Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Was ist die Quelle des Wissens, das der Weisheit der Kabbala zugrunde liegt?

Frage: Welche Art von Tiefe verbirgt sich hinter der Kabbala?

Antwort: Es gibt nichts in der pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur, in all ihren Formen und Möglichkeiten, was nicht durch die Kabbala erklärt werden könnte. Die Erklärung ist wissenschaftlich und präzise und beruht auf einem einzigen Kriterium, nämlich, dass nur zwei Kräfte in der Natur existieren. Es gibt eine positive und eine negative Kraft, zwischen ihnen bilden sich alle Elemente, alle Eigenschaften und alle Gesetze der Schöpfung. Die Verwendung der Kabbala verleiht uns ein universelles und konkretes Wissenssystem, durch das wir alles erreichen können.

Frage: Die Wissenschaft der Physik ist seit ein paar hundert Jahren studiert und untersucht worden, während die Kabbala seit mehr als 5000 Jahren existiert, aber noch nirgendwo gelehrt wurde. Warum ist das so?

Antwort: Die Wissenschaft der Physik ist in der Kabbala mit eingeschlossen. Es ist eine Wissenschaft, die für eine niedere Stufe der Materie, der unbelebten Stufe unserer Welt relevant ist; darin gibt es nichts, dort ist kein Geist, keine Führung, es ist nur das unbelebte Ergebnis einer höheren Kraft.

Frage: Kann es sein, dass die Kabbala die Basis für alle weltlichen Wissenschaften ist?

Antwort: Die Grundlage für alle Wissenschaften ist HaWaYaH; das sind die vier Phasen der Verbreitung des höheren Lichts aus der höheren Stufe, Keter.

 

Aus der russischen Kabbala Lektion 5/3/17

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Das Heilige Volk werden

Tora, Deuteronomium 28:09: Der Herr wird dich zum heiligen Volk für sich erheben, wie er dir geschworen hat, weil du die Gebote des Herrn, deines Gottes, hältst und auf seinen Wegen wandelst.

Die Qualität des Gebens und der Liebe wird Heiligkeit genannt, da die Heiligkeit ein Erfüllungsgehilfe für den Schöpfer ist.

Der Schöpfer ist Kadosh (der Heilige), denn es gibt eine Qualität des Gebens in Ihm. Darum wird ein Mensch, wenn er einen besonderen Einfluss vom Schöpfer erhält, der ihn zum Geben und zur Liebe bringt, heilig genannt und das beeinflusst jeden um ihn herum.

Wenn du danach strebst, wirst du vom Schöpfer eine solche Antwort erhalten. Du wirst heilig werden, das heißt ein Gesegneter werden, der allen gibt und sie liebt.

 

Aus Kab TV „ Geheimnisse des Ewigen Buches“ 5/12/16

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Sieh die Welt durch die zehn Sefirot

Frage: Muss ich das System der Erschaffung der Welten, die zehn Sefirot der Seele, wie das Einmaleins studieren, oder sollte ich akzeptieren, dass es für mich noch etwas ist, was noch nicht existiert und unverständlich ist?

Antwort: Du musst es studieren, später versuchst du danach zu forschen und so wird sich das System in dir bilden. Du wirst die Welt betrachten, als würdest du durch eine Schablone schauen, die Veränderungen in ihr beobachten und so die zehn Sefirot in dieser Welt sehen.

Wenn man wie durch ein Netz auf die Welt schaut, auf ein Individuum, auf sein Verhalten, auf die Wechselbeziehungen zwischen den Menschen, auf die Bewegung des Windes, der Luft, auf verschiedene Einflüsse in den Erscheinungen der pflanzlichen, tierischen oder spirituellen Welt, egal wo du hinschaust, du wirst überall das gleiche Netz von Zusammenhängen zwischen zwei Kräften sehen: positiv und negativ.

Frage: Wie viel Zeit braucht es, um die zehn Sefirot zu erreichen? Hängt es von einer bestimmten Einzelperson ab?

Antwort: Wir haben einen sehr ausführlichen, sechsbändigen Text, „das Studium der Zehn Sefirot“ (Talmud Eser Sefirot). Er erklärt, wie die zehn Sefirot alle Welten bilden, einschließlich unserer Welt  als die niedrigste der Welten, in der das höhere Licht durch die zehn Sefirot die ganze Schöpfung kontrolliert.

Aus der russischen Kabbala Lektion 5/3/17

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Wenn es keinen Menschen gibt, gibt es keinen Schöpfer

Frage: Was ist der Gedanke der Schöpfung?

Antwort: Der Gedanke der Schöpfung besteht darin, den Menschen zur vollkommenen Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu bringen. Damit ist gemeint, dass der Mensch absolut vollkommen, ewig und in der Lage ist, die gesamte höhere Welt zu erreichen.

Der Schöpfer möchte den Menschen zu sich ziehen, auf sein Niveau bringen.

Frage: Wovon hängt die Existenz des Schöpfers ab?

Antwort: Sie hängt von dem Grad ab, in dem ein Mensch ihn offenbart. Wenn es keinen Menschen gibt, gibt es keinen Schöpfer.

 

Aus der russischen Kabbala-Lektion 12/3/17

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Belohnung und Bestrafung in unserem Leben Teil 1

Frage: Jeder von uns wünscht sich, im Leben eine Belohnung anstatt einer Strafe für seine Taten zu erhalten. Manchmal passiert es jedoch, dass wir unser Bestes tun, aber was auch immer wir versuchen, alles endet unglücklich, obwohl es unklar ist, warum. Gibt es eine Verbindung zwischen unseren Handlungen und den Ergebnissen, die wir in unserem Leben bekommen?

Antwort: Dies ist eine schwierige Frage, weil das ganze System vor uns verborgen ist. Wir erhalten Belohnungen und Strafen für all unsere Handlungen, aber wer weiß eigentlich genau, was eine Belohnung und was eine Strafe für uns ist?

Nur eines kann zweifellos gesagt werden: wir befinden uns in einem exakten System der Natur. Deswegen beeinflusst unser Verlangen, sowie seine Erfüllung, jede Realisation durch Worte oder Handlungen, jede unbewusste oder absichtliche Nuance in unserem Verhalten, jeden Gedanken – alles beeinflusst das System, und das System antwortet uns darauf.

Wir befinden uns in einem Spinnennetz. Das Problem besteht darin, dass wir dieses Netz nicht fühlen, aber zweifellos erhält man für alles eine Belohnung oder eine Bestrafung.

Das ganze System nennt man die “Realität” oder die “Welt”. Diese Welt ist echt und stellt nicht die Welt dar, die gerade vor unseren Augen erscheint. Wir sehen nur einen kleinen Ausschnitt, einen winzigen Teil der wahren Wirklichkeit.

Es ist unmöglich anhand des kleinen Teils des gesamten Systems, das wir fähig sind wahrzunehmen und das als “diese Welt” bezeichnet wird, sich das ganze System vorzustellen, um die Bedeutung unserer Handlungen zu verstehen. Deshalb wissen wir nicht, welche Reaktionen unser Handeln verursacht. Ich tue etwas und verstehe nicht, welche Auswirkung auf das System dabei entsteht, und ich habe auch kein Gefühl für die Reaktion des Systems in seiner vollständigen und wahren Form.

Darin liegt das ganze Problem der Verhüllung. Das ganze System ist vor uns verborgen, weshalb die Belohnung und die Bestrafung einen unerklärlichen Bereich darstellen, den wir nicht erforschen können. Je mehr wir das System der Natur mit Hilfe aller Wissenschaften studieren, desto mehr überzeugen wir uns davon, dass wir in tiefe innere Bereiche gelangen, die für uns unverständlich sind.

Die Natur bleibt vor uns verborgen und scheint uns noch vernebelter zu sein. Es gibt kein Ende für diese Vertiefung. Es ist daher unwahrscheinlich, dass wir anhand der Wissenschaft irgendwann die menschliche Natur offenbaren können. Früher hat man gehofft, durch die Psychologie weiter zu kommen, aber man ist schnell zu der Überzeugung gekommen, dass dieser Weg falsch ist, weil man in ein Gebiet eindringt, das für die wissenschaftliche Forschung nicht zugänglich ist.

