert wird, sowie mit einem Jugendlichen und einem Halbwüchsigen. Dies befähigt uns ein korrektes System der Wechselbeziehungen zu erbauen und die Bedingungen für die optimale Wahrnehmung der Möglichkeit, die wir in diesem Leben haben, zu erschaffen, d.h. den Sinn unserer Erschaffung zu erlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geburtsvorbereitung – Ein Gespräch
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Noch eine gegenstandslose Konferenz der Weltführer

LaitmanNachrichtenartikel (übersetzt aus www.ynet.co.il): Die Führer der G8 Industriestaaten haben sich in Japan versammelt, um die globale Erwärmung zu diskutieren. Diese reichen und entwickelten Länder sind sich über viele Dinge uneinig und keiner will der erste sein, der nachgibt und verliert. Die Führer lächelten für die Fotografen und gingen dann ihren eigenen Wege. Auch dieses Mal werden sie die Welt nicht retten. Es ist immer wieder die gleiche Geschichte. Die Führer treffen sich zu einer Diskussion und nichts kommt dabei heraus. Inzwischen lachen selbst die Journalisten darüber. Was muss geschehen, dass die Führer sich tatsächlich zusammensetzen und über die Veränderung der Dinge sprechen?

Meine Antwort: Die Führer haben keine Macht dazu, irgendetwas zu verändern. Dies kann nicht durch deren mentale, moralische oder physische Kraft geschehen, da die Welt von oben regiert wird und unsere gesamte Geschichte zeigt uns, dass wir die Dinge nur verschlimmern können. Da wir nicht den Gesetzen der Natur folgen, fühlen wir, anstatt uns wohl zu fühlen, die negative Reaktion der Natur, welche sich in unerwünschten Phänomen auf allen Ebenen der Natur äußert: auf der unbelebten Stufe (Tsunamis, globale Erwärmung, Überschwemmungen, Erdbeben, Wirbelstürme), auf der pflanzlichen Stufe (Trockenheiten, Wassermangel, Ernteausfälle), auf der belebten Stufe (Rassensterben, eine gestörte Balance, Ausbreitung von Krankheiten) und auf der menschlichen Ebene (Krieg, Depression, Drogen, Selbstmord, Angst).

Die Korrektur der Welt hängt von der Korrektur des Menschen ab, von seiner Balance mit der Natur. Und um diese Balance zu erreichen, müssen wir die Kräfte kennen, die uns regieren. Die Natur hat alles auf diese Weise arrangiert, um uns auf die Stufe der herrschenden Kräfte, des Schöpfers zu erheben (entweder unter Zwang oder bewusst und bereitwillig). Und wir können nur korrigiert werden, indem wir uns wünschen, der Höheren Welt, den lenkenden Kräfte der Natur, dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Kabbala erklärt die Struktur und Gesetze der Höheren Welt. Das ist, was für uns heute notwendig ist – es ist unsere einzige Rettung. Was all die Führer in dieser Welt anbelangt – sie sind nichts weiter als Marionetten in den Händen des Schöpfers.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mit dem Finger auf Al Gore zeigen (anstatt auf uns selbst)
Blog-post: Frauen als Führungskräfte der Nationen
Blog-post: Je mehr man weiß. desto besser schläft man


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die Formel der Seele

LaitmanEine Frage, die ich erhielt: Haben wir eine Erinnerung (Reshimo) an Freiheit? Ich denke, dass wir eine haben müssen – wie anders ließe sich sonst unsere ständige Suche nach Freiheit erklären? Angenommen, wir haben also dieses Reshimo, dann füllt uns auch das Licht, bloß fühlen wir es nicht oder erinnern uns daran. Die Neigung eines Menschen zur Spiritualität wird ja ebenfalls durch Reshimot bestimmt, nicht wahr? Diese Sehnsucht nach Spiritualität und Freiheit kann doch nicht aus heiterem Himmel in uns auftauchen und das bedeutet, dass wir Reshimot von etwas haben, was uns einst mit Genuss erfüllte. Daraus ziehe ich den Schluss, dass das ganze Problem an uns liegt – wie erwecken wir unsere Reshimot, wie erwachen wir aus dem Traum?

