Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wie erlangt man die Gleichheit?

Replik: Die Gleichheit ist so eine Erscheinung in unserer Welt, für die der Mensch im Laufe der Geschichte immer gekämpft hat.

Meine Antwort: Es gibt keine Gleichheit und es kann sie auch gar nicht geben. Die Gleichheit kann es nur gegenüber dem Schöpfer geben, weil wir gegenüber dem Schöpfer alle gleich sind, wie die Kinder gegenüber der Mutter. Der Schöpfer ist unsere gemeinsame Wurzel.

Untereinander sind wir aber alle unterschiedlich. Wir können gar nicht ermessen, worin die Unterschiede bei uns liegen. Es gibt kein gemeinsames Messinstrument, anhand dessen wir uns vergleichen könnten. Nur wenn wir uns dem Schöpfer annähern und uns mit Ihm verbinden, sind wir vor Ihm gleich.

Frage: Könnte man sagen, dass wir in unserem Streben zu Ihm gleich sind?

Meine Antwort: Selbst darin sind wir nicht völlig gleich. Wir gleichen uns aber allmählich an. Nur beim Erreichen des Schöpfers und sobald wir Seine „Sklaven“ werden, erlangen wir die Gleichheit, weil in der Sklaverei alle gleich sind.

Wenn du dich dem höheren System unterwirfst, indem du dich auf die richtige Weise darin einschließt, heißt dieser Zustand im Prinzip „die Sklaverei“. Du unterwirfst dich aber mit größtem Enthusiasmus, mit Berauschung.

 

Aus dem Unterricht in Russisch

[#216253]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Welt Kabbala Kongress in Vilnius

Die drei Tage des Welt Kabbala Kongresses in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, bewirkte eine Veränderung in den Herzen hunderter Europäer, die gekommen waren, um zu erfahren, worum es in der Weisheit der Kabbala geht.

Der Slogan des Kongresses „Vom Chaos zur Harmonie“ sagt alles: angesichts des wachsenden Egos, das uns trennt und eine chaotische Welt erschafft, braucht es eine Methode, die uns verbindet und uns über unser Ego erhebt, um ein Netzwerk von positiven Verbindungen aufzubauen und um die Harmonie zu entdecken, die bereits zwischen uns existiert.

 

Sehen Sie sich einige Highlights des Kongresses an:

 

'From Chaos to Harmony' World Kabbalah Congress

The three days of the World Kabbalah Conference in Vilnius, the capital of Lithuania, brought about a change in the hearts of hundreds of Europeans who came to experience what the wisdom of Kabbalah is about. The slogan of the conference "From Chaos to Harmony" said it all: in the face of the growing ego that separates us and creates a chaotic world, a method is needed to connect us and raise us above our ego, to build a network of positive connections and to discover the harmony that already exists between us. Watch some highlights from the conference:

Posted by Michael Laitman on Mittwoch, 8. November 2017



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Das Schicksal ändern

Frage: Sie sagen, dass man mithilfe des Studiums der Kabbala sein Schicksal ändern kann. Ist das notwendig?

Meine Antwort: Das ist unbedingt notwendig! Wir befinden uns jetzt auf dem Niveau unserer unabdingbaren Existenz. Sie ist aber nicht einmal tierisch, sondern noch viel niedriger, weil die Tiere keine Fragen über den  Sinn des Lebens  stellen.

Nachdem wir uns solche Fragen stellen, bekommen wir die Möglichkeit, uns mit ihrer Hilfe bis zum Niveau der vollkommenen Freiheit zu erheben: Der Freiheit vom Tod, vom materiellen Leben, von den engen Rahmenbedingungen unseres heutigen Daseins. Das ist die Freiheit von dem „Aufpasser-Auge“,  von den Begrenzungen, von den unterschiedlichen Verteilungen und so weiter. Du wirst zu dem Allerhöchsten.

Und so jeder von uns. Indem man die Möglichkeit zu geben erlangt, wird man zu dem Höchsten von allen. Man kann sagen: “Das ist eine Illusion. Wie können alle die Höchsten sein?“. In Wirklichkeit ist es so, weil wir uns in einem anderen, in einem spirituellen Raum wiederfinden werden.

Frage: Ändern wir dadurch unser Schicksal?