Die Kabbala besagt, dass man sich von der Erforschung der Außenwelt zurückziehen soll. Die Außenwelt ist nur eine Illusion, die in unserem Inneren geformt wird, und zwar in unseren fünf Sinnesorganen. Diese Erkenntnisse ähneln einer Eisbergspitze, wobei 99% des Systems verborgen bleiben.

Deshalb sollten wir unsere Kräfte in die Offenbarung der inneren Wahrnehmung investieren, um unsere Wahrnehmung so zu erweitern, dass wir folglich das ganze System der Natur empfinden und enthüllen können.

Wenn wir beginnen dieses System zu enthüllen, dann werden wir empfinden, was Belohnung und Bestrafung bedeuten und welche Auswirkungen unsere Handlungen haben, d.h. welche gut und welche schlecht sind.  

Wir werden beginnen, die Realität richtig wahrzunehmen. Möglicherweise nehmen wir heute alles wie kleine Kinder wahr, die Coca Cola und Süßigkeiten als Belohnung empfinden. Wir wissen aber, dass sie für den Körper eher eine Bestrafung darstellen, d.h. eine negative  Auswirkung haben und keine positive.

Deshalb hängt alles davon ab, wer die Richter sind. Wenn wir jedes Mal auf die höhere Stufe hinaufsteigen werden, wie die Mutter bezüglich der Kinder, die sie vor allen Problemen beschützt, dann tun wir nichts Falsches. Denn alles, was für das Kind eine Belohnung ist, ist für die Mutter eine Bestrafung.

So können wir uns immer von der höheren Stufe aus selbst prüfen, um später erforschen und entscheiden zu können, worin die eigentliche Belohnung und Bestrafung bestand. Die Wissenschaft der Kabbala hilft uns das zu erkennen und festzustellen, wobei es mehrerer Anstrengungen bedarf. Folglich erkennen wir das absolute Gegenteil, wie im Beispiel mit den Kindern. Die heutige Wahrnehmung für die Belohnung wird zur Bestrafung und die scheinbare Bestrafung wird zur gerechten Belohnung.

Tatsache ist, dass wir uns in einem trügerischen System befinden, das auf unserem Egoismus, auf dem Verlangen zu genießen basiert. Die ganze Wirklichkeit, das ganze System unterliegt einem anderen Gesetz – dem gegenseitigen Geben. Dies ist ein integrales System, wo sich jedes Element in vollkommener Harmonie mit allen anderen Teilen befindet.

In diesem System macht niemand eine selbstsüchtige Berechnung,  sondern nur zum Wohl des gesamten Systems. Das, was für das gesamte System gut ist, gilt als eine Belohnung für all seine Elemente. Und das, was zum Wohl des einzelnen Teils geschieht, der sich somit dem ganzen System entgegenstellt, gilt als Bestrafung.

Je nach unserem Aufstieg und der richtigen Anheftung ans ganze System werden wir unsere Wahrnehmung für Belohnung und Bestrafung ändern, um die Belohnung mit dem Wohl des gesamten Systems zu assoziieren.

Und das, was für mein Ego gut war, aber dem System schadet, werde ich als Strafe ansehen.

 

Aus KabTV “Ein Neues Leben” 2/2/17

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Die einzige Kraft in der Entwicklung der Natur, Teil 2

Frage: Was ist die höhere, absolute Kraft, welche die gesamte Schöpfung beherrscht? In welcher Weise unterscheidet sie sich von den Grundkräften der Natur, die der Wissenschaft bekannt sind: Schwerkraft, nukleare und elektromagnetische Kräfte?

Antwort: Alle anderen Kräfte, welche die Menschheit entdeckt hat, existieren auf der gleichen Stufe wie der Intellekt, dort wo wir existieren und studieren. Wenn wir uns in einer anderen Form, auf einer anderen Stufe entwickelt hätten, dann würden wir verschiedene Kräfte und eine andere Welt entdecken.