Meine Antwort: Das ist absolut richtig – unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, die Reshimot zu erwecken oder sie zu erhalten, sondern auch jene Reshimot zu bearbeiten, die für uns bereits an die Oberfläche getreten sind. Wir können dies umsetzen, indem wir das Höhere Licht (Or Makif) auf die Reshimot ziehen. Diese Arbeit soll kontinuierlich erfolgen und kann nur im Rahmen einer Gruppe getan werden – denn man bekommt von ihr folgenden Input:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, das Ziel nur durch das eigene Verlangen zu erreichen – nur mit dem Verlangen der gesamten Gruppe funktioniert es
3. Die Hilfe des Höheren Lichts, Or Makif

Das heißt, dass die Reshimot durch die Verlangen erweckt werden, die wir von unserer Umgebung erhalten! Und die erweckten Reshimot wiederum erwecken das Licht (Or Makif), welches mit ihnen in Wechselwirkung tritt. Dieses Licht korrigiert sie dann, gibt ihnen einen Schirm und füllt diesen Schirm mit Inneren Licht (Or Pnimi).

So ergibt sich:
Seele = Reshimo + Schirm + Or Pnimi

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reshimot korrigieren


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Wessen Geld unterstützt die Existenz der Kabbala Akademie?

LaitmanZwei Fragen die ich zu dem Thema erhalten habe, wie die internationale Kabbala Akademie finanziert wird und wie dies anderen zu erklären ist:

Frage: Ich würde gerne wissen, wessen Geld die Existenz der internationalen Kabbala Akademie unterstützt?

Antwort: Die Akademie wird nur durch das Maaser („ein Zehntel“) unterstützt, welches von den Studenten entrichtet wird. Wir erhalten aus keinem Fond Unterstützung.

Jeder Mensch, der sich spirituell entwickeln möchte und am System der Korrektur der allgemeinen Seele (Adams) teilnehmen möchte, muss 10% seines Einkommens der Korrektur der Welt zumessen. Diese Regel entstammt der Struktur der Seele: Wir können die ersten neun Sefirot selbst korrigieren, jedoch müssen wir die zehnte Sefira (Malchut) für die Korrektur des Tempels aushändigen. Solange es jedoch keinen Tempel gibt, geben wir es für die Verbreitung der Korrekturmethode in der ganzen Welt aus.

Wenn ein Mensch das nicht macht, dann wird er nicht fähig sein, seine eigene Korrektur zu erreichen. Das liegt daran, dass sein Punkt im Herzen nur das anfängliche Verlangen ist, doch der Rest des Verlangens (welcher ihn dazu befähigt, sich mit den anderen Seelen zu verbinden und ein gemeinsames Gefäß für den Erhalt des Lichts zu erschaffen, um den Schöpfer zu enthüllen) kann nur von anderen erhalten werden. Deshalb steht geschrieben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Dies ist das Hauptprinzip der Thora, oder anders ausgedrückt, das Hauptprinzip des Erhaltens des Lichtes.

Dies ist auch ein Weg, sagen zu können, ob Sie einfach nur Ihre Neugierde befriedigen, oder ernsthaft danach verlangen, sich an Ihrer eigenen Korrektur und der allgemeinen Korrektur der Welt zu beteiligen. Sie können auch Ihren eigenen Beitrag ausgeben, gesetzt den Fall, dass Sie dies mit unserem gemeinsamen Verbreitungszentrum koordinieren.

Niemand bezahlt unser Zentrum. Es wird neben den 10%, die an die Verbreitung gehen, noch durch zusätzliche Beiträge unserer Studenten unterstützt. Ich hoffe, Sie werden das verstehen und es als Beispiel nehmen!

Frage: Ich bin verheiratet und würde gerne wissen, was ich meiner Familie sagen kann, wenn sie fragt, warum ich Maaser bezahle. Ich verstehe, warum ich das tue und ich fühle eine große Verantwortung und die Wichtigkeit der Verbreitung und des Ziels. Ich beabsichtige nicht, diesen Teil meines Einkommens einzubehalten.

Wenn ich jedoch versuche, dies meiner Familie zu erklären und Worte aus der spirituellen Welt verwende und sage, dass dies der zehnte Teil der Seele (Malchut) ist, dann werden sie mich schlicht nicht verstehen. Wenn ich andererseits jedoch überhaupt nicht versuche, das zu erklären, werden sie denken, dass ich verrückt wäre, Maaser zu bezahlen. Welche Erklärung kann ich ihnen geben (auch eine vorübergehende), so dass sie nicht denken werden, dass das Maaser sinnlos ist?

Antwort: Sagen Sie ihnen, dass Sie das Geld für die „kommende Welt“, die für Ihre Familie und für Sie kommen wird, beiseite legen und dass Sie alle definitiv dort hingelangen werden. Kalkulieren Sie, wie viel Sie ausgeben, auch ohne zu realisieren „wofür“ Sie es ausgeben.

