Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Machsom ist eine psychologische Barriere

Es ist unmöglich, die spirituelle Erfüllung auf direktem Wege, so wie ein kleines Kind nach einem Spielzeug greift, zu erhalten. In einer solchen Form kann man nur dieses Leben in unserer Welt erhalten.

Du existierst auch jetzt in der Welt der Unendlichkeit, in einer grenzenlosen Realität, doch weil deine Existenzform das Greifen, das Empfangen, das Sich-Erfüllen auf egoistische Art und Weise beinhaltet, kannst du aus dieser ganzen unendlichen Welt nur einen winzigen Lichtfunken enthüllen und dich damit zu erfüllen, was als ein „dünnes Leuchten“ bezeichnet wird, welches dir die Empfindung dieser Welt gibt. Auf egoistische Art und Weise wirst du nicht mehr als das empfangen können!

Doch diese egoistische Erfüllung, die dir in Form von einem „dünnen Leuchten“ dieser Welt gestattet wird, ist dir absichtlich gegeben worden, damit du dich von diesem Moment, von dieser Stufe an für das Empfangen nach einer anderen Methode entwickeln kannst – außerhalb von dir, indem du dich selbst daran beteiligst, als dem Schöpfer ähnlich, entsprechend und gleich!

Von unserem ganzen riesigen Gefäß/Verlangen füllen wir lediglich einen winzigen Teil aus und nehmen ihn wie „diese Welt“ wahr. Auf direktem Wege kann man auch nichts Größeres empfangen! Das ganze restliche Verlangen kann nur in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, „um des Gebens willen“ erfüllt werden.

Deshalb teilt der Schöpfer unser Wahrnehmungsgefäß in zwei Teile: diese Welt und die höhere Welt, und setzt zwischen ihnen eine Sperre – den „Machsom“ – ein. Das ist eine gewisse psychologische Barriere (Machsom), weil ich unter ihr, innerhalb von mir, in dieser Welt für mich empfange. Alles Andere kann ich ebenfalls empfangen, doch ich glaube, dass das andere, für mich außenstehende und fremde Menschen sind!

Du kannst das alles haben, unter der Bedingung, dass du dieses psychologische Wahrnehmungsproblem, wenn dir das alles als fremd vorkommt, überwindest. Du musst anfangen, es für deins zu halten, dich anzunähern und zu fühlen, dass alles, was sich außerhalb von dir befindet, in Wirklichkeit dir gehört. Und dann wirst du alles bekommen, alle Welten: Assija, Jezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon und letztendlich die Welt der Unendlichkeit!

Das größte Problem besteht darin, anzufangen, die Verlangen, die dir fremd vorkommen, als eigene wahrzunehmen. Und dann wird alles, was du in sie empfängst, zu deiner spirituellen Welt.

Dafür müssen wir nur das höhere Licht anziehen, welches uns zeigt, dass wir alle miteinander verbunden sind und innerhalb eines gemeinsamen Körpers existieren. Und erst wenn das höhere Licht mir auf diese Weise die Augen öffnet, beginne ich, die spirituelle Welt zu erkennen.

Alles wird einfach und klar sein, in mir bleibt kein Widerstand zurück, denn ich werde sehen, wie alle diese Teile wie die Organe eines gemeinsamen Körpers mit mir verbunden sind. Wir haben auch niemals getrennt voneinander existiert! Ich habe geglaubt, dass wir getrennt sind – doch getrennt sind nur unsere Körper! Und wenn man tiefer, ins Innere, schaut, enthüllt sich dort das System unserer gegenseitigen Verbindungen. Und all das vollbringt das höhere Licht!

Aus der 7. Kongresslektion vom 11.11.2010

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