Meine Antwort: Natürlich. Unser Schicksal befindet sich in unseren Händen. Wir können aber nicht nur unser irdisches Leben verändern, sondern auch unser Schicksal, von welchem wir noch keine Ahnung haben, den Stadien, die uns noch bevorstehen, um sie zu durchlaufen.

 

Aus dem Unterricht in Russisch

[#215800]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Warum bestraft uns die Natur? Teil 1

Frage: Die Erde ist unser gemeinsames Zuhause, aber in letzter Zeit regiert hier das Chaos. Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordzahl an Naturkatastrophen: heftige Brände, Überflutungen und Hurricans, die sowohl ganze Länder als auch Einzelne trafen und gewaltige Schäden anrichteten.

Das ruhige Leben geht seinem Ende entgegen. Es ist bekannt, dass es auf der Erde verschiedene geologische Perioden mit teilweise sehr instabilen Verhältnissen gab. Sind diese ökologischen Katastrophen als Ergebnis für eine natürliche Erdentwicklung unumgänglich oder sind das Ausnahmesituationen, die vermieden werden könnten?

Antwort: All diese Katastrophen hätten vermieden werden können, da die Natur nur deshalb instabil wird, weil die Menschen keine Balance finden. Die Natur hat uns immer mit Hilfe von schwierigen Bedingungen in Richtung Entwicklung angetrieben, wie z.B. mit Hitze, Kälte, Erdbeben und Epidemien. Letztendlich bewegt sich der Mensch nur dann, wenn es ihm schlecht geht.

Wir sind Egoisten und machen nicht die kleinste Bewegung, wenn wir nicht einen Nutzen für uns daraus ziehen können. Daher ist die Natur gezwungen, uns Leiden zu schicken und darin zu bestärken, uns zu entwickeln.

Dann beginnen wir, die Wissenschaft und Wirtschaft zu entwickeln, uns und unsere Umgebung zu studieren, um einen Weg zu finden, ein sicheres und komfortableres Leben zu führen. Diese Entwicklung ist nur notwendig wegen der Probleme, die wir erfahren. So wie wir auch unsere Kinder erfolgreich machen wollen, indem wir das von ihnen verlangen und sie zwingen, gut zu lernen.

Genauso hat uns die Natur seit tausenden Jahren menschlicher Geschichte geschult. Von dem Moment an, als wir von den Bäumen kletterten und unsere Höhlen verließen, haben wir uns kontinuierlich entwickelt mit dem Ergebnis der „menschlichen“ Probleme, die eine Stufe höher sind als die der Tiere.

Das heißt, dass die Natur uns nicht wie die Tiere schlägt, indem sie uns zwingt, Futter zu suchen, zu graben und auf die Jungen aufzupassen, aber sie belädt uns mit allen möglichen Problemen, die dazu da sind, unseren Geist und unsere Wahrnehmungen zu entwickeln.

Und so leben wir nicht nur durch tierische Instinkte, sondern haben uns zu einer menschlichen Gesellschaft entwickelt. Wir müssen unser Leben einrichten, da unsere Kinder während ihres Wachstums für zehn oder zwanzig Jahre Betreuung brauchen.

Die Natur treibt uns an, nicht nur primitiven Verlangen wir Nahrung, Sex und Fortpflanzung nachzugehen, sondern auch die Wissenschaft, ökonomische Systeme und Erziehung zu fördern, neue Kontinente zu entdecken und die Natur zwecks Lebensverbesserung zu erforschen.

Die Natur treibt die Menschen an, klug zu werden. Die menschliche Entwicklung steht somit im Kontrast zur unbelebten Natur, den Pflanzen und der Tierwelt.

Außerdem wurden die Sinne entwickelt und somit auch die Bereiche der Kultur, der Erziehung und der Kunst: Malerei, Musik und Literatur, die alle Ausdruck des gegenwärtigen menschlichen Zustands sind.

Wir leben nicht wie Tiere, die sich für kurze Zeit treffen, um Nachwuchs zu zeugen und sich dann trennen. Die Menschen bauen Familien und Länder auf und benutzen Sprache, um zu kommunizieren und Wissen von einer Generation zur nächsten weiterzugeben. Dies ist ein ganzes System, das sich qualitativ von der belebten Entwicklungsstufe unterscheidet.

