Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Meine Gedanken auf Twitter 09/03/2018 Teil 2

Der Auszug aus Ägypten wird aus Egoismus  in Form von Fragen und Antworten studiert, damit man auch heute die Wurzel der Befreiung aus dem Egoismus erwecken kann. Deswegen werden traditionell Kinder (auch „die Kinder“ in einem erwachsenen Menschen) gebeten, das Böse zu verlassen, damit man vernünftige Resultate bekommt.

Wie unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten? Die Nacht ist der Körper, das Verlangen. Der Tag ist das Licht, die Seele.

Wie unterscheidet sich unser Verlangen von den Verlangen, die nicht nach Korrektur streben?
Dadurch, dass ich als Sklave des Egos im Stande war zu bitten, in die Höhere Welt aufzusteigen. Und so weiter bis zur Endkorrektur.

Beim Auszug aus Ägypten hat man die Absicht zu geben erlangt, das Licht Chassadim. Am Roten Meer hat das Licht Chochma geleuchtet. Das Erlangen der Tora von unten heißt „wir machen und werden hören“. Das Wunder kommt von Oben, die Tora aber von unten, nach dem Verlangen der Menschen (sie befindet sich nicht im Himmel) ist sie den Menschen gegeben worden.

Am Anfang des Studiums existierte der Genuss im Egoismus zu arbeiten. Danach gibt man dem Menschen von oben einen Abstieg, damit er das Exil spürt, aus der Spiritualität rein in die Macht des Egoismus, und er bittet um Befreiung. Wenn er nicht im Geben sein kann, leidet er. Er will geben und lieben und er bittet um Befreiung vom Egoismus.

Das Böse ist nur dann das Böse, wenn der Mensch es so wahrnimmt. Die Größe des Bösen befindet sich in dem Hindernis, das Gute zu erreichen. In dem Maß der Wichtigkeit der Korrektur nimmt der Mensch das Böse durch die Hindernisse bei der Eigenkorrektur wahr. Deswegen empfindet er das Böse in dem Maß der Wichtigkeit der Spiritualität. Das Böse gebiert den Hass auf den Egoismus als ein Hindernis für die Liebe zum Schöpfer.

Es steht geschrieben: “Das Antlitz des Schöpfers ist in denjenigen, die Böses tun…“ Diejenigen, die den Weg des Schöpfers gehen wollen, sehen, dass sie ständig Böses tun, deswegen beten sie zum Schöpfer und machen alles, damit Er sie mit Seinem Licht aus dem Bösen befreit. Deswegen ist „das Antlitz des Schöpfer in denjenigen, die Böses tun…“, um sie zu korrigieren!

aus: Dr. Michael Laitman auf Twitter (russisch)

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Meine Gedanken auf Twitter 09/03/2018 Teil 1

Das individuelle Verlangen, den Schöpfer zu erlangen, ist nicht die Seele. Es ist nur ein kleiner Teil der gemeinsamen Seele, der das Geistige nicht fühlen kann, sondern nur das Verlangen, den Schöpfer zu fühlen. Danach besteht die Realisierung, den Schöpfer zu erreichen, in der Erlangung der Einheit, indem sich die Teile der Seele vereinigen.

Wenn man sich als Ziel nur auf einen Grundsatz ausrichtet, dass alles, was in deiner Welt vorkommt, von einer einzigen höheren Kraft ausgeht und „Es gibt niemanden außer Ihm“, dann ist jeder Schmerz ein Signal, dass man sich auf den Schöpfer, die Einheit, genauer gesagt, auf die Güte ausrichten muss.

In die obere Welt einzutreten heißt, sich nicht in dem natürlichen Verlangen des Egos zu fühlen, d.h. zu empfangen, sondern in einer neuen Eigenschaft, dem Verlangen zu geben. Der Übergang vom Empfangen von Informationen, Gedanken und Gefühlen für sich selbst zum altruistischen Verlangen geschieht unter dem Einfluss des oberen Lichts.