Der Unterschied zwischen all diesen Kräften und der höheren Kraft der Natur, liegt in unserer subjektiven Wahrnehmung. Es hängt alles von dem Individuum ab, von der Stufe, von der aus er überprüft und versteht. Ohne den Einzelnen gibt es nichts und es ist unmöglich zu sagen, dass irgendetwas tatsächlich existiert.

Frage: Aber was ist, wenn wir es nicht subjektiv sondern objektiv betrachten?

Antwort: Das ist unmöglich. Wir sind unfähig für objektive Beobachtungen, da wir mit speziellen Qualitäten durch die höhere Kraft geschaffen wurden. Wenn ich Erscheinungen nicht beobachte, dann existieren sie nicht. In meiner Wahrnehmung erscheint es nur in der Form, die ich wahrnehmen kann.

Frage: Was existiert dann tatsächlich?

Antwort: Es existiert nichts anderes als die einzige höhere Kraft, welche die Grundlage der Natur ist. Wir können diese Kraft nur nach Formen und Qualitäten, die ich erschaffe, als verschiedene Formen und Qualitäten wahrnehmen.

Frage: Nehmen wir so, je nach der Stufe unserer Entwicklung, diese einzige Kraft in Form von einigen Fragmenten wahr? Wird sich diese Wahrnehmung in der Zukunft ändern?

Antwort: Es hängt alles von dem Einzelnen ab, da die Welt in seiner Wahrnehmung existiert, außer ihm gibt es nur eine höhere Kraft, welche Natur genannt wird und die unser gesamtes Leben erschafft. Alle Enthüllungen existieren in uns, als Wirkung dieser einen Kraft.

Alles was ich sehe, spüre, denke, alles in und um mich herum, all meine Emotionen, mein Verstand, all das sind Enthüllungen der höheren Kraft. Ein Mensch erhält die Fähigkeit, sich von dieser Kraft zu trennen und in dieser Trennungserfahrung selbst in einer bestimmten Wirklichkeit zu existieren, die wir diese Welt nennen.

Frage: Was ist die Qualität dieser einzigen Kraft?

Antwort: Die einzige Qualität ist das Geben, eine Quelle, die ständig gibt, gibt, gibt…So erleben wir es. Wir enthüllen nicht die Kraft, sondern ihre Beziehung zu uns, ihr Geben.

Wir merken, dass mit der allerersten Handlung des Gebens diese höhere Kraft die Fähigkeit in uns erschafft, ihren Einfluss zu fühlen und zwischen ihr und uns selbst zu unterscheiden, uns außerhalb davon zu erleben. Diese spezifische Unterscheidung erlaubt es uns, unsere eigene Existenz und Realität zu erleben, die uns umgibt.

Von Kab TV „Ein neues Leben“ 27/6/17

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Die einzige Kraft in der Entwicklung der Natur, Teil 1

Frage: Was ist das für eine Kraft, welche die ganze Welt zwingt sich zu entwickeln: Die gesamte Natur und die Menschheit?

Antwort: Wir existieren in einem Kraftfeld namens Natur, dass in sich eine Vielzahl von verschiedenen Kräften einschließt. Wir teilen diese Kräfte in Stufen ein: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich oder um sie nach dem wissenschaftlichen Prinzip: Physik, Chemie, Biologie usw. zu studieren. Wir definieren das nach der Bewegungsbahn unserer Entwicklung, nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung.