Doch im Allgemeinen verpflichtet Sie niemand. Lesen Sie dazu den Artikel „Der Friede“ von Baal HaSulam. Dort erklärt er, dass der Schöpfer wie ein Verkäufer im Geschäft ist und Er gibt jedem, was er von dieser Welt nimmt und schreibt es in seinem Notizbuch auf. Und danach sammelt Er systematisch die Bezahlung von Ihnen ein, ob Sie das realisieren oder nicht.

Verwandtes Material:
Der Frieden (Baab HaSulam)
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation von Baal HaSulam


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Nur Noahs Arche kann uns heute noch retten!

LaitmanNoah, der bekannte Charakter aus der Thora, repräsentiert ein Stadium in der spirituellen Entwicklung eines Menschen. Dann, wenn ein Mensch sich bewusst wird, dass sein Egoismus böse ist und er sich nicht davor retten kann, weil er seine gesamte Natur darstellt. Er versteht dann, dass nur die Höhere Kraft ihn verändern kann, die außerhalb von ihm ist. Darum baut er die Arche oder anders gesagt, als Antwort auf sein Flehen erschafft das Höhere Licht in ihm die Eigenschaft von Bina (Schenken), in der er dann verbleibt, sodass seine egoistischen Verlangen und Eigenschaften nicht länger über ihn herrschen. Wenn er die Arche betritt, erhebt er sich über den Egoismus und tritt in das Reich des Schenkens ein, isoliert sich selbst von seinem Egoismus, seiner Natur.

Heutzutage fühlt jeder einzelne und die gesamte Welt als Ganzes, dass wir in einem bedrohlichen Zustand sind – dem Zustand Noahs vor der Flut. Wir werden von der inneren (individuellen) und der äußeren (weltweiten) Flut (Egoismus) bedroht, die wir über uns gebracht haben und können sie nicht von selbst überwinden. Unsere einzige Rettung liegt darin, uns in der Arche zu verbergen, dass heißt für jeden Menschen und alle zusammen, die Eigenschaft des Schenkens zu erlangen, uns über unseren Egoismus zu erheben. Dann wird alles zur Harmonie gelangen – genau wie alle Arten der Geschöpfe, die in der Arche waren und wir werden zu einem erneuerten Leben übergehen.

Verwandtes Material:
Blog-post: So lesen Sie die Thora richtig!
Kabbala Heute Artikel, März 2008, Seite 7: Kabbala erklärt die Bibel
Artikel: Die verborgene Bedeutung der Bibel


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Ein Gespräch über Liebe

Ich führte ein Gespräch, das unter dem Titel „Liebe“ aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, Leiter unserer hebräischen Verlagsabteilung.

Ein Gespräch über Liebe

Wir analysierten, wie die spirituelle Eigenschaft des Schöpfers, die „Liebe zum Geschöpf“, in der Handlung ausgedrückt wird – „Schenken und Erfüllung“. Da das Geschöpf jedoch egoistisch und dem Schöpfer entgegengesetzt ist, interpretiert es dies als Liebe zur Erfüllung und zum Empfang. Das Geschöpf strebt danach, andere zu benutzen und zu erniedrigen, um sich erfüllter als sie zu fühlen. Mit anderen Worten: seine Liebe manifestiert sich in völlig entgegengesetzter Form zur spirituellen Qualität der „Liebe“. Gemäß dem Gesetz von „ Ursache und Wirkung“ bezeichnen wir dennoch beide Qualitäten mit dem selben Wort.
Sobald das Geschöpf jedoch eine Angleichung der Form an den Schöpfer erreicht – sobald es das Streben zur Eigenschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ erlangt, welche nur durch den Einfluss des Höheren Lichts erreicht wird, das während des Studiums der Kabbala herabsteigt – beginnt es die wahre Bedeutung der Thoraworte und der kabbalistischen Begriffe zu begreifen, einschließlich „Schenken“ und „Liebe“

Verwandtes Material:
Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!
Blog-post: Kabbala steht für bedingungslose Liebe
Blog-post: Hat der Schöpfer Gefühle?
Blog-post: Enthüllung der Göttlichkeit (Baal HaSulam)
Blog-post: Liebe bedeckt alle Sünden
Blog-post: Zur Liebe
Blog-post: Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack
Kabbala Heute Artikel: Liebe entschlüsselt


                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               
Pages: Zurück 1 2 3 ... 727 728 729 730 731 ... 759 760 761 Weiter