Warum schafft der Schöpfer Situationen, die mich beim Studium der Kabbala beschämen? Er erschafft sie und macht sie dann sichtbar. – Um dir zu zeigen, wo dein Ego noch präsent ist. Scham ist ein Indikator für das Ego. Entscheide dich für die Scham des Widerwillens gegen die Korrektur dessen, was Er dir aufzeigt.

Was kann Israel gegen seinen „Brain Drain“ (Abwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften) tun? Ich verstehe, was im Herzen von Wissenschaftlern, Akademikern und anderen großen Köpfen vorgeht, die die Entscheidung treffen, Israel zu verlassen.

Wie kann ich mein Ego annullieren, wenn ich nur das Ego in mir habe? Deshalb sind wir in einer Gruppe organisiert, in einer Verbindung mit Freunden, damit mein Ego ihnen dient und ihre Egos mir helfen. Gegenseitige Inklusion schafft ein anti-egoistisches Feld!

Wie kann ein tierischer Körper in die geistige Arbeit eingreifen? Ein tierischer Körper kann stören, wenn er außer Kontrolle gerät. Aber wenn es eine Person im Griff hat, egoistische Wünsche zur Korrektur zu benutzen, so dass geistige Motive ihn antreiben, dann entwickelt er sich!

Was riet die Kabbala den Juden, was sie während des Holocaust´ tun sollten? – Alle Kabbalisten der 20-30er Jahre des 20. Jahrhunderts forderten die Juden auf, Europa zu verlassen. Aber niemand hat auf uns gehört, genauso wie heute! Niemand möchte erkennen, dass unsere Uneinigkeit den Antisemitismus erschafft.

Wenn ich mich auf alles so beziehe wie ich mich zu mir selbst beziehe, dann gibt es keinen Unterschied zwischen mir und dem, was außerhalb von mir ist, dann fühle ich die Welt als Ganzes, ich spüre das Licht, das sie erfüllt, die vereinheitlichende Kraft des Schöpfers; ich enthülle die Wahrheit, deretwegen ich in dieser Welt existiere.

Wir studieren nicht das Licht selbst, sondern uns vor dem Hintergrund dieses Lichtes; wir spüren, dass wir dem Licht entgegengesetzt sind und wir erhalten den Wunsch, um die Ähnlichkeit mit ihm zu bitten. Leuchtend offenbart das Licht in uns ein egoistisches Verlangen und dass dies eine böse Neigung ist, die das Böse in sich trägt.

Das Verlangen zu empfangen und das Verlangen zu geben – nur die beiden, ihre Kombinationen, formen die spirituelle Welt und alles, was sie erfüllt. Wir müssen die Qualitäten des Gebens erwerben, um die spirituelle Welt und ihre Kräfte zu sehen. Unsere Welt existiert nur in unserer Vorstellung.

 

Dr. Michael Laitman auf Twitter (englisch)



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Hacker Kongress

In den Nachrichten (Deutsche Welle):

Der Chaos Computer Club (CCC) ist einer der weltweit führenden White-Hat-Hacker-Treffen und Herstellermessen. Seine diesjährige Hauptversammlung in Leipzig war ein Fest der digitalen Kunst und Technologie-Stunts.

Was machen Hardcore-Computer-Hacker und Technologie-Freaks, wenn sie in einer großen Horde zusammenkommen? Der Ort hierfür ist Leipzig und die Zeit dafür ist jetzt. Dort findet vom 27. – 30. Dezember die 34. Jahrestagung der CCC unter der Rubrik „Tu etwas“ statt. Es werden rund 15000 Menschen an der ausverkauften Veranstaltung erwartet, etwa 3000 mehr als im Vorjahr. Für Deutschlands engagierte White-Hat-Hacker und Computer-Nerds ist es das größte, beste Festival des Jahres…

CCC beschäftigt sich unter anderem mit Informationsfreiheit, Privatsphäre, digitalen Technologien, Experimenten und digitaler Kunst, Kultur und Politik.

Frage: Ist es für eine Gesellschaft schädlich, Zugang zu allgemeinen Daten von einer Person zu haben? Wer darf diesen Zugang haben?