Auf diesen Gebieten gibt es Bereiche, die uns völlig unbekannt und unverständlich sind. Die ganze Natur ist eine einzige Kraft. Je weiter wir in unserem Verständnis der Wirklichkeit vorankommen und je tiefer wir die Natur untersuchen, desto mehr sind wir davon überzeugt, dass es nur eine Kraft gibt. Unsere Wahrnehmung wird zunehmend integriert und global. Wir verstehen schon, dass es keine Trennung zwischen Physik, Chemie, Biologie und Zoologie gibt; vielmehr ist jeder Aspekt eine einzelne Form. Aufgrund der Einschränkung unserer Wahrnehmung, die auf uns wie einzelne Bruchstücke wirkt,  können wir uns nur auf eine einzige Realität einstimmen. Wir sind einfach nicht in der Lage, die ganze Schöpfung in Form eines Bildes zu sehen, als eine Kraft. Allmählich, abhängig von dem Grad unserer Entwicklung, beginnen wir zu verstehen, dass es tatsächlich ein Bild, eine Kraft ist, in der wir existieren. Diese Kraft entwickelt uns und gibt uns die Möglichkeit, dies zu erkennen. Diese Kraft, Natur genannt, will, dass wir das verstehen.

Ein Mensch studiert die Natur mit seinen Fähigkeiten, die ihm von Geburt an gegeben wurden, deshalb ist er natürlich durch Zeit, Entwicklung, Raum und seiner eigenen Wahrnehmung begrenzt. Er ist nicht fähig, sein Gehirn zu leeren und es neu zu programmieren. Die Menschheit ist das Ergebnis eines langwierigen Evolutionsprozesses, der unter den Einflüssen verschiedener Handlungen und Kräften, die sich über Milliarden von Jahren erstreckten, stattfand.

Der Mensch ist das Ergebnis der Entwicklung der Natur. Deshalb stellt sich die Frage: Ist dieser Mensch ein untrennbarer, integraler Bestandteil der Natur, ist er in der Lage, das zu studieren?

Um das zu tun, ist es notwendig sich über die Natur zu erheben.

Erst vor kurzem, auf dem hochmodernen Stand der Wissenschaft,  fingen wir an zu verstehen, dass Zeit und Raum relativ sind, dass es anstelle von Materie Energie geben kann. Energie ist etwas, das verschwindet, was bedeutet, dass auch Materie verschwinden kann.

Es stellt sich heraus, dass all die endlosen Tonnen Materie, die wir im Universum sehen, nicht Materie sondern Energie sind, etwas das vergänglich ist und verschwindet. Im Wesentlichen ist unser Universum leer!

Darüber hinaus können Ursache und Wirkung den Platz tauschen. Was uns als Ursache erschien, wird als Wirkung entdeckt und umgekehrt. Es ist möglich, dass das Ereignis, welches jetzt stattfindet, die Ursache für sich selbst hervorbringt und nicht die Ursache das Ergebnis erzeugt.

Es gibt ein Phänomen, das  in der Quantenphysik beschrieben wird, bei dem Partikel, die durch kosmische Gegensätze voneinander getrennt sind, miteinander verbunden sind. Wenn sich ein Teilchen in einer bestimmten Weise dreht, dann dreht sich das andere Teilchen, das Milliarden von Meilen entfernt ist, auf die gleiche Weise. Es ist nicht so, dass ein Teilchen die Handlung des anderen nachahmt, sondern sie sind miteinander verbunden. Keines von ihnen ist weder Ursache noch Wirkung, alles ist ein einheitliches Ganzes. Es ist in keiner Weise mit unserem Intellekt zu verstehen, da unser Geist so außerordentlich begrenzt ist. Deshalb stellt sich heraus, dass all unsere Untersuchungen über die Natur extrem eingeschränkt sind.

Frage: Müssen wir zugeben, dass es sehr viel mehr gibt, was wir nicht wissen?

Antwort: Wir wissen fast nichts! Unsere Wahrnehmung von Mathematik und Physik ist auch das Ergebnis der Art, wie wir gemacht werden. Wenn wir anders gemacht wären, hätten wir eine andere Art von Mathematik, 1+1 wäre nicht gleich zwei.

Es ist nur eine Annahme, dass 1+1=2 ist. Wenn wir unsere Sinnesorgane austauschen, dann würden wir eine andere Realität sehen. Die ganze Natur, die uns umgibt, scheint ganz anders zu sein.

