Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Eine gegenseitige Verbindung zwischen zwei Kräften

Frage: Was sind gute Beziehungen und wie beziehen sie sich auf die Spiritualität?

Meine Antwort: Die spirituelle Welt wird enthüllt, wenn jemand sich so ausrichten kann, dass er sich in einer korrekten, gegenseitigen Verbindung zwischen Gut und Böse befindet. Er tötet nicht das Böse und klebt nicht am Guten, sondern er schafft eine Verbindung, bei der die beiden Kräfte einander ergänzen. Es gibt nichts Böses ohne das Gute und nichts Gutes ohne das Böse; es gibt kein Licht ohne Dunkelheit und keine Dunkelheit ohne Licht. Die mittlere Linie muss sie korrekt stabilisieren.

Wenn jemand korrekt handelt, indem er sich zwischen diesen beiden Linien ausrichtet, dann wird sein Egoismus ständig wachsen. Auf diese Weise kann er eine positive Kraft erzeugen. Er stellt sich dem Egoismus entgegen und erbaut sich selbst in der mittleren Linie. Dies fasst die gesamte Methode der Weisheit der Kabbala zusammen, und das ist Erziehung des Selbst.

Sobald eine Person korrekt zwischen den zwei Linien arbeitet, fühlt sie dann die höhere Welt in der mittleren Linie. Das ist der Naturzustand, der aus der exakten Balance zwischen der positiven und der negativen Kraft besteht.

Auf den Stufen von unbelebt, pflanzlich und belebt kooperieren diese Kräfte miteinander auf natürliche Weise, instinktiv, was keinerlei Arbeit erfordert. Aber auf der menschlichen Stufe müssen wir diese gute Kraft in der Natur finden, um die negative Kraft dadurch auszubalancieren und uns so weiter zu entwickeln. Menschen, die die schlimmsten auf der Welt überhaupt sind, können gleichzeitig höher steigen als alle.

Die beiden Kräfte findet man scheinbar außerhalb des Menschen, aber wenn wir dem dann nachgehen, erkennen wir die negative Kraft in uns und wir fühlen, welche positive Kraft wir brauchen, mit der wir die negative Kraft ausbalancieren können. All dies ist nur möglich, wenn wir korrekt miteinander in einer Zehnergruppe arbeiten.

Aus der russischen Kabbalalektion 7/3/16

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Was ist die Furcht vor dem Schöpfer?

Frage: Wenn man einen Gedanken von der höheren Kraft erhält (immer, wenn man im Leben Erfahrungen mit Ereignissen und Prüfungen macht), geschieht dieses nur dank der Anstrengung, sich dem Schöpfer wenigstens ein bischen zu nähern. Die Richtschnur, ob man auf dem richtigen Weg ist, ist immer das Auftauchen eines Gedankens von oben, der vom Schöpfer kommt.

Ist es dieser Glaube, den wir so sehr brauchen, um korrekt in der Spiritualität voranzukommen? Wird die Angst, diesen Gedanken nicht zu empfangen, weil man nicht genügend Anstrengung unternimmt oder irgendetwas uns vom Schöpfer fernhält, Furcht vorm Schöpfer genannt?

Antwort: Die Gottesfurcht ist keine Furcht. Es ist in Wirklichkeit eine Sehnsucht, keine Gelegenheit zu verpassen, Ihm alles zu geben, was man kann. Es gleicht eher der Sehnsucht einer Mutter, die nach allen Mitteln sucht, etwas für ihr Baby zu tun.

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Zwei Sprachen und ihre Höheren Wurzeln

Frage: Was ist so besonders an der hebräischen und der aramäischen Sprache, das in anderen Sprachen nicht existiert? Wie ergänzen sie sich gegenseitig?

Antwort: Nehmen wir an, dass es möglich wäre, die gesamte Weisheit der Kabbala in die englische Sprache zu übersetzen und sie in dieser Sprache zu erlernen, da es die am weitesten verbreitete Sprache ist, die wir heute benutzen. Es wäre sicher viel einfacher und leichter für alle auf der Welt, da dann grundsätzlich Millionen Menschen die Weisheit der Kabbala lernen könnten.