Antwort: Das ist ein Problem. Wäre die Gesellschaft korrigiert, wären alle Informationen zugänglich und offen, alles würde korrekt angenommen, verstanden und verdaut, wie in einem Fleischwolf, so hätten wir ein „nettes Schnitzel“. Wenn jedoch die föderalen Organisationen der Gesellschaft und der verschiedenen Länder ihre Anwälte, Gerichte und dergleichen nur darauf warten, alles zu zermahlen und zu ihren eigenen Gunsten zu formen, dann denke ich nicht, dass es diese Art des Zugangs wert ist, aufgedeckt zu werden. Ich bin der Meinung, dass sich in diesem Fall das Internet zu einem Abwasserkanal verwandeln wird.

Wenn wir das Internet öffnen und alles hineinschütten, dann wird es so wie mit unseren Ozeanen sein. Wenn du darüber fliegst, siehst du mitten im Ozean Berge von Müll. Das Internet ist auch ein Ozean. Es kann alles enthalten, aber letztendlich, auch wenn es endlos ist und keine Grenzen hat, werden sich darin Berge von Müll ansammeln. Das verlangsamt den Informationsfluss, Spam wird erzeugt und so weiter.

Ich bin deshalb nicht für absolute Freiheit, sondern für eine angemessene Freiheit. Wir müssen uns mit dem Individuum wie mit einem Kind auseinandersetzen und nur das zulassen, was seine Entwicklung fördert. Wenn wir einem Kind erlauben, absolut alles zu tun, könnten wir ihm Schaden zufügen. So ist es hier.

Die Menschheit ist ein irrationales Kind, das Bildung benötigt. Wir können alles im Internet entsprechend dem Ausmaß der Bildung, welche die Menschheit empfängt, zulassen. Allerdings nur entsprechend dem Bildungsniveau –  so dass der Einzelne nur das aus dem Internet bekommt, was ihm und der Gesellschaft tatsächlich nützt.

 

Von KabTV „ Nachrichten mit Michael Laitman“ 7/1/18

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Meine Gedanken auf Twitter 05/03/2018

Auf dem Weg, sich selbst und die Welten kennen zu lernen, offenbart man, dass ihn der Schöpfer mit einer guten und einer bösen Kraft, die anzieht und zurückweist, kontrolliert. In dem Maße, wie er das Böse rechtfertigen kann, zeigt ihm der Schöpfer, dass dieses Böse von Ihm kommt, dass es außer Ihm niemanden gibt!

Psalm 92. Ein Lied für Shabbat.  Es ist gut, dem HERRN zu danken, am Morgen zu verkünden Seine Gnade, und bei Nacht Seine Treue. Deine Feinde werden umkommen. Der Gerechte wird sprossen wie die Palme, wie eine Zeder aus dem Libanon wird er emporwachsen. Gepflanzt in Seinen Höfen, werden sie aufblühen, um zu verkünden, dass der HERR gerecht ist und kein Unrecht ist in Ihm.

Um meine Liebe und mein Geben zu offenbaren, muss ich in vollkommener Verhüllung des Schöpfers sein. Nur dann wird meine Haltung Ihm gegenüber selbstlos sein, so wie Seine Einstellung mir gegenüber. Und wir können gleich und auf diese Weise vereint sein. Über dem Ego, in vollständiger Korrektur (Erlösung).

Es gibt verborgene Perioden in der spirituellen Entwicklung, wenn der Mensch das Gefühl hat, dass er nicht voranschreitet. Spirituelle Handlungen sind schließlich Geben und Lieben. Und während ein Egoist diese Eigenschaften nicht besitzt, spürt er keine spirituellen Handlungen. Selbst wenn er sich darauf vorbereitet, den Glauben über dem Verstand zu entwickeln.

Spirituelle Arbeit im Morgenunterricht
Der Schöpfer „machte Licht und Dunkelheit.“ Ich erwachse aus der Dunkelheit, der Unvollkommenheit. Und ich muss die Enthüllung der Unvollkommenheit in mir als Vollkommenheit betrachten.
Der Schöpfer ist eins. Deshalb, bitte ich für andere, wenn ich Ihn anspreche, wende ich mich mit Sicherheit an den Schöpfer und nicht an einen Götzen.

