Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Mit dem Kopf von dem Höheren auf den Schultern

Rabasch, „Stufen der Leiter“. Art. 7, 1988/89 „Wer nicht am Samstagabend“: Die Anstrengungen werden in der Arbeit über dem Verstand gemacht, wenn der Mensch nicht weiß für was er arbeiten muss. Das ist sehr schwierig.

Frage: Warum ist es so schwierig?

Meine Antwort: Weil das in allem, was ich bin komplett entgegengesetzt ist. In der Tat, es ist nicht nur sehr schwierig, es ist schlicht unmöglich. Hier kann ich mit eigenen Kräften nicht erfolgreich sein. denn ich habe keine Mittel um in dem Verstand oder im Gefühl eine Handlung über dem Verstand auszuführen.

Ich handle immer, indem ich von eigenen Gedanken und Wünschen ausgehe. wie kann es denn anderes sein? Was sonst steht dem Menschen zur Verfügung?

Um eine richtige Handlung auszuführen muss man sich mit dem Verstand des Schöpfers, nicht der Schöpfung ausrüsten. Das heißt ich brauche seinen Kopf statt dem eigenen. Wie kann ich das erreichen?

Deshalb geben uns die Kabbalisten Ratschläge. wenn ein Mensch jemandem Großen dienen will, sei es Gruppe oder Freunde, versucht er seine eigene Vernunft und Gefühl abzuschalten, und akzeptiert stattdessen den Verstand und das Gefühl seines Nächsten. Mit Hilfe von diesen Übungen bauen wir eine Einstellung zu dem Schöpfer auf.

Denn dem kleinen mangelt es immer an dem „Kopf“, an dem Verständnis. Selbst weiß er nicht,wie er sich dem Schöpfer angleichen könnte, er versteht ihn nicht. Deshalb muss er einen Teil des Verstands des Höheren empfangen, akzeptieren.  Die Arbeit mit dem Verstand von dem Höheren, statt des eigenen, heißt nämlich „Der Glaube über dem Verstand“

Warum gerade „Den Glauben“? Könnte man nicht : „Verstand des Höheren“ sagen. Die Sache ist die, dass der Untere den Kopf von dem Höheren erlangt, indem er auf seinen eigenen Verstand verzichtet, in der Eigenschaft des Gebens, Chafetz Chessed. Sonst wird er das nicht machen können, er wird die Handlungen des Höheren nicht sehen und sich Ihm angleichen können.

Das effektivste Mittel, das uns die Weisheit und die Größe der neuen Stufe erlangen lässt, ist zu versuchen seinen eigenen Verstand und das Gefühl in sich zu neutralisieren, um den Verstand und das Gefühl des Nächsten, der Höher als ich steht, akzeptieren zu können. Sonst wachse ich nur in meinen tierischen Eigenschaften, quantitativ aber nicht qualitativ.

Auzug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Wer am Freitag sich nicht gekümmert hat“, 03.01.2011

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