Diese intellektuelle Entwicklung ist jedoch nicht genug, weil die Natur noch mehr von uns verlangt. Sie möchte, dass wir in ein allgemeines System eingebunden werden, das sich gegenseitig ergänzt. Aber wir sind dazu nicht in der Lage, weil wir aufgrund unserer Natur egoistische Tiere bleiben.

In jeder Person bleibt derselbe animalische Egoist verborgen, und das Wissen, das er in tausenden Jahren der Evolution erworben hat, hat ihm nur geholfen, seine Umgebung schlauer zu nutzen und damit größeren, persönlichen Profit zu erzielen. Wir schaffen soziale Systeme, die uns davon abhalten, einander zu essen; Wir versuchen jedoch immer noch, voneinander zu profitieren. Das heißt, wir implementieren Grenzen, die sagen: Was meins ist, ist meins, und was deins ist, ist deins.

Das funktioniert aber auch nicht sehr gut, weil der Egoismus ständig wächst und in uns brennt. Jeder biegt sich die ganze Welt so, wie es ihm angenehm ist. So können wir uns nicht zu einem gemeinsamen, harmonischen System vereinen. Das ist das ganze Problem: statt sich zu entwickeln und klüger zu werden, beginnt der Mensch den Abstieg und wendet sich der Quelle allen Übels zu und wird zur schädlichsten Kreatur auf der Welt.

Menschen zerstören die unbelebten, belebten und tierischen Formen der Natur und vergiften den Boden und die Atmosphäre. Es gibt tausende Tonnen kosmische Trümmer, die sich um die Erde drehen, die Überreste von Satelliten. Unser Egoismus hindert uns daran, kluge oder rationale Dinge zu tun, und wir können daher nicht richtig in das System der Natur eingebunden werden.

Das allgemeine, ganzheitliche System drängt sich uns entsprechend unserer Entwicklung auf. Von Jahr zu Jahr sollten wir uns weiterentwickeln und in einer wohltuenden Weise miteinander in Verbindung treten, um die menschliche Gesellschaft und alle anderen Ebenen der Natur positiv zu beeinflussen. Stattdessen haben wir jedoch unsere völlige Gegensätzlichkeit zur Natur offenbart und sind zunehmend korrumpiert worden. Dementsprechend hat sich unser Einfluss auf die Natur verschlechtert und es ist daher nicht verwunderlich, dass die Natur uns viel mehr Schläge als zuvor bringt.

 

Aus KabTV „Ein Neues Leben“ 10/10/2017

[215714]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Liebe ist nichts weiter als Harmonie, eine gegenseitige Balance von Plus und Minus

Wenn wir über die Liebe zwischen Freunden in einer Gruppe sprechen, dann erscheint es uns als etwas Künstliches, Unnötiges, Unangenehmes und Unerreichbares.

In Wirklichkeit ist es nur die Umsetzung des Grundgesetzes der Natur. Das Wort „Liebe“ wurde in unserer Zeit ein wenig verdorben.

Man erreicht eine Vervollständigung in der Gruppe, zwischen den gegensätzlichen Eigenschaften, die von einer einzigen in der Natur existierenden Wurzel kommt, indem niemand etwas zerstören, sondern nur ergänzen möchte. Dies nennt man Harmonie, Liebe, gegenseitige Verbindung und dort kann kein anderer Zustand existieren.

Daher kann ein einzelner Mensch nichts tun. Alleine kann kein Mensch die höhere Welt und das Betriebssystem der Welt erreichen, da ihm der entsprechende innere Zustand fehlt. Er nimmt nicht an diesem System teil. Er muss ein solches Suchgerät in sich selbst schaffen – das Organ der Wahrnehmung der höheren Welt. Dafür ist es notwendig sich im Zehner zu verbinden.

Unsere Verbindung basiert auf der Tatsache, dass du ein Minus hast, ich habe ein Plus, ein anderer Mensch hat ein Plus, noch ein anderer hat ein Minus und so weiter. In einer kreuz und quer verlaufenden Verbindung unter uns bilden wir ein Netzwerk, welches Kli genannt wird, das heißt ein Gefäß, um den Schöpfer zu enthüllen. Was bedeutet –  der Schöpfer? Es ist der Durchschnitt, das Gemeinsame, welches wir durch die Kombination von Gegensätzen erreichen.

