Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Purim ist nicht das jüdische Halloween

Purim ist ein großartiges Fest: erst die große Furcht vor der Vernichtung, und dann die Riesenfreude nach der Erlösung, die zum Schluß erfolgt. Dieses Fest wird außergewöhnlich groß gefeiert, vor allem auch weil die Vorschriften des Feiertags uneingeschränkten Alkoholkonsum vorschreiben, damit man „nicht mehr zwischen dem bösen Haman und dem gerechten Mordechai unterscheiden“ kann.

Purim ist ein Fest der Symbole. Seine Hauptbotschaft liegt darin, dass selbst der Inbegriff des Guten, Mordechai, dem schlimmen Übel, dargestellt von Haman, hilflos gegenübersteht. Einzig und allein die Einheit kann das Böse überwinden. Als Mordechai Esther anfleht, den König um Gnade zu bitten, sagt selbst sie, dass sie sie nicht retten kann, es sei denn, Mordechai versammelt alle Juden und sie fasten und beten für sie. Dann, wenn sie wieder vereint sind, bemüht sie sich nach Kräften und hat Erfolg.

Bemerkenswert sind auch die Kostüme, ein weiteres Symbol. Purim ist nicht die jüdische Version von Halloween. Die Verkleidungen deuten auf das Verbergen der Kräfte hin, die dieses Szenario innerhalb eines jeden von uns ausspielen.

In seinem Buch Shamati, Ich hörte, erklärt Rav Jehuda Ashlag, der Autor des Sulam (Leiter) Kommentars zum Buch Sohar, dass der König Gott darstellt; Esther, die jüdische Königin, stellt den korrigierten Wunsch, uns mit Gott zu vereinen, dar. Darum erscheint sie, nachdem Königin Waschti vom rechten Weg abkommt und der König sich von ihr scheiden lässt.

Sie wird Esther (Ester, Hebr.) genannt, vom hebräischen Wort Hastarah her, Verhüllung, weil ihre jüdische Identität noch verborgen ist. Sie wird erst enthüllt, wenn sie die Juden retten muss. Daher auch das Wort Megilla (Schriftrolle, Buch) vom hebräischen Wort Gilui (enthüllen). Darum wird der Handlungsablauf im Buch Esther als „verborgenes Wunder“ bezeichnet, um sprachlich darauf hinzuweisen, was für ein Wunder diese Offenbarung von Gottes Macht im Verborgenen ist.

Mordechai steht für die Eigenschaft von Barmherzigkeit. Er ist reine Güte und will nichts für sich selbst. Wenn zwei Diener den Mord des Königs planen und Mordechai ihn durch Esther warnt, belohnt der König ihn nicht sofort, und Mordechai will auch keine Belohnung oder Anerkennung dafür.

Gottes Plan, die Eigenschaft der Barmherzigkeit – Mordechai – als Herrscher des Königreichs (sprich, der Welt) einzusetzen, ist ein weiteres wichtiges Element, das in der Geschichte verborgen ist. Würde die Welt von der Barmherzigkeit, dargestellt von Mordechai, regiert, würden Menschen glücklicher sein, als wenn sie von der Boshaftigkeit, dargestellt durch Haman, regiert werden würden. Doch Mordechai hat nicht den Wunsch, zu regieren, da er nichts für sich selbst will, und ist ganz froh darüber, anonym zu bleiben.

Um Mordechai nun endlich zur Aufgabe des Herrschers zu zwingen, muss der König eine Bedrohung ins Spiel bringen, die groß genug wäre, um Mordechai zum Handeln zu bewegen: die drohende Vernichtung, die nicht nur Mordechai, sondern auch das gesamte Volk betreffen würde. Diese Bedrohung personifiziert Haman, der das Gegenteil von Barmherigkeit darstellt, nämlich den rücksichtslosen Wunsch, zu verbrauchen, zu besitzen, und ohne Rücksicht auf Andere zu genießen. Kurz gesagt, Haman ist reiner Egoismus.

Hamans Vorwand dafür, die Juden umzubringen, besteht darin, dass diese nicht vereint sind: „Es gibt ein gewisses Volk, verstreut und abgesondert“. Die Juden wurden zu einem Volk, als sie versprachen, „wie ein Mensch mit einem Herzen“ vereint zu sein. Haman beschuldigt sie, sich „nicht an die Gesetze des Königs zu halten“, was vollkommen Sinn macht, weil das Gesetz ihrer Gründung als Nation von ihnen Einheit verlangt. Wenn sie verstreut sind, dann halten sie sich nicht an dieses Gesetz. Wenn dieser Zustand eintrifft, werden sie überflüssig, und Haman sagt dem König, dass dieser sie loswerden soll.

