Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Woher kommt die Angst vor der Kabbala?

Frage: Warum entstehen Ängste, wenn du dich mit der Kabbala beschäftigen willst?

Antwort: Angst entsteht aus Unwissenheit gegenüber dem, was Kabbala ist.

Es gibt nichts Besseres, Praktischeres, Notwendigeres als die Korrektur der eigenen Seele. Es ist das, was vor deiner physischen Geburt in unserer Welt existierte, was nach dem Tod des Körpers bei dir bleiben wird, es ist dein unsterblicher Teil.

Du musst diesen Teil entwickeln, damit du noch in dieser Welt das höhere Licht in deiner Seele und nicht im Körper spürst und dich damit verbindest. Wir müssen dahin kommen. Da gibt es nichts Beunruhigendes.

Frage: Ist es möglich, vor Ängsten bewahrt zu werden, ein „Kopfkissen der Sicherheit“ zu bekommen, indem man eine besondere innere Verbindung mit anderen, die Kabbala studieren, eingeht?

Antwort: Vielleicht führen dich diese Menschen hindurch. Aber im Prinzip studieren sie Kabbala, um ihren Sinn zu verstehen. Auch das ist gut. Es kommt vor, dass Menschen aufgrund von Ängsten und Sorgen zur Kabbala kommen, um sich in dieser Welt, in diesem Leben zu festigen.

 

Aus dem russischen Unterricht, 18.02.2018
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Ich will die Wahrheit, keine Spiele

Frage von Facebook: Sie sprechen ständig von einem Spiel. Das Wort “Spiel“ ist mir zuwider. Ich möchte Wahrheit in einer Beziehung und kein Spiel. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Das Schicksal spielt mit dem Menschen. Der Mensch sollte aber verstehen, dass er mit sich selber spielen muss, damit er die höhere Kraft erweckt, die ihn verändert, ihn korrigiert. 

Das Spiel ist nicht einfach ein Spiel, sondern die Überprüfung des Zustandes in jedem Moment der Gegenwart und der Ausrichtung auf die Zukunft. Da die Zukunft ungewiss und die Gegenwart nicht besonders klar ist, befinden wir uns immer wie in einem Nebel, in einem trüben Zustand: Wie sollen wir handeln?
Das richtige Verhalten eines Menschen gegenüber der Zukunft nennt sich “Spiel“. Wir selbst bestimmen nicht unsere Zukunft, wir bestimmen lediglich unsere Einstellung ihr gegenüber. 
Unsere Einstimmung auf die richtige Einstellung zu einer guten Zukunft wird uns das Gute in der Gegenwart bringen. Und so werden wir voranschreiten.
 
Das ist eine ernsthafte Aufgabe. Da uns unser nächster Zustand nicht klar ist,  ähneln unsere Bewegung zueinander, die Einstellung zur Welt, zum Leben und sogar zum Schöpfer einem Bühnenspiel. Dort spielen wir den bestmöglichen Zukunftszustand, indem wir uns vorstellen, wie er sein könnte. Und wenn wir dahin streben, dementsprechend bekommen wir ihn von oben. 
Im Prinzip basiert das nur darauf, dass die Zukunft ungewiss ist. Sie und ihre Einstellung mir gegenüber, mein Einschalten in sie, kann ich mithilfe von Handlungen, die “Spiel“ heißen, bestimmen.

Frage: Ist Depression auch ein Spiel?

Meine Antwort:  Die Depression ist auch ein Spiel, weil wir  uns das Zukunftsbild als düster, neblig, ungewiss und erschreckend ausmalen. 
Im Prinzip spricht die Kabbala nur davon, wie wir eine echte, wahre, richtige Zukunft erreichen können. Wir sollen sie erschaffen, dann erschaffe ich die Zukunft, ich baue sie mit Lego-Steinen. Und das ist das Spiel.

Ich spiele ständig, ich baue etwas auf. Wenn wir richtig verstehen wie wir spielen und aus “Lego Steinen“ unsere Zukunft aufbauen, wie soll sie aussehen, wie verbinden wir diese Bausteine, was sollen wir uns vorstellen: das Wichtigste liegt in den Beziehungen zwischen uns, in der Welt, die wir wunderschön machen können. Wir können die Welt nicht erschaffen, deswegen sollen wir spielen lernen. 

 

#230292



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Die Kabbala duldet keine Meditationen

Frage: Die Meditation ist auch eine innere Kontemplation. Wie unterscheidet sie sich von der kabbalistischen Meditation?

Antwort: In der Kabbala gibt es keine Meditation. Manchmal wird ein Gebet als Meditation bezeichnet, d.h. eine Bitte, ein Streben von der niedrigeren zur höheren Stufe. Eine solche Bitte zwingt die höhere Stufe, der niedrigeren Stufe zu helfen. Dies wird Gebet genannt. Es gibt keine andere Meditation.