Aus diesem Grund müssen wir die richtige Verbindung zwischen uns erreichen: nichts zerstören, nichts unterdrücken, sondern lernen, jede Eigenschaft eines Mitglieds der Gruppe zu nutzen – vom Schlimmsten zum Besten. Alle haben das gleiche Recht zu existieren.

 

Aus dem Vilnius Kongress „ Vom Chaos zur Harmonie“  3/11/17, Lektion 1

[216519]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die positive Kraft der Natur anziehen

Frage: Kann es sein, dass jene, die in dem System der letzten Generation nicht geschult werden können, umkehren werden und die Gesellschaft wieder in eine egoistische umwandeln?

Antwort: Diese Tendenzen wird es immer geben. Die negative Kraft entsteht dort, wo wir die Leere nicht mit einer positiven Kraft füllen können. Deswegen sollten wir nicht gegen die negative Kraft ankämpfen, sondern die Positive anziehen und stärken.

Frage: Wie wird die negative Kraft korrigiert werden?

Antwort: Genau dadurch, dass die positive Kraft an ihre Stelle treten und alles korrigieren wird. Wir hingegen dürfen uns nicht einmischen! Unsere Aufgabe ist es, die positive Kraft zu erwecken. Auf welche Art sie einwirken, korrigieren und die negative Kraft ersetzen wird, ist überhaupt nicht unsere Arbeit.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“ 26.06.2017

[#212130]

 

 



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Was sagt die Kabbala über die Liebe auf Erden?

Frage: Was denkt ein Kabbalist über die Liebe?

Meine Antwort: Der Kabbalist denkt ständig an die Liebe. Die Frage ist, was er genau darüber denkt? Fragt er sich, ob sie existiert oder nicht? Fragt er sich, was mit  Liebe selbst  eigentlich gemeint ist, was ihre Definition ist , wo die Grenzen ihrer Existenz sind, welches  die Stufe ihrer Manifestation ist, und unter welchen Bedingungen sie sich manifestiert und existiert?

Ist eine ewige Liebe erreichbar?

Die Form von Liebe, die vorbei geht, ist keine Liebe. Liebe kann nicht anders sein als ewig.

Einmal gab ich einen Unterricht für ein großes Publikum in Tel Aviv und ich sagte ihnen gleich, dass es keine Liebe gibt. Erst herrschte Stille, aber dann stimmten sie mir langsam zu. Es gibt eine beständige, natürliche Liebe für mein geliebtes, unvergessliches Selbst.

Im Materiellen gibt es nur eine Art von Liebe, die echt ist. Sie wird mit mir geboren und sie stirbt mit mir, mit meinem „Ich“. Das ist der Egoismus, der in mir existiert, der sich ständig entwickelt, und der meine Nase tiefer in mich hineinsteckt, um zu sehen, was ich mir sonst noch wünschen  kann, was ich bekommen kann und was mich näher zu meinem geliebten Selbst bringt. Er fragt immer: Wie kann ich mich noch mehr lieben?

Das ist unsere  egoistische Natur. Darum ist Selbstliebe eine natürliche Qualität von allem was existiert.

Die materielle Natur des  Universums besteht aus einem riesigem Egoismus, welcher in vier Stufen eingeteilt ist: unbelebt, pflanzlich, belebt und menschlich. Diese Formen unterscheiden sich nur durch die Stufe des Egoismus, welcher sich als Selbstliebe manifestiert.

Die Liebe auf der unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufe ist instinktiv und wird von dem Objekt selber nicht anerkannt. Es untersucht nicht wie sehr es sich selbst liebt, sondern befriedigt  seine Liebe. Auf der menschlichen Stufe ist Liebe programmierbar.

Obwohl es eine  Liebe für sich und nur für sich  selber bleibt, durchläuft sie dennoch verschiedene Stufen der Entwicklung, wie zum Beispiel,  auf welche Weise sie ausgedrückt werden und welche Formen sie annehmen kann.