Die Juden waren in Schrecken versetzt. Weder hatten sie eine Vorstellung, wie sie sich retten sollten, noch wussten sie, was sie verkehrt gemacht hatten, um den Tod zu verdienen. Dann kommt Mordechai und versammelt sie im Gebet um Esthers Erfolg, und sie folgen ihm. Dadurch vereinen sie sich wieder und werden erneut zu einer Nation, genau wie damals am Fuß von Berg Sinai.

Das macht den Vorwand von Haman ungültig, da sie nicht länger „verstreut“ sind, und somit auch nicht mehr gegen das Gesetz des Königs verstoßen. Auf selbstverständliche Weise wird an dieser Stelle das Urteil wiederrufen.

Die Charaktere in diesem Stück erzählen uns über die verborgenen Kräfte, die in uns als Individuen und zwischen uns Menschen wirken. Sie sind immer vorhanden und tragen unsere spirituelle Entwicklung. So wie sie damals Haman ins Leben riefen, so bringen sie immer wieder neue Hamans zutage. Heutzutage gibt es etliche von ihnen in jedem Land und heute wie damals besteht das Gegenmittel in der Vereinigung. Wenn wir uns vereinen, sind wir gerettet; vergessen wird dies, werden wir bedroht und sogar vernichtet.

Dies führt uns nun zu der großen Freude an Purim, wo uns befohlen wird, Alkohol zu trinken, bis wir nicht mehr in der Lage sind, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Denn wenn wir uns vereinen, verbreiten wir diese Einigkeit im gesamten Königreich, womit die gesamte Schöpfung gemeint ist. Indem wir uns vereinen, werden wir zum Licht für die Völker, und verbreiten das Licht der Vereinigung.

Wenn alle Menschen sich vereinen, dann muss man nicht mehr auf der Hut sein oder einander misstrauen, da dann alle Menschen Eins sind. In diesem Zustand wird es sogar überflüssig, zwischen Haman und Mordechai zu unterscheiden, und die Betrunkenheit ist das Symbol dafür.

Die Hamantaschen oder Hamentaschen (Jiddisch für Hamans Taschen) stellen die Korrektur der egoistischen Wünsche da, die stattfindet, sobald sich alle Menschen vereint haben. Aus diesem Grund sind sie auch süß gefüllt: das symbolisiert die Freude der Einheit in nicht selbstbezogenen Wünschen.

Zum Schluss: Purim lehrt uns, dass alles Leid als Folge unserer Uneinigkeit kommt. Wenn wir uns nicht vereinen, werden wir verfolgt, so wie im Exil von Babylon, während all der Verfolgungen, die wir in der gesamten Geschichte erlitten, und die wir auch heutzutage wieder fühlen. Mit Einigkeit sind wir jedoch heil und gesund und beschwipst. Also: Wenn alles schief geht, vereinigt euch!

Huffington Post, 2015



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Basisprinzip für den Erfolg  entlang des spirituellen Weges

Frage: Wie kann ich von einem Lehrer unterstützt werden, der Kabbalist ist? Können Sie ein paar grundlegende Prinzipien nennen, wie wir eine solches Geschenk der Höheren Kraft nutzen können?

Antwort: Wenn Ihnen ein Lehrer etwas empfiehlt, sollten Sie versuchen, es zu erfüllen. Mein wichtigster Rat ist, an den täglichen Morgenlektionen teilzunehmen. Mein zweiter Rat ist, eine Gruppe von zehn zu finden. Vorzugsweise eine physische und nicht eine virtuelle Gruppe und zu versuchen, mit ihr in Kontakt zu sein, zusammen zu studieren und alles zu tun, was wir in einer Gruppe von zehn machen.

Wenn es in Ihrer Nähe einen Kongress gibt, sollten Sie alles, was in Ihrer Macht steht tun, ihn zu besuchen; und Sie sollten sich natürlich, so es Ihre Zeit zulässt, in der Verbreitung engagieren. Kurz gesagt, das Wichtigste ist die Morgenlektion, dann die Arbeit in der Zehnergruppe, Verbreitung und die Teilnahme an Kongressen. Es gibt nichts Weiteres, das Sie tun müssten.

