Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Welt heilen

Warum sind die Bemühungen der Menschen, die Welt zu heilen, erfolglos? Die vielen Möglichkeiten, mit denen Menschen versuchen, die Natur und die menschlichen Beziehungen zu regeln, sind aufgrund eines gewissen fehlenden Elements bei all diesen Bemühungen nicht erfolgreich.

Dr. Michael Laitman fordert häufig vorgestellte Wege zur Heilung der Welt heraus, indem er dieses fehlende Element aufdeckt.

Die Kabbala sollte die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ beantworten.



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Es ist nicht einfach einen Menschen zu erschaffen

Es kommt uns seltsam vor, dass, wenn der Schöpfer, der doch diese Welt geschaffen hat und über alle Möglichkeiten verfügt, auch unsere Hilfe braucht. Es ist jedoch genau so wie bei einer Mutter, die von ihrem Kind abhängt. So ist Er auch von uns abhängig.

Wären wir auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Niveau, würde Er uns hundertprozentig lenken.

Aber weil Er uns bis zur Stufe des Menschen wachsen lassen will, bis zu seinem Niveau, kann er uns einfach nichts Fertiges geben. Also müssen wir die Vernunft und die Gefühle, in uns, aus eigener Kraft entwickeln.

Demzufolge kommt unser „Erwachsen“ werden durch unsere selbständige Teilnahme zustande. Eben das heißt es, ein Mensch zu sein.

Wäre ich ein Tier, würde ich einfach nur von Ihm empfangen. Aber der Mensch steht qualitativ auf einer neuen Stufe, welche nur infolge von eigenen Klärungen, Analyse und Synthese und das Streben, um dem Schöpfer gleich zu werden, erreicht werden kann.

Auf diese Weise kommt man voran.

Und somit ergibt es sich, dass der Schöpfer auf uns wartet, von uns abhängt.

Wenn ein Kind nicht lernen will, sich auch kein Wissen aneignen will, um von der einen Klasse in die nächst höhere überzugehen, oder keine Hausaufgaben macht und Prüfungen nicht besteht, können die Lehrer auch nichts machen. Und so hängt alles hier nicht vom Schöpfer ab, sondern vom Menschen selbst.

Das ist das Einzige was Er nicht für uns tun kann – anderenfalls werden wir nicht erwachsen. Die Stufe des „sprechenden“ Menschen in uns, soll folglich durch unsere eigene vorläufige Arbeit, der Klärungen des Verständnisses und der Vernunft, wachsen.

Wir sollen den Verstand und das Herz selbst entwickeln und nur nicht darauf warten, bis der Schöpfer uns zum Menschen macht.

Die menschliche Stufe kann man nicht von außen geben, diese muss von unten und von innen, erobert werden.

Das Licht kann unsere Entwicklung nur bis zum Erhalt des Punktes im Herzen beschleunigen. Alle übrigen Wünsche sollen wir selbst verdienen.

Denn wenn der Schöpfer uns eigenständig in einen „Menschen“ einkleiden würde, dann würde es wohl eher ein Affe sein und kein Mensch.

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Frau = Verlangen

Woman = DesireFrage: Zum Thema Frauen als Führungskräfte der Nationen: Was die Frauen als Führer von Nationen betrifft… da es nicht mit dem spirituellen System übereinstimmt und da es „nur eine Wahrheit und nur einen Weg dahin gibt (derselbe Weg, auf dem wir aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen sind),“ bedeutet das, dass eine Frau nicht aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen ist und nicht dahin aufsteigen kann und deshalb keinerlei Gründe hat, Kabbala zu studieren?

Antwort: Ihre Schlussfolgerung ist unklar. Eine Frau hat eine Wurzel im Schöpfungsgedanken, denn sie repräsentiert das geschaffene Verlangen. Ein Mann andererseits repräsentiert die Eigenschaften des Schöpfers und verwirklicht Korrektur basierend auf dem Verlangen der Frau. Beide müssen in der spirituellen Korrektur Partner sein, jeder in seiner eigenen Funktion.

Frage: Ich empfinde hier ein Paradox. Männer und Frauen funktionieren auf verschiedenen Frequenzen und verstehen einander nicht sehr gut. Ferner braucht der Mann, um das Ziel zu erreichen, das Verlangen der Frau. Wenn die Höhere Kraft das Einzige ist, das Menschen zu „gegenseitigem Verständnis“ bringen kann, wie sollte der männliche Teil fragen, um das weibliche Verlangen wahrzunehmen?

Antwort: Verlangen werden „durch die Luft“ transportiert, sie „lungern“ sozusagen „in der Luft herum“. Menschen müssen nicht miteinander sprechen, um voneinander die Verlangen wahrzunehmen.

