Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Fröhliches Chanukka!

Die Seele eines Menschen setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die Galgalta Eynaim und AHP genannt werden. Das Fest Chanukka symbolisiert die Korrektur von Galgalta Eynaim und das Fest Purim symbolisiert die Korrektur von AHP. Deshalb gibt es in unseren Welt Traditionen, welche diese Ereignisse auf dem persönlichen spirituellen Weg eines Menschen feiern.

 

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Wofür zünde ich die Kerze an ?

Frage: Welch tieferen Sinn hat das Anzünden der Kerzen an Chanukka ? Was kann ich den Kindern darüber berichten ?

Antwort :
Wir streben nach dem Geben und der Nächstenliebe, was für uns zum Licht, zum Genuss werden soll.

Wenn wir uns wie ein Mensch mit einem Herzen verbinden, werden wir anfangen, die Geisteswelt, den Schöpfer, das ewige Leben, zu empfinden. Dies alles symbolisiert die brennende Chanukka Kerze.

Chanukka ist noch nicht das Ende der Korrektur, sondern nur eine Pause, eine Erholung auf dem Weg. Wir erreichen die Eigenschaft von Bina, das Geben für das Geben, kommen heraus aus unserer Selbstsucht und steigen aus Malchut in Bina auf.

Ich kann aber noch nicht von Bina heruntersteigen und Malchut benutzen, ich erhebe mich nur über das Wissen, das heisst Chanukka. Also, man darf dieses Licht noch nicht benutzen sondern erst einmal nur anschauen.

Wenn wir später den Feiertag Purim erreichen, nehmen wir dieses Licht und benutzen es mit unserem Wunsch „zu genießen“ damit „die Finsternis leuchtet wie das Licht“. Dann steigen alle Kräfte von Bina in Malchut hinab und sie selbst beginnt zu leuchten, was das Symbol für das Ende der Korrektur ist.

Und Chanukka („Chanu-kka“–„hier blieben wir stehen“) ist unsere Erholung in der Mitte des Weges. Eben so, wie die Generation die in der Wüste verblieben ist und nun aufklärt wie man über dem Ego aufsteigen kann.

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Das Wunder von Chanukka

Frage: Auf Chanukka geschah ein Wunder, als eine Kerze, die nur einen Tag brennen konnte, acht Tage brannte. Was ist eine Kerze, ein Docht und ein Öl aus kabbalistischer Perspektive?

Antwort: Eine Kerze ist ein Fass, in dem Öl und ein Docht schwimmen. Dank dem Docht können wir das Öl anzünden, das den Docht hinaufsteigt und verbrennt. Getrennt werden das Öl und der Docht nicht brennen, aber wenn das Öl in den Docht eindringt, leuchtet die Kerze auf.

Der Docht verkörpert die Zurückweisung des Lichts. Das Öl stellt den Brennstoff dar, kann jedoch nicht von selbst verbrennen. Deshalb müssen wir verstehen, dass unser wachsender Egoismus durch unsere Arbeit in sein Gegenteil umgewandelt wird, wie es geschrieben steht: „Der böse Engel wird zum guten Engel“ oder „Der Engel des Todes wird zum Engel des Lebens.“

Die Makkabäer fanden das Ölfass, da sie versuchten, die Qualität der Liebe und des Gebens, die Verbindung zwischen ihnen zu erlangen und sie konnten es anzünden, weil sie großen Widerstand gegen jene Bevölkerungsgruppen empfanden, die sich mit den griechischen Götzen vereinigten und eine griechischen Tempel in Jerusalem bauten.

Der Krieg der Makkabäer war innerlich, nicht äußerlich wie bei den Griechen oder den Hellenisten innerhalb Israels. Als sie ihren egoistischen Widerstand überwanden, verwandelten sie ihren Ärger zwischen ihnen in den Docht im Öl und konnten ihn so anzünden.

Daher verkörpert das Ölfass mit einem Docht die spirituelle Arbeit der Person. Es bedeutet nichts, einfach ein Fass zu finden – Hauptsache, es anzünden zu können. Als sich die Makkabäer durch die Überwindung des Widerstands ihrer Egos vereinigten, stellte sich heraus, dass das Fass in der Lage war, den Docht in das Licht zu stecken. Mit anderen Worten, sie verwandelten ihren Egoismus und es begann, vom höherem Licht erleuchtet zu werden und ihre Seelen beleuchteten sich, beleuchtet vom Licht. Dies ist das Wunder von Chanukka.