Das wäre jedoch nicht erfolgreich, weil es eine große Verwirrung zwischen den spirituellen Wurzeln und deren Abkömmlingen gäbe. Es gibt keine Sprache auf der Welt, die mit den höheren spirituellen Wurzeln verbunden ist, außer der Hebräischen und der Aramäischen. Alle Sprachen haben sich in ihrer Entwicklung verändert, außer den beiden.

Wenn jemand aus dem modernen Griechenland jemanden aus dem antiken Griechenland träfe, dann würden sie sich nicht verstehen. Selbst das mittelalterliche und das moderne Französisch sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Und so ist es mit allen Sprachen, außer der Englischen, die nicht solche abrupten, revolutionären Veränderungen durchlaufen hat, weil die Briten konservativer sind.

Die hebräische Sprache stammt vollständig von spirituellen Wurzeln ab, daher ist sie unverändert. Wenn wir heute einen Menschen von vor 3000 Jahre träfen und mit ihm sprächen, dann würden wir mit ihm im selben Hebräisch sprechen.

Natürlich würde er Neologismen wie Flugzeug, Hubschrauber, Pistole usw. nicht verstehen. Aber alle Worte aus den spirituellen Wurzeln sind absolut identisch geblieben. Die Sprache und die Grammatik haben sich im Laufe der Zeit nicht verändert.

Wir lesen Bücher, die vor 3000 Jahren geschrieben wurden, z.B. Sefer Yetzira von Abraham, das vor 3500 Jahren geschrieben wurde, die Tora wurde vor 3000 Jahren geschrieben und der Babylonische Talmud vor 2500 Jahren. Nichts hat sich darin verändert. Wir lesen sie und alles ist verständlich.
Aus der russischen Kabbalalektion 7/24/16

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Die Tora spricht über jeden

Frage: Laut Ihren Aussage müssen die Juden die Welt retten, Israel = streben nach Schöpfer, der Schöpfer liebt Israel usw. Sie zeigen Verachtung für andere Völker, indem Sie sagen, dass die Juden etwas Besonderes sind. Haben Sie keine Angst vor Vorwürfen des Extremismus?

Meine Antwort: Die Tatsache, dass die Juden etwas Besonderes sind, wird auf jeder Seite der Tora (Bibel) beschrieben. Die Völker der Welt, wie Christen und danach die Muslime, hatten keine andere Quelle als die Tora, die vom Schöpfer gegeben wurde, umschrieben sie und nannten sie als deren „Erstquelle“.

Das Problem von allen Juden, Christen und Muslimen ist, dass niemand genau weiß, was die Tora tatsächlich sagt. Die Tora spricht zu allen Menschen der Welt und ruft zur Umsetzung des Grundgebotes „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Und zu nichts anderem.

Die Tora nennt die, die das Gebot der Nächstenliebe ausführen „Juden“ (Yehudi, in Hebräisch „Ihud“, „Einheit mit dem Schöpfer“). Und die, die das Gebot nicht ausführen, nenne sie „Goi“, was übersetzt „Volk“ bedeutet. Im Übrigen wird das jüdische Volk in der Tora auch „Goi“ genannt.

Die Tora spricht nur vor der Vereinigung aller Völker, wie die Propheten sagten. So sehen sie die Zukunft der Menschheit. Und die Juden sind verpflichtet, den Weg zu zeigen und was es bedeutet, „Ein Licht für die Völker der Welt zu sein“.

Also ist die Ursache des Problems die falsche Interpretation der Tora. Die Tora spricht über jeden Menschen, unabhängig von seiner Nationalität. So wendete sich Abraham an alle Bewohner von Babylon. Und die Grundlage seiner Religion ist „Liebe deinen Nächten wie dich selbst“. Darüber schreibt Baal HaSulam im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

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Es gibt keine Buchstaben jenseits von Bina in der spirituellen Welt

Frage: Warum gibt es in der spirituellen Welt keine Buchstaben höher als Bina?