Die Kraft, welche die Natur entwickelt, kann als absolut akzeptiert werden, sie existiert außerhalb von uns. Diese Kraft schuf die Natur und uns in solch einer Form, dass es uns möglich ist, einen Teil der Natur in begrenztem Umfang zu studieren. Wenn wir tatsächlich die Natur studieren wollen, für die es notwendig ist neue Fähigkeiten zu erwerben, dann müssen wir auf das Niveau dieser Kraft aufsteigen.

 

Von Kab TV „Ein neues Leben“ 27/6/17

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Zwischen den Meeresengen

Wir sind in einer sehr besonderen Zeit angekommen, die sogenannte „Zwischen den Meeresengen“ Periode, vom 17. Tammuz, als die Gesetzestafeln zerschlagen wurden, bis zum 9. Av, als der Tempel zerstört wurde. Im Rückblick können wir sehr vieles aus dieser Zeit lernen. Wir können sehen wie schwierig die Vereinigungsmethode zu akzeptieren und auszuführen ist. Dies bezeugen die Tage „Zwischen den Meeresengen“.

Wir erhielten die Tora, die Methode der Korrektur, symbolisiert durch Moses, der für vierzig Tage auf den Berg stieg und uns die Vereinigungsmethode von der Stufe „Bina“ (Schenken) brachte. Aber das Volk war unfähig dies zu akzeptieren. Obwohl alles von oben vorbereitet und gegeben wurde, sind wir unfähig, es zu empfangen.

In Wahrheit ist dies nicht unsere Schuld. Der Grund ist einfach der, dass unsere Wünsche noch nicht ausreichend das Gute und Böse integriert haben, um uns zu ermöglichen, das Eine durch das Andere zu korrigieren. Die Integration erfolgt mit dem Bruch. Nur eine Explosion kann die Grenzen zwischen zwei Gegensätzen, die sich gegenseitig ablehnen, brechen und diese zur Integration zwingen.

Die Integration muss komplett ungeordnet, chaotisch und unter dem Druck einer explosiven Kraft stattfinden, denn es kann bei der Integration von Gut und Böse keine Ordnung geben. Nur nachdem sie integriert wurden, kann Ordnung geschaffen werden. Innerhalb dieser Integration, mit Hilfe des Oberen Lichtes, kann alles eingeordnet und aussortiert werden. Und dann kann die richtige Verbindung und Konstruktion erreicht werden.

Ein komplexer Prozess erlaubt zwei Gegensätzen, sich in Harmonie und gegenseitiger Ergänzung zu verbinden. Genau dies passiert bei dem Prozess des Erhalts der Tora.

Die Neigung des egoistischen Verlangens, korrigiert zu werden, ist kurz nach der Flucht aus Ägypten sehr schwach. Und aufgrund dessen ist eine schnellere Korrektur unmöglich. Dieses Verlangen versteht, dass es korrigiert werden muss, erkennt jedoch nicht, inwiefern es dem korrigierten Zustand entgegengesetzt ist, weil noch keine gegenseitige Integration besteht.

Solange wir unter der Macht des Pharaos, des Egoismus sind, fühlen wir nicht, dass wir seine Sklaven sind. Unser Exodus geschieht durch eine äußere Kraft, die uns von dort herauszieht und uns zeigt, dass sich dies lohnt. Allerdings wird das Verlangen nicht von dieser Kraft korrigiert.

Wir sehen, was uns passiert: Jeden Tag entscheiden wir, endlich aus unserem Egoismus auszubrechen und an die Gruppe zu denken, sodass unsere Sorge nicht für uns selber auf einer persönlichen Ebene bleibt, sondern sich an alle richtet. Doch es gelingt uns nicht.

Wir bemühen uns immer mehr, und trotzdem finden immer wieder kleine Brüche statt. Dies geschieht als Folge mehrerer Zerstörungen und Korrekturen, die bereits in unseren Wurzeln stattfanden.

