Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die einzige Kraft in der Entwicklung der Natur, Teil 1

Frage: Was ist das für eine Kraft, welche die ganze Welt zwingt sich zu entwickeln: Die gesamte Natur und die Menschheit?

Antwort: Wir existieren in einem Kraftfeld namens Natur, dass in sich eine Vielzahl von verschiedenen Kräften einschließt. Wir teilen diese Kräfte in Stufen ein: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich oder um sie nach dem wissenschaftlichen Prinzip: Physik, Chemie, Biologie usw. zu studieren. Wir definieren das nach der Bewegungsbahn unserer Entwicklung, nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung.

Auf diesen Gebieten gibt es Bereiche, die uns völlig unbekannt und unverständlich sind. Die ganze Natur ist eine einzige Kraft. Je weiter wir in unserem Verständnis der Wirklichkeit vorankommen und je tiefer wir die Natur untersuchen, desto mehr sind wir davon überzeugt, dass es nur eine Kraft gibt. Unsere Wahrnehmung wird zunehmend integriert und global. Wir verstehen schon, dass es keine Trennung zwischen Physik, Chemie, Biologie und Zoologie gibt; vielmehr ist jeder Aspekt eine einzelne Form. Aufgrund der Einschränkung unserer Wahrnehmung, die auf uns wie einzelne Bruchstücke wirkt,  können wir uns nur auf eine einzige Realität einstimmen. Wir sind einfach nicht in der Lage, die ganze Schöpfung in Form eines Bildes zu sehen, als eine Kraft. Allmählich, abhängig von dem Grad unserer Entwicklung, beginnen wir zu verstehen, dass es tatsächlich ein Bild, eine Kraft ist, in der wir existieren. Diese Kraft entwickelt uns und gibt uns die Möglichkeit, dies zu erkennen. Diese Kraft, Natur genannt, will, dass wir das verstehen.

Ein Mensch studiert die Natur mit seinen Fähigkeiten, die ihm von Geburt an gegeben wurden, deshalb ist er natürlich durch Zeit, Entwicklung, Raum und seiner eigenen Wahrnehmung begrenzt. Er ist nicht fähig, sein Gehirn zu leeren und es neu zu programmieren. Die Menschheit ist das Ergebnis eines langwierigen Evolutionsprozesses, der unter den Einflüssen verschiedener Handlungen und Kräften, die sich über Milliarden von Jahren erstreckten, stattfand.

Der Mensch ist das Ergebnis der Entwicklung der Natur. Deshalb stellt sich die Frage: Ist dieser Mensch ein untrennbarer, integraler Bestandteil der Natur, ist er in der Lage, das zu studieren?

Um das zu tun, ist es notwendig sich über die Natur zu erheben.

Erst vor kurzem, auf dem hochmodernen Stand der Wissenschaft,  fingen wir an zu verstehen, dass Zeit und Raum relativ sind, dass es anstelle von Materie Energie geben kann. Energie ist etwas, das verschwindet, was bedeutet, dass auch Materie verschwinden kann.

Es stellt sich heraus, dass all die endlosen Tonnen Materie, die wir im Universum sehen, nicht Materie sondern Energie sind, etwas das vergänglich ist und verschwindet. Im Wesentlichen ist unser Universum leer!

Darüber hinaus können Ursache und Wirkung den Platz tauschen. Was uns als Ursache erschien, wird als Wirkung entdeckt und umgekehrt. Es ist möglich, dass das Ereignis, welches jetzt stattfindet, die Ursache für sich selbst hervorbringt und nicht die Ursache das Ergebnis erzeugt.

Es gibt ein Phänomen, das  in der Quantenphysik beschrieben wird, bei dem Partikel, die durch kosmische Gegensätze voneinander getrennt sind, miteinander verbunden sind. Wenn sich ein Teilchen in einer bestimmten Weise dreht, dann dreht sich das andere Teilchen, das Milliarden von Meilen entfernt ist, auf die gleiche Weise. Es ist nicht so, dass ein Teilchen die Handlung des anderen nachahmt, sondern sie sind miteinander verbunden. Keines von ihnen ist weder Ursache noch Wirkung, alles ist ein einheitliches Ganzes. Es ist in keiner Weise mit unserem Intellekt zu verstehen, da unser Geist so außerordentlich begrenzt ist. Deshalb stellt sich heraus, dass all unsere Untersuchungen über die Natur extrem eingeschränkt sind.

Frage: Müssen wir zugeben, dass es sehr viