Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Kabbalisten über die Seele und die Gebote, Teil 4

Die gesamte Tora (zur Korrektur unseres Egoismus) wurde gegeben, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden. Alle Gebote (248 Gebote ) sind zur Verschmelzung mit dem Schöpfer bestimmt. Und alle Verbote (365 Verbote) sprechen das an, was uns vom Schöpfer trennt.
(Das Buch „Awodat Israel“, „Pirkej аwot“, Abschnitt 3)

Es steht geschrieben: (Tora, Schemot, 27:20): „Du sollst befehlen …“. „Befehlen“ (tezawe) stammt vom Wort „Ganzheit“ (zawta). Wenn ihr euch verbindet, dann werdet ihr zum Kopf, und in euch wird das Licht des Verstandes offenbart. (Das Buch „Pninej Paam“)

 

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Die Kabbalisten über die Seele und die Gebote, Teil 2

Ich habe Maschiach gefragt: „Wann wird mein Herr kommen?“ Und er hat mir geantwortet: „Wisse, wenn deine Lehre bekannt wird und sich in der Welt verbreitet, so dass auch sie (die Menschen der Welt) die Verbindungen und die Aufstiege begehen können. Dann werden alle dunklen Kräfte verschwinden, und die Zeit des Wunsches und der Befreiung kommen. (Ein Brief vom Baal Schem Tow, das Buch“ Mekor maim chaim „, Abschnitt .“Noach“)

Die menschliche Seele ist die Kerze des Schöpfers. Mit anderen Worten, ziehen wir mit den Geboten (den Korrekturen) das Licht an die Seele heran. Deshalb heißen die Gebote (Mizwot) und stammen vom Wort „Einheit“ (Zawta). (Das Buch „Sfat emet“, Dwarim, Tize). Gemeint ist, dass unsere ganze Korrektur auf die Einheit zurückgeführt wird.

 

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Die Kabbalisten über die Seele und die Gebote, Teil 1

Keter umgibt oben den Kopf rundherum – und sein Namen „Keter“ stammt von den Wörtern der Kreis (Igul) und die Kreislinie (Siwuw). Keter beinhaltet alle 613 Teile (Wünsche) eines Parzufs (einer Seele): 248 Organe (GE) und 365 Sehnen (ACHaP), deren Korrektur das Gebot heißt. Insgesamt gibt es also 613 Gebote (Korrekturen).

Es gibt auch 7 Gebote „de-Rabanan“ die vom Wort „groß“ stammen und die höchste Stufe bezeichnen. Demzufolge sind 613 Gebote die Organe (Teile) des Parzufs mit allen Details, die für die Korrektur und die Offenbarung der Welten notwendig sind, und 7 Gebote sind die Kränze, die in der Tora verborgen sind.

Insgesamt 620 Wünsche, 620 Buchstaben aus den 10 Aussagen (Hauptgebote), entsprechend 620 Geboten ( welche 10 Gebote kommentieren), die von Israel am Berg Sinaj geerbt wurden. (I.Chawer. Das Buch „Pitchej Schaarim“, Abschnitt „Netiv Gadlut de-S“A, Punkt 3)

 

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In das Wissen fallen und zum Glauben aufsteigen

Frage: Warum kehrt von Zeit zu Zeit die tierische Angst zurück, obwohl ich bereits überzeugt bin und fühle, dass vom Schöpfer nichts Böses kommt?

Antwort: Es spielt keine Rolle. Ich kann verstehen, dass alles vom Schöpfer kommt, Er ist es, der mit mir spielt. Und dann – auf einmal! Das war es, ich zittere wieder wie ein Kaninchen unter einem Busch.

Frage: Gibt es einen Ausweg?

Antwort: Indem man mit dem Glauben über den Verstand aufsteigt, muss man sich vorwärts bewegen, nur so. Man muss dem Schöpfer danken, dass Er uns mithilfe solcher tierischen Ängste führt. Auf diese Weise werden wir uns ständig fortbewegen.

Alles hängt von der Gruppe ab, davon, inwieweit man im Glauben über den Verstand aufsteigt.

Frage: Hat auch ein Kabbalist Angst?

Antwort: Der Kabbalist hat noch tiefere Ängste, besonders bei den Abstiegen. Er kann sich schließlich nicht immer im Glauben über dem Verstand befinden. Er muss in das Wissen fallen und danach zum Glauben aufsteigen. Er ist mit allem einverstanden.

Er durchläuft Zustände, die viel akuter und widersprüchlicher sind als bei einfachen Menschen. Seine Zustände von Angst und Hingabe an das Ziel werfen ihn buchstäblich vom Abgrund an die Spitze.

Zwischenbemerkung: Ich habe gehört, dass ein Kabbalist keine  Angst um sich hat, sondern sich davor fürchtet, dem Schöpfer zu schaden.

Antwort: Wie kann er keine Angst um sich selbst haben? Wenn er keine solchen Zustände hat, woran wird er sich dann messen? Wie es heißt: „Du hast dein Antlitz vor mir verborgen und ich erschauderte“. Der Schöpfer gibt ihm solche Zustände.

Aus dem russischsprachigen Unterricht von 14.10.2018

[240309]



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Neues Leben 156 – Die Vision einer Familie und die jüdische Wurzel

Neues Leben # 156 – Die Vision einer Familie und der jüdischen Wurzel
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Welche Atmosphäre erschaffen wir, wenn wir versuchen, andere Menschen als unsere Familie zu betrachten und wie ist das mit den Wurzeln des jüdischen Volkes verbunden? Der Judaismus basiert auf dem von unserem Vater Abraham gelehrten Prinzip: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Levitikus 19,18). Abraham lehrte, wie man die Kälte, die uns trennt überwindet und wie man die Kraft der Verbindung aktiviert. Die Grundlage des Judaismus liegt in der Einheit und der Verbindung. Der Aufbau einer Gesellschaft, hier als einer Familie, ist die Verbindung zu unserer jüdischen Wurzel. Wenn wir uns wie ein Mensch mit einem Herzen verbinden, vereinen wir uns mit der gesamten Natur, der ganzen Realität, wir berühren die Ewigkeit und spüren die Gesamtheit. Wir müssen heute diesen hohen Zustand erreichen und Licht in die Welt bringen!

[131573]

 

 



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Für wen ist der Schöpfer gut und Gutes tuend?

Frage: Für wen ist auf der Erde, der Schöpfer gut und Gutes tuend? Wie und in welcher Weise kompensieren diese Menschen den negativen Teil des Kontrollsystems?

Antwort: Der Schöpfer ist gut und Gutes tuend für die, die ihn spüren. Da gibt es keine Bevorzugungen.  Für den einen ist Er gut und für die Anderen ist Er schlecht. Er stellt jedem die gleichen Bedingungen.

Jeder von uns hat seine eigene persönliche Seele, und je nach seiner Entwicklung spürt der Mensch den Einfluss des Schöpfers auf sich selbst.

Es gibt Menschen, die diese Wirkung noch recht neutral und distanziert sehen und keine Fragen stellen, trotzdem steht alles was die Menschen tun, unter dem Einfluss des Schöpfers. Und es gibt solche Menschen, die bereits offenbaren, wer all diese Empfindungen und Bewegungen in Ihnen verursacht. Durch ihre innere Arbeit verstehen sie den Schöpfer.

Aus dem russischen Unterricht

14.10.2018

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Blitzantworten eines Kabbalisten

Frage: Wenn die ganze Welt in mir ist, wer bin dann ich?

Antwort: Das ist die schwierigste Frage, denn ich werde mich erst dann verstehen, kennen und entschlüsseln können, wenn ich meine volle Korrektur, also die Stufe des Schöpfers erreicht habe. Dann spüre ich, dass ich ein kleiner Punkt der höheren Kraft des Schöpfers bin.

