Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

„Hier gibt’s keinen Sex!“

Eine Frage, die ich erhielt: Was meinen Sie, wenn Sie sagen, dass Sex die Wurzel aller Verlangen sei? Was sagt die Kabbalah zum Thema Sex und allem, was dazu gehört wie Pornografie, Prostitution usw.?

Meine Antwort: In Sowietzeiten gab es einen populären Slogan: „Hier gibt’s keinen Sex!“ Man machte sich über die Leute lustig, weil alle Vergnügungen auf Sex basierten – so sind wir geboren.

Der Grund dafür ist, dass in der spirituellen Welt Sex die Vereinigung von entgegen gesetzten Verlangen mit der Absicht, sich gegenseitig Vergnügen zu bereiten, darstellt. Wenn die Seele empfängt, um dem Licht Vergnügen zu bereiten und im Gegenzug das Licht die Seele mit Entzücken erfüllt. Diese Vereinigung wird Zivug de Hakaa genannt; es ist eine explosive Vereinigung, wo die Seele explosionsartig ihren egoistischen Gebrauch des Egoismus annulliert und ihn stattdessen zum Geben benutzt bzw. ihn matt setzt (Zivug).

Sie tut dies um einen neuen Parzuf entstehen zu lassen – ein Akt der Erfüllung des Schöpfers und der Vereinigung mit Ihm. Um zu ergründen, ob eine Handlung korrigiert ist oder nicht, muss man herausfinden, ob ein neuer Parzuf entstanden ist.

In Bezug darauf steht geschrieben, dass Kabbalisten nach der Zerstörung des Tempels die Einzigen waren, die sich noch an Sex erfreuen konnten. Warum? Weil sie ihre Verlangen und auch ihre Vergnügen immer weiter entwickeln, doch sie tun es, um über ihnen zu stehen, also in der Absicht zu Geben. Es gibt viele Artikeln von verschiedenen Kabbalisten über dieses Thema.

Und ich sage Ihnen noch etwas: Selbst auf dem niedrigsten spirituellen Niveau, wird ein Mensch Millionen mal mehr erfüllt und befriedigt, als durch alles, was er in dieser Welt erfahren oder erleben kann..

EPI


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