Aus der Kabbala-Lektion auf Russisch

7/8/16

(199307)



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Megilat Esther

Der folgende Abschnitt ist ein Auszug des Artikels von Rabash über den Feiertag von Purim, „Verhüllung und Enthüllung”:

„Dunkelheit ist das babylonische Exil, in welches sich das Volk Israel selbst gebracht hat, da der Schöpfer (Seir Anpin) schlief. Der Sünder Haman, welcher ein großer Sterndeuter war, warf das Los (Pur), um das Schicksal zu bestimmen. Haman und seine zehn Söhne sind die zehn Klipot (unreinen Kräfte), da er wusste, dass der Schöpfer schlief und somit Seine Höhere Lenkung das Volk Israel (all jene, die zum Schöpfer streben) nicht beschützte. Daher dachte Haman, dass nun die Zeit gekommen sei, um das Volk Israel zu vernichten.

Haman ist unser ganzer Wille zu empfangen, welcher im Gegensatz zum gesamten Licht von Chochma steht. Er weiß, dass das Licht sich offenbaren wird, aber was er nicht weiß, ist, dass dies nur in der mittleren Linie geschehen kann und später sogar wieder zurückgenommen wird, wenn der Übergang in den Zustand der ersten Einschränkung (Zimzum Alef) geschieht. Malchut vereinigt sich mit Seir Anpin in der mittleren Linie und sie steigen zu Bina auf, wo sie den Zustand der Endkorrektur erreichen.

Die Vernichtung des Volkes Israel bedeutet die Vernichtung der Absicht „um zu geben”, welche den Menschen daran hindert, das Licht von Chochma auf egoistische Weise zu empfangen. Mordechai ist die Absicht des Gebens, aber wenn er alleine handelt, ohne die Verlangen von Haman, so ist dies nur Geben in der Absicht um zu geben. Das heißt, dass er das Licht von Chochma zurückweist, damit dieses sich nicht enthüllt.

In anderen Worten, wenn der Mensch nicht in der mittleren Linie arbeitet, dann werden auch seine besten Handlungen des Gebens seinen Weg der Entwicklung nur blockieren. Daher braucht Mordechai die Verbindung mit Haman. Wenn sie beginnen, miteinander zu streiten (ein Streit zwischen der Absicht des Gebens und dem egoistischen Verlangen), fangen sie an zu verstehen, in welchem Ausmaß sie fähig oder nicht fähig sind, sich zu verbinden.

Die Absicht des Gebens macht es möglich, die Verlangen Hamans zu benutzen. Dennoch werden diese tatsächlichen Verlangen nicht erfüllt werden und das führt dazu, dass ein Konflikt zwischen Mordechai und Haman auftritt. Die Geschichte beschreibt, wie ein Mensch die richtige Einheit zwischen zwei streitenden Kräften oder zwei gegensätzlichen Absichten erschaffen kann. Sie beschreibt auch die Schlachten, Verwirrungen und Zweifel, welche uns auf dem Weg der Korrektur erwarten, bis wir die richtige Methode finden.

Dies ist es, worüber in „Megillat Ester” (die Rolle der Esther) erzählt wird.



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Der Krieg gegen Amalek

Sohar, Beshalach: „Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Mose und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.

Die Rechte bedeutet Chessed (Eigenschaft der Barmherzigkeit), und das Wichtigste, das wir brauchen, ist das Licht Chassadim. Es muss in uns herrschen, denn gerade dieses Licht verbindet uns miteinander. Er herrscht in unserem Kli, es deckt sich mit der Absicht des Gebens. Und durch die Absicht des Gebens kann sich das Licht ins Kli Chochma – die Anwesenheit des Schöpfers – einkleiden. 04Aber vor der Enthüllung des Schöpfers müssen wir die Gleichheit der Form mit Ihm erreichen. Das tut gerade das Licht Chassadim – das Licht des Gebens und der Barmherzigkeit (Chessed), das wir durch MaN erreichen müssen.

Deshalb besteht der ganze Krieg von Moses gegen Amalek (Amalek ist ein Akronym für die Worte Um des Empfangens willen – „Al Men At LE Kabel“) darin, dass Moses zuerst das Licht der Barmherzigkeit fordert – die Kraft Chassadim – die Kraft von Aron, der ihn von der rechten Seite unterstützt. Dann beginnt Moses seine schwere Arme, die „Hände des Glaubens“ heißen, hochzuheben. Warum sind sie schwer? Weil sein Verlangen zu genießen groß ist und wegen Amalek ständig wächst.

