Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Gleichheit ist eine Gabe von Oben

In der Übung „Zehn“ (Vereinigung von zehn Freunden) gibt es drei mögliche Zustände: Zuerst bin ich ganz niedrig und annulliere mich, später erhebe ich mich über die Freunde und befinde mich in der Eigenschaft des Gebens, und dann sind wir gleich. Somit ist die Gleichheit ein Ergebnis der zwei ersten Zustände, die mittleren Linie.

Wir sind nicht fähig, die Gleichheit auszuhalten und sie zu messen. Sie existiert für uns überhaupt nicht. Wir verstehen was es bedeutet, höher oder niedriger als andere zu sein, aber dort, wo die Gleichheit anfängt, verlieren wir die Empfindung. Sogar eine Rakete kann das Ziel nicht treffen, wenn sie eine Zeitlang keine Abweichung empfängt. Und so ist es bei allem: Wir sind verpflichtet, die Abweichungen zu empfinden.

Deshalb wird das Gleichgewicht von Oben wie eine mittlere Linie vorgegeben und erfolgt zusammen mit der Offenbarung des Schöpfers. Das spirituelle Gefäß und das Licht, die mittlere Linie und der Schöpfer kommen zusammen als Zeichen dessen, dass du genug Anstrengungen unternommen und eine gewisse Genauigkeit in verschiedenen Messungen erreicht hast. Dadurch kannst du jetzt die mittlere Linie und den Schöpfer in einem bestimmten Maß empfinden. Zum Beispiel, du hast ein Verlangen von zehn Kilogramm und zehn Kilogramm Licht dagegen, aber eine Abweichung von zehn Gramm wird nicht als ein Fehler angerechnet.

Beim nächsten Mal wirst du die mittlere Linie mit denselben zehn Kilogramm erreichen, aber du wirst sie als 100 Kilogramm bewerten, und der Fehler wird dann keine zehn Gramm betragen, sondern nur ein Gramm. Folglich wirst du jedesmal die Verschmelzung mit dem Schöpfer immer mehr schätzen, und dadurch kannst du dein Gefäß ausdehnen. Die Genauigkeit wird immer größer, das heißt die mittlere Linie wird feiner und deshalb qualitativer.

Auszug aus dem Unterricht nach der „Lehre von Zehn Sefirot“ „, 06.05.2013

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