Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ein Apfel im Garten des Schöpfers

Der Mensch entwickelt sich wie ein Apfel, der auf einem Baum reift, bis er den erwünschten Endzustand erreicht.

Und zweifellos durchläuft er auf diesem Weg völlig widersprüchliche Zustände und fühlt sich wie ein herber, saurer, unreifer Apfel – doch kann er dabei statt des Wegs der Leiden nicht den Weg des Lichts gehen und fühlen, dass er dem Guten immer näher kommt?

Wenn wir den Weg der Leiden gehen, bekommt unser Verlangen zu genießen ununterbrochen Schläge, indem es immer größer wird und keine Erfüllung bekommt.

Doch wenn wir den Weg des Lichtes gehen, dann führt es uns bewusst durch die gleichen Zustände, und wir leben nicht innerhalb unserer Verlangen, sondern innerhalb der Absichten, durch die wir die umgekehrte Welt, die Welt des Gebens enthüllen!

In ihr genieße ich aufgrund des Gebens an den Schöpfer! (Das egoistische Kli ist das Verlangen, das altruistische Kli ist das reflektierte Licht, die Absicht zu geben, O“CH)

Ich beschleunige nicht nur meine Entwicklung mit Hilfe des Lichts, sondern empfinde diesen Weg als Genuss, weil ich dem erwünschten Ziel entgegenstrebe, indem ich Seinem Gedanken zustimme, und ihm immer näher komme.

Doch je näher ich an das Ziel komme, desto entgegengesetzter fühle ich mich ihm! Denn wir steigern ständig die Empfindsamkeit für den Unterschied zwischen uns und dem Schöpfer, wie es geschrieben steht, dass der Schöpfer unwahrscheinlich streng gegenüber den Gerechten ist.

Auf der ersten Stufe glaube ich, dass unser Unterschied gar nicht so groß ist – na und, ich empfange, Er gibt.

Dann steige ich von der ersten Stufe zur zweiten auf, und obwohl ich Ihm mehr ähnele, empfinde ich unseren Unterschied gerade deswegen nicht mehr als „- 10″, sondern als „- 100″.

Ich bin aufgestiegen, d.h. wurde korrigiert, und diese Korrektur funktioniert wie ein Vergrößerungsglas, durch welches ich meine Fehler 100fach größer sehe!

Selbst wenn ich dem Schöpfer um eine Stufe näher gekommen bin, bin ich 100fach empfindsamer geworden, und wenn mich früher der Unterschied um eine „Wagendeichsel“ nicht gestört hat, dann quält mich jetzt sogar ein dünnes Härchen.

Das einzige, was man von allen vier Entwicklungsfaktoren (Grundlage, Entwicklungswege der Grundlage, Umgebung und Entwicklungswege der Umgebung), die auf einen wachsenden Apfel oder auf einen Menschen, auf sein spirituelles Gen einwirken, ändern kann, ist der Einfluss der Umgebung.

Denn nur sie bestimmt, ob der Apfel günstige Wachstumsbedingungen haben wird: ob genug Sonnenlicht und Feuchtigkeit vorhanden sind. Das Gleiche bezieht sich auf die Seele – wenn wir gute Wachstumsbedingungen erhalten, werden wir keine Leiden und keine Kriege brauchen.

Wenn wir wollen, dass unser Apfel (unsere Seele) wächst, muss er sich in einem Gleichgewicht mit der Umgebung befinden.

Dafür muss man eine Verbindung mit dieser Umgebung herstellen und durch sie die höhere Kraft, den Schöpfer, erreichen, der sich in die Umgebung kleidet und sie so korrigiert, dass ich, die Umgebung und der Schöpfer sich zu einem Ganzen verbinden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 17.11.2010

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