Da der Mensch von  der Gesellschaft  abhängig ist, von denen die ihm ähnlich sind, und von denen die ihm entgegengesetzt sind, ändert sich unter dem Einfluss der Gesellschaft seine  Idee  von Liebe oder wie er sich selbst erfüllt und sättigt. Im Prinzip ist dies jedoch  die gleiche Selbstliebe, allerdings in noch raffinierteren und sich ständig erneuernden Formen. Das ist die Liebe, wie sie in unserer Welt existiert,  einschließlich solchen Manifestationen wie die Liebe der Mutter für ihr Kind, die Liebe eines Menschen für seine Heimat, usw.

Egal von welcher Art Liebe wir sprechen, alle reflektieren schließlich die egoistische Liebe für sich selbst.

Bemerkung: Sie  vertreiben all die romantischen Ideen, die die Leute über die Liebe haben.

Mein Kommentar: Es gibt hier keine Romantik bis auf kleinere Missverständnisse. Das ist allen bekannt, einschließlich Wissenschaftlern, Philosophen, Physiologen und Psychologen. In unseren Zeiten ist  der  Egoismus so stark gewachsen, dass wir uns  besonders  klar und bewusst darüber  sind, dass es keine Liebe gibt.

Sogar die Wissenschaftler sagen, dass die Leute nur noch für zwei bis drei Jahre zusammen bleiben. Die normale Manifestation der Gegenseitigkeit kann zwischen ihnen nicht länger andauern, weil das alles schnell wieder verschwindet. Unser Egoismus wird ständig erneuert und er löscht all unsere vergangenen Bedingungen aus, die die Manifestationen der Gegenseitigkeit unterstützten, auch wenn sie egoistisch waren, oder nur für mein eigenes geliebtes Selbst. Das ändert sich jetzt jedoch auch.

Frage: Also, was kommt als nächstes? Gewohnheit? Letztendlich leben doch viele Leute jahrelang zusammen.

Antwort:  Wenn man  viele Jahre zusammen lebt, ist man ein Dinosaurier. In unseren Zeiten lebt keiner freiwillig  in derselben Familie für eine längere  Zeit, sie tun das wegen der Kinder oder wegen der Güter und allem anderen, was sie zusammen erworben haben.

Es ist eine Tatsache, dass die Lebenserwartung früher nicht über vierzig Jahre hinausging, und dass die Leute starben, bevor ihre sogenannte Liebe zu Ende  ging.

Außerdem,  wenn ein Mann eine Ehefrau sucht, denkt er dabei nicht an Liebe, sondern daran, ob  die Frau eine gute Hausfrau sein könnte. Er vergewissert sich,  dass sie gesund und tüchtig ist, kochen und einen Haushalt führen kann.  Darum kann man hier nicht von Liebe sprechen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 8/6/17

[216670]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Öffnet die Bücher der Weisheit

Und nun, meine Damen und Herren, liegt in diesem Schrank ein Buch, in welchem die ganze Staatskunst beschrieben und erklärt ist, sowie alle Wege der Persönlichkeit und der Gesellschaft, wie sie sich am Ende der Tage offenbaren. Es ist das Buch der Kabbala, wo die korrigierten Welten beschrieben sind. (Baal HaSulam „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft„)

Frage: Warum beschäftige sich Baal HaSulam, der Verfasser von „Talmud Eser Sefirot“ und „Einführung in das Buch Sohar“, mit solchen Problemen? Worin liegt hier der Sinn?

Antwort: Das ist kein irdisches Problem! Es gibt ein von der Natur/vom Schöpfer erschaffenes  Verlangen. Es muss bestimmte Phasen seiner Entwicklung durchlaufen. Heute befinden wir uns an einem kritischen Punkt, der unsere gesamte Entwicklung vom Egoismus zum Altruismus umkehrt. Darüber schreibt auch Baal HaSulam als ein absoluter Praktiker.

Die Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, weil sie sich in den Menschen realisiert, jenen die in unserer Zeit leben, oder jenen die in anderen Generationen lebten. Die Kabbala ist ausschließlich für Menschen bestimmt, die in unserer Welt existieren, nicht aber für gewisse Seelen, die nach dem Tod in irgendwelchen Weiten, auf höheren spirituellen Stufen schweben. Alle höheren spirituellen Ebenen befinden sich im Menschen. Deswegen schreibt Baal HaSulam für die Menschen. Es gibt bei den Kabbalisten keine größere Sehnsucht, als zu den Menschen zu kommen und ihnen die richtige Selbstverwirklichung zu vermitteln, d.h. im Einklang mit den Naturgesetzen.

