Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Krieg der Geschlechter, Teil 3

Küchenschlacht

Frage: Warum streiten Männer und Frauen immer miteinander?

Meine Antwort: Weil wir nicht verstehen, dass wir genau aus dem Grund unterschiedlich erschaffen wurden, um uns gegenseitig zu vervollständigen. Anstatt den Ursprung dieses Problems zu erkennen, laufen wir vor ihm davon wie die Kinder. Als Folge davon wächst es weiter und belastet uns so sehr, dass Familien auseinander fallen.

Wir bewegen uns voneinander weg und wollen weder heiraten noch Kinder haben. Wir verstecken uns vor dieser Herausforderung, weil wir die wahre Lösung nicht kennen; wir realisieren nicht, dass diese Erkenntnis das wichtigste ist. Kämen wir zur Lösung der gegenseitigen Vervollständigung, würden wir ein ewiges und perfektes Leben erreichen. Das sind nicht nur schöne Worte. Unsere irdische Existenz würde sich drastisch verbessern und wir würden den Himmel hier und jetzt spüren.

Aber momentan befinden wir uns eher in einer Art Kriegszustand, anstatt uns gegenseitig zu vervollständigen. Wir möchten das andere Geschlecht kontrollieren. Etwas anderes erlaubt uns unser Egoismus nicht – auch dann nicht, wenn wir unseren Partner lieben. Vielleicht ist man dazu bereit, sich zu beugen und die Autorität des Partners zu akzeptieren, aber nur unter der Bedingung, dass letzterer versteht, in welcher Weise er seine Verantwortung wahrnehmen soll. Darin läge eine besondere Freude, ähnlich der eines Kindes, das sich in den Armen seiner Mutter wärmt.

Frage: Was will Mann und Frau in diesem Geschlechterkampf gewinnen?

Meine Antwort: Sie sind beide Egoisten und wollen mit allen Mitteln das andere Geschlecht dominieren. Eine Frau will, dass der Mann ihr dient und umgekehrt. Beide drücken das lediglich in einer anderen Form aus. Ein Mann fordert alle notwendigen Dinge für Zuhause ein, weil die Frau das Zuhause ist. Und eine Frau fordert von dem Mann, dass er immerzu an sie denkt und ihr vollkommen ergeben ist, als wäre sie die Königin der Welt.

Das ist einfache, irdische, egoistische Psychologie, der jedes Paar folgt, vom liebenswertesten bis zum erfolglosesten. Beide sind Egoisten, die sich auf demselben Territorium befinden, und um dieses wird gestritten. Ein Paar ist durch gemeinsame Kinder, Eigentum und sozialen Status miteinander verbunden. Deshalb kämpfen beide auf unterschiedliche Art und Weise um ihre Unabhängigkeit in der Familie. Eine Frau ist es noch eher gewohnt, vom Mann abhängig zu sein, aber sie erwartet auch Zuwendung und Anerkennung von ihm.

Dem Mann jedoch ist es unmöglich, diesen Wunsch zu erfüllen. Sein ganzes Leben lang soll er sich der Sorge um die Familie widmen. Er ist zu einem gewissen Maß an Fürsorglichkeit bereit, aber gleichzeitig möchte er sich unabhängig und ungebunden fühlen. Und hier taucht naturgemäß der Konflikt auf.

Der Mann erwartet von der Frau, dass sie sich um die Kinder, das Haus und ihn widmet, ohne seine Freiheit einzuschränken.

Aus KabTV “Neues Leben” 3/31/16

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