Die Tora erzählt uns von der Vorbereitung auf die Korrektur. Der Weg von sechstausend Jahren, den die Menschen durchliefen, war nur Vorbereitung. Die Korrektur wird erst am Ende erreicht, am Tag des absoluten Lichts. All diese Vorbereitungszustände wurden ebenfalls als Materie realisiert: Die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels, sowie die Kriege innerhalb der israelischen Nation. Dies sind die Verkörperungen spiritueller Stufen.

Nach der vollständigen Integration, die auf Kosten vieler Kriege erreicht wurde, werden die Scherben des Willens zu genießen und des Willens zu geben vollständig ineinander integriert, und fallen sogar noch tiefer, bis zum tiefsten Grund. Nach vier notwendigen Exilen und drei Erlösungen erreichen wir das Ende des letzten Exils und den Beginn der endgültigen Erlösung.

Wenn man diesen Prozess betrachtet, ist es offensichtlich, dass die Tora nicht auf einmal empfangen werden kann. Und dies wird durch den Tag des 17. von Tammuz, dem Zerbrechen der ersten Tafeln angezeigt. Erst nach dem Bruch und der gegenseitigen Integration von spirituellen und materiellen Wünschen ist es möglich aufzusteigen, um eine andere Form zu erreichen.

Die erste Tora war „unkorrekt“. Das war notwendig, nur damit die Tafeln zerbrochen und korrigiert werden konnten. Die zweite Tora war korrigiert und in der Lage, die Integration der Wünsche zu geben und zu empfangen, zu regeln. Dies ist ein einzigartiger Prozess, der bezeugt, wie entgegengesetzt unsere Qualitäten von denen der oberen Kraft sind.

Wir sollten eine ausgewogene Haltung zu diesen Tagen haben und sie nicht nur als Tage der Trauer und des Bruchs sehen, sondern als etwas Unvermeidliches, was wir durchmachen müssen. Die ganze Welt wird diese Zerstörung in der einen oder anderen Form durchmachen müssen. Wenn wir aber wissen, weshalb und für welchen Zweck wir dies tun, werden wir durch den Weg von Achishena (Beschleunigung) als Menschen alles durchmachen können.

 

Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts 7/11/17

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Die Arbeit der Korrektur der Welt  Teil 1

Frage: Es gibt viele verschiedene Ideen, wie die Welt korrigiert werden sollte. Alles läuft darauf hinaus, dass das Ziel sehr wichtig und erhaben ist. Religiöse Menschen erwarten die Ankunft des Messias und dass alle Menschen religiös werden.

„Die Grünen“ verstehen unter der Korrektur der Welt eine bessere Ökologie. Die Britische Nationalkommission für Umweltschutz veröffentlichte kürzlich einen Bericht, in dem die 50 dringlichsten Maßnahmen aufgelistet sind, um „die Welt zu retten“. Hier sind einige davon: radikale Verbesserung des Stromverbrauchs, Einführung eines weltweiten Gebrauchs von Solarenergie, Steigerung des öffentlichen Bewusstseins für die Reduzierung der Energieverschwendung. All diese Maßnahmen kommen von den Grünen.

Frage: Was bedeutet die Korrektur der Welt vom Standpunkt eines Kabbalisten?

Antwort: Die Kabbala ist eine sehr umfassende Wissenschaft, die an den Fundamenten der Welt rührt und die sich über die ganze Tiefe der Natur ausdehnt. Deshalb müssen wir herausfinden, was in der Welt verdorben ist, bevor wir über ihre Korrektur sprechen.

Jeder hat seine eigene Meinung darüber, was festgesetzt werden muss, weil sein Hauptanliegen dem eignen Leben gilt. Wenn du einen alten Menschen gegenüber einem Jungen, einen Mann gegenüber einer Frau, einen Verheirateten gegenüber einem Single befragst, wird dir jeder eine andere Antwort geben.

Deshalb müssen wir zunächst die Einsicht gewinnen, ob die Welt tatsächlich unvollkommen ist, und in welcher Weise genau. Ist diese Unvollkommenheit vom Menschen abhängig oder nicht? Und wenn sie es ist, folgt daraus, dass es der Mensch ist, der sich ändern muss und nicht die Welt.