Frage: Wenn Gott Adam erschuf, warum musste Er nach der Abtrennung Adams, eine Frau erschaffen?

Antwort: Es ist gerade der weibliche Teil des Mannes, der Natur, der das Verlangen erschafft alles zur Korrektur zu bringen.

Frage: (von einer Frau): Darf eine Frau fragen, sodass ein Mann schließlich das Verlangen nach Korrektur in seinem vollen Umfang empfindet?

Antwort: Das ist das Einzige, das Männer zwingt, um Korrektur zu bitten – für beide, für den Mann und für dich. 

Kabbala Grundkurs



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„Der Frieden“ von Baal HaSulam

baal ha sulamDie Grundessenz des spirituellen Gesetzes besteht in der Liebe zu Anderen. 

Es drückt sich im Geben an Andere aus und durch das Behalten der Absicht dazu.

Die Notwendigkeit zur Vorsicht im Umgang mit den Gesetzen der Natur 

Der Schöpfer, dessen Handlungen ohne Zweifel einem Zweck dienen, stellt den Bestand der Schöpfung sicher. Und daher korrumpiert jemand, der gegen die Naturgesetze verstößt, das Schöpfungsziel, welches über allen Gesetzen steht. Und die Natur wird sich an jenem rächen. Es ist egal, ob der oberste Boss als „Natur“, als ohne Verstand und sinnlos erachtet wird, oder als „weise“, wissend, sensibel und bewusst handelnd. Letztendlich sind wir verpflichtet, die Gesetze der Vorsehung – die Naturgesetze – einzuhalten. Mehr noch, wir müssen uns alle im Klaren darüber sein, dass jemand, der gegen die Gebote der Vorsehung verstößt, bestraft werden wird.

Die Vorsehung verlangt, dass wir das Gebot des „Gebens an Andere“ so einhalten, dass jeder von uns mit maximalem Einsatz für das Wohl der Anderen arbeitet und dieses Wohl garantiert. Solange wir nicht mit maximalem Einsatz daran arbeiten, wird die Natur damit fortfahren, uns zu bestrafen. Und außer den Leiden, mit denen wir heute konfrontiert sind, müssen wir uns des Damoklesschwertes bewusst sein, das bedrohlich über uns hängt.

Wir müssen den richtigen Schluss ziehen: die Natur wird schließlich siegen und uns dazu zwingen, ihre Gesetze mit maximalen Einsatz einzuhalten.

Das Rad der Veränderung

Obwohl wir sehen, dass sich die Körper von Generation zu Generation verändern, so sind davon doch nur die Körper betroffen. Die Seelen – die tatsächliche Essenz des Körpers – verschwinden nicht. Stattdessen wandern sie von einem Körper zum nächsten, und von einer Generation zur nächsten.

So kamen die Seelen der Generation der Sintflut in die Generation von Babel, und so weiter bis in unsere Generation, und so weiter bis zum Ende der Korrektur. Und es gibt keine neuen Seelen, doch in jeder Generation reinkarniert eine bestimmte Anzahl der Seelen und kleidet sich in neue Körper.

Alle Generationen, vom Schöpfungsbeginn an bis zum Ende der Korrektur, sind wie eine Generation, die ihr Leben bereits über Jahrtausende ausgebreitet hat, bis sie sich besinnt und in die richtige Richtung korrigiert. Es ist völlig unwichtig, dass jeder von ihnen seinen Körper bereits tausende Male getauscht hat; die Seele litt niemals unter all diesen Veränderungen.

Das Gesetz der Evolution

Das korrupte Verhalten des Menschen ist der Grund für die guten Zustände. Umgekehrt ist jeder gute Zustand das Ergebnis des schlechten Zustandes, der ihm vorangegangen ist.

Die Werte „Gut und Böse“ werden nicht an Hand des Zustandes selbst beurteilt, sondern an Hand des zukünftigen Zieles. So treibt jeder Zustand den Menschen in Richtung Ziel, welches als „gut“ angesehen wird und welcher uns von dem Ziel, das als „schlecht“ erachtet wird, wegführt.

Jeder üble Zustand dauert so lange an, bis die Öffentlichkeit das Schlechte nicht mehr toleriert. Dann muss sich die Gesellschaft erheben, den Zustand beenden, sich neu organisieren und eine bessere Voraussetzung für die Korrektur der nächsten Generation erschaffen.

So entstehen die Zustände einer nach dem anderen bis sie zu einem solchen korrigierten Status gelangen, wo sie kein Bisschen Schlechtes mehr an sich haben.