Frage: Wer sind in meiner Welt die „anderen Menschen“? Sind sie in mir, werden sie von meinen Eigenschaften und meinen Wahrnehmungen abgeleitet? Existieren sie in dieser Form alleine?

Antwort: Sie existieren nicht alleine. Ich bin es selbst, der sie erschafft.

Frage: Wenn ich mich verändere, höre ich dann auf, ich selbst zu sein oder entdecke ich mich dann in der Zukunft?

Antwort: Wenn ich mich verändere, finde ich mich in der Zukunft wieder.

Frage: Wenn ich andere liebe bedeutet es dann, dass ich Teile von mir selbst liebe? Schließlich ist die ganze Welt in mir, sie strömt und lebt nur in meinen Gefühlen. Muss man im weiteren Sinn lernen, sich selbst anders zu lieben?

Antwort: Wohin mit deinem Egoismus? Du musst aus deinem Ego heraustreten und dich darüber erheben. Mit dieser Hilfe, wird aus der Eigenschaft des Empfangens, die Eigenschaft des Gebens. Du wirst dann mit den anderen kommunizieren und in Verbindung treten.

Frage: Wie verwechsle ich das wahre Streben nach spiritueller Empfindung nicht mit meinen emotionalen und psychischen Zuständen? Alle diese Zustände werden an mein Gehirn gesendet.

Antwort: Du wirst zunächst verwirrt sein, dann fängst du an, alles in Ordnung zu bringen. Es zeigen sich gewisse Darstellungen, Abhängigkeiten, Bedingungen oder sogar Grafiken. Nach und nach wird diese Technik ein Teil von dir werden.

Frage: Hat mein Verlangen eine besondere Kraft? Kann ich etwas mit meinem eigenen Willen korrigieren und ändern?

Antwort: Nein. Du kannst mit deinem Willen nichts ändern. Nur durch deine Verbindung mit den anderen, nur durch jene Handlungen die sich über deinem Egoismus befinden, kannst du deine eigene Natur und alles um dich herum verändern.

Frage: Wenn alle anderen Teile von mir sind und alles in mir ist, was bedeutet dann „wir“?

Antwort: Wir sind Teile eines Wunsches, welcher „Adam“ genannt wird.

Frage: Wenn jeder Mensch seine eigene Realität hat und wir sie zu einer allgemeinen Realität zusammenführen können, ist es dann genug unsere Gefühle, Empfindungen und Unterschiede in der Wahrnehmung mit den anderen zu teilen?

Antwort: Ich kann nicht sagen, wie man verschiedene Realitäten zu einem gemeinsamen Konzept vereint. Ich habe keine Worte dafür.

Aus dem russischen Unterricht, 26.08.2018

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Leben, Tod und Bewusstsein

Frage: Was geht, wenn es nicht die Seele ist, während der Geburt in den neuen Körper, in den Zyklus des Lebens über?

Antwort: Der Punkt im Herzen.

Frage: Was geschieht mit unserem Bewusstsein, wenn unser biologischer Körper stirbt?

Antwort: Es passiert nichts. Tatsache ist, dass unser Bewusstsein existiert, um unseren Egoismus zu sichern. Wenn der Egoismus stirbt, d.h. sich vor uns versteckt, dann brauchen wir kein Bewusstsein, deshalb verschwindet es.

Mit Hilfe unserer Methode entwickeln wir eine neue Art von Bewusstsein und eine neue Art von Verlangen. Ein neues Bewusstsein dient einem neuen Wunsch – dem Wunsch zu geben. Dafür brauchen wir nicht zu sterben. Wir können während unserer körperlichen Existenz mehrere Leben und Tode erfahren.

