Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Liebe zum Schöpfer – Liebe zur Eigenschaft des Gebens

Frage: Gibt es irgendwelche Anzeichen, dass der Schöpfer näher kommt?

Antwort: Antwortet euch selbst, inwieweit ihr diese Kraft, diese Eigenschaft zwischen euch kultivieren könnt. Ihr schafft den Schöpfer, wie es geschrieben steht: „Sie schaffen mich“. Nur auf diese Weise und nicht anders.

Bemerkung: Andererseits behaupten Sie, dass ein Mensch nicht in der Lage ist, dieses Gebot zu erfüllen.

Antwort: Wenn wir versuchen, uns miteinander zu verbinden, beginnen wir zu bitten, dass unsere Versuche realisiert werden – damit wenden wir uns an den Schöpfer. Dies ist jedoch noch nicht der Schöpfer, sondern nur eine äußere Kraft, die den Egoismus erzeugte. Wir können diese Kraft anziehen indem wir ihr ähnlich sein wollen.

Frage: Was ist „Liebe zum Schöpfer“? Was lieben wir: die Eigenschaft des Gebens oder irgendetwas Abstraktes?

Antwort: Es geht um die Eigenschaft des Gebens. Es ist genauso wie in unserer Welt – wir können jede Eigenschaft, die in der Natur, in den Menschen, in der Gesellschaft existiert, lieben und respektieren. Liebe zum Schöpfer begreifen wir als die Realisation der Nächstenliebe.

Frage: Auf welchem Niveau liegt die Grenze zwischen der Nächstenliebe und der Liebe zum Schöpfer?

Antwort: Wenn ein bestimmter Nächster verschwimmt, verschwindet, und an seine Stelle der Schöpfer kommt. Das ist in der Tat das Gleiche.

Frage: Liebe zum Schöpfer und spirituelle Welt – sind es identische Begriffe?

Antwort: Spirituelle Welt ist das Feld von Geben und Liebe. Unsere Welt ist das Feld von Empfangen und Hass.

Die Welt ist ein Kraftfeld: entweder ein Negatives (unsere Welt) oder ein Positives (Höhere Welt).

Das Erreichen der Liebe zum Schöpfer bedeutet eine spirituelle Erlangung.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 15.03.2018

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Bildung in der Kabbala

Frage: Ich habe von Ihnen oft gehört, dass eine korrekte Bildung notwendig ist. Was ist Bildung in der Kabbala? Kann Egoismus gebildet werden oder brauchen wir einen gebildeten Egoisten?

Antwort: Unter der kabbalistischen Bildung ist die Bildung mithilfe des höheren Lichtes gemeint. Das heißt, dass ich gemeinsam mit meinen Freunden, durch verschiedene Handlungen, die in der kabbalistischen Methode beschrieben sind, das Licht anziehe. Das Licht beeinflusst uns und führt zur Vereinigung in der sich der Schöpfer offenbart und wir dadurch alle zusammen ein gemeinsames Ganzes bilden. Zu diesem Zustand müssen wir kommen.

Kabbalistische Bildung übernimmt die Aufgabe, uns unter dem Einfluss des höheren Lichtes zu verbinden und dann wird in der Vereinigung zwischen uns und dem Licht seine Quelle – der Schöpfer – offenbart.

Aus dem russischen Unterricht, 29.04.2018

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Wofür braucht man den Verstand?

Alles, was mich vom Schöpfer entfernt wird „das Böse“ genannt. Wo stelle ich fest, dass dies das Böse ist: im Herz oder im Verstand?

Warum gab uns der Schöpfer den Verstand, welcher oberhalb der tierischen Stufe liegt, wenn dieser anulliert werden muss, indem wir im Glauben über dem Verstand arbeiten?

Der Schöpfer hat den menschlichen Verstand geschaffen, damit wir gegen unseren tierischen Verstand arbeiten können. Andernfalls werden wir überhaupt nicht zwischen dem Bitteren und dem Süßen unterscheiden können. Wir ersetzen unseren Verstand durch den Verstand des Höheren. Wir sollten mit irgendetwas anfangen, daher gibt uns der Schöpfer den tierischen Verstand. 