Antwort: Weil es keine klare Schreibweise mit schwarzes Egoismus auf dem weißen Licht gibt. Dies bedeutet nicht, dass es da keine Buchstaben gibt, sie sind einfach auf dem weißem Hintergrund des Lichtes nicht sichtbar. Sie verschmelzen mit ihm, da sich ein kleiner Egoismus nicht in Form von schwarzen Buchstaben manifestiert.
Mit anderen Worten, vor Bina gibt es nur die Eigenschaft des Gebens. In der „Lehre der Zehn Sefirot“, im Abschnitt über den Ursprung der Seele von Adam, steht geschrieben, dass die Buchstaben ihren Ursprung im schwarzen Punkt (Eigenschaft des Nehmens) haben, der in der Mitte von Bina beginnt.
Aus dem Russischen Kabbalah Unterricht, 7/17/16

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Die Mysterien und Wunder

Neues Leben 473 – Die Mysterien und Wunder

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Was ist nach der Weisheit der Kabbala ein Wunder? Was ist das Besondere am Chanukka-Wunder? Was können wir tun, damit dieses Wunder auch in unseren Tagen geschieht und alle Schwierigkeiten und Ängste in der Welt beseitigt werden?

Ein Wunder ist etwas, das gegen die Gesetze der Natur stattfindet. Die Tora, genauer gesagt die Weisheit der Kabbala, die als Weisheit der Wahrheit gilt, erklärt, was ein Wunder ist. Es scheint, dass die Welt von der Macht des Egos geleitet wird. Ein Wunder ist es, wenn die Wirkung der entgegengesetzten Kraft, die Kraft der Liebe aufgedeckt wird. In unserer Entwicklung gibt es zwei Linien: Den natürlichen egoistischen Fluss und die darüberstehende, verborgene Kraft der Liebe.

Glücksbringer, Segenswünsche etc. haben nichts mit Wundern oder Übernatürlichem zu tun. Das sind einfache Dinge, die Menschen psychologische Macht geben. Wir müssen die Macht des uns trennenden Egos bekämpfen. Wir sollten uns in Liebe verbinden, um die Griechen zu besiegen. Ein Wunder geschieht erst nach großen Anstrengungen, wenn wir uns über das Ego erheben. Es gelingt uns nicht, wir brauchen dazu Hilfe. Der gleiche Krieg wiederholt sich in jeder Generation. Die Macht des Egos beherrscht uns und wir müssen uns in Liebe verbinden.

In Israel gibt es schreckliche Korruption und Verdorbenheit. Tatsächlich wird uns das Licht durch die größte Dunkelheit offenbart. Wenn die Menschen sich verbinden, wird die ganze Welt ihre Haltung gegenüber uns ändern, sie wird uns in ihren Armen tragen. Wir verhalten uns heute nach dem egoistischen, griechischen Ansatz. Aus diesem Grund hasst uns die Welt.

Jeder Mensch leidet unter dem Mangel an Verbindung. Israel muss ein Beispiel für das Zusammenleben und die Liebe sein. Das ist die Bedeutung des Lichts für die Völker der Welt. Das wird das große Chanukka-Wunder unserer Zeit sein.

Um uns zu helfen, wie wir uns trotz unseres großen Egos verbinden können, wird uns heute die Weisheit der Kabbala offenbart. In der Weisheit der Kabbala gibt es einen besonderen Verdienst: Es zielt auf das Erreichen eines Wunders ab, das heißt auf den Wechsel in der menschlichen Natur.

Von KabTV „Neues Leben“

14/12/14



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Den Menschen bilden

Frage: Tausende Jahre haben Mensch viele Tiere domestiziert. Aber bei einigen besonders grausamen und gefährlichen wurde das nie versucht. Unter ihnen ist ein boshafter Zweibeiner, der sich selbst den unpassenden Namen „Homo Sapiens“ gab. Er vernichtet seine eigene Art in einem Ausmaß, welches bei keinem anderen fleisch- und pflanzenfressenden Bewohnern des Planeten beobachtet wird.

Um einen Menschen zu domestizieren braucht es nur eine Sache: Einander nicht zu töten. Diese Eigenschaft kann sehr einfach erlernt werden durch gute Bildung. Also warum bringt man uns seit dem Tag unserer Geburt durch Filme, Computerspiele, Lieder und Geschichten bei, die eigene Spezies in großem Maßstab zu töten ?