Wenn wir sterben, werden wir nicht das Gefühl haben zu sterben, da wir uns bereits in einem anderen Zustand befinden – außerhalb von unserem Körper.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 07.10.2018

[239894]



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An der Schwelle zum Durchbruch in die spirituelle Welt

Frage: Ist das Streben nach Wissen tatsächlich zum Hindernis für die Entwicklung der Kabbala geworden?

Antwort: Das Bedürfnis nach Wissen hat den Wunsch, die höhere Welt zu enthüllen, verzögert. Die Menschen begannen, die materielle Welt zu erforschen. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts interessierten sie sich für Wissenschaft und Kunst, anschließend folgte die technische Revolution. Dadurch wurde das Streben nach Spiritualität überschattet.

Warum soll sich ein Mensch mit etwas Unbegreiflichen beschäftigen, wenn er interessante Möglichkeiten hat, die Geheimnisse der Natur dieser Welt zu entdecken und sie zu realisieren? So entstand der Drang nach Wissen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde klar, dass sich die Wissenschaft erschöpft hatte. Gegen Ende des Jahrhunderts sagten viele Wissenschaftler, dass das Zeitalter der Wissenschaften zu Ende geht und es keine anderen Entwicklungsmöglichkeiten gäbe. Heute wird dem zugestimmt. Es gibt nichts mehr auf der Welt zu entdecken, was ein besonderer Durchbruch wäre. Es gibt sogar wissenschaftliche Theorien über die Endlichkeit des Wissens.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass die Wahrnehmung ein menschlicher Vorgang ist und von unseren Fähigkeiten abhängig ist. Wir erforschen nicht, wie die Welt aussieht, sondern wie wir sie mit unseren Sinnen wahrnehmen.

Die Welt ist die Materie die wir fühlen. Wir müssen uns einen klaren Rahmen setzen: Wo liegt die Grenze unseres Erkennens? Es stellt sich heraus, dass wir uns der Spiritualität annähern, im Grunde genommen berühren wir sie bereits.

Auf diese Weise hat sich die Wissenschaft, die sich über 150 Jahre lang erstreckte, fast erschöpft. Wir stehen an der Schwelle zum Durchbruch in die spirituelle Welt.

Die Kabbala hat das vor vielen tausend Jahren vorausgesagt. Es war ihr klar, wenn Ende 2000 die Verwirklichung aller zehn Sefirot der Dritten Welt abgeschlossen sind, es ein Gefühl geben wird, dass es einen Durchbruch in eine höhere Welt geben muss.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 07.10.2018

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Übertragung von kabbalistischen Informationen.

Frage: Was ist für einen Kabbalisten eine Formel?  Sind Kabbalisten manchmal traurig?

Antwort: Formeln sind eine Art von Gefühlen. In der Kabbala haben Empfindungen immer einen bestimmten mathematischen Ausdruck.

Ich kann diesen Eindruck als Formel aufschreiben, an dich per Fax oder E-Mail versenden und wenn du das verstehst, heißt es, dass du diese Formel bereits kennst, d.h. du kannst sie in dir reproduzieren und fühlst was ich fühle. Wir haben dann die gleichen Gefühle. So geben wir kabbalistische Informationen an einander weiter.

In unserer Welt können wir uns gegenseitig sinnliche Informationen übermitteln, die unterschiedliche Gefühle in uns auslösen können. So wird z.B. eine Symphonie gespielt, die jeder anders wahrnimmt. Die Töne rufen Gefühle hervor, die man auf sich selbst projiziert, sie nach den eigenen Erfahrungen, seiner Vergangenheit usw. interpretiert.

In der Kabbala ist das nicht der Fall. Bei der Reproduktion einer kabbalistischen Information trittst du sinnlich in sie ein, du gibst dich diesen Informationen völlig hin, sie spielen in dir. Sie modellieren und formen ein Material aus dir und du wirst zu einem Teil dieses Prozesses.

Aus dem russisch sprachigen Unterricht, 11.11.2018

 

(240029)



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