Auf diese Weise schafft der Schöpfer das Verlangen zu genießen. Wir empfinden so zuerst das Empfangen als süß und das Geben als bitter. Man könnte fragen, warum der Schöpfer seine Schöpfung ursprünglich so geschaffen hat, dass sie Ihm entgegengesetzt ist? Dies bezieht sich schon auf die Frage: Warum hat Er Seine Schöpfung zerbrochen? Und die Antwort ist:  der Vorteil des Lichtes wird aus der Dunkelheit verstanden. 

Aus dem Gespräch in Island, 23.05.2018

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Meine Welt ist eine Kombination von Verlangen

Frage: Kabbalisten nennen alles was existiert „Verlangen“. Selbst Wissenschaftler können es nur schwer verstehen, wenn ihnen erklärt wird, dass ein Tisch eine Art Verlangen und auch alles, was wir um uns herum sehen, Verlangen sind.

Antwort: Natürlich gehört jedes Objekt zu einer bestimmten Art von Verlangen, d.h. eine Ansammlung von Atomen, die in einer entsprechenden Verbindung miteinander existieren. In welcher Form existiert z.B. ein Tisch? – In Form eines Verlangens. Er wird in meinem Verlangen empfunden und außer diesem Verlangen gibt es nichts. 

Frage: Was heißt „in mir“? Ich sehe den Tisch doch außerhalb von mir.

Antwort: Es scheint dir, dass du ihn außerhalb von dir selbst siehst. In der Tat empfindest du ihn in dir selbst. Selbst die Sterne und andere riesige Körper fühlst du in dir selbst, nicht außerhalb von dir.

Gerade weil es in dir unbelebte, pflanzliche, belebte und menschliche Wünsche gibt, fühlst du sie in verschiedenen Kombinationen in dir selbst und nennst sie „meine Welt“. Außerhalb von dir existiert nichts außer den Kräften, die dich beeinflussen und solche Formen in dir hervorrufen.

Aus dem russischen Unterricht, 13.05.2018

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Das menschliche Vorrecht

Frage: Wie regiert die Höhere Macht? Was bleibt dem Menschen von Macht und Freiheit ohne der Schöpfungskraft zu unterliegen?

Antwort: Alles, außer unserer Willenskraft, sie ist das Vorrecht des Schöpfers.
In jeder freien Minute bestimmt der freie Wille, was ich noch hinzufügen kann, um mich der gesamten Menschheit anzunähern.
Es ist unsere Aufgabe, alle Elemente des spirituellen Schemas in einem einzigen System zu vereinen. Ich muss herausfinden, ob ich das zu einem bestimmten Zeitpunkt noch erfolgreicher machen kann. Das ist im Prinzip mein Job mir bleibt nichts anderes übrig. Die Frage ist, habe ich mich dafür angestrengt, oder wird mich die Höhere Kraft, der Schöpfer dazu zwingen?
Zwischen diesen beiden Möglichkeiten liegt meine Willensfreiheit. Entweder ich strenge mich an, oder ich werde von oben gezwungen. Die Freiheit des Willens ist, wie Baal HaSulam in dem gleichnamigen Artikel schreibt, sich in die Umwelt einzubeziehen, von ihr die entsprechenden Wünsche, Bestrebungen und Ziele zu erhalten und dies zu verwirklichen.

Aus dem Unterricht, 22.04.2018

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Zum Laubhüttenfest [Sukkot]

Wir wurden geboren mit dem egoistischen Verlangen zu genießen, und plötzlich erwacht darin ein neuer Wunsch, ein Wunsch zur Spiritualität. Und wir können mit Hilfe der Umgebung und der Bücher dieses neue Verlangen in uns stärken, damit es uns mit sich in die andere Welt mitzieht.

Und das alte Verlangen verkleinert sich, verschwindet, oder ganz im Gegenteil, es wächst, aber wir erheben uns darüber in dem Wunsch zu geben.

So findet in uns der Krieg zwischen diesen Wünschen statt: die Sorge um sich selbst (Wünsche dieser Welt) und das Verlangen zu geben, das sich auf die höhere Welt und den Schöpfer bezieht.

Und wir müssen den Wunsch zur höheren Welt, den Wunsch zu geben vergrößern gegenüber dem entgegengesetzten Verlangen in dieser Welt zu genießen. Darin besteht unsere ganze Arbeit und die freie Wahl.