Frage: Warum brannte die Kerze acht Tage anstatt eines?

Antwort:  Wenn Sie zum Zwecke der Liebe und des Gebens arbeiten, steigen Sie höher auf. Es gibt acht Sefirot von Malchut  bis Bina, acht Teile der Wünsche. Obwohl es nur eine Malchut gibt, erleuchtet der Widerstand, dh. der Glaube über die Vernunft, alle Sefirot bis zum höchsten – Bina.

Die Makkabäer konnten die wahre Qualität des Gebens erreichen, was Glaube über  Vernunft genannt wird. Die Vernunft ist in Malchut, während der Glaube – in Bina ist.

Der Aufstieg von Malchut nach Bina verkörpert das Wunder von Chanukka.

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Gibt es eine direkte Verbindung zwischen Wurzel und Zweig?

Alle unsere Eigenschaften, die nicht in der höheren Kraft vorhanden sind, nicht direkt von ihr ausgehen und ihrer Natur entgegengesetzt sind, verursachen in uns Leiden. (Baal HaSulam, „Innere Betrachtung“)

Frage: Folglich gibt es bestimmte Eigenschaften, die nicht direkt von der höheren Kraft ausgehen. Wie kann das sein, denn „es gibt niemanden außer Ihn“?

Antwort: Alle guten Eigenschaften des Schöpfers manifestieren sich komplett umgekehrt in uns, in der Übereinstimmung mit unserem Egoismus.

Es gibt zum Beispiel keine Anstrengungen beim Schöpfer d.h., schwere Arbeit ist nicht in unserer Wurzel integriert. Wir streben den Zustand der absoluten Ruhe an, da jede Anstrengung in uns Leiden auslöst. Um mich glücklich zu machen, kann ich eine große Menge an Kalorien verbrauchen, dann ist alles gut.

Frage: Gibt es eine direkte Verbindung zwischen Wurzel und Zweig?

Antwort: Nein, es gibt einen Filter. Es gibt eine Art Bildschirm, auf dem alles umgekehrt läuft. Wenn das höhere Licht in den spirituellen Parzuf eindringt, übt der Parzuf daraufhin eine Einschränkung aus. Er reflektiert das Licht, führt Berechnungen durch und erst danach empfängt er das Licht.

Das Gleiche geschieht beim Aufstieg von unten nach oben. Um uns an den Schöpfer wenden zu können, müssen wir dasselbe tun. Das ist eine riesige Arbeit. Wir wollen das höhere Licht, können aber keine Anstrengung für Ihn ausführen.

 

Aus dem russischen Unterricht 07/08/2018

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Chanukka – Die Rast mitten auf dem Weg

Wir treten in eine besondere Periode des Festes Chanukka ein. Dieses Fest hat eine interessante Geschichte, wir sind aber mehr an seinem spirituellen Sinn interessiert. 

Der Mensch, sowie die gemeinsame Seele, war dem Schöpfer absolut gegensätzlich erschaffen worden. Die Eigenschaft des Schöpfers ist das Geben und die Liebe. Die Eigenschaft des Geschöpfes ist das Empfangen und der Hass. Das Programm der Schöpfung ist dazu berufen, den Menschen von der Gegensätzlichkeit zur Gleichförmigkeit mit der höheren Kraft zu führen.

Dieses Programm wird dank dem Licht realisiert, welches zur Quelle zurückführt. Dieses Licht erweckt man mit Hilfe spezieller Verfahrensweisen. Dazu gehört die Arbeit in Gruppen, nach dem Beispiel von Moses bei der Erschaffung des Volkes Israel.

Wenn sich diese Gruppen in einer speziellen Form verbinden, ziehen sie das Licht zu sich heran, welches zur Quelle zurückführt. Das Licht wirkt allmählich auf sie. Dank diesem Licht, welches „Tora“ heißt, erhalten die Geschöpfe die Korrektur.  

Diese Korrektur wird in zwei Etappen realisiert. Auf der ersten Etappe wird das Verlangen für sich zu genießen so korrigiert, dass die „Absicht“ zum Geben hin geändert wird. Das Verlangen selbst wird dabei nicht benutzt. Also, das Ziel der ersten Etappe besteht darin, die Verlangen zu empfangen zu mindern, damit man sich ausschließlich auf das „Erlangen der Absicht“ hin zum Geben konzentriert.

Nach dem Abschluss dieser Korrektur beginnen wir wieder, Verlangen zu empfangen zu offenbaren und arbeiten aktiv mit ihnen. Das heißt, dass wir empfangen um zu geben.