Sobald im Menschen wieder das Verlangen zu genießen erwacht, sinken seine Arme – die Symbole des Gebens – wieder nach unten und die Absicht „um zu empfangen“ gewinnt. Also muss man die Arme von Moses stützen. Deshalb treten gegen Amalek die höhere Kräfte auf: Die Rechte – Aron und die Linke – Hur, und von Oben kommt das Licht und kleidet sich in das Verlangen des Menschen, der durch den Glauben (das Licht Bina) korrigiert wurde. Dann gelingt es Moses, seinen Egoismus (=Amalek) zu besiegen.

So geschieht es in vielen Situationen in unserer Arbeit, das Verlangen zu genießen wächst und wir müssen dagegen ankämpfen.

Aus dem Soharunterricht, 15.11.2010



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Bildung – die Lösung zu allen Problemen

Frage: Das Jahr 2016 war ein Jahr der europäischen Zersplitterung und Teilung. Wie kann Europa richtig verbunden sein?

Antwort: Das ist keine Zersplitterung und Teilung, sondern die Enthüllung dessen, was es in Europa schon immer gegeben hat; es ist geblieben, wie es immer war.

Nur durch Bildung kann es vereint werden! Das ist das Einzige, das die Welt braucht. Das größte und einzige Problem ist die Erziehung der Menschen! Niemand hat jemals danach gehandelt!

Erziehung ist ein Ansatz zu einem Verständnis und der Möglichkeit, andere zu lieben und sich mit ihnen zu verbinden. Entgegen unserer Natur, in der wir niemanden lieben. Die Weisheit der Kabbala zeigt uns, wie wir das trotzdem ausführen können. Ein Mensch muss zu Adam (Mensch) werden, der das System der Natur, in dem er existiert, versteht.

Dies ist ein geschlossenes integrales System, welches sich ständig entwickelt, verändert und vorwärts bewegt! Heute befinden wir uns an der Schwelle von sehr ernsten Veränderungen: Sowohl in der menschlichen Gesellschaft als auch in der Natur der Umwelt. Lassen Sie uns herausfinden und lernen, wie man das, was von uns abhängt, realisiert. Alles hängt nur vom Menschen ab.

Frage: Mit anderen Worten, möchten Sie ein Fach in einer Schule hinzufügen, dass über die innere Welt eines Menschen, über seine Situation unterrichtet?

Antwort: Nicht nur über seine innere Welt, sondern auch über die äußere Welt. Ich möchte einem Menschen ein Verständnis für die Welt geben, in der er lebt!

Kommentar: Der Mensch erhält das auch heute, wenn er die Naturwissenschaften in der Schule studiert.

Meine Stellungnahme: Ich sehe nicht, dass jemand, einschließlich der Medien, etwas über das System in dem er lebt weiß. Wenn Politiker und öffentliche Persönlichkeiten, egal wer, die Welt in der sie leben, verstehen würden, würden sie sich dann so verhalten, wie sie es tun?! Sie sind so kurzsichtig, dass sie für sich selbst alles zerstören würden.

Frage: Es gab einen ähnlichen Versuch; Karl Marx schrieb ein ausgezeichnetes Buch „Das Kapital“. Es wurde so umgesetzt und verzerrt, dass die eigentliche Idee, Armut zu bekämpfen, in einen Kampf gegen den Reichtum umgewandelt wurde. Wir wissen, was das Ergebnis daraus war. Wo gibt es die Garantie, dass so etwas Ähnliches nicht in der Zukunft geschieht?

Antwort: Marx war auf seine Weise ein Genie; Ich habe kein Argument dafür. Er verstand alles, bis auf die Sache, dass die Menschen dafür gebildet werden müssen.

Auch wenn dies in seinen Schriften hier und da vorkommt, so ist es doch nicht klar und deutlich. Ihm fehlte der Nachdruck. Um die Gesellschaft zu verändern, muss der Mensch erzogen werden. Sein voraussehender Geist hatte die Erwartung, dass sich der Kapitalismus selbst vernichten würde. In der Tat geschieht dies alles in unserer Zeit. Heute sehen wir, dass sich der Kapitalismus, obwohl es in den vergangenen 50 Jahren keine Anstrengungen gab das zu verbergen, sich selbst ausgebeutet hat!