Und die Wahl besteht nur in der Einschätzung der Bedeutung, was wir für das Wichtigste halten: das Verlangen, das nach oben gerichtet ist, von dem ich jetzt nur einen kleinen Funken habe, oder das Verlangen, das nach unten, auf diese Welt gerichtet ist.
Das Fest Sukkot, und alle Arbeiten, die mit diesem Fest verbunden sind (Bau der Sukka), zeigt uns, wie wir dieses kleine Verlangen zum Höheren verstärken. Es heißt „Abfall“, denn wir nehmen es als absolut unnötig wahr. Irgendein Geben, Liebe zum Nächsten, Freunde, Verbindung… diese schönen Worte nimmt keiner ernst.

Die Wichtigkeit, diesen „Abfall“ über unser eigenes „Ich“ und diese Welt zu erheben, das Geben über das Nehmen zu erheben, das symbolisiert die Sukka (Hütte), eine vorläufige Konstruktion.

Auch wenn du die Vollkommenheit in der Stabilität fühlst, geh hinaus in eine temporäre Behausung, d.h. ändere dich.

 



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Der Unterschied zwischen den Zielen der Kabbala und der Psychologie 

Frage: Die Ziele der Kabbala und der Psychologie sind verschieden. Das Ziel der Kabbala ist die Offenbarung des Schöpfers, das Ziel der Psychologie ist ein besseres Zurechtkommen in unserer Welt. Aber die Mittel sind ziemlich ähnlich, beide nutzen die Gruppenarbeit, die Einwirkung der Umgebung usw. Was gibt es in der Kabbala, was es in der Psychologie nicht gibt?

Antwort: Die Gruppenpsychologie befasst sich mit dem Studium, wie alle Menschen in einem einzigen Kollektiv verbunden werden können. Das wird überall gebraucht: in Unternehmen, Schulen, Regierungen und sogar in der Familie. Aber sie beschäftigen sich mit der Verbindung auf dem Niveau der gewöhnlichen Psychologie.

Erstens fordert die kabbalistische Psychologie, dass es in der Gruppe nicht mehr als zehn Menschen gibt. Zweitens ist es wünschenswert, dass die Gruppen nach dem Geschlecht arrangiert werden: entweder Männer oder Frauen. Drittens, die Vereinigung  der Menschen wird nicht durch eine typische Gruppenpsychologie, sondern mit Hilfe des höheren Lichts erreicht.

Eine solche Vereinigung geschieht auf einem ganz anderen Niveau, nicht auf dem psychologischen, sondern vielmehr auf dem spirituellen Niveau.

Der Unterschied liegt darin, dass die Verbindung auf dem psychologischen Niveau auf dem Vorteil beruht, den man durch die Vereinigung mit anderen Menschen erhält, da eine solche Verbindung dem Menschen helfen kann hinsichtlich Entspannung, Sicherheit, Unterstützung, Gesundheit, einem besseren Familienleben, einer besseren Arbeitssituation, in der Schule und so weiter. Dies kann im Leben eines Menschen einen großen Unterschied machen und sein Leiden mindern.

Auf der andern Seite ist die kabbalistische Psychologie nach einer anderen Methode aufgebaut: auf der Anziehung des höheren Lichtes. Wir versuchen nicht, uns miteinander zu verbinden, vielmehr rufen wir das höhere Licht an, das uns über unserer Selbstsucht in altruistische Beziehungen miteinander verbindet.

Das heißt, ich  verbinde mich nicht mit dir, damit wir unser kleines Business miteinander machen. Wir bauen die gemeinsame Vereinigung über uns mit Hilfe des höheren Lichtes, der besonderen spirituellen Energie, die in unserer Umwelt existiert. Wir rufen sie mit  bestimmten Handlungen herbei, damit diese Energie, das sogenannte Umgebende Licht (Or Makif), das unsichtbar ist und von uns nicht wahrgenommen wird, auf uns einwirkt und uns über unserer Selbstsucht vereinigt.

Dann wird unsere Vereinigung altruistisch, spirituell und darin werden wir beginnen, die höhere Welt und den Schöpfer zu empfinden.

Frage: Welche Empfindung hat ein Mensch, wenn er das höhere Licht anruft?

Antwort: Wie gesagt: „Wir leben ohne die Erde unter uns zu spüren…“ Du dringst in deine Freunde ein, hängst an ihnen. In ihnen ist deine Rettung vom Egoismus, aber wenn das eintritt, bist du schon kein Egoist mehr.