Die erste Etappe des Erreichens der Eigenschaften des Gebens um zu geben (die Stufe Bina) ist der Krieg der Makkabäer. Der Punkt des Überganges vom Geben um zu geben zum Empfangen um zu geben heißt „die Rast“ oder Chanukka (das bedeutet „chanu ko“: hier stehengeblieben).

Wir feiern einen sehr wichtigen Punkt bei dem Chanukkafest, den Abschluss des Erlangens der altruistischen Absicht, das Erlangen der Stufe Bina. Unser Verlangen zu genießen wird noch nicht benutzt. Wir schränken es ständig weiter und vergrößern somit die Absicht für das Geben. So kommen wir zu dieser Rast, zu Chanukka. Wir können ihre Lichter nur sehen, sie aber nicht benutzen.

Genauso können wir die Gefäße sehen, obwohl wir sie nicht benutzen können. Man kann kein Licht ohne Gefäß sehen, das geht nur für das Geben und über dem Verlangen selber.

Nach Chanukka lernen wir wie wir sogar die Verlangen zu empfangen mit der Absicht um zu geben benutzen können, damit „die Finsternis wie das Licht leuchtet“.

Chanukka ist deswegen ein Fest des Lichtes, weil wir nur die gebenden Absichten benutzen, das Licht kann man nicht benutzen, man kann nur darauf schauen. „Schauen“ bedeutet, das Licht über den Empfangsgefäßen zu nutzen. Beim Nutzen des Lichtes innerhalb der Empfangsgefäße sprechen wir von einer vollständigen, vollkommenen Anwendung.

So wird der Platz von diesem besonderen Fest bestimmt. Das Fest schließt diese besondere erste Etappe der Korrektur, welche wir in diesen Tagen feiern, ab.

Aus dem Unterricht zur Thema „Chanukka nach der Kabbala“

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Das Recht den Wohnort zu wählen.

Frage: Haben wir das Recht, einen Wohnort zu wählen?
Antwort: Die Hauptaufgabe im Leben eines Menschen ist es sich so zu engagieren, dass das Maximum für die menschliche Gesellschaft mit der maximalen Effizienz erreicht wird.
Wenn sich jemand selbst untersucht und geprüft hat, dass er sich an einem bestimmten Ort zugunsten der Menschheit realisieren kann, dann braucht er natürlich die Wahlfreiheit und die Möglichkeit, an den Ort zu ziehen, an dem er der Menschheit einen größeren Nutzen bringen kann.

Dies muss, nachdem er es tatsächlich gesehen und sich davon überzeugt hat, dass die Menschheit ihn genau an diesem Ort braucht, geschehen. Es darf nicht sein Wunsch und seine Illusion sein. Er kennt das allgemeine Gesetz und das was Baal Hasulam schreibt. Er erhält wahrscheinlich eine besondere Erlaubnis von den Menschen, die wissen, wo er sich am Besten einsetzen kann. Dann muss er natürlich dort sein und handeln.
Wenn er ohne Grund, in einem egoistischen materiellen Zustand von einem Ort zum anderen zieht nur um sein egoistisches Verlangen zu füllen und aus dem, was die anderen vorbereitet haben, Genuss ziehen will- dann wird er sicherlich keinen Nutzen für die Gesellschaft bringen. Ich glaube nicht, dass dies gerechtfertigt ist.

Deshalb sind Auswanderungen – wie z.B. heutzutage von Asien nach Europa – nicht zugunsten für Europa und nicht zugunsten für Asien.


Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 09/09/2006

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Die Methodik der Korrektur in der Mittleren Linie

Vor Baal haSulam existierten zwei Methoden der Korrektur (des Kabbalastudiums) – mittels der Vernunft (die Methode von АRI) und mittels des Herzens (die Methode von Baal Schem Tow).

Baal HaSulam vereinigt zwei dieser Herangehensweisen in der Mittleren, dritten Linie, er schafft die wirksame, deutliche, einfache Methodik, die den modernen Seelen passt. Und nur dadurch können wir die Korrektur erreichen.

Die Kabbala, als eine Wissenschaft, ist auf den Werken von АRI aufgebaut, und die innere Arbeit stammt vom Baal Schem Tow.

Baal haSulam schreibt sein Buch „Die Lehre der Zehn Sefirot“ auf der Grundlage „des Baum des Lebens“ von АRI, er passt das Buch an unsere Generation an.