Spirituelle Arbeit im Morgenunterricht
Wenn ich mich nicht darum sorge, dass ich den Schöpfer erlange, sondern nur zusammen mit den Freunden, dann schreite ich voran zu Ihm. Wenn ich an mich selbst denke, distanziere ich mich von Ihm. Während mich das Ego dazu drängt, für mich selbst zu bitten, muss man widerstehen und sich an die Freunde wenden, um den Schöpfer zu erlangen und nicht das Gegenteil.

Ausblicke aus der Morgenlektion
Die letzte Generation ist eine Generation, die anfängt, den Menschen selbst, seine Natur zu korrigieren und ihn zur Vollendung zu bringen, zur vollkommenen Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.
Es ist richtiger zu sagen, dass die „Letzte Generation“ die letzte egoistische Generation ist.

 

Dr. Michael Laitman auf Twitter (englisch)



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Meine Gedanken auf Twitter 04/03/2018

Frage: Was ist mit dem Ego gemeint?

Antwort: Das Ego ist der Widerstand gegen die Einheit.

Auf dem spirituellen Weg  wird der Mensch von  weltlichen Gedanken gefangen gehalten und ihnen untergeordnet. Und nur wenn er sich blind an den Lehrer und die Bücher anhaftet, kann er zurückkommen zu den richtigen Gedanken und Wünschen. Und keine klugen Einwände werden helfen – nur ein blindes Anhaften an den Lehrer und die Quellen.

Wenn du aufwachst, dann verbinde den ersten Augenblick mit dem Schöpfer, damit Er dich 24 Stunden lang in der Verbindung hält und nichts Ihn vor dir verhüllt. Und überprüfe ständig, ob irgendetwas den Schöpfer vor dir verhüllt. Und wenn dem so ist, dann bitte den Schöpfer sofort um eine ständige Anhaftung an Ihn.

Wenn man Unterstützung erhält, empfindet man bereits Geschmack an der spirituellen Arbeit. Die Hilfe besteht darin, das Ego zu bekämpfen. Wenn man die Hilfe gegen das Ego nicht nutzt und nichts sieht, worum es sich zu kämpfen lohnt, dann verschwindet die Hilfe und man sehnt sich wieder nach weltlichen Dingen. Deshalb muss man sich selbst überwinden bis man Hilfe von oben erhält.

Wenn man mit der spirituellen Arbeit beginnt und nicht darauf wartet, dass man den Wunsch dazu vom Schöpfer bekommt, wenn man von dem Wunsch nach Wahrheit vorangetrieben wird und wenn man fürchtet, die Einheit mit dem Schöpfer zu verlieren, dann wird man um Hilfe bitten und sie vom Schöpfer bekommen. Wenn man Hilfe vom Schöpfer erwartet, wird man sie nicht bekommen.

Wenn man den Willen des Schöpfers angenommen hat, dann fühlt sich der Mensch von der spirituellen Arbeit nicht belastet und er kann sich ständig an den Schöpfer anhaften. Nur ein Narr leidet nicht unter der Abtrennung vom Schöpfer oder durch eine Handlung des Gebens oder eines Gebetes, in dem er vom Schöpfer verlangt, dass Er ihm hilft.

Der Glaube sollte derart sein als würdest du in Liebe und Erzittern vorm Schöpfer stehen. Bis du einen solchen Glauben erreichst – ruhe dich nicht aus und verkaufe dich nicht für weltliche Belohnungen, die deine spirituellen Wünsche und Leiden neutralisieren. Wenn man sich um eine solche Gefahr sorgt, dann ist das ein Schutz vor Abstiegen.

Heute füllt eine kleine Illumination die egoistischen Wünsche, deshalb steckt die Welt und die Wissenschaft in einer Sackgasse, einer Krise, es gibt keinen Durchbruch. Es ist uns überlassen, uns die verschiedensten Phänomene von Verbindungen klar zu machen. Dies erlaubt uns, die Grenzen und vollkommenen Verbindungen der Welt in all ihren Teilen zu erkennen.

Michael Laitman auf Twitter (englisch)



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Wie kommt man mit dem Gesetz der Natur zurecht?