Ich habe viel über Meditation gehört. Man hat sogar versucht, sie mir beizubringen. Aber all dies war schnell vorbei, weil ich nur die klassische Kabbala lerne und nur sie unterrichte.

Etwas, das der Mensch erfunden hat und ihm scheint, dass es existiert, ist kein Beweis für mich. Deshalb verstehe ich nicht, wie man meditieren kann, d.h. seine Phantasie bis zu dem Punkt zu entwickeln, dass sie auf ihn zu wirken beginnt: man wird in einen gewissen Zyklus eingeschlossen, wo man angeregt und angeblich in einen anderen imaginären Raum übergehen wird. Die Kabbala duldet das nicht, weil sie eine Wissenschaft ist.

Aus dem Unterricht in Russisch, 01.04.2018
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Über die Liebe

Frage: Viele suchen den Sinn des Lebens in der Liebe, und ich glaube, dass der Sinn des Lebens die Liebe ist. Und was glauben Sie?

Antwort: Es kommt darauf an, welche Liebe gemeint ist. Unter Liebe versteht man eine Verbindung des Menschen mit irgendeinem Objekt, oder irgendeiner Kraft, oder mit etwas Existierendem, das unvergänglich ist.

Weil die Liebe an sich eine Verschmelzung mit dem anderen einschließt, gibt sie beiden den Zustand der Ewigkeit, des unendlichen Begreifens des ganzen Lebens in dieser Verschmelzung.

Das heißt, es kann diesen Zustand nicht geben, wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens nicht begreift. Die Liebe kann nur dann und nur so sein, dass ich aus mir austrete und mich vollständig in den anderen einkleide und er sich in mich einkleidet und wir uns zusammen, ich in ihm und er in mir,  in ein einheitliches Ganzes verwandeln, wo es unmöglich ist, weder ihn noch mich zu unterscheiden.

Dieses einheitliche Ganze gehört schon zur nächsten Kategorie, zur nächsten Stufe. Und genau diese nächste Stufe heißt „die Liebe“. Und der Sinn des Lebens liegt im Begreifen eines solchen Zustandes.

 

Aus dem TV-Programm „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 20.06.2018  

#230994



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Die zukünftige Welt

Frage: Was bedeutet in der Kabbala die nächste oder die zukünftige Welt?

Antwort: Die zukünftige Welt ist die, die ich begreifen werde, wenn ich Kabbala praktiziere. Sie heißt die nächste Welt, weil sie sich auf der nächsten Wahrnehmungsebene befindet.
Aber das ist eine reale Welt. Ich muss nur ein wenig meine Eigenschaften vom Nehmen zum Geben ändern, und dann werde ich eine umgekehrte Welt sehen.

 

Aus dem Unterricht auf russischer Sprache, 04.03.2018

[#228548]



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Wir sind ewige Wesen

Bemerkung: Sich selbst zu erkennen bedeutet zu fühlen und zu erkennen, dass die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur sowie acht Milliarden Menschen – ich bin. Auf diese Weise malt der Schöpfer mein subjektives Bild der Welt. In der Tat gibt es das alles nicht, einschließlich mir selbst, es gibt nur das Höhere Licht. Irgendwie fürchterlich.

Antwort: Auf keinen Fall! Ich existiere in der Ewigkeit, in Vollkommenheit, im Schöpfer, mit Ihm, Ihm ähnlich. Ich muss mich nur definieren, mich finden. Ich und du, und wir alle sind in diesem System eingeschlossen.
Aber zu sagen, dass all das nicht da ist und ich nicht existiere, ist nicht richtig. Wir sind ewige Wesen, wir müssen nur diesen Zustand finden. Dafür leben wir in der untersten der Welten.

Aus dem Unterricht in russischer Sprache, 11/02/2018

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Wer wird der Menschheit den Weg weisen?

Der Aspekt von Lishma ist ein seelisches Bedürfnis. Man sollte dankbar sein, denn es gibt sehr wenige solcher Menschen, wie gesagt wird: „Ich sah, dass die Gerechten wenige sind… und setzte sie in jeder Generation ein“, was von Geburt an ihr Anspruch war.
Wahrlich, einige Menschen sind vom materiellen Leben angewidert, und wenn sie nicht das Ziel der Verschmelzung erreichen, werden sie ihrem Leben ein Ende setzen. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

Ein zielloses Leben ist das grausamste Gefängnis: du wurdest unfreiwillig hineingesteckt, und du bist verpflichtet, darin zu existieren. Heute spürt die Menschheit unbewusst die globale Depression, indem sie die Wertlosigkeit der Existenz fühlt.
Hier wirken zwei Kräfte. Eine von ihnen weist darauf hin, dass du ein Nichts bist, der ohne Ziel lebt, und die zweite Kraft sollte dir den richtigen Weg zeigen.
Die Mehrheit der Menschheit kennt diesen Weg nicht. Es wird gesagt, dass sie keinen Kopf haben, lediglich einen leidenden Körper. Der Kopf müssen wir sein, Kabbalisten, die zeigen werden, dass es einen solchen Weg gibt. Sie werden zum Wegweiser – zum Moses, der die Menschheit nach vorne führt.
Durch immer größere Leiden erkennen die Massen, dass sie einen solchen Wegweiser brauchen, weil Moshe nur dann erscheint, wenn im Volk diese Notwendigkeit entsteht. Bis dahin findet die Vorbereitung der kabbalistischen Gruppe statt, die den Kopf der Menschheit darstellt.