Die Kabbala und die Psychologie unterscheiden sich nicht nur im Ziel, sondern auch in den Mitteln seiner Erlangung. Wir nehmen nichts von dieser Welt.

 

Aus dem russischen Unterricht vom 03.09.2017

[#218780]



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Die Offenbarung des Bösen ist kein Anlass zu trauern

Frage: Es wird gesagt, dass ein Gebet mit der Dankbarkeit anfangen soll. Gibt es die Dankbarkeit in den Gebeten am Tag der Sühne (Jom Kippur)?

Meine Antwort: Vor allem sind die Gebete am Tag der Sühne mit den Gebeten zum jüdischen Neuen Jahr (Rosh haShana) verbunden, die dazu berufen sind, den Schöpfer, wie den König der Welt „zu krönen“. Dadurch erheben wir das Ziel, das Geben, die Liebe, die großen Eigenschaften, die wir erreichen sollen. Sie lenken die ganze Welt, halten sich überall auf, und herrschen über alles.

Der Schöpfer ist gerade die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er hat keine andere Gestalt, so kleidet Er sich in die Gefäße ein, und so erkennen wir Ihn, die Kraft, die mit dem Geschöpf verbunden ist. Wir respektieren, schätzen und erhöhen diese Eigenschaft über alles.

Die Bedeutung des Neuen Jahrs: wir rühmen „den Kopf“ (Rosh) – die Eigenschaft des Gebens. Sie ist das Wichtigste und lenkt alles in uns, sie zieht uns an und wir wollen sie erlangen, ihr gleich werden, uns ihr anschließen.

Der Tag der Sühne zeigt uns, wie weit wir davon noch entfernt sind. Wir prüfen uns nach und bringen die eigenen Mängel an den Tag, wir sehen, dass es uns an den Korrekturen mangelt, um die vollwertige, vollkommene Eigenschaft des Gebens zu finden. Wir bedauern es, und bereiten unsere Mängel für die nächste Korrekturarbeit vor.

Dann folgen die Tage der Korrektur, die mit Purim beendet werden.

Frage: Gibt es am Tag der Sühne nur das Bedauern darüber, dass wir noch nicht korrigiert sind?

Meine Antwort: Das ist eben die große Freude. In Wirklichkeit freue ich mich und bin nicht am Weinen. Denn mir werden die zerbrochenen Gefäße offenbart, die ich jetzt korrigieren kann.

Mein Bedauern, meine Buße ist mit der Freude verknüpft: endlich habe ich in mir das Böse offenbart und zittere jetzt mit dem Verlangen, das Böse zu korrigieren. Ich bin über diese Offenbarung froh und dankbar.

Versuche, die Gebete am Tag der Sühne mit Freude anstatt mit Weinen auszusprechen und du wirst in ihnen etwas ganz anderes bemerken.

Wie kann man in der Nähe vom Schöpfer weinen? Denn du zeugst jetzt, während der Zeit des Bedauerns, dass der Schöpfer deinen Zustand hervorgerufen hat, was bedeuten würde, dass der Schöpfer für dich nicht mehr gut ist, und das Gute nicht schafft? Diese Empfindung soll im Prinzip niemals vorkommen.

Der Schöpfer offenbart das Zerbrechen in dir, damit du dich freust, diesen Mangel korrigierst und Ihm durch selbständige Arbeit gleich wirst. Und umgekehrt, wenn Er dich Sich gleich ohne eine selbständige Teilnahme geschaffen hätte, dann würdest du an Ihm wie ein Klebeband kleben.

Aber Er hat dir jetzt ermöglicht, die Unterschiede zu erkennen, Er hat die Situation vorbereitet, die dir sagt: „In diesen Eigenschaften unterscheidest du dich von Mir. Erfülle die Arbeit und du wirst wie Ich sein“.  Wirst du wirklich deswegen weinen, dass Er mit dir so gehandelt hat, und dir jetzt die Chance gibt, Ihm gleich zu werden?

Im Gegenteil, du freust dich: „Ja, wir sündigten und gingen fremd. Ja, ich bin schuldig, bin ein Dieb und ein Lügner …“ Und du genießt deine innere Offenbarung. Du bist darüber froh, dass Er dich geschaffen hat und dir vorführt, mittels welcher Veränderungen man die Verschmelzung mit Ihm erlangen kann.