Im Vorwort zu TES (P.4) schreibt Baal HaSulam: „ Der Schöpfer legt die menschliche Hand auf das gute Schicksal. Und jemandes Wahl bezieht sich nur auf dessen Verstärkung.“

Der Schöpfer führt den Menschen zu Freunden, zum Studium. Alles andere hängt vom Menschen ab. Warte nicht, dass jemand deine Arbeit erledigt. Du musst selber alle Mittel finden und sie richtig aufbauen.

„Ich verstehe aber noch nichts! Ich verstehe nicht wie man studiert, ich weiß nicht wie ich mich den Freunden gegenüber verhalten soll, ich verwirre mich im Äußeren und im Inneren…“

Beschweren kannst du dich bei deiner Mama, dem Gesetz der Natur macht man keine Vorwürfe. Das ist genauso sinnlos wie dem Gesetz der Schwere trotzen zu wollen.

Der Schöpfer ist das Gesetz der Natur, das ist das absolute Geben. Wenn du damit übereinstimmst, fühlst du dich gut, wenn nicht, geht es dir dementsprechend schlecht. Wobei sowohl das eine als auch das andere mit dem Niveau deiner Entwicklung korrespondiert. Genauso ist es in unserer Welt. Wir verhalten uns unterschiedlich gegenüber Babys, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Alten.

 Indem wir uns den Schöpfer launisch vorstellen, unterstellen wir Ihm eine gewisse Menschlichkeit, wir statten Ihn mit Gefühlen aus, die uns eigen sind. Wir versuchen Ihn zu „besänftigen“, wir hoffen, dass Er sich das anders überlegt. Das ist der schwerwiegendste Fehler, der sich aus unserer Natur ergibt.

Seit jeher begehen die Menschen ein und derselben Fehler: sie übertragen ihre Eigenschaften auf die umgebende Welt. Wir verlangen sogar von den Haustieren gewohnheitsgemäße Reaktionen. Und überhaupt, auf allen Niveaus der Natur, das Menschliche eingeschlossen, erwarten wir eine Ähnlichkeit mit uns selber, eine Übereinstimmung mit unseren Vorstellungen.

Dabei unterscheidet sich die Wissenschaft der Kabbala prinzipiell von allen Religionen und Glaubensrichtungen. Es heißt:“ Das Gesetz wurde gegeben und man kann es nicht übertreten“, „Ich habe mich nicht geändert“. Das höhere Licht befindet sich in absoluter Ruhe. Alle Veränderungen geschehen nur in den Gefäßen. Entweder ich bitte den Schöpfer, dass Er sich ändern soll, oder ich weiß, dass ich mich selber ändern soll.

Mein Gebet ist mit mir „verbunden“. Zu bitten bedeutet, sich zu beurteilen und sich zu ändern. Nur so kann ich eine andere Reaktion bei dem unveränderbaren Gesetz hervorrufen. Darauf kommt es an.

Die Religionen sprechen nicht über die Verklärung des Menschen, sondern sie schlagen vor, dass ich den Schöpfer mit mechanischen Handlungen oder einer begeisterten Bitte „besteche“. Die Menschen hoffen, dass ihnen dies hilft, obwohl die Geschichte das Gegenteil beweist.

Die Kabbala spricht darüber, dass DU dich ändern sollst und kein anderer. Wende dich weiter an den Schöpfer wie du es früher getan hast, mach das aber bitte aus einem völlig anderem Grund: so ist Sein Wille und du machst es gegen dein Verlangen. Du befindest dich vor dem Licht. Indem du dich änderst und ihm in den Eigenschaften ähnlich wirst, beginnst du seine Wirkung auf dich zu spüren. Früher blieb diese Wirkung außerhalb deiner Wahrnehmungen. Du wirst zu einem Gefäß für das Licht und du wächst bis es dich ganz ausfüllt.

Auf das Höhere Licht zu warten bedeutet nicht, auf besseres Wetter zu warten. Mache eine innere Bewegung ihm entgegen, sei bereit dich zu ändern und es wird auf dich wirken. Alle Veränderungen im Licht, die wir wahrnehmen, sind Veränderungen in uns selber.