Aber wenn man seine gesamte Lehre im Komplex betrachtet, dann sind die 4 Werke: „Die Lehre der Zehn Sefirot“, „Panim Meirot“, „Die Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und „die Einleitung zum Sulam Kommentar“ – der „Physik“ der Höheren Welt gewidmet und basieren auf der Lehre von АRI, und alle übrigen Artikel sind der inneren Arbeit des Menschen gewidmet und sind auf der Methode von Baal Schem Tow gegründet.

Das Licht der Korrektur kommt beim Studium der „Physik“ der Höheren Welt zu uns – aber es kommt nur durch die Gruppe!

Wenn die Gruppe nicht richtig organisiert ist, nicht zusammen lernt und sich nicht wünscht, vereinigt zu werden – dann ist es unmöglich, das Licht anzuziehen.

Die Gruppe ist der Magnet, welcher das Licht anzieht, das zur Quelle zurückführt. Und sie soll eine solche Form haben, die zur Korrektur bereit ist, alle sollen darauf warten!

Wir müssen 1) das Übel und den Mangel der Vereinigung enthüllen, 2) den erwünschten Zustand – den Zustand der allgemeinen Verbindung enthüllen – und denken, dass wir aus dem ersten Zustand in den zweiten mit Hilfe der Kraft übergehen werden, die das Licht heißt, das zur Quelle zurückführt.

Die Gruppe ist verpflichtet, diese Formel zu verstehen, denn sie kann anders kein Licht heranziehen. Das geistige Gefäß, der Wunsch – soll dem Licht vorangehen.

Dafür wurde das gesamte Geschöpf geschaffen, es entwickelt sich aus der Welt der Unendlichkeit – um in sich das Bedürfnis zur Enthüllung des Schöpfers zu erschaffen.

Wir brauchen den Schöpfer nicht zu enthüllen, es ist auch nicht erforderlich, das Licht zu offenbaren! Wir müssen das Geschöpf entdecken!

Wir müssen verstehen, dass die Schöpfung nicht dafür geschaffen wurde, um ein Punkt zu bleiben, und um als Tier zu leben – sie muss zur Persönlichkeit werden, die selbständig ist und über die Freiheit des Willens verfügt. Deshalb soll unser Wunsch die Handlung von oben („Kli kоdem le or“) hervorrufen.

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Streßbewältigung in einer Welt mit dem höchsten Stresspegel aller Zeiten!

 

Jeden Morgen überqueren wir Straßen mit dichtem Verkehr, um uns am Arbeitsplatz der Lawine von Pflichten zu stellen. Nach einem neunstündigen Arbeitstag kehren wir nach Hause zurück und müssen Elternschafts-, Finanz-, Gesundheits- und Beziehungsprobleme bewältigen, die zu unerschöpflichen Stressquellen und zum toten Gewicht unserer modernen Welt geworden sind. Umfragen zeigen, dass in den USA ein absoluter Höchstwert des Stressniveaus erreicht wurde. Laut dem diesjährigen Bericht der American Psychological Association gehören etwa 90% der jungen Amerikaner der Generation Z im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zu denen, die am stärksten betroffen sind.

Dem Rest der Welt geht es nicht viel besser. Eine von Gallup in mehr als 145 Ländern durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die von den Menschen gemeldeten täglichen Sorgen, Stresssituationen, körperlichen Schmerzen, Trauer- und Wutzustände seit Beginn der Datenaufzeichnung die höchsten Werte erreicht haben. Um Trends in Bezug auf Hoffnung oder Verzweiflung zu untersuchenberechnet die Gallup-Studie einen Indexwert der negativen Erfahrungen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass dieser Wert von 23 auf 30 gestiegen ist, was im letzten Jahrzehnt auf eine deutliche Steigerung um 30% hinweist.  Rest des Beitrags lesen →



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Wovor hat die Seele Angst?

Der Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 152: Inmitten von all dem sah Rabbi Elasar, dass der Engel des Todes sich entfernte und sagte, „Kein Urteil hält sich, wo Rabbi Shimon ist“.

Rabbi Shimon sagte zu Rabbi Elasar, „Komm her und halte Rabbi Izchak, denn ich sehe, dass er sich fürchtet“.

Frage: Warum fürchtet die Seele, zu ihrer nächsten Stufe aufzusteigen? Wenn sie ihren korrigierten Zustand sieht, warum hat sie Angst, ihre jetzige Stufe zu verlassen?