Wenn man die Weisheit der Kabbala nutzt, enthüllt man eine Kraft, die einen in Richtung Schöpfungsziel bringt. Sie zieht den Menschen bereitwillig, liebevoll und ohne Leid und Qual an.

Wissenschaftler sagen, dass ein Mensch ohne die Motivation, für sich selbst einen Vorteil zu haben, nicht die kleinste Bewegung machen würde. Wenn zum Beispiel ein Mensch seine Hand vom Sessel auf den Tisch legt, tut er das nur, weil er denkt, dass ihm die Hand am Tisch einen besseren Zustand verschafft. Würde er das nicht glauben, würde er seine Hand für immer auf dem Stuhl liegen lassen.

Es gibt keine Heilung für die Menschheit, außer das folgende Gesetz der Vorsehung auf sich zu nehmen: „Gib deinem Nächsten, um dem Schöpfer zu geben!“

Das, was wir den Anderen geben sollen, sollte nicht weniger sein, als wir für unsere eigenen Bedürfnisse benötigen. Mehr noch: die Bedürfnisse der anderen sollten wir vor die unseren stellen.

Die Liebe des Schöpfers muss in unserer Arbeit für den Anderen immer das vorrangige Ziel sein. Das heißt, dass man bei allem nur ein Ziel haben soll, nämlich die Schöpferliebe zu erreichen.

Solange es unter den Völkern nur Selbstliebe gibt, werden selbst jene, die die Schöpferliebe erreichen wollen, nur teilweise erfolgreich sein. Denn sie können die Nächstenliebe nicht vollständig ausleben.

Artikel:  „Der Frieden“ von Baal HaSulam.



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Was ist die Seele?

LaitmanIch erhielt Fragen über die Seele und ihre Beziehung zum Körper:

Frage: Sie beharren darauf, dass sich die Seele im Herzen befindet. Wie erklären Sie dann, dass der Mensch nach einer Herztransplantation derselbe ist wie vorher?

Meine Antwort: Ich denke, Sie verwechseln mich mit jemand anderem. Ich habe nie so etwas gesagt. Die Seele befindet sich überhaupt nicht im menschlichen Körper. Sie ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, die ein Mensch erwirbt.

Frage: Was ist die Seele für Sie?

Meine Antwort: Die Seele ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens – die Eigenschaft des Schöpfers. Es steht geschrieben, „Die Seele ist ein Teil des Schöpfers“ und der Schöpfer ist das Verlangen zu lieben und zu geben. Das ist alles!

Frage: Wann wird die Seele in den menschlichen Körper wiedergeboren: Während der Empfängnis oder während der Geburt?

Meine Antwort: Die Seele ist auf keine Weise mit irgendeinem körperlichen Prozess verbunden und sie wird in nichts wiedergeboren. Sie kommt zu einem Menschen, wenn er die Eigenschaft des Gebens erreicht.

Kabbala Grundkurs

Verwandtes Material:
Blog-Post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückzukommen?
Blog-Post: Spirituelle und physische Babys


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Die Beziehung eines Kabbalisten zu unserer Welt

Frage: Was macht das tiefe Verständnis aus, dass der Kabbalist von unserer Welt hat? Er beschäftigt sich vorwiegend mit der höheren Welt.

Antwort: Es ist eine Tatsache, dass beide Welten ständig miteinander verbunden sind. Alles, was in unserer Welt passiert, kommt  von der Höheren Welt.  Ein Kabbalist  versteht die Ursprünge dessen, was in unserer Welt  geschieht.

In der Regel interessiert er sich nicht dafür. Früher oder später werden alle notwendigen
Veränderungen in unserer Welt eintreten. Wenn man daran etwas ändern will, dann nur durch die Erziehung des Menschen.

Daher schenkt der Kabbalist unserer Welt nicht viel Aufmerksamkeit. Er möchte sie ändern, aber dafür muss er die Wissenschaft der Kabbala verbreiten und die Menschen schulen. Dadurch kann er die Welt verändern. Wir versuchen es zu tun.

Aus dem russischen Unterricht, 03.06.2018

(233757)



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Wofür sollte ein Mensch respektiert werden?

Frage: Welche grundlegenden Gefühle und Werte des einzelnen Menschen verdienen Respekt und warum fehlen sie bei so vielen Menschen?

Antwort: Respekt verdienen die Menschen, welche sich ausschließlich um das Wohl der Menschheit bemühen und sich darin anstrengen. Menschen, die sich nicht nur um das eigene Glück, des eigenen Volkes oder der zugehörigen Familie kümmern, sondern nur um das Wohl der Menschheit. Wenn wir das beachten, werden wir sehen, in welchem Ausmaß ein Mensch der ganzen Welt angehört, sich für sie opfert und so seine egoistische Natur überwinden kann.

