Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Lehren der gemeinsamen Mahlzeiten

Jetzt beginnen die großen Krisen. Für die Menschen ist es sehr schwer, das Leben heute  ökonomisch zu ertragen – man muss den ganzen Monat durchhalten, um sich zu ernähren, um sein Leben zu finanzieren, um alle notwendigen Bedingungen für die Kinder, für die Familie und für die älteren Familienmitglieder zu schaffen. In diesem Fall wäre es schön, wenn wir kameradschaftlich eine große Tafel  veranstalten würden.

Unsere Gesellschaft kauft jetzt ein neues Gebäude, und wir wollen dorthin umziehen. Ich träume davon, dass die Küche dort vom morgens bis abends geöffnet sein würde. Und alle Mitglieder unserer Gesellschaft könnten mit ihren Familien kommen und Frühstück, Mittag-,  und Abendessen bekommen. Das ist sehr bequem und kostet 5- 10 Mal weniger als zu Hause. Die Hauptsache ist, es verbindet die Menschen und führt sie zu dem Verständnis, dass die Vereinigung sich in allen Fällen des Lebens lohnt.

Ich glaube, dass uns diese Krise bis zur Notwendigkeit solcher Zustände „drückt“. Und das ist gut so, weil der Mensch – ein egoistisches kleines Wesen, beginnt zu verstehen, dass die Natur ihm von allen Seiten zeigt, wie es besser wäre zu handeln entsprechend der Tiere, die ständig mit der Natur  leben, mit dem Wunsch, sich in optimalster Weise abzusichern und zu enthalten.

Dem Charakter des Menschen entsprechend kann es nah oder nicht nah für ihn sein. Aber es geht darum, dass die integrale Erziehung den Menschen auf natürlichem Weg dahin  führen soll.

Ich bin  der Natur nach ein einsamer Wolf. Ich habe mein Arbeitszimmer, aus dem ich nicht rausgehen und darin mein ganzes Leben verbringen möchte. Aber die Notwendigkeit der Speisen begreifend, habe ich gefühlt, was sie mir geistig geben, wie ich dabei wachse, was ich im Verkehr mit der Umgebung mit ihnen zusammen lerne.

Doch während ich mit meinen Schülern speise, lerne ich von ihnen Integralität. Ich habe sie nie und nirgendwo gefühlt, denn ich habe meinen eigenen geistigen Raum erforscht. Und hier sehe und fühle ich  dank ihnen. Das ist für mich ein interessanter Beginn.

Das ist die Praxis des neuen Zustandes, der nächsten Messung, wenn der Mensch durch einen so unmittelbaren Umgang beginnt, in sich die ganz neuen Grundlagen der Wahrnehmung zu schaffen und  die Welt bereits aus einem ganz anderen, allgemeinen, globalen Blick zu sehen. Er gewöhnt sich daran, sich mit der Gesellschaft zu verbinden, und dann beginnt er automatisch, auch sich selbst mit der Menschheit, der Welt und der ganzen Natur zu verbinden.

Auszug aus der TV-Sendung „ Die integrale Welt“ 28.11.2012

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