Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Altruismus, Teil 1

Wir befinden uns in dem speziellen System, das „Natur“ oder „Schöpfer“ genannt wird, was ein und dasselbe ist.

Dies ist ein geschlossenes, perfektes und konstantes System. Die Menschheit empfängt davon Reaktionen und Einflüsse und entwickelt sich dadurch immer weiter. Das System arbeitet an uns. Es versucht uns in Übereinstimmung mit sich zu bringen, damit wir das Gefühl bekommen, durch unsere bewusste Entscheidung und Arbeit der Natur ähnlich und ein integraler Teil davon zu werden.

Ein Mensch sollte ein Meister dieses Systems sein – alle Menschen als ein Geschöpf. Um ein vollkommenes System der Natur zu werden, müssen wir uns zu einem Ganzen verbinden. Gegenseitiges Geben, gemeinsame Verbindung und Unterstützung, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist das Gesetz dieses einzigen Systems. Es arbeitet an uns, um uns zu seinem Zustand zu bringen.

Aus diesem Grund ist das Gesetz der Nächstenliebe ein zwingendes, dessen Entwicklung unabhängig von unserem Wunsch oder Widerstreben auf uns wirkt. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir dieses Gesetz erfüllen können und wie wir einen guten Weg der Übereinstimmung zwischen Schöpfer und Geschöpf finden, um voran zu schreiten. So wird unsere Entwicklung rasch und angenehm sein.

Früher oder später nähern wir uns – ob durch einen guten oder schlechten Weg – immer näher an die Eigenschaften dieses Systems der Natur an. Wir sehen, dass sich die Welt ständig verändert. Jedes Mal , wenn wieder aufgedeckt wird, dass die fortgeschrittenen Staaten die festgelegten gesetzlichen Bedingungen endlich erfüllen sollten. Altruismus ist eine allgemeine Verbindung, die sich über alle Unterschiede hinwegsetzt und die Basis der Natur bildet. Es sollte genauso auf die Menschen übertragen werden.

Unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere haben keine Wahlfreiheit. Ein Mensch muss dieses Gesetz verstehen und damit einverstanden sein; selbst wenn er die Möglichkeit hat, etwas anderes zu wählen, sollte er trotzdem das altruistische Gesetz der vollständigen Verbindung mit anderen bevorzugen. Der Altruismus ist der Endzustand, zu dem wir durch die Evolution gelangen werden. Auf dem Weg dorthin passieren wir immer zwei Zustände, zwei Linien. Wir betreten die linke Linie und empfinden Leiden und Schwierigkeiten; dann verstehen wir, dass dies erforderlich ist, um uns rasch mit der rechten Linie zu verbinden.

Die Menschheit bewegt sich auf diese Weise: Manchmal entstehen brutale Regimes, ein anderes Mal freundlichere und barmherzigere. Nach und nach löst sich Böses und Gutes ab, bis man schließlich nach all den Leiden zum Zustand gelangt, wo es reicht und man endlich fähig wird, sich vollständig zu verbinden.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Morgenlektion vom 12/1/17

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Die perfekte Frau auf dem Kongress

Frage: Wie soll eine Frau auf dem Kongress sein, um ihre Rolle perfekt zu erfüllen?

Antwort: Die perfekte Frau schließt alle Frauen unserer Welt-Gruppe in sich ein. Alle Frauen verbinden sich miteinander durch Aufhebung des eigenen Egoismus, den Wunsch zum Klatsch, Kritik, gegenseitige Abneigung.
Und nicht, weil sie sich die Mängel gegenseitig vergeben, sondern weil sie wirklich spüren, dass sie ein Körper sind. Unser Geist und unsere Gefühle trennen uns und führen uns von diesem gemeinsamen Organismus weg; sie geben jedem die Illusion, dass er von den anderen getrennt existiert.

Wir kommen zum Kongress, um die Wahrheit zu offenbaren und mit klarem Blick zu erkennen, dass die ganze Welt ein System ist. Es gibt nur das Material, das der Schöpfer „aus dem Nichts“ geschaffen hat, in dem seine Macht „Existenz aus Existenz.“ herrscht. Nur die Liebe und Verbindung herrschen in der Welt. Und die Tatsache, dass wir es anders sehen, liegt nur daran, dass wir selbst nicht so sind. Wenn ich mich verändere, um mich mit anderen zu verbinden, werde ich die Höhere Welt hier und jetzt fühlen. Nichts mehr ist notwendig – nur die eigene Wahrnehmung ist zu ändern.

Die ideale Bnei Baruch Frau  fühlt dieses Höhere System, schlisst sich ihm an und sieht die Welt durch korrigierte Augen. So stelle ich mir die perfekte Frau vor!

Frage: Wie können wir das Maximum schaffen? Auf was sollen wir unsere Aufmerksamkeit in der inneren Arbeit konzentrieren, um so schnell wie möglich dieses Idealbild zu erreichen?

Antwort: Wir fangen damit an, dass wir alle in der Gruppe vorhandenen, privaten Probleme wie ein gemeinsames Problem in der Familie wahrnehmen und korrigieren. Und wir sind noch mehr als eine Familie – wir sind ein Leib. Baal Sulam schrieb noch vor 100 Jahren, dass die Welt eine Familie sein soll, ein gut funktionierendes auf Liebe basierendes System. Doch bis jetzt ist noch nicht viel davon zu sehen.

Lassen Sie uns hoffen, dass sich unsere Gruppe endlich in eine vereinigte Frau und einen vereinigten Mann verwandelt. Und dann können diese beiden Hälften in einer großen Fusion verbunden werden, in der der Schöpfer sich enthüllt. Wir sind schon sehr nahe an diesem Zustand, lassen Sie uns unseren Aufstieg zu Ihm beschleunigen.
Ich erwarte, dass wir alle als Folge der Kongresse wachsen werden. Und die Frauen spielen dabei noch eine größere Rolle als die Männer. Wir wissen, dass die Frau die ganze Ordnung unseres Lebens definiert, ohne dass wir es merken.

Deshalb hoffe ich, dass die Frauen uns helfen werden, bei jedem Kongress zu wachsen. Wir treffen uns nach dem Kongress schon auf einer anderen Stufe. Ich wünsche allen viel Erfolg!
Aus dem TV Programm für die Vorbereitung auf den Kongress, 24.01.2014

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Die Kunst des Gleichgewichts

Frage: Wie sieht die Definition von gut und böse aus?

Antwort: Das Gute ist Gleichgewicht, Harmonie und Verbindung zwischen allen Naturkräften. Das Böse dagegen ist Ungleichgewicht und Leere. Und der Ausbruch einer der letzteren Kräfte führen zu Krieg oder Katastrophen.

Mit anderen Worten ist das Gute ohne das Böse auch schlecht. Ein Tag mit Sonnenschein erscheint uns besser als einer mit Unwettern. Zuviel davon jedoch kann in Gluthitze und Dürre enden. 

Das Gute verbirgt sich daher im Gleichgewicht. Das bedeutet, dass man die Balance auf drei Ebenen meines Daseins unterstützen muss: Da ist die körperliche Ebene („tierisch“ genannt), die menschliche Ebene und die spirituelle Ebene.

Die körperliche Ebene umfasst Gesundheit, Haushalt, gesunden Sex und empathisches Verhalten gegenüber der Familie. Der Mensch muss das alles erlernen, denn im Gegensatz zum Tier erfolgt bei ihm nicht alles aus dem Instinkt heraus.

Die menschliche Ebene beinhaltet die Wechselwirkungen mit der Gesellschaft und der Umgebung.

Die spirituelle Ebene betrifft die persönliche spirituelle Suche nach dem Ziel des Lebens, nach der Wahrnehmung der Wirklichkeit und die Vorstellungen über die Höhere Kraft.

Diese drei Ebenen müssen im Gleichgewicht sein. 

Frage: Wie erbauen wir das Gleichgewicht auf der menschlichen Ebene, in den Wechselwirkungen mit der Umgebung?

Antwort: Wir spüren keine Unterschiede zwischen uns, wir gehören zu einem menschlichen Organismus, zu einem System. Wir möchten zwischen uns ausgeglichene Beziehungen schaffen: Letztendlich trennt uns nichts, wir sind Eins. Wir sind voneinander abhängig, spüren aber diese Abhängigkeit nicht, da man auf alle Anfragen sofort Antwort erhält. Man bekommt also das, was man benötigt und gibt den anderen das, was diese brauchen.

Das wäre Gleichgewicht in der menschlichen Gesellschaft, die Wechselwirkung, welche auf den beiden entgegengesetzten Kräften basiert. Und jeder von uns verfügt über diese Kräfte. Einer für alle und alle für einen

Frage: Wie gehen wir aber diesen Weg? Wie hält man die richtige Ausrichtung auf das Ziel?

Antwort: Als erstes müssen wir das erlernen. Wenn man auf diese Weise sein Leben in der Familie und in anderen Kreisen organisieren möchte, beginnt man, die Balance zwischen sich und der Umgebung zu spüren. In dieser näheren Umgebung offenbart sich eine gemeinsame Kraft, die gut und Gutes tuend ist.

Einerseits erschaffen wir sie und anderseits ist sie in der Natur enthalten, sie ist über uns. Eigentlich erbauen wir diese Kraft nicht selber, sondern wir schaffen vielmehr die Bedingungen für ihre Offenbarung. So sind wir daran beteiligt. Diese Kraft erfüllt uns und wir formen sie mehr und mehr. Bis vollkommene Harmonie zwischen uns und dieser Kraft entsteht.

Das ist das Ziel des Menschen „die absolute Güte“.

Frage: Was bedeutet, dass diese Kraft der Güte mein „Kompass“ sein soll, welcher sich in jeder Wechselwirkung zwischen mir und der Umgebung offenbart?

Antwort: Genau zwischen uns. Wir sind gleich, verschwinden förmlich und hinterlassen nur das gemeinsame Verlangen, diese Harmonie im Gleichgewicht zu halten.

Gemäß diesem gemeinsamen integralen Zustand zwischen uns ergeben sich die Begriffe „gut“ und „böse“. Das Gleichgewicht nennt man „gut“ und Ungleichgewicht heißt „böse“.  

Ich wiederhole, der Schwerpunkt liegt in der Harmonie mit der Umgebung auf Basis der Wechselwirkung. Hier prallen „Plus“ und „Minus“ aufeinander, das Geben und das Nehmen. Es gleicht dem Stoffwechsel, es sind Wechselwirkungen von Gefühlen und Beziehungen. Es ist das Gleiche wie auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene, aber hier auf der geistig-spirituellen Ebene.

Auf dieser Ebene entwickeln wir in uns „Spürsinn“ für das Böse. Wir können das Böse durch die universellen Kriterien begreifen. Gleichgewicht zwischen den Menschen, sowie die gegenseitige Liebe und Verbindung sind gut, aber die Abkehr von der Einheit und die Entfernung von der Verbindung sind schlecht.

Das muss die Grundlage in der Bildung des modernen Menschen sein. Weil er im Prinzip nicht mehr braucht als das. Das wird ihm den Erfolg im Leben sichern.

Aus dem 393. Gespräch „Neues Leben“, 03.06.2014 – 6.07.2014

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Wenn wir erwachen

Frage: In unserer Welt erziehen wir Kinder, arbeiten, studieren und spielen. Aber was macht die Seele?

Antwort: Alle Aktionen in unserer Welt erleben wir nur in unserem Bewusstsein. Deswegen stehtt geschrieben, dass wir nach unserer Rückkehr in die höhere Welt verstehen, dass alles, was wir in dieser Welt durchgemacht haben, wie ein Traum war.

Frage: Was werden wir tun, wenn wir erwachen?

Antwort: Aufzuwachen bedeutet, das wahre Bewusstsein zu erlangen. Dann werden wir mit der Erschaffung der Seele beschäftigt sein; wir werden erfahren, was Verbindung bedeutet, um das wahre Universum, die wahre Welt, die wahre Ewigkeit und den perfekten Zustand unserer Verbindung zu erlangen, als ein einziger Organismus, Adam genannt. Mit anderen Worten werden wir den wahrhaftigen Zustand über unserem Schlaf erschaffen.

Frage: Was ist der wahrhaftige Zustand? Was machen die Menschen dort?

Antwort: Nicht die Menschen, sondern die Seelen, deren Verlangen korrigiert wurden zum gegenseitigen Geben. Diese Verlangen fühlen die vereinte höhere Kraft,  die in ihnen existiert, den Schöpfer; sie werden zu einem einzigen Verlangen, indem sie sich über ihre egoistischen Neigungen erheben – „für sich selbst zu empfangen“ zur Absicht „alles den anderen zu geben“ – und so vollständig verbunden sind.

Wenn wir im Schöpfer eingeschlossen sind über unseren egoistischen Verlangen, die uns voneinander trennen, erreichen wir diese höhere Kraft, ihre Perfektion, Einheit und Ewigkeit und werden wie sie. Das ist das Ziel unserer Entwicklung. Unsere Seelen sind auf allen spirituellen Stufen nur mit der gegenseitigen Vereinigung beschäftigt.

Jetzt starten wir damit, diese Technik praktisch in den Zehnen zu meistern. Deswegen empfehle ich jedem, sich mit uns zu verbinden und keinesfalls die praktische Arbeit in den Kabbala-Gruppen zu versäumen. Das ist das Allerwichtigste. Nur deswegen lohnt es sich, 21 Stunden des Tages zu leben, um drei Stunden mit uns in unseren Gruppen zu verbringen. Denkt darüber nach und entscheidet. 

Aus der russischen Kabbala Lektion 6/11/16

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Dann soll man das Mädchen hinausführen

Wenn der Vorwurf aber zutrifft, wenn sich keine Beweisstücke für die Unberührtheit des Mädchens beibringen lassen, soll man das Mädchen hinausführen und vor die Tür ihres Vaterhauses bringen. Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie steinigen und sie soll sterben (5. Mose, 22:20)

„Es wurden keine Beweise der Jungfrauschaft bei dem Mädchen gefunden“  bedeutet, dass es nicht mein persönliches Verlangen ist. Ich wähle und analysiere, ob es mir gehört oder nicht. Schließlich ist ein Mensch ein Punkt im Herzen, und alles andere sind Verlangen. 

In dem Licht, das von den Eltern des Mädchens herabsteigt – der Stufe Aba we Ima – sehe ich, dass das Verlangen nicht meins ist. 

„Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie steinigen und sie soll sterben“- das bedeutet die Korrektur des Verlangens. Weil das Verlangen so egoistisch und unrein ist, befindet es sich in Lew Ha Ewen (steinernes Herz) – im unkorrigierten Zustand.  

Inzwischen suche ich nach anderen geeigneten Verlangen und analysier, mit wessen Hilfe ich voranschreiten kann, und mit wessen nicht. So realisiere ich ein Verlangen nach dem anderen, bis alle 613 Verlangen korrigiert sind. 

Aus der TV-Sendung „Die Geheimnisse der Tora“.

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Alles offenbart sich in der Einheit

Frage: Auf welche Weise wird unsere Verbindung zur Grundlage für die Offenbarung der spirituellen Stufen?

Antwort: Jede Stufe ist eine Welt, die du wahrnimmst. Die Welt, welche aus der Verbindung zwischen allen Seelen gewebt ist. Die Grundverbindung, welche aus der Welt der Unendlichkeit entsteht, verminderte sich nach und nach bis sie zersprang und in unserer Welt völlig zerbrochen wurde. Von hier aus beginnen wir wieder mit dem Aufsteigen auf dieselbe Stufen der Verbindung. Du muss nur diese Verbindung offenbaren. 

Das „Material“ für die Seelen ist das Verlangen zu empfangen, und die Verbindung zwischen ihnen ist dieses System, welches wir erforschen. Die Zehn Sefirot, die spirituellen Parzufim, sind nur die unterschiedlichen Arten der Wechselwirkung der Seelen zwischen einander. 

Im Grunde genommen entsteht daraus ein Ganzes, wenn wir zur Welt Malchut der Welt der Unendlichkeit aufsteigen und alle diese Verbindungen mit Geben durchdringen, ohne jegliche Grenzen und Mängeln. Dann verschwindet der Widerstand in den Übergängen zwischen uns und die Verbindung wird mit unendlichen Geschwindigkeit realisiert. Das ist der Zustand der Unendlichkeit.

Die Verschmelzung bedeutet, dass das, was ich habe auch du augenblicklich besitzt und umgekehrt. Solche Kommunikation ist grenzenlos, sie ist nicht durch Zeit und den Widerstand des Egoismus begrenzt. „der Widerstand“ zwischen uns verschwindet und unsere Verlangen agieren frei in ihrem vollen Volumen miteinander. 