Frage: Meinen Sie Menschen,  die nach dem Sinn des Lebens streben?

Antwort: Selbstverständlich. Alle anderen werden unseren Aufruf  einfach nicht hören. Ihr Egoismus befindet sich noch auf der tierischen Stufe. Sie kümmern sich ausschließlich um ihr materielles Wohlergehen.  Das ist weder schlecht noch gut. Deswegen wendet man sich nicht an sie. Man muss sie mit dem Lebensnotwendigen versorgen. Sie werden sehr froh darüber sein, ein Grundeinkommen zu erhalten – Computer, Fernseher, Internet, Sofa. Man wird sie zu Hause mit kostenlosen Verpflegungsrationen versorgen, sogar damit, was sie sich selbst bestellen – Pizza, Cola, Computer.

Ja, mehr benötigen sie nicht. Können Sie sich so ein Glück vorstellen?

Frage: Ich glaube, dies ist eine Illusion des Glückes.

Antwort: Sie haben doch im Internet alles, was sie möchten, angefangen mit den Wissenschaften unserer Welt bis Striptease, Fernsehserien und Fußball.  Deswegen lohnt es sich nicht, uns an sie zu wenden. Man muss abwarten, bis ihre Entwicklungsphase abgeschlossen ist. An einen Menschen kann man sich nur damit wenden, was er sich wünscht, denn ein Mensch ist  – ein Verlangen nach Genuss.

Es gibt aber auch Menschen, die sich damit nicht zufrieden geben. In ihnen lebt ein „Virus“, der es verhindert, dass sie durch das Genießen materieller Güter glücklich sind. Sie müssen die Höhere Kraft erfahren, die sie lenkt, das höhere Prinzip, das Programm der Menschheitsentwicklung, sein Ziel, wofür existiere ich, was geschieht in meinem Leben, warum ist das so? Sie interessiert der Kontakt mit der lenkenden Kraft. Genau an solche Menschen kann man sich wenden.

 

Aus der TV Sendung „Die letzte Generation“ 15.05.2017

#207442



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Seine Fehler zugeben

Frage aus Facebook: Wieso begreifen die Menschen ihre Fehler nicht und entschuldigen sich nicht für ihr schlechtes Benehmen gegenüber anderen Menschen? Geschieht das bewusst?

Meine Antwort: Wie kann ich meinen Fehler zugeben, wenn das darauf hinweist, dass ich ein unkluger Mensch bin, ein unentwickelter, unreifer Mensch?

Frage: Gibt es keine Menschen, welche ihre Fehler zugeben?

Meine Antwort: Es gibt solche Menschen. Sie machen das aber auf andere  Art und Weise, und zwar so, dass sie noch mehr Vorteile daraus ziehen: “Seht wie besonders, gut und objektiv ich bin; ich gebe meine Fehler zu“. Daran verdienen sie noch mehr.

Anders können wir, als Egoisten, in Wirklichkeit unsere Fehler nicht zugeben, weil es uns ansonsten erniedrigen würde. Aber wir sind im Stande sie so zuzugeben, dass sie uns dabei erheben. Ich stehe vor der Gruppe: “Wisst ihr, ich bin bereit meine Fehler zuzugeben“, und alle applaudieren mir.

Frage: Kommt eigentlich der Mensch oder die Menschheit letztendlich zu einem solchen Zustand?

Meine Antwort: Nur in dem Fall, dass der Mensch anfängt seine Fehler zuzugeben und dabei begreift, dass er dafür eine „Höhere“ Belohnung bekommt. Einfach so wird er das aber nicht machen können.

Der Egoismus bleibt, denn er kann sich nicht auflösen. Wir ändern einfach die Belohnung; eine Belohnung für eine andere. Das heißt, es ist lohnenswert meine Fehler zuzugeben, es ist lohnenswert das Ego zu unterdrücken, es ist lohnenswert anders mit dem EGO zu arbeiten, damit man zur nächsten Stufe aufsteigt. Dafür muss ich in mir die Erhabenheit des altruistischen Ziels entwickeln, die Erhabenheit der Liebe zu andern. Dann werde ich fähig sein meine Fehler zuzugeben. Das Eine soll größer sein als das Andere.   