Doch was kommt als nächstes? Es ist wirklich notwendig, nach Marx zu arbeiten, aber es ist nicht möglich, die Menschheit zu einem sozialistischen oder gar kommunistischen Regime, von dem er sprach, zu bringen. Wir müssen das durch Bildung und der einzigartigen Energie, die in der Natur existiert, realisieren! Dann können wir die menschliche Natur verändern, ansonsten werden wir das Ego nicht los. Es wird uns verschlingen.

(200325)

Aus dem Webinar 26/12/16



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Der hinterlistige Feind Amalek

Amalek ist der schlimmste Feind des die Spiritualität anstrebenden Menschen. Wenn dieser Amalek uns überwältigt, dann empfinden wir Mangel in der Wichtigkeit der Spiritualität, den Nebel, die Müdigkeit.

Er nimmt uns das Verlangen, uns zu bemühen, die Natur des Schöpfers zu enthüllen, um Ihm gleich zu werden. Wir finden eine Menge von Gründen, warum wir die Spiritualität nicht brauchen. Und dieser Zustand heißt „Macht des Amalek“.

Er steht uns nicht wie ein offener, bekannter Feind gegenüber, sondern schleicht sich unmerklich an und flößt uns die Müdigkeit, die Faulheit ein, und entzieht dem Spirituellen jede Wichtigkeit.

Wir beschäftigen uns dann lieber mit tausend verschiedenen Arbeiten, statt eine konkrete, wichtige Handlung zu setzen, die uns zum Ziel führt. Man ist mit allem einverstanden, nur nicht mit der Anstrengung! Genau das wird als Amalek bezeichnet.

Er wird uns nicht als Feind offenbart, der uns angreift, weil er uns hasst und gegen den wir uns verteidigen müssen. 

Auszug aus der Stunde nach dem Artikel von Rabasch, 02.09.2011



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Was überliefert uns die Tora?

Es ist unmöglich, den Text der Tora unmittelbar zu verstehen. Deshalb erschienen Religionen und all ihre Verdrehungen aus ihrem Missverständnis, und sie wollen uns weismachen, dass wir ihre Regeln in unserem körperlichen Leben erfüllen sollten.

Und die Tora sagt, dass die von Abraham gegründete Gruppe nach Ägypten aufbrach, d.h., sie fühlten nun einen größeren Egoismus.

Dann entschlossen sie sich, den Egoismus zu verlassen, darüber zu steigen, was der Exodus aus Ägypten genannt wird. Sie sind dazu bereit, sich untereinander zu verbinden, um sich über ihren Egoismus zu erheben, mit anderen Worten, sie akzeptieren die Bedingung der gegenseitigen Bürgschaft.

Um jedoch diese Bedingung zu erfüllen und dann den Egoismus zu korrigieren, indem man ihn in der Absicht des Gebens und der Liebe realisiert, brauchen wir noch die höhere Kraft namens Tora, was Licht bedeutet. Und sie bekommen sie. Das Licht sollte in ihre egoistischen Wünsche eintreten, und deshalb bauten sie zwangsläufig das Goldene Kalb.

Moses ist der Teil, der sie vereint, sie über den Berg Sinai erhebt, was Berg des Hasses bedeutet. Er teilte das Licht und es tritt in ihre Wünsche ein, die das Goldene Kalb genannt werden, er vermischt sie, und erhält die Mischung von sehr starken, gegenseitigen, egoistischen Wünschen, in denen das Höhere Licht existiert.

Nun können sie anfangen, mit dieser schrecklichen Mischung zu arbeiten, indem sie nach und nach die erforderlichen Teile aus ihr extrahieren und sie mit dem korrekten System verbinden.

Das geschieht, wenn Moses zum zweiten Mal mit den neuen Bundestafeln von Jom Kippur (dem Tag der Buße) vom Berg Sinai herunterkommt, zehn Tage nach Rosh HaShanah (Neujahr), das heißt, nach der Realisierung der inneren Erhebung und dem Auftreten vollkommen anderer Ziele, Gedanken und Kräfte für die Korrektur – die Existenz eines neuen Systems.

Mit anderen Worten, in zehn Tagen, d.h. in zehn Sefirot nach Keter, erreichen sie Malchut, und sie erlangen vollkommen das System, in dem sie existieren. Deshalb beurteilen sie sich an Jom Kippur selbst, sie verstehen, was sie tun müssen, und sie entscheiden, wie sie weiter leben möchten. Und die tatsächliche Korrektur beginnt nach dem Tag der Buße.