Weil wir auf ein Leben in einer Umwelt mit viel Konkurrenz vorbereitet werden, die sich jederzeit zu einem Krieg ausweiten kann? Diese Kultur nennt man Kapitalismus. Und macht sich jeder, der den Kapitalismus verteidigt, des Mordes mitschuldig?

Meine Antwort: Das Problem ist nicht der Kapitalismus, Sozialismus oder Kommunismus, keiner der „‑ismusse“ und nicht die Gesellschaft im allgemeinen. Die Wurzel des Problems ist eher die menschliche Natur, die sich stets zum Schlechteren wandelt. Seit wir die Höhlen verließen, verstreuten wir uns über die Erde und gründeten Völker, Gruppen und Klans, formten Staaten und Königreiche. Dies geschah unter dem Einfluss unseres „Egoismus“, der größere Gruppierungen, mehr Subordination und größeren Profit verlangte. Das geschieht nicht, weil wir es so wollen, sondern weil sich unsere Natur so entwickelt – aus dem Inneren.  

Die Natur lehrt uns, wie wir zu handeln haben. Philosophie und alles andere entwickeln sich, nachdem wir anders geworden sind und angefangen haben, über uns selbst zu lernen: was mit uns passiert ist. Die Natur gibt uns Konkurrenzdenken, die Notwendigkeit über einander zu triumphieren und andere zu besiegen. Und wir können nichts dagegen tun.

Wir sehen diese Konkurrenz in kleinen Kindern, wie sie miteinander kämpfen und nichts teilen wollen. Und wir sehen es in allen Beziehungen zwischen Erwachsenen in Gesellschaft, Wissenschaft – in allen Belangen. Besonders tritt dies in Schönheitswettbewerben, sportlichen Veranstaltungen oder bei den Olympischen Spielenes zu Tage. Es blüht bei der Arbeit, im Dienst, im internationalen Handel und Business.

Es ist überall – Konkurrenz und Kampf. Kampf zählt zur Normalität in unserem Leben. Die Beziehung einer Person mit der Bank, dem Chef, dem Leben, der Krankenversicherung, dem Bildungssystem, etc. – all das ist ein Kampf. Wir versuchen nicht, den Prozess aus einem positiven Standpunkt zu verstehen, wie wir unser Leben balancieren und es richtig aufbauen können; sondern wir sehen es als ein Resultat unserer Beziehungen und aus Angst, dass jemand vielleicht das größere Stück bekommt.

Es ist ein schreckliches Leben! Wenn wir es nüchtern betrachten, dann sehen wir, dass es ein ständiger Krieg ist, aber wenigstens ein Krieg, an den wir gewöhnt sind, und kein physischer, bei dem Menschenleben genommen werden. Die richtige Einschätzung von Ereignissen wäre, dass alles von der Natur kommt, die wir nicht ändern können. Wir können nur irgendwie miteinander besser zurechtkommen. Die Natur wird weiterhin die Menschheit in ihrer egoistischen Entwicklung vorwärts treiben.

Deswegen wird eine anti-egoistische Erziehung, über die Psychologen sprechen, der Menschheit nicht weiterhelfen. Nur die Lehre der vernünftigen Interaktion tut es. Wir fangen in kleinem Alter an, setzen ein Kind in einen Kreis und entwickeln langsam die Kenntnis,  dass es nicht „ich“ ist, sondern „wir“. Dieses Training ist sehr ernst. Ich habe es bisher nicht in seiner Reinform in der Psychologie gesehen. Die Kabbalah erklärt die Methode und wir haben sie seit langer Zeit angewandt.

Die Grundlage der Methode ist, dass ein Kind richtig mit einer Gruppe interagiert und versteht, dass in diesem Fall die Gruppe das persönliche „selbst“ darstellt. Gleichzeitig wird es untrennbar ein Teil der Gruppe, der Gesellschaft, es liebt es und es betrachtet es als zu Hause. Es beginnt, alle Mitglieder der Gesellschaft als sich selbst zu sehen. Und das ist die Aufgabe: Beziehungen aufbauen zwischen Menschen, bei denen sich alle als eine Person fühlen. Später, wenn eine Person zu einer anderen Gesellschaft kommt, nimmt sie ihre Gewohnheiten mit. Natürlich ist ein solcher Übergang nicht einfach; es ist wichtig vorher zu lernen wie.

