Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Kabbala wird von Männern unterrichtet, weil Seir Anpin Malchut korrigiert

Frage: Ich studiere seit drei Jahren Kabbala und ich habe viele Texte von deutsch nach englisch übersetzt. Ich kenne ebenfalls fast all ihre Unterrichte für Frauen. Doch manchmal wundere ich mich trotzdem, warum beispielsweise die Kinderunterrichte nur von Männern abgehalten werden (selbst wenn dort eine Frau erscheint, wird sie von einem Mann gespielt), oder warum es Frauen nicht erlaubt ist, Texte für Audiomaterial zu sprechen oder Ihre Unterrichte simultan zu übersetzen? Alle kabbalistischen Lieder werden ausschließlich von Männern gesungen. Warum sind Frauen von der Teilnahme am Kulturprogramm während eines Kongresses ausgeschlossen? Ist es wirklich nur deshalb, weil die Männer durch Frauen irritiert werden und sich nicht mehr auf das Ziel konzentrieren können?

Antwort: Die Unterrichte werden von Männern abgehalten, weil Kabbalah im Allgemeinen von Männern unterrichtet wird. Als Korrekturmethode muss die Kabbala vom männlichen Teil kommen. Hast du nicht gelernt, dass Seir Anpin Malchut korrigiert? Dennoch werden beispielsweise unsere spanischen Unterrichte immer von einer Frau gesprochen. Ein großer Anteil unserer TV Shows sind den Frauen gewidmet und Frauen nehmen darin teil. Wir sind froh über die Teilnahme der Frauen, wo auch immer es möglich ist. Aber es passt nicht zu unserer inneren Arbeit, dass Frauen vor Männern sprechen. Wir lernen dass der weibliche Teil (Malchut) vom männlichen Teil (Seir Anpin) empfängt und nicht umgekehrt.

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Ein Kommentar

  1. Deshalb hat bei uns der geistige Aspekt Gottes Vorrangstellung, und es genügt tatsächlich, um bewusster zu werden, den “Vater” zu kennen und zu lieben. Bestrebungen der Emanzipation, Frauen in unserer Gesellschaft in allem dem Manne gleichzustellen, sind zum Teil Missverständnisse, die darauf beruhen, dass wir Impulse, den weiblichen Aspekt Gottes, das, was wir hier Materie nennen, als gleichwertig zu erkennen, auf die Frauen - oder uns Frauen - projizieren. Damit vergewaltigen wir aber die Natur der Frau ebenso wie durch Unterdrückung, und die Folgen davon sind schrecklich. Gleichwertig sein heisst keinesfalls, gleich sein. Aber das müssen wir Frauen wohl erst noch lernen: Indem wir uns tatsächlich “über den Mann” definieren und so gewissermassen “aus Adams Rippe hervorgehen”.