Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Generationskonflikt Teil 3

Frage: Aus welchen Gründen sind Freundschaft und Verbindung zwischen den Generationen möglich? Gibt es solche Dinge, die nicht von Zeit und Alter abhängen?

Antwort: Nur die Seele, die ewig ist, ist nicht von der Zeit abhängig. Der ganze Rest ist befristet. Nur die Seele kann sich gemeinsam zwischen den verschiedenen Generationen befinden, da hier wirklich einer für alle gilt. Für die Seele ist es egal, welcher Generation du angehörst: Babyboomer, X, Y, Z oder A.

Die Seele wird für alle zukünftigen Generationen immer die eine sein; sie ist höher als die Zeit und höher als Leben und Tod. Die Seele wird in allen Generationen, aus der Zeit der Dinosaurier, sogar des Urknalls, als wir in Form von winzigen Teilchen des Verlangens existierten, bis heute und bis zum Ende der Korrektur, allen gemeinsam sein. Darum gibt es nur in der Entwicklung der Seele ein gemeinsames Interesse oder eine Grundlage, auf der wir zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen und einander brauchen.

Frage: Bedeutet das, dass die Seele etwas Unveränderliches und Ewiges ist, was alle Generationen zusammenführt? Aber was ist die Seele und wie entwickelt man sie?

Antwort: Die Seele ist ein besonderes Verlangen eines Menschen, sich nicht in sich selbst zu spüren, sondern außerhalb von sich selbst. Solch ein Verlangen kann in euch entwickelt werden, indem ihr in einer Gruppe arbeitet, welche die Methode der Kabbala nutzt, die euch erlaubt, euch über euren eigenen Egoismus zu erheben. Dann werde ich die Welt nicht, wie ich es sonst wahrnehme, verzerrt von meinem Egoismus her sehen, sondern so wie sie wirklich ist – außerhalb von mir.

Ich passiere sie, wie durch einen Filter durch eine kleine Gruppe und beginne die Welt so zu sehen, wie sie nicht durch meine Selbstsucht getrübt wird. Das ist eine völlig andere Wirklichkeit, die spirituelle Welt genannt wird. Meine Seele ist die Wahrnehmung der spirituellen Welt.

Die Seele zu entwickeln bedeutet, in sich die Fähigkeit zu entwickeln, über seinem Egoismus zu stehen. Egoismus ist der Wunsch, alles in mir aufzunehmen, was mich daran hindert, die Welt außerhalb von mir zu fühlen.

Frage: Es stellt sich heraus, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kindern in zwei Bereiche unterteilt ist. Einer ist äußerlich und ist nur eine materielle Sicherheit: Kinder füttern, sie ankleiden und alles Notwendige für ihre Existenz zu liefern. Es gibt aber auch noch eine innere Verbindung, welche das Materielle übersteigt. Gibt es in diesem inneren Bereich keinen Abstand zwischen den Generationen?

Antwort: Wir treffen uns alle außerhalb der spirituellen Welt, jenseits des anti -egoistischen Filters. Wir verlassen alle unsere kleinlichen, egoistischen Launen, die sich auf der tierischen Stufe und auf der Stufe der Menschen dieser Welt befinden. Die tierische Stufe ist das Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie und die menschlichen Verlangen sind Geld, Macht und Wissen. All das lassen wir zurück und es bleiben nur die Verlangen der Seele zurück.

 

Von Kab TV „Ein neues Leben“ 18/4/17

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