Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Erwachsene Einstellung zu Problemen

Eine erwachsene Einstellung zu Problemen ist eine solche, wenn du weißt, dass du nur dann ans Ziel kommst, wenn du Probleme meisterst, sie überwindest. Du überwindest unangenehme Empfindungen in deinem Egoismus, die Dunkelheit, und bittest trotz dieser Finsternis um Kontakt mit der Gruppe, mit dem Schöpfer. Womöglich ist deine Bitte verlogen, insgeheim wartest du nur darauf, dass dein Problem verschwindet, dass die Finsternis nur ein bischen verfliegt, um eine kurze Verschnaufpause, Erleichterung oder Selbstsicherheit zu empfinden. Aber du hältst dich zurück, suchst die Verbindung zur Gruppe, zu den Artikeln, zum Lehrer.

Du bist wie ein Baby, das auf die Arme genommen werden möchte. Du suchst jegliche Unterstützung, welche dir erlaubt, nicht darum zu bitten, die Dunkelheit zu zerstreuen, sondern du verlangst, dich darüber zu erheben und an den Schöpfer zu denken, nicht an deine eigenen Empfindungen. Du kümmerst dich um seinen Genuss, nicht um Deinen! Wenn es dir gelingt auf diese Weise zu denken, dann  wirst du demgemäß Freude empfinden können.

Wenn du fähig bist noch mehr danach zu streben, dem Schöpfer Genuss zu bereiten und zwar in der Gruppe und anhand aller weiteren Mittel, dann freust du dich umso mehr. Wenn nicht, dann bitte darum, damit du das Leben in fremden, äußeren Verlangen empfinden kannst, das heißt nicht am eigenen Leib, sondern dort, wo sich deine Seele befindet. Die Krankheitssymptome verschwinden, wenn du aufhörst darüber nachzudenken: du schließt dich dem Schöpfer an.

Du gehst aus deiner Haut heraus, als ob du sterben würdest  und bindest dich an den Schöpfer, an die Seele an, dabei vernachlässigst du deinen Körper. Das nennt man “das Leben im Glauben über dem Verstand”, das “Heraustreten aus sich selbst”, den “Übergang über die Grenze zwischen dem Leben und dem Tod”, wenigstens in geringem Maße.

Später kommst diesem Übergang näher und näher, so dass du folglich den Tod besiegen kannst. Wir müssen wenigstens dieses Modell des Übergangs verinnerlichen und danach wird bereits alles nach diesem Prinzip, im selben Stil verlaufen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 04.04.2013

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