Frage: Wie muss sich das während der Seminare offenbaren?

Antwort: Unsere Verschmelzung während der Seminare ist eine Anstrengung. Wir möchten miteinander so eng verschmelzen, wie wir uns nur vorstellen können. Damit jeder dabei  das Gefühl des „Ichs“ verliert und wir ein einzelnes Verlangen spüren, eine Absicht, ein Ganzes. Aus diesen Bedingungen heraus, aus dem Punkt der Einheit überlegen wir uns die Lösung der Frage, die uns der Lehrer gestellt hat. Die Antwort verbirgt sich genau dort, in der Verbindung.

Dazu streben wir während des Seminars an, mithilfe der Verbindung die Antwort zu finden. Jedes Mal während der Suche nach der Lösung möchten wir sie genau dank der Verbindung finden, ohne jegliche Logik anzuwenden. Wir werden dabei nicht die Worte der Kabbalisten logisch überprüfen und analysieren.

Ohne Verbindung macht es keinen Sinn, sich in einen Kreis zu setzen. Wozu brauchen wir dann den Kreis? Für ein kluges Gespräch oder eine wissenschaftliche Diskussion? Nein, unsere Aufgabe ist nur, zwischen uns die Verbindung zu realisieren auf dem Niveau der Gefühle, damit diese Verbindung neue Eigenschaften erschafft. Dann wirst du in der gemeinsamen Wahrnehmung die Lösung sehen. 

Das Seminar ist dazu da, um ein gemeinsames Gefäß zu erschaffen, welches zu einer höheren Stufe gehört. Wir versuchen mit aller Kraft, sie zu erreichen. Wenn wir aber keine Lösung finden, haben wir versagt. Es ist sinnlos, während des Seminars an die Verbindung zu erinnern, denn sie muss zu einer grundsätzlichen Einstellung werden.

Aus dem Unterricht nach Rabasch Artikeln, 13.07.2012

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Du sollst Geist und Materie nicht verwechseln

Frage: Wenn alles materielle eine spirituelle Wurzel hat, dann wurde mir meine Familie nicht zufällig gegeben. Wenn es den Schöpfer gibt, bedeutet dies, dass ich Ihn hier, in meiner Familie offenbaren muss? 

Meine Antwort: Es gibt hier „tierische“ und spirituelle Komponenten. Zu den „tierischen“ Komponenten gehört eine Familie, die man braucht und um die man sich kümmern muss. Die spirituellen Komponenten beziehen sich jedoch nur auf die Seele. DAs darf man nicht verwechseln. In unserer Welt muss ich mich um meine Kinder, Partner, Eltern, Verwandtschaft kümmern, aber das hat nichts mit der Seele zu tun. So heißt es in der Tora „löse dich von deiner Mutter und deinem Vater ab, und hafte dich an den Schöpfer an“.

Frage: Soll das heißen, dass familiäre Beziehungen als tierisch zu betrachten sind? Denn es werden doch gemeinsam spirituelle Aufgaben besprochen und Lösungen gesucht, man akzeptiert die Meinung anderer – ist das etwa auch die tierische Stufe?

Meine Antwort: Die Familien unterscheiden sich in Bezug auf was besprochen und berücksichtigt wird. Das ist Ihre Sache. Ich habe nichts gegen die Familie, aber ich denke, dass selbst die tiefgründigen Entscheidungen in der Familie nichts mit Spiritualität zu tun haben.

Meinung: Aber wir sprachen früher darüber, dass eine gute Beziehung zwischen Mann und Frau zur Offenbarung des Schöpfers führen kann.

Meine Antwort: Kann es, natürlich, wenn sie darin erfolgreich werden.

Aus der russ. Lektion, 11.12.2016

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Weswegen werden uns Probleme geschickt?

Frage: Nehmen wir an, ein Mensch hat eine Brieftasche mit Geld verloren. Und plötzlich kommen ihm Gedanken, dass es deswegen passiert, weil er nicht zum Unterricht gegangen ist oder etwas Schlimmes getan hat. Wie soll man so etwas interpretieren?