Dann werde ich den Egoismus nur noch dazu benutzen, um ihn zu verstoßen, um über ihn hinauf zu steigen, weil ich dadurch einen größeren Verdienst erhalte. Alles ist nur auf diese Weise aufgebaut.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit M. Laitman“

 [#216213]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Chanukka – Die Rast mitten auf dem Weg

Wir treten in eine besondere Periode des Festes Chanukka ein. Dieses Fest hat eine interessante Geschichte, wir sind aber mehr an seinem spirituellen Sinn interessiert. 

Der Mensch, sowie die gemeinsame Seele, war dem Schöpfer absolut gegensätzlich erschaffen worden. Die Eigenschaft des Schöpfers ist das Geben und die Liebe. Die Eigenschaft des Geschöpfes ist das Empfangen und der Hass. Das Programm der Schöpfung ist dazu berufen, den Menschen von der Gegensätzlichkeit zur Gleichförmigkeit mit der höheren Kraft zu führen.

Dieses Programm wird dank dem Licht realisiert, welches zur Quelle zurückführt. Dieses Licht erweckt man mit Hilfe spezieller Verfahrensweisen. Dazu gehört die Arbeit in Gruppen, nach dem Beispiel von Moses bei der Erschaffung des Volkes Israel.

Wenn sich diese Gruppen in einer speziellen Form verbinden, ziehen sie das Licht zu sich heran, welches zur Quelle zurückführt. Das Licht wirkt allmählich auf sie. Dank diesem Licht, welches „Tora“ heißt, erhalten die Geschöpfe die Korrektur.  

Diese Korrektur wird in zwei Etappen realisiert. Auf der ersten Etappe wird das Verlangen für sich zu genießen so korrigiert, dass die „Absicht“ zum Geben hin geändert wird. Das Verlangen selbst wird dabei nicht benutzt. Also, das Ziel der ersten Etappe besteht darin, die Verlangen zu empfangen zu mindern, damit man sich ausschließlich auf das „Erlangen der Absicht“ hin zum Geben konzentriert.

Nach dem Abschluss dieser Korrektur beginnen wir wieder, Verlangen zu empfangen zu offenbaren und arbeiten aktiv mit ihnen. Das heißt, dass wir empfangen um zu geben.

Die erste Etappe des Erreichens der Eigenschaften des Gebens um zu geben (die Stufe Bina) ist der Krieg der Makkabäer. Der Punkt des Überganges vom Geben um zu geben zum Empfangen um zu geben heißt „die Rast“ oder Chanukka (das bedeutet „chanu ko“: hier stehengeblieben).

Wir feiern einen sehr wichtigen Punkt bei dem Chanukkafest, den Abschluss des Erlangens der altruistischen Absicht, das Erlangen der Stufe Bina. Unser Verlangen zu genießen wird noch nicht benutzt. Wir schränken es ständig weiter und vergrößern somit die Absicht für das Geben. So kommen wir zu dieser Rast, zu Chanukka. Wir können ihre Lichter nur sehen, sie aber nicht benutzen.

Genauso können wir die Gefäße sehen, obwohl wir sie nicht benutzen können. Man kann kein Licht ohne Gefäß sehen, das geht nur für das Geben und über dem Verlangen selber.

Nach Chanukka lernen wir wie wir sogar die Verlangen zu empfangen mit der Absicht um zu geben benutzen können, damit „die Finsternis wie das Licht leuchtet“.

Chanukka ist deswegen ein Fest des Lichtes, weil wir nur die gebenden Absichten benutzen, das Licht kann man nicht benutzen, man kann nur darauf schauen. „Schauen“ bedeutet, das Licht über den Empfangsgefäßen zu nutzen. Beim Nutzen des Lichtes innerhalb der Empfangsgefäße sprechen wir von einer vollständigen, vollkommenen Anwendung.

So wird der Platz von diesem besonderen Fest bestimmt. Das Fest schließt diese besondere erste Etappe der Korrektur, welche wir in diesen Tagen feiern, ab.

 

Aus dem Unterricht zur Thema „Chanukka nach der Kabbala“

 [#218017]



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               
Pages: Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 ... 738 739 740 Weiter