Ich denke, dass alle Menschen sich selbst sowie ihr egoistisches Verlangen besiegen müssen. Jeder sollte Dankbarkeit und Respekt von der Gesellschaft erhalten, wenn er sich den Menschen auf diese Weise hingibt. Alle – sowohl die Kinder zu Hause, die Frau, Verwandte, Eltern, die Umgebung, die Freunde und die ganze Welt – sollten diesem Mensch dankbar sein und ihn im Maße seines Beitrags für die Gesellschaft schätzen.

Der Mensch ist so geschaffen, dass er die Anerkennung der Gesellschaft braucht. Er drückt dadurch sich selbst, sein „Ich“ aus. Wenn wir die Gesellschaft dazu bewegen, einen Mensch zu schützen und auf seinen Beitrag, den er für die Menschheit leistet, zu reagieren, wird dies alle verpflichten, zu einem aktiven Teil der Menschheit zu werden. Wir werden von jedem nur Gutes in Bezug auf die menschliche Gesellschaft beobachten und sehen, welche Mitwirkung jeder leistet.

Aus diesem Grund müssen wir solche Gesetze in unserer Gesellschaft etablieren. Jeder sollte lediglich durch seinen Beitrag, den er für die Menschheit leistet, beurteilt werden.

Wenn wir ausschließlich nach diesen Kriterien einen Menschen einschätzen, wenn jeder weiß, dass er nur danach beurteilt und behandelt wird, dann hat er keinen anderen Ausweg. Er wird zu einer gesunden Zelle im gemeinsamen Körper werden, zu einem Mensch, der für die Menschheit absolut unentbehrlich ist .

Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 09/09/2006

[234180]



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Ist das menschliche Leben wichtiger?

Frage: Haben wir das Recht, das menschliche Leben für wichtiger als andere Lebensformen zu halten?

Antwort: Zunächst müssen wir erkennen, dass das ganze Natursystem pyramidal aufgebaut ist. Es basiert auf einer unbelebten Ebene: dem gesamten Universum, der gesamten unbelebten Materie, den Sternen und Planeten, die darin existieren. Dies ist der untere Teil der Pyramide.

Dann kommt auf der Erde der höhere, pflanzliche Teil. Der belebte (tierische) Teil liegt noch höher und die menschliche Stufe krönt die Pyramide. Unter Mensch versteht man nicht den tierischen Teil, nicht den Körper, sondern die sprechende, menschliche Stufe in uns.

Daher ist das menschliche Leben natürlich wichtiger als alle anderen Formen und Stufen der Natur- nicht weil es unser egoistischer Wunsch ist, sondern weil wir alle anderen Formen der Natur in uns einschließen. Wenn wir die Natur richtig behandeln, korrigieren wir uns selbst und die Natur insgesamt, deshalb ist das menschliche Leben und seine Rolle in der Natur am wichtigsten.

Alle globalen Naturkatastrophen und -probleme, wie Tsunamis, Dürren, Umweltkatastrophen, sind letztlich nichts anderes als ein Phänomen, welches vom Mensch auf die Natur projiziert wird.

Wir werden feststellen, dass wir durch unsere eigene egoistische Haltung gegenüber uns selbst und der Natur alle Katastrophen und alles Unglück sowohl in der menschlichen Gesellschaft als auch auf anderen Stufen der Natur verursachen: belebt, pflanzlich und sogar unbelebt. Wenn wir uns selbst verändern, wird das die Natur als Ganzes verändern.

Wir müssen verstehen, dass die Umweltkatastrophen die heute in der Welt ausbrechen und die Neuen, die uns noch bevorstehen, nur von der Einstellung des Menschen zur Welt abhängen. Sie kommen nicht, weil die Natur plötzlich aus dem Gleichgewicht ist. Wir verursachen durch unsere Gedanken ein Ungleichgewicht in der Natur.

Der runde Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 09/09/06

[234454] 



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Die Kabbala und der Glaube

Folglich müssen wir fest daran glauben, dass wir das Ziel erreichen und nicht auf halbem Weg der Verzweiflung nachgeben und vom Weg abkommen.

Wir müssen überzeugt sein, dass der Schöpfer auch einem niedrigen und unwürdigen Menschen wie mir helfen wird.  Dies bedeutet, dass der Schöpfer mich näher an Sich heranbringt und es mir gelingen wird, Anheftung an Ihn zu erlangen. (Rabash, „Liebe zu Freunden- 2“)

Es ist nicht einfach das Ziel zu erreichen. Es ist eine Tatsache, dass wir die Gruppe und die Umgebung als Hilfsmittel bekommen haben. Wir müssen eine Umgebung schaffen, die uns in den Momenten eines Abstieges unterstützt. Wenn wir das schaffen, wird der Abstieg weich und verständlich sein, es wird einen Lichtblick geben.