Antwort: Gar nicht. Das ist dumm! Machen Sie auf keinen Fall derartige Schlussfolgerungen und verbinden Sie nicht solche Sachen miteinander. Sie werden später sehen, dass Sie sich geirrt haben. Und es beschränkt und verwirrt Sie. Sie stellen Verbindungen her, wo es keine gibt.

Frage: Weswegen werden mir solche Probleme dann geschickt?

Antwort: Weil Sie ein Egoist sind. In erster Linie sollten Sie ihre Verbindungen zu den Freunden der Gruppe stärken und das Höhere Licht des Guten anziehen, das Sie korrigiert. Dann werden sie keine Brieftaschen verlieren, wenn es nicht nötig ist. Und wenn nötig – doch.

Frage: Das heißt, ich kann von Morgen bis Abend in meiner Zehner sitzen und jeden Tag meine Brieftasche verlieren? Und es ist sinnlos, nach dem Grund dafür zu suchen.

Antwort: Das ist nicht nur sinnlos, es ist sogar verboten! Solange sich Ihnen nicht das ganze System enthüllt, erkennen Sie sowieso weder Gründe noch Folgen.

Frage: Aber die eigentliche „Heilung“ geschieht über den Zehner? Kann ich sagen, dass ich Probleme bekomme, wenn ich nicht genug in die Liebe zu Freunden investiere?

Antwort: Investieren Sie auf jeden Fall in den Zehner und „treffen Sie den Zehner!“

Aus der Kabbalah-Lektion in russisch.

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Zu einer neuen Gesellschaftsordnung

Frage: Sie sagten, dass die körperliche Welt keinen Kabbalisten interessiert. Kann ein Kabbalist gleichgültig dem gegenüber sein, was in der körperlichen Welt, in der er vorübergehend lebt, geschieht?

Antwort: Tatsache ist, dass die physische Welt eine Konsequenz unseres Verhaltens ist. Wir können unser Verhalten nur mit Hilfe der spirituellen Welt verändern. Aus diesem Grund sind alle menschlichen Versuche, etwas in dieser Welt zu tun, nutzlos. Es geht alles auf die Art und Weise zurück, wie es vorher war. Wir machen immer die gleichen Fehler und als Resultat erhalten wir die selben Schläge. Es wäre besser, wenn wir gar nichts tun würden. Das Beste für einen Menschen ist es, sich nur in seiner spirituellen Entwicklung zu engagieren. Deshalb ist diese Welt für die Kabbalisten uninteressant. Sie ist eine Art Reflexion ihres Fortschritts. Baal HaSulam schreibt, dass wir zu einer kommunistischen Gesellschaft werden. Nicht in der Art wie die Methoden von Lenin und Marx, sondern zu einer wirklichen, egalitären und gerechten Gesellschaft.

Diese Gesellschaft ist nicht das eigentliche Ziel, sondern sie ist ein Spiegelbild des inneren Zustands der Menschen, die auch in Zukunft auf dieser Welt leben werden. Die Beziehungen zwischen ihnen ermöglichen es, eine Gesellschaft zu schaffen, in der die Menschen ebenbürtiger und sich näher sind, da das höhere Licht sie mehr und mehr beeinflussen und zu einer einheitlichen Struktur verbinden wird. Marx sah das genau vor sich; die Menschheit wird unweigerlich dazu zurückkehren. Er schrieb über eine neue Gesellschaft und verwies dabei nicht auf Russland oder irgendein anderes Land. Er glaubte an eine solche zukünftige Gesellschaft, da dies der natürliche Verlauf unserer Evolution ist; die Evolution führt uns dazu. Es stellte sich heraus, dass er Recht hatte. Dazu braucht man kein Prophet zu sein. Man muss nur den Verlauf unserer Evolution richtig verstehen.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 1/1/17

(201963)



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Wie retten wir die Welt aus dem Meer von Lügen?

Gegenwärtig durchläuft unsere Welt einen einzigartigen Prozess, bei dem alles, was in der Menschheitsgeschichte erreicht wurde, neu überdacht wird, und wir sehen, was für eine betrügerische Gesellschaft der Mensch erschaffen hat. Wir werden von allen Seiten betrogen und belogen. Die Medien sind im Besitz der reichen Elite und senden kein wahres Wort. Die Herrscher der Welt gehen ohne irgendeinen Gedanken an andere ihren persönlichen Geschäften nach. Sie tun nichts zum Wohl der Menschen, sondern nur zu ihrem eigenen Wohl.