Es ist eben das Dienen für den Schöpfer, die Arbeit für den Schöpfer. Muss man dabei weinen? Du befriedigst doch den Schöpfer dadurch. Du erkennst, dass Er das alles für dich vorbereitet hat, und bist dafür dankbar, dass Er dich anders geschaffen hat.

Eigentlich küsst du den Stab, die Peitsche, und neutralisierst dadurch den bösen Anfang. Jetzt ist er schon nicht mehr böse, denn dank dem Wechsel deiner Beziehung ist er gut geworden.

Frage: Freuen wir uns, weil wir das Gegenteil zum Schöpfer in uns offenbart haben?

Meine Antwort: Nein, wir sind darüber froh, dass Er uns die Möglichkeit gewährt, Ihm gleich zu werden. Ich bin Ihm für die ganze Vorbereitung, für Seine Barmherzigkeit mir gegenüber, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Zukunft dankbar. Alles, was Er macht, das Zerbrechen und die schrecklichen Nöte, die uns geschickt wurden, ist eigentlich die vollkommene Barmherzigkeit. Wir werden gerade diese Empfindung offenbaren. Und alles hängt von meiner Lebensauffassung ab, die ich ändern möchte.

 

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Der Schöpfer befindet sich in allem Seienden

Frage: Macht es für den Schöpfer einen Unterschied, wie ich IHM gebe, zum Beispiel durch das Geben an mein Kind oder an einen Indianer, der in Südamerika lebt?

Antwort: Der Schöpfer ist die allgemeine Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die alle Teile der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur umfasst. Er befindet sich in all diesen Komponenten. Das Problem unserer Wahrnehmung ist, dass wir Ihn nicht getrennt von allem, was existiert, fühlen können.
Mit anderen Worten, diese Eigenschaft existiert in allen Geschöpfen, in unserer Beziehung zu ihnen, aber in keiner Weise getrennt von ihnen. Du kannst den Schöpfer von ihnen unmöglich trennen und sagen: „Das ist der Schöpfer, und das ist Seine Einkleidung in den Menschen.“

Bemerkung: Wenn ein Mensch über den Schöpfer nachdenkt, stellt er sich normalerweise ein Objekt vor,  er betet oder dankt ihm ohne jegliche Verbindung mit der Menschheit.

Antwort: Das ist nämlich das Problem, man darf sich den Schöpfer nicht getrennt von der Menschheit vorstellen – nur zusammen. Hinter jedem Menschen muss man den Schöpfer sehen, sonst wirst du Ihn nicht fühlen können.
Wenn du zu den Menschen eine richtige Beziehung aufbaust, wirst du in ihnen die vereinende Kraft finden, die „der Schöpfer“ genannt wird.

Frage: Wenn ich versuche, einem Menschen etwas Gutes zu geben, bedeutet dies, dass ich dem Schöpfer etwas Gutes tun möchte?

Antwort: Wenn du versuchst, einem anderen Menschen Gutes zu tun, ohne dabei dich selbst in irgendeiner Weise  mit einzubeziehen, dann wirst du darin den Schöpfer finden.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.03.2018

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Generation Selfie

Anmerkung: Unsere Generation heißt „Selfie“ Generation. Menschen fallen von Brücken, Felsen, geraten in Unfälle und wollen diesen Moment festhalten …

Antwort: Im Prinzip arbeiten sehr viele Menschen für den Tod. Der Tod ist ein respektierter Punkt in unserer Existenz, wenn ich etwas von mir hinterlasse und mir wünsche, dass das in Verbindung mit meinem Namen steht. Das Gefühl einer scheinbar ewigen Existenz.

Frage: Wohin führt dieser Narzissmus?

Antwort: Das führt zum Verständnis, dass all dies keine Bedeutung hat, keinen Wert.

Frage: Was passiert, wenn wir dahin kommen?

Antwort: Wir werden verstehen, dass in der Welt Leere herrscht! Es wird sich sehr schlecht anfühlen! Dann fangen wir wirklich an, die wahre Füllung des Lebens zu suchen: ewig, vollkommen, außerhalb des Rahmens, in dem wir heute vor dem Tod und auch nach dem Tod existieren.

 

[#231634]



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