 

 

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Zum neuen Fixpunkt

Die Kabbala ist eine praktische Wissenschaft. Sie spricht davon, dass wir die Menschen in kleinen Gruppen miteinander verbinden sollen, dazu werden Zehnergruppen empfohlen, weil so das Höhere System aufgebaut ist. Genauso sind auch wir aufgebaut.

Wenn sich zehn Menschen versammeln und sie versuchen, ihren Egoismus für die Einheit zu annullieren, erlangen sie eine neue Eigenschaft: die Eigenschaft des Gebens. Jeder von ihnen beginnt statt „ich“ „wir“ zu spüren. Dieses „wir“ ist wirklich lebendig.

Dieser Zustand existiert in der integralen, vor uns verborgenen Natur. Aber in unserer Welt, in dem engen Egoismus eines jeden von uns, gibt es einen solchen Zustand nicht. Deswegen können wir eine völlig andere Welt nur durch eine Gruppe sehen, die aus zehn Menschen besteht. Dann werden wir einen anderen Fixpunkt haben. In diesem Punkt wird die gesamte Natur existieren. Die Natur ist einzigartig, da alles vollkommen miteinander verbunden ist. In diesem Fall werden wir uns in der Verschmelzung mit ihr sehen und nicht so wie wir es uns in unseren missgebildeten, egoistischen Empfindungen vorstellen. Wir werden die Welt durch die Linse des Zehners sehen, wo alles miteinander verbunden ist.

Indem wir unseren Egoismus annullieren, erlangen wir ein neues Gefühl. In diesem Zustand können wir feststellen, was Wahrheit und was Lüge ist, was vorzuziehen ist. Dann haben wir einen Fixpunkt.

Frage: Kann man so ein Modell so programmieren, dass Wahrheit und  Lüge immer reine Kriterien ohne eine Beimischung von Egoismus sind?

Wir sagen, dass der Mensch ein einfacher Sensor ist, der eine gewisse Information empfängt, die er jedes Mal auf eine bestimmte Art und Weise interpretiert. Und jedes Mal ist diese Interpretation anders und jedes Mal verfälscht.

Meine Antwort: Der Mensch hat aber keinen Fixpunkt. Wir müssen ihm einen grundlegenden Fixpunkt vorgeben, einer der in der Natur vorkommt. Die Natur ist integral und verbunden. Das ist ein absolut klares, integrales System, das nur für die Erhaltung seiner Homöostase und Harmonie arbeitet.

Wir müssen danach streben, dass wir auch auf unserer Ebene, wo wir von der Wahrheit abgetrennt sind, uns ihr ständig annähern. Das dient dazu, dass wir durch die Gruppe ständig neue Möglichkeiten der Verbindung entdecken und dabei sehen können, dass unsere Welt viel tiefer, innerlicher und integraler ist. Und auf diese Weise können wir uns in unseren Empfindungen und Erkenntnissen dem Zustand der wahren Natur und ihrer Harmonie annähern.

Dafür müssen wir unsere Wahrnehmung der Realität korrigieren. Wir brauchen nur das. In Wirklichkeit ist die Welt um uns herum ideal und harmonisch, aber wir nehmen sie in dem Maße unserer egoistischen Verdorbenheit wahr. Wir müssen den Egoismus nach und nach so organisieren, dass er zu unserem Helfer wird.

Wenn wir immer mit der Korrektur der egoistischen Ebene beginnen, indem wir uns an das absolut integrale System adaptieren, dann wird uns unser Egoismus, wie der Widerstand in einem elektrischen Netzwerk, zusätzliche Energie geben. Im Maße des Widerstandes gegen den Egoismus werden wir im Stande sein die wahre Welt zu enthüllen. Das Ego wird zu unserem Helfer.

Ihm ist es zu verdanken, dass wir zwischen „Plus“ und „Minus“ die riesigen Gesetzmäßigkeiten, Kombinationen und Vergleiche gegensätzlicher Eigenschaften erkennen, die uns dann als komplementär erscheinen. Deswegen ist unser Egoismus, unser jetziger Zustand, für unser Wohl bestimmt. Wir müssen ihn nur richtig anwenden.