Deshalb wird die richtige Interaktion mit anderen gelehrt, das Gefühl für den Mitmenschen oder einen Freund entsteht; die Wahrnehmung für die Menschen mit ihren Gedanken, Absichten und den Grad der Nähe zwischen ihnen entwickelt sich. Man fängt an, andere als sich selbst wahrzunehmen. Mit jeder anderen Person hat man einen momentanen Kontakt, entweder positiv oder negativ, aber wenigstens versteht man ihn. So wird aus Konkurrenz durch gemeinsame Aktivitäten und durch Partnerschaft mit Freunden Kooperation.

Frage: Entwickelt man ein Verlangen dafür, dass andere Erfolg haben?

Antwort: Das ist ein notwendiges Gefühl, das die gleiche Plattform für eine gute Verbindung schafft, in der man beginnt, das als einzige Wahrheit zu betrachten.

Frage: Aber Sie sagten, dieses Prinzip stünde gegen die menschliche Natur. Wie funktioniert das?

Antwort: Es steht gegen die menschliche Natur, aber es steht im Einklang mit der Erziehung, die der Mensch bisher genossen hat. Und gerade mit Handlungen, die gegen seine Natur gehen, erhebt er sich darüber. Er versteht, dass jetzt eine größere Kraft in seinen Händen liegt als die ablehnende egoistische Kraft. Das ist eine altruistische, anziehende, vereinende Kraft. Wenn diese Kraft dank seiner Anstrengungen anfängt zu dominieren, sieht er dass die zwei Kräfte, die altruistische und egoistische, einander erschaffen; sie sind dazu bestimmt, gemeinsam zu funktionieren wie plus und minus im elektrischen Strom, wie die Pole eines Magneten, wie Elektron und Proton in Materie. Die zwei Kräfte können nicht ohne einander existieren und der Mensch lernt, mit ihnen richtig zu arbeiten.

Das ist der Anfang einer höheren Psychologie. Psychologen können die positive Kraft nicht in unsere Welt bringen. Aber genau das ist unsere Hauptaufgabe, da unsere Welt vollständig auf der negativen Kraft aufbaut, wie es geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen“ (Traktat  Kiddushin 30b). Das ist die einzige Kraft, die in unserer Welt wirkt. Und sogar die positive Manifestation, die wir sehen, ist aus Konkurrenz heraus geboren.

Die Weisheit der Kabbalah lehrt, wie wir die versteckte positive Kraft in unsere Welt bringen. Wir können sie aufdecken und in unser tägliches Leben bringen. Dann können wir mit den beiden Kräften arbeiten, der Positiven und der Negativen, und dann wird es möglich sein, an uns selbst zu arbeiten.

Frage: Heißt das, dass man sich von Kabbahlisten leiten lassen muss?

Antwort: Es müssen Kabbalisten vereint mit Psychologen sein. Psychologen müssen verstehen, dass sie alleine nicht die Möglichkeiten haben, die Menschen zu verbessern. Das heißt, die Psychologie ist heute ebenfalls in der Krise.



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Kabbala Blitz Tipps

Frage: Was bedeutet das hebräische Wort „Babylon“?

Meine Antwort: Babylon stamm von dem Wort „Bavel“, was bedeutet-„vermischen“. Die Rede ist von der Vermischung aller Stämme zu einem Stamm, und anschließend deren Aussiedlung aus dem alten Babylon.

Frage: Ist es für die, die Hebräisch können, einfacher, Kabbala zu studieren?

Meine Antwort: Im Prinzip ja. Aber es spielt keine große Rolle, weil das Erlangen der Höheren Welt von den Anstrengungen abhängt. Ein gewöhnlicher Student, der nur ein wenig Hebräisch versteht, kann sich anstrengen und dadurch die Höhere Welt erklimmen. Andererseits kann irgendein Professor für Linguistik an der Universität in Israel die Kabbala studieren und nichts erreichen.