Die ersten Bundestafeln sind das unveränderliche Licht von Chochma, das stärkste Licht, welches schließlich alle Wünsche erfüllen muss und den Zustand der Welt der Unendlichkeit erreicht, unendliche Erfüllung. Sie symbolisieren Zimzum Alef (die erste Einschränkung).

Die zweiten Bundestafeln sind nach der Bedingung von Zimzum Bet (die zweite Einschränkung) gebaut, wenn wir uns vollständig, furchtlos, ohne Fehler zu machen, korrigieren können, weil das Höhere Licht nicht mit derselben Kraft wie beim ersten Mal zu uns kommt, und dann fühlen wir, welche Wünsche miteinander verbunden werden können und wie wir uns selbst richtig korrigieren.

Mit anderen Worten, die zweiten Tafeln symbolisieren den kleinen Zustand, währenddessen wir unsere Natur durch graduelle Handlungen korrigieren. Die ganze Wanderung durch die Wüste spricht genau über diesen Weg.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 8/31/16

[200217]



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Wie man auf das Böse reagieren soll

Frage: Wie soll derjenige, der Kabbala studiert, sich gegenüber einem boshaften Mitmenschen verhalten? Müsste man sich einmischen, um es zu stoppen?

Meine Antwort: All dies dient zum Zweck, den Menschen zu zeigen, wie verbreitet das Böse in unserer Welt ist und dass man es mit Güte ausbalancieren kann.  In der Regel funktioniert es nicht auf dem direkten Wege.

Wenn man tatsächlich die Korrektur vornehmen möchte, müsste man sich an die Gruppe anhaften, die an der Verbindung unter einander arbeitet und dementsprechend das umgebene Licht anzieht. Dieses Licht erzeugt den richtige Widerstand gegenüber den bösen Kräften. 

Frage: Wie soll ein Kabbalist reagieren, wenn er ein Zeuge von Gewalt und Betrug wird?

Meine Antwort: Als erstes muss er verstehen, dass alles für seine Korrektur gegeben wird. Nur, wenn er es schafft, die richtige Absicht aufzubauen, wird er in der Lage sein, an der Situation etwas zu ändern.

Dies ist möglich, wenn man bewusst versteht, dass alles vom Schöpfer kommt. Er zeigt es auf dem inneren Schirm des Menschen. Und man sollte nicht auf den visuellen Impuls reagieren, sondern auf die Tatsache, dass all dies von der Höheren Kraft ausgeht. 

Was Betrügereien betrifft, ist es besser, nichts zu tun. Man sollte versuchen, dies auf der inneren Eben zu korrigieren. Es ist notwendig, der bösen egoistischen Kraft mit der guten altruistischen Kraft entgegenzutreten. 

Wenn man sie hat, wird man helfen und die Situation ändern können, und wenn nicht, dann wird nichts klappen. 

Aus dem russ. Unterricht, 199959 



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Die Kabbala über Depression

Frage: Viele Menschen, darunter Jugendliche und Ältere, leiden heute unter Depressionen. Dies wird als eine psychische Erkrankung betrachtet. Gibt es gemäß der Kabbala eine Lösung dagegen?

Antwort: Es gibt eine Lösung. Depression ist das Resultat unserer unbefriedigten Wünsche. Ein Mensch hat nichts, außer Wünsche; wenn sich diese Wünsche erfüllen, empfinden wir Freude. Wenn sie sich teilweise erfüllen, sind wir teilweise unzufrieden, ein Zustand den wir ständig spüren und an den wir uns gewöhnt haben. Wir versuchen diese Unzufriedenheit auf unterschiedliche Weise zu neutralisieren: indem wir uns Filme ansehen, Fußball spielen, Pillen einnehmen, Medikamente verwenden, so halten wir uns irgendwie flott.

Es gibt Arten der Depression, bei der wir eine tiefschwarze, klaffende Leere in uns fühlen. Wir spüren keine Erfüllung in der Gegenwart und glauben nicht, dass es irgendwann in der Zukunft eine gibt. Das ist in der Tat eine schwierige Situation. In der Regel lebt ein Mensch mit einer Hoffnung für die Zukunft. Er plant, in den Urlaub zu fahren, fischen zu gehen, mit Freunden Fußball zu spielen, etc.. Ein Mensch beschäftigt sich normalerweise mit Gedanken über Nahrung, Sex, Familie, Vermögen, Respekt, Wissen und Freizeit. Dies alles haben wir in unserer Welt zu unserer Ablenkung erfunden, damit wir in diesem Leben existieren können. Wenn das alles von der Dunkelheit verschluckt wird, befindet sich ein Mensch in einem ernsten Zustand der Depression und ist bereit zu sterben. In diesem Zusammenhang steht geschrieben: „mein Tod ist besser als mein Leben.