 

Aus dem TV Programm „Zusammen über das Wichtigste. Alexander Zhdanov“ 08.12.2017

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Die Kenntnis über das Integrale System

Frage: Wenn man die Experten, die die Gesellschaft zur Letzten Generation führen sollen, darauf vorbereitet, wie tief werden sie verstehen was Begriffe wie „das Licht, das zur Quelle zurückführt“, „die Höhere Kraft“ bedeuten?

Meine Antwort: Sie müssen nicht unbedingt mit diesen Begriffen in Berührung kommen. Sie sollten sich der Wechselwirkungen in der Gruppe, zwischen den Gruppen und der Gruppe selbst, mit der Kraft der Natur bewusst sein.

Wir befinden uns in einem Mechanismus, der uns erzeugt, entwickelt und weiter auf uns einwirkt. Wir sind im Rahmen einer gewissen Matrix, eines Programms, das uns führt und uns entwickelt. Auch heute sehen wir, dass wir allein nichts tun können: alles was wir tun, wird zerbrochen. Wir verstehen nicht wohin wir gehen, wir entwickeln uns aber trotzdem, etwas passiert mit uns.

Jeder muss das Wissen über das Integrale System haben und dass wir in einem riesigen, sozialen Bewusstsein miteinander verbunden sind. Jeder muss wissen wohin wir gehen, was mit uns geschieht und wie man das richtig realisiert. Jeder soll sehen, dass man genau auf diese Weise Probleme der Existenz in der besten rationalen Form löst: die persönlichen und sozialen Probleme, Lebens- und Familienprobleme.

Der vorbereitete Experte muss verstehen, dass die Menschheit keinen anderen Weg hat. Dies beraubt ihn nicht der individuellen Verwirklichung, sondern ist die optimale Verwirklichung seiner selbst.

Wenn das Ziel seiner Handlungen darin besteht, die Einheit von Mensch und Gesellschaft zu einem einzigen Ganzen zu machen, dann wird sich dieses Ziel verbreiten, weil es nicht gegen die Natur gerichtet ist. Es ist selbstverständlich, dass auf diese Weise der Mensch in seinen Handlungen vorwärts kommen wird. 

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“

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Der Bund für die Geburt der Seele   

Die gesamte Realität wird durch die Verbreitung des Lichtes erschaffen. Das Licht hat das Verlangen „aus dem Nichts“ erschaffen und hat es dann entwickelt. Ausgehend vom Urknall wird das Verlangen immer gröber, ebenso die Wellen, Gase und die unbelebte Materie.

Danach entstehen auf der Erdoberfläche die Pflanzen, Tiere, der Mensch, der viele Etappen der Entwicklung durchläuft bis er die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreicht.

Es ist interessant, dass das Licht und das Verlangen im Geschöpf als zwei Eigenschaften eingeprägt sind: männliche und weibliche Eigenschaften, nach dem Beispiel der zwei spirituellen Parzufim: Aba (der Vater) und Ima (die Mutter). Chassadim und Chochma verbinden sich miteinander und gebären eine neue Generation, mit männlichen und weiblichen Eigenschaften.

Die Verbindung zwischen Mann und Frau ist deswegen so besonders, weil sie einerseits einander entgegengesetzt sind, andererseits spüren sie, dass sie ein Ziel haben. Das gemeinsame spirituelle Ziel verbindet sie so stark, dass sie zusammen handeln und Nachwuchs gebären. Hieraus wird klar, woher der Begriff „Familie“ kommt und das natürliche Streben, als Paar zusammen zu leben, sich fortzupflanzen und Kinder zu gebären und zu erziehen.

Wir sind alle eine Familie. Nicht nur die Großeltern, Vater und Mutter, Kinder usw., von Generation zu Generation, sondern ganz allgemein sind alle Männer und alle Frauen eine Familie, die Nachkommen von Adam und Eva. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Spiritualität.

