Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Lasst uns gemeinsam zum Pharao gehen

Wir sollen nicht danach streben, die Welt oder uns selbst zu korrigieren; wir müssen nur die Handlungen, welche das Höhere Licht an uns ausführt, studieren. So wie der Schöpfer zu Moses sagte:“ Lass uns zum Pharao gehen!“

Moses ist klein und ängstlich – was bedeutet, dass dies eine sehr schwache Eigenschaft in einem Menschen ist. Ihm gegenüber steht eine Kreatur von ungeheuren Ausmaßen; dies ist die ganze Schöpfung, die gesamte Welt, der Egoismus, welcher alle Kräfte, Nahrung und Sauerstoff beinhaltet. Ich erhalte all diese Dinge vom Pharao; er ist meine gesamte Realität. Währenddessen eine kleine Eigenschaft oder Verlangen, genannt Moses, sich dagegen erhebt und davor flüchten möchte, um dieser Kontrolle zu entkommen und um zu beginnen, in einer anderen Welt zu leben!

Fast fühlen wir nicht, dass dieser kleine Gegensatz in uns sich zu erheben und aus unserem Egoismus heraus zu kommen beginnt. Wir wissen nicht, wie wir aus dieser ägyptischen Sklaverei heraus kommen sollen oder wohin wir fliehen sollen. Dennoch sagt der Schöpfer „Lass uns zusammen zum Pharao gehen!“ Und wie ein kleines Kind, welches die Hand des Erwachsenen ergreift, brachen Moses und der Schöpfer zusammen auf.

Von der Seite des Menschen ist alles, was nötig ist, eine Zustimmung, eine Bitte, eine Forderung an den Schöpfer um Hilfe. Man braucht nicht selbst gegen das Böse zu kämpfen. Trotzdem verstehen die Menschen dies nicht und denken, dass sie in der Lage sind, irgendetwas selbst zu tun. Aber jeder der sich selbst für einen Helden hält, ist ein Idiot.

Alle Religionen und vermeidlich „spirituellen“ Methoden stehen im Gegensatz dazu. Sie lehren die Menschen, die böse Neigung zu beseitigen. Kabbala erklärt dagegen, dass uns die linke Linie (egoistische Verlangen) genau aus dem Grund gegeben wurde, um uns zu helfen, uns an die rechte Linie (Geben) anzuheften. Schließlich stellt dies das gesamte Ziel dar – die Angleichung an den Schöpfer durch unsere Anstrengungen in der mittleren Linie.

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