Frage: Gibt es einen Begriff für Glauben in der Kabbala?

Antwort: Glaube ist die Eigenschaft des Gebens.

Frage: Warum wird gesagt: „ Glaube an die Weisen?“ Was ist das?

Antwort: Der Glaube an die Weisen ist ein Zustand, indem ich bereits begriffen habe, wie sehr sie den Vorgang verstehen, deshalb bin ich bereit, ihnen wie ein kleines Kind zu folgen. Obwohl ich nicht verstehe worüber sie sprechen, sie aber sagen, dass es notwendig ist es zu tun – so tue ich es auch.

Mein Glaube an sie basiert darauf, dass ich ihre Größe begreife. Ich unterwerfe  mich dem Höheren als der Niedere. Der Glaube ist eine Empfindung der Größe des höheren Parzuf, des höheren Zustandes, der höheren Seele. Dieses Gefühl kommt, wenn ich es verdiene. Dafür muss ich mich anstrengen.

Frage: Das entspricht nicht dem, dass jemand etwas gesagt hat und ich es glaube?

Antwort: Nein. Dieses Herangehen wird mich nicht retten. Der Mensch fängt entweder in einem Zustand der Verzweiflung, wenn er keinen anderen Ausweg hat, zu glauben an, oder wenn er sich durch alle Untersuchungen davon überzeugt hat, dass dies so ist.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Religion und Kabbala?

Antwort: Religion sagt: „Du musst deine Augen schließen und daran glauben, was dir gesagt wird.“ Und die Kabbala stellt fest: „Der Mensch hat nicht mehr, als seine Augen sehen.“

(234670)

Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“, 22.3.18

 



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Verbreitung ist eine Partnerschaft mit dem Schöpfer

Ich wiederhole immer, dass wir die Kabbala verbreiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Jedoch spüre ich, dass „Verbreitung“ kein gutes Wort ist, da ich mich wie ein Verkäufer anhöre oder wie ein Versicherungsagent, der jedem seine Versicherung aufdrückt. Wenn wir über die Verbreitung der Kabbala sprechen, könnte es sich anhören, als ob wir versuchen, anderen etwas aufzunötigen.

Heute wird das Wort „Verbreitung“ mit Kommerz und Verteilung von Waren in Verbindung gebracht. Daher denken jene, die den Begriff nicht kennen, dass es mit Kommerz oder Geschäft zu tun hat, dass wir etwas verkaufen und Profit machen. Anders ausgedrückt: Dieses Wort ist sehr schlüpfrig.

Aber tatsächlich besteht unser ganzes Leben aus Verbreitung, denn die wahre Bedeutung dieses Wortes ist, sich dem Schöpfer anzunähern, auszustreuen, auszudehnen, zu enthüllen und zu erlangen. Die gesamte Schöpfung beginnt mit Verbreitung. Das heißt, sie beginnt aus einem winzigen Punkt, wo plötzlich aus dem Nichts etwas, das existiert, geboren wird – Yesh Mi Ain (etwas aus nichts) und dann geht es mit der Verbreitung durch die vier Phasen des Direkten Lichts weiter und es werden alle Welten, herunter bis zu unserer Welt erschaffen.

Die letzte spirituelle Stufe bricht als eine einzelne winzige spirituelle Füllung in unsere Welt. Die gesamte Materie unserer Welt, das ganze Universum, wurde aus diesem einen Funken in einem Prozess, der als Big Bang oder als Urknall bezeichnet wird, geboren und verbreitet sich fortwährend. Auf diese Weise entwickelt es sich, bis sich unser Solarsystem bildet, unser Erdball und alles, was hier existiert.

All das gehört zur Verbreitung des Schöpfers hinaus zu seinen geschaffenen Wesen, um die Schöpfung Ihm anzugleichen. Dies geschieht unter der Einwirkung des Lichts, Seiner Eigenschaft des Gebens. In der Tat stellt jede Geburt oder Entwicklung Verbreitung dar. In anderen Worten ist die wahre innere Eigenschaft der Verbreitung eine Partnerschaft mit dem Schöpfer. Das bedeutet, durch Zusammenarbeit mit dem Schöpfer, bei der Überbringung und Enthüllung Seines Plans an die Welt zu helfen.

Kabbala Lernzentrum –>



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