Gemäß der Weisheit der Kabbala ist die Welt so schlecht, weil sie von Anfang an korrupt war. Jedem ist die Geschichte von Adam und Eva vertraut, die im Garten Eden lebten; alles war perfekt, bis sie das Verbot brachen und durch das Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis sündigten. Danach begann die Schlange, beziehungsweise unser Egoismus, die Welt zu regieren. Von da an begannen wir, anderen Böses zu wünschen und so ist es offensichtlich bis heute geblieben.

Offenbar wäre die Welt viel besser dran gewesen ohne die Sünde von Adam. Wenn die Menschen freundlicher zueinander wären, dann wäre unsere Welt, unsere Gesellschaft sicherlich besser gewesen.

Wenn man sich die Eigenschaften der gesamten Natur anschaut – unbelebt, pflanzlich und tierisch – dann wird man sogar da sehen, dass man den anderen benutzt und auf seine Kosten lebt. Deshalb läuft es darauf hinaus, dass auch hier ein Bedürfnis nach Korrektur besteht. Es gibt keine Spezies, die für sich selbst existiert. Besonders der Mensch verschafft sich sein eigenes Wohlergehen zum Nachteil anderer.

Daraus folgt, dass wir die allgemeine Natur korrigieren müssen, um die Welt zu korrigieren. Und die Kabbala erklärt, dass dann, wenn die menschliche Natur korrigiert ist, die ganze Welt korrigiert sein würde – alles wird in einem zusammenhängenden System vereint, und sogar Wölfe und Schafe werden friedlich nebeneinander leben, und ein kleines Kind wird sie anführen, wie es bei den Propheten geschrieben steht.

 

Aus KabTV´s  „Ein Neues Leben“ 6/13/17

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Wie erreicht man die Liebe?

Kongresse in Amerika. Lektion Nr. 9 in Brasilien.

Frage: Wie können wir praktisch die Liebe erreichen?

Mein Antwort: Wenn du dich anstrengst und siehst, dass dir nichts gelingt, dann wirst du an den Schöpfer erinnert, und daran, dass Er helfen muss. Wenn du dich an Ihn wendest, dann siehst du, wie Er alles anordnet. Auf diese Weise kommt die Liebe zum Schöpfer zu dir.

Du siehst, mit welcher Liebe und Hingabe, mit welcher Fürsorge Er dir all die Hindernisse, Probleme und Unannehmlichkeiten bereitete. 

Aufgrund der Tatsache, dass „die Liebe alle Sünden bedeckt“, beginnst du Liebe für den Schöpfer zu empfinden. Denn du siehst, dass Er nie irgendwelchen Schaden bei dir  verursacht hat.

Wenn die Liebe sich offenbart und alle Übel bedeckt, dann siehst du, dass das Böse nie existierte. Es kam dir nur so vor, dass dieses Problem existiert, aber jetzt siehst du, dass es nicht so ist. Es sollte dir als existierend erscheinen, damit du die Liebe offenbarst.

Dies geschieht auch in unserer Welt. Manchmal streitest du, streitest dich mit jemandem, sagen wir mit deiner Frau. Du kochst! Und dann versöhnt ihr euch, und du  denkst, dass alles, was passiert ist, Unsinn war, da nichts Bedeutendes dran war. „Wie kann es sein, dass wir wegen dieser Kleinigkeit uns so sehr zerstritten haben, dass ich mich scheiden lassen und weglaufen wollte?!“

So ist das Leben. Aber was hast du damit erreicht?  Dass alles, was geschehen ist, wie unwirklich war, und jetzt genießt du die Nähe noch mehr. Daraus lernst du nicht sehr viel für die Zukunft, und dann wirst du dich wieder streiten.
Das heißt, wenn wir alles, was uns in unserem Leben, in der Familie und an jedem Ort passiert, so wahrnehmen, dass es vom Schöpfer kommt, damit wir lernen, alles mit Liebe zu bedecken, dann werden wir ein vollkommen anderes Leben sehen.

 

Aus der 9. Lektion vom Kongress in Brasilien am 30.04.2017

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