Frage: Ich habe festgestellt, dass  Menschen mit bestimmten Namen wie Michael, Adam, Rebekka, Sarah oder David mehr nach Spiritualität streben. Warum?

Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass Sie Recht haben. Wenn wir eine Statistik der Namen meiner Schüler durchführen, ist es unwahrscheinlich, dass wir viele mit gleichen Namen finden.

Frage: Wie kann man den Sprachencode entschlüsseln? Kann man die Sprache der Tiere und Vögel verstehen?

Meine Antwort: Das weiß ich nicht, mit Tieren spreche ich nicht. Obwohl ich es mein ganzen Leben lang versuche, sie verstehen mich nicht. 

Meinung: Man sagt, Abraham konnte die Sprache der Tiere und Vögel verstehen.

Meine Antwort: Ein Mensch, der die Spiritualität erlangt hat, versteht alles, was auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe geschieht, das heißt den Ausdruck des Egoismus auf diesen Stufen der Natur.

Frage: Welche spirituelle Bedeutung haben die hebräischen Buchstaben?

Meine Antwort: Es hängt davon ab, worauf sie sich beziehen. Der wichtigste Buchstabe ist der erste im Alphabet: der Buchstabe Alef. Die Buchstaben verlaufen von oben nach unten, von Bina und bis Malchut. 

Frage: Können Buchstaben und Wortkombinationen das Schicksal des Menschen vorprogrammieren, enthalten sie Lebenskraft?

Meine Antwort: Nein. Die Lebenskraft trägt nur der Mensch in sich. Glauben Sie nicht an die Buchstaben und schenken sie ihnen keine große Bedeutung. Meditieren Sie nicht, beten Sie sie nicht an und bitten Sie um nichts. Sie enthalten nichts!

Aus dem russ. Unterricht 10.07.2016

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Wer hat den Schöpfer erschaffen?

Frage: Was macht den Schöpfer aus und wer erschuf Ihn?

Antwort: Der Schöpfer entstand wie eine große, warme Mutter aus dem Wunsch zu geben, zu genießen, zu lieben. Niemand erschuf den Schöpfer. Er existiert die ganze Zeit, jenseits von Zeit, Bewegung und Raum. Was von ihm geschaffen wurde, existiert vorübergehend. Jeder von uns kann seinen eigenen Schöpfer haben, bis wir uns vereint haben und erkennen, dass alles eine einzige Kraft ist. Auf diese Weise existiert die Welt.

Wir müssen den Schöpfer entdecken und mit Ihm in direkten Kontakt kommen. Dann werden wir sehen, wer und was Er ist. Die anderen, die einen direkten Kontakt zu Ihm erreicht haben, entdecken, wer und was er ist. In der Verbindung zwischen uns können wir gemeinsam klären, ob es für uns alle derselbe Schöpfer ist oder nicht. Es wird uns klar werden, dass Er Eins ist.

Von KabTV „Nachrichten mit Michael Laitman 30/11/16

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Die Wissenschaft über die richtigen Beziehungen der gesamten Menschheit

Frage: Kann die Weisheit der Kabbalah Menschen dazu erziehen, dass sie sich als Teil der menschlichen Gesellschaft und für die Spiritualität aller Völker verantwortlich fühlen, oder wird dieses Merkmal nur vom Schöpfer an Individuen gegeben?

Antwort: Kabbalah ist für die individuelle und die kollektive Erziehung der Menschen bestimmt. Durch sie dringen wir in das System ein, durch welches unsere Welt geleitet wird. Wir spüren, wie sie mit Hilfe zweier Kräfte, positiv und negativ, gelenkt wird. Das bedeutet, dass wir uns im Verhältnis zu diesen Kräften in den richtigen Zustand bringen müssen. Auf diese Weise regen wir die rasche Entwicklung der Welt und von uns allen an.

Die Kabbalah ist die Wissenschaft über die richtigen Verbindung zwischen den Menschen. Es ist für moderne Menschen, die den enormen und unbegrenzten Egoismus entdecken, welcher dringend ausgeglichen werden muss; sie ist eine pädagogische Methode.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht, 3/7/16

(198791)



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