In dem Moment, in dem ein Mensch solche Depressionen spürt, fragt er sich nach dem Sinn des Lebens: „ gibt es in diesem Leben keinen Sinn?“ Solche Zustände führen ihn zur Weisheit der Kabbala. Es ist daher praktisch unmöglich, die Weisheit der Kabbala zu finden, ohne deprimiert zu sein, da es eine Frage nach dem Sinn des Daseins ist. Wenn ein Mensch einen Sinn und Zufriedenheit in Handlungen wie Schlafen, Essen, Reisen und den allgemeinen Dingen findet, taucht in ihm die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht auf. Es scheint, dass es ihm gut geht, aber dieser Lebensinhalt bezieht sich auf die tierische Stufe. Wenn ein Mensch durch solche Handlungen keine Zufriedenheit erlangt, kommt er zur Weisheit der Kabbala. Daher ist die erste Frage, die ein Mensch stellt, wenn er zur Kabbala kommt: „Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann dieses Leben gefüllt werden? Was ist der Punkt in diesem Leben?“ Eigentlich ist es die Sinnlosigkeit, die ein Mensch ausbildet, da unsere gesamte Entwicklung unter dem Druck und den Leiden, dem Verlangen etwas zu entdecken und zu erreichen besteht. Der Mensch spürt, dass ihm etwas fehlt, in Wahrheit fehlt ihm der Sinn des Lebens.

Die Frage nach all den Enthüllungen in der gesamten Menschheitsgeschichte lautet: „Wofür? Warum? Was soll das alles bedeuten?“ Es sollte uns irgendwann zur Offenbarung der wahren Bedeutung des Lebens bringen. Wir sollten verstehen, dass unsere Welt nur ein Sprungbrett ist, aus dem wir uns selbst herausstoßen und zur nächsten Dimension, die hier in dieser Welt ist, aufsteigen müssen. Während wir in unserem Körper leben, mit einer Familie, einem Job und allem anderen, gehen wir in die nächste Dimension über. Gleichzeitig erreichen wir die nächste Welt. Das ist die wahre Bedeutung.

Das System drängt uns nach dieser Bedeutung zu suchen. Unser Ego wird Hilfe dagegen genannt, da es tatsächlich das leere Ego ist, welches den Menschen in die richtige Richtung schiebt.

(199954)

Aus der russischen Kabbala-Lektion 2/10/16



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Furcht ist ein Mangel an Erfüllung

Frage: Furcht ist ein sehr starkes Gefühl. Wie kann ich damit fertig werden?

Antwort: Indem man das Or Makif nutzt (Umgebendes Licht). All unsere Gefühle sind positive oder negative Erfüllungen unserer Wünsche, und Furcht ist ein Mangel an Erfüllung.

Sie ist der fundamentale Bestandteil unseres Lebenssinnes, der Welt, und sie kommt aus leeren Wünschen. Wenn wir erfüllt sind, verschwindet die Furcht, und wenn wir leer sind, erscheint das Gefühl von Sorge und Unsicherheit. Es gibt annähernd 800 Arten der Furcht auf der Welt. Sie ist ein sehr ernstzunehmendes Gefühl von leeren Wünschen, ein Kli (Gefäß) genannt.

Es ist möglich, die Furcht mithilfe der Weisheit der Kabbala zu kurieren, aber um das zu tun, müssen wir sie systematisch und vor allem in einer Gruppe studieren! Die leeren Wünsche werden dann schnell erfüllt, und negative Gefühle werden durch positive ersetzt.

Deshalb ist es am hilfreichsten, wenn man darauf hoffen kann, möglichst in einer Gruppe zu arbeiten, da es für eine einzelne Person sehr schwierig ist, einen solchen Zustand zu erreichen. Es ist sehr leicht, das Or Makif in einer Gruppe anzuziehen. Ohne eine Gruppe ist das sehr schwierig.

Aus der russischen Kabbalalektion 8/21/16

[200836]



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