Antwort: Ich bin dazu nicht bereit, darum fürchte ich mich. In der Wissenschaft der Kabbala wird viel über die Ehrfurcht vor dem Schöpfer erzählt. Die Ehrfurcht vor dem Schöpfer ist das spirituelle Gefäß (Kli, Verlangen). Und hier geschieht das Gleiche.

Ich befürchte, dass ich nicht bereit bin, in dem Zustand, in dem ich mich im Moment befinde, auf der Stufe des Gebens zusammen mit meinen Freunden und dem Lehrer – Rabbi Shimon – zu sein. Denn Rabbi Shimon enthüllt sich uns als Lehrer, als Wegbegleiter.

Nehmen wir an, der Lehrer sagt jetzt plötzlich zu mir, ich soll z.B. aus dem Flugzeug springen. Ich habe aber Angst, fühle mich dazu nicht in der Lage. Das ist ein irdisches Beispiel, in den egoistischen Eigenschaften.

In der Spiritualität geht es aber um die Eigenschaft des Gebens – da ist die Angst noch größer. Denn in meinem jetzigen Zustand stelle ich fest, dass ich diese Eigenschaft nicht besitze und keine eigenen Kräfte dazu habe.

Ich kann mich nicht wie in der materiellen Welt zusammennehmen und Mut zum nächsten Schritt fassen. In der Spiritualität gibt es so etwas nicht, es kommt immer wieder die Frage auf, ob ich diese Kräfte erhalte bzw. nach diesen verlangen kann. Das ist die Angst, die Ehrfurcht, ein sehr problematischer Zustand.

Die Ehrfurcht ist das erste Gebot. Auf deren Grundlage baue ich alles andere auf. Denn ich hänge vom Schöpfer, dem höheren Licht, dem umgebenden Licht, welches ich empfange, ab.

Von der Kraft des Gebens, die es mir bringt, hängt die Stufe, auf der ich mich befinde, ab. Und wenn es mir diese Kraft nicht schenkt, besitze ich sie auch nicht.

Wie kann ich daran teilnehmen? In welchem Maße kann ich mich an die anderen annähern? Inwieweit bin ich dazu bereits in der Lage? Dieser „Tod“ (für meinen Egoismus) muss zu mir schrittweise kommen.

Er muss von mir wahrgenommen werden und in mir zum Leben umgewandelt werden, wie geschrieben steht: „Der Todesengel verwandelt sich in den Engel des Lebens“.

Die spirituellen Handlungen (des Gebens), die der Mensch noch nicht vollbracht hat, scheinen für ihn ein großer Stein des Anstoßes zu sein.

Wenn man über die Erfüllung denkt, ist sie erwünscht (in unserem Egoismus), wenn man aber über das korrigierte Verlangen (Kli) denkt, in dem sie sich enthüllt, entstehen Abstoßung und Angst, ob man dazu in der Lage ist.

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Die Vereinigungen von Kabbalisten und anderen Gemeinschaften.

Rabash soziale Schriften: Was in Bezug zu „Liebe deinen Freund wie dich selbst“, erklärt wird: Wir sehen um uns herum, dass die weltlichen Menschen auch ihre Freunde lieben und sich in unterschiedlichen Gemeinschaften versammeln. Was ist der Unterschied zu einer Gruppe, die sich auf dem Prinzip der Nächstenliebe aufbaut zu einer weltlichen Freundesgruppe?
In Tehilim steht geschrieben: „Einer Versammlung von Spöttern sollst du nicht beiwohnen“ (Rabash, „Über die Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“)
In der Welt gibt es unzählige Gruppen von: Männern, Frauen, gemischte Kindergruppen usw., die sich nach verschiedenen Interessen und Themen bilden. Dies gibt es, um sich irgendwie zu füllen, um das Leben zu verschönern.
Das Ziel der kabbalistischen Gruppen ist es, ihren „Austritt aus sich selbst“, einen Aufstieg über sich, umzusetzen. Kabbalisten versuchen sich so zu vereinen, dass eine besondere Naturkraft angezogen wird, die sie über ihre ursprüngliche egoistische Essenz erhebt. Zwischen ihnen entsteht dabei eine völlig neue Beziehung, die „Bürgschaft“ genannt wird.
Ihre Absicht ist es, über unsere Welt, über unsere Natur hinauszuwachsen. Solche Menschen sind in ihrer Verbindung zueinander sehr ungewöhnlich. Sie sind anderen menschlichen Gemeinschaften entgegengesetzt.

Aus dem TV-Programm „Die letzte Generation“ 



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