Die Folge unserer Verbindung, das Kind, welches wir gebären können, heißt „die Seele“. Wenn wir uns in dieser Verbindung dem Schöpfer nähern, gibt Er uns dafür den Geist des Lebens. In dieser Seele, wie in der korrekten Verbindung zwischen uns, erreichen wir die Verschmelzung mit dem Schöpfer, wie geschrieben steht: “Der Mann und die Frau und die Shechina zwischen ihnen“.

Das Wichtigste ist zu wissen, dass unsere Verbindung miteinander dem Erbauen der Seele dienen soll. Das bedeutet, dass ich ohne die Freunde keine Seele erlangen kann.

Wenn ich mich mit den Freunden mit meinem Verlangen zu empfangen verbinde, ist ihrerseits das Verlangen zu geben beteiligt und umgekehrt, wenn von ihrer Seite das Verlangen zu empfangen auftaucht, kommt dann von meiner Seite das Verlangen zu geben. Wir handeln zwischen uns immer als Sachar (die männliche Eigenschaft) und Nekewa (die weibliche Eigenschaft), die beide in jedem Geschöpf vorhanden sind.

Das Wichtigste ist, die Verbindung zwischen uns, in deren Folge wir die Seele gebären, zu organisieren. Das erwarte ich ständig von meinem Freund und genauso von mir selber. Bei jedem Kontakt: bei einem Gespräch oder irgendeiner Zusammenarbeit bauen wir in jedem Augenblick unsere Seele, also den Platz für die Offenbarung des Schöpfers, damit das Höhere Licht unsere miteinander kommunizierenden, gemeinsamen Verlangen füllt.

 

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Im Netz der gegenseitigen Verbindung

Frage: Wofür genau trägt der Mensch Verantwortung in der Gesellschaft?

Meine Antwort: Es kommt darauf an, in welcher Gesellschaft wir leben. Im Prinzip müssen wir aber verstehen, dass sich die Menschheit  in einem Sozialgefüge befindet, wo wir alle miteinander verbunden sind. Auch wenn wir von egoistischen Gegensätzen zerrissen werden, befinden wir uns trotzdem in einem Netz der gegenseitigen Verbindung.

Wie in der Familie, wo Eltern, Kinder und Großeltern miteinander verbunden sind, und zwar so, dass das Vorhandensein von allen möglichen Widersprüchen bis zur Manifestation von Hass, ihre Verbindung nicht zerreißen kann, sie sind trotzdem voneinander abhängig.

Es könnte sein, dass sich dies in einer Familie nicht wirklich widerspiegelt, aber in der Gesellschaft ist eine solche gegenseitige Abhängigkeit absolut! Deswegen ist es notwendig allen zu zeigen, wie wir miteinander verbunden sind. Und das müssen wir verstehen.

Die soziale Verantwortung besteht darin, dass alle Handlungen von einem Individuum und von jedem Teil der Gesellschaft in erster Linie auf die Konsolidierung und Solidarisierung der Gesellschaft ausgerichtet sein müssen.

Im Endeffekt, nach all den jüngsten Erschütterungen und Krisen, die sich aus der Ferne schon abzeichnen, müssen wir verstehen, dass der Weg der großen Schläge und Leiden, vielleicht sogar der Weltkriege (unter anderem auch Atomkriege) uns zu der Notwendigkeit führen wird, eine richtige Gesellschaft als Ebenbild der Natur zu erschaffen.

Die Natur zwingt uns gewaltsam in einen solchen Kreis, damit wir richtig miteinander verbunden werden. Deswegen ist es besser freiwillig danach zu streben.

Ob die Menschheit dies will oder nicht, sie wird in jedem Fall zu einer solchen Verbindung kommen, weil das eine natürliche Entwicklung der gesamten Natur ist, einschließlich der menschlichen Gesellschaft. Und obwohl unser Egoismus sich quer stellt und dies nicht will, wird die Natur uns trotzdem dazu zwingen, trotz allem: mit dem Stock im Nacken – von hinten, oder mithilfe des Seils – von vorne.

Deswegen ist es vorzuziehen, korrekte Beziehungen zwischen uns zu entwickeln; auf leichte Art und Weise, mit Verständnis und Erkenntnis. Und dann werden wir ernsthafte Probleme vermeiden.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“

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