Das enthüllt sich gerade jetzt, in unseren Tagen. Die Menschheit ist gewachsen und durchläuft eine schwierige Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft. Das ist ein Ruf der Zeit. Deshalb habe ich Donald Trump so sehr bei den Wahlen und hinterher unterstützt. Es gibt nichts Besonderes an ihm, aber er ist ein Symbol für eine neue Zeit, eine Neugestaltung. Wir sehen, wie eine extreme Linie in der Welt eine andere extreme Linie hervorbringt: Extremer Liberalismus gebärt den zur Zeit ultra-rechten Flügel, den Nazismus. Und die Überprüfung geschieht in der Mitte zwischen ihnen. Deshalb sind die Medien und Regierungen für so eine Kritik anfällig und gegenseitige Anschuldigungen kommen von allen Seiten.

Die Menschen werden verstehen, wer sie kontrolliert, wen sie als Regierung wählen, und sie werden alle Täuschungen der Massenmedien und der großen öffentlichen Organisationen erkennen. Tatsächlich kümmert sich jeder nur um sich selbst und verschafft sich auf Kosten der normalen Menschen Vorteile. Das ist eine Erkenntnis des Bösen, die die Menschen vorher nicht haben konnten. Früher glaubten sie noch an die schönen Worte und blieben mehr oder weniger ruhig. Als Ergebnis dieser Revision werden wir verstehen, dass die ganze menschliche Gesellschaft in Lügen versunken und unfähig ist, den richtigen Zustand zu erbauen. Schließlich erschafft sie selbst solche Regierungen, Organisationen, Gewerkschaften, Bildungssysteme und Medien.

Deshalb braucht die Gesellschaft selbst Bildung und Anleitung. Nur nach der Integralen Bildung wird die Gesellschaft in der Lage sein, solche Organisationen ins Leben zu rufen, die zum Wohl der Menschen handeln. Und ohne diese vorausgegangene Vorbereitung wird die Gesellschaft immer ultralinke oder ultrarechte Allianzen schaffen – anders gesagt, ultraegoistisch in der einen oder anderen Richtung.

Die Kabbalisten erklären das der Welt, um es den Menschen nach und nach ins Bewusstsein zu bringen. Das hat nichts mit Politik zu tun. Die Weisheit der Kabbala offenbart sich jetzt der ganzen Menschheit, um ihr die Methode der Korrektur zu geben. Deshalb ist die Richtung, in der sich die Welt entwickelt, sehr wichtig. Ich sehe in Donald Trumps Machtergreifung verglichen mit dem Kurs von Obama ein Zeichen für eine gute Entwicklung. Bald werden die ultraliberalen Führer in Europa ebenfalls ersetzt werden. Das liegt an den Stufen der Enthüllung des Bösen, die die Menschheit durchläuft. Ich persönlich habe keine Vorlieben für irgendeine Partei. Ich schaue mir die Situation vom Gesichtspunkt der Nützlichkeit für die notwendigen Korrekturen an, die die menschliche Gesellschaft durchlaufen muss.

Die Menschen denken, dass die Kabbala eine Theorie ist, die nur über den Schöpfer und die entfernten Höheren Welten spricht. Aber das ist nicht so, denn Baal HaSulam schrieb im Artikel „Die letzte Generation“ über die Struktur der zukünftigen Gesellschaft und traf sich diesbezüglich mit Ben Gurion. Wir leben in einer Zeit, wo die Weisheit der Kabbala bereits für die gesamte Generation bestimmt ist, und deshalb ist es sehr wichtig, welche Richtung die Entwicklung nehmen wird. Deshalb ist es lohnend, den Menschen zu helfen, das herauszufinden. In der Tat hat die Kabbala keine Verbindung zur Politik. Wenn ich irgendwelche Einschätzungen abgebe, dann geschieht das nicht von einem politischen Standpunkt aus, sondern nur vom Standpunkt der Kabbala. Das heißt, von der Art, wie die Höheren Kräfte an der menschlichen Gesellschaft handeln und die Welt zur Korrektur bewegen.

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