Frage: Während dieser Vorbereitung muss der Mensch ständig den Druck der Gruppe sowie den Widerstand gegen diesen Druck spüren, andererseits aber muss er mit ihr einverstanden sein, zusammen gehen und darin arbeiten. Wird das ununterbrochen so sein?

Antwort: Ja. Wenn nicht, dann muss man dies so einrichten, damit es passiert. Der Mensch muss seine Augen schließen und sich in die Gruppe hineinwerfen, sich darin spurlos auflösen.

Frage: Wird das im Zeitalter der letzten Generation, wenn die meisten Menschen ihrem Nächsten zuliebe Handlungen des Gebens ausführen werden, dieser kleinen Gruppe, die den Kopf der Menschheit darstellt, hilfreich sein?

Antwort: Natürlich. Die Massen werden sie vorantreiben. Baal HaSulam schreibt, dass es in den Massen riesige gemeinschaftliche Verlangen gibt und in den wenigen gerechten Menschen – nur die Verbindung mit dem Schöpfer.
Die Massen sind groß in der Quantität, die Gerechten sind groß in der Qualität. Deshalb repräsentieren die Massen diesen riesigen egoistischen Teil, der mitgeschleppt werden muss. Diese Arbeit wird den Gerechten auferlegt.

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“, 19.12.2017

[# 227451]



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Die Freunde erwecken und meine Seele erwecken

Nur durch das Erwachen der Freunde erwecke ich meine Seele.

Die Verwirklichung der Korrektur bewegt sich vom Individuum nach außen. Wir haben nichts in uns selbst zu korrigieren.

Ich muss die ganze Zeit in einer Gruppe mit den Freunden sein und ständig daran denken, sie dem Ziel der Schöpfung näher zu bringen. Darin ist meine Korrektur enthalten. Ich beginne mit der Absicht, dass ich ihnen keinen Schaden wünsche. Wenn ich mich einschränke, meinen Egoismus abstoppe, ihn nicht benutze, dann ist das schon ein Einstieg in den Prozess der Korrektur, da ich anderen nichts Böses wünsche.

Ab diesem Punkt betrachte ich jeden Menschen aus einer anderen Perspektive als zuvor. Ich sehe nicht die Gesichter oder die Körper. Wenn ich mich aus Respekt zu ihnen durch eine Einschränkung auf sie zubewege, dabei feststelle, dass ich in ihnen nur das Positive sehe, dann fange ich an die spirituelle Welt wahrzunehmen. Es ist als würde ich über eine Schwelle treten und in die Spiritualität eindringen. Von diesem Moment an betrachte ich die Welt  ohne auf meinen Egoismus  zurückzublicken.  Ich achte nur noch darauf, wie ich die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur zur Anheftung an den Schöpfer bringen kann. Nur dazu wurde ich erschaffen und ich erhielt ein Erwachen. Es ist nicht mein Ziel, mich auf den spirituellen Ebenen zu erheben, sondern die Freunde zum Schöpfer zu bringen.

 

Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts 24.6.18



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Störe nicht den Schöpfer

Frage: Was ist meine Rolle, wenn alle meine Gedanken und Handlungen vom Schöpfer stammen? Wie kann ich es vermeiden den Schöpfer bei seiner Arbeit zu stören?

Antwort: Verbindung. Verbinde dich bei allen Handlungen mit dem Schöpfer. Das ganze Leben eines Menschen, egal wie es sich äußert, baut sich auf die Einstellung zu der unaufhörlichen Offenbarung des Schöpfers auf.

Dabei störst du nicht. Im Gegenteil, du hilfst dem Schöpfer, sich in dir zu offenbaren. Du schenkst ihm Vergnügen.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 11.2.18

(228907)



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Das Ego kann nicht zerstört werden

Frage aus Facebook: Lehrt die Kabbala, das Ego zu zerstören?

Antwort: Nein. Die Kabbala ist die Methode, die lehrt wie man richtig mit dem Egoismus arbeitet und diesen mit ganzer Kraft anwendet. Man nennt das die Wissenschaft der Kabbala, die Wissenschaft des „Empfangens“.

Frage: Das heißt, dass man den Egoismus nicht zerstören kann?

Antwort: Es ist unmöglich und nicht notwendig.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ 10.04.2018

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