Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ich wähle aus, herrsche aber nicht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich wählte tausend Male, dass in mir die Eigenschaft der Barmherzigkeit herrschen würde, und unveränderlich geriet ich in die Eigenschaft des Gerichtes. Ich bin schon satt davon. Wo ist das Problem?

Meine Antwort: Das Problem liegt darin, dass du nicht durch die Gruppe arbeitest und selber zurechtkommen willst. Anders gesagt, du willst an der Stelle der freien Wahl höchstpersönlich herrschen.

Aber das ist nicht möglich, weil du dich selbst unter der Gewalt einer der zwei Kräfte befindest: Bina oder Malchut – in der Regel Malchut.

Das mittlere Drittel von Tiferet ist die Stelle unserer Wahl, aber nicht unserer Macht. Hier entscheide ich, wer über mich herrschen wird. Auf jeden Fall: das werde nicht ich selbst sein, sondern etwas von außen. Und außen habe ich nur eine Auswahl – die Umgebung.

Mich kann „die Versammlung von Spöttern“ umgeben, wie in den Psalmen geschrieben steht, oder die Versammlung von Kabbalisten, d.h. von Menschen, die nach dem Schöpfer streben. Das ist eben meine Auswahl. Wenn ich mich an die richtige Umgebung anhefte, ziehe ich von dort die Kräfte heran, um mich vorwärts zu bewegen.

Ja, so einen schmalen Plattform für die Auswahl einer der zwei möglichen Umgebungen. Hier wird alles bestimmt; und das nicht nur einmalig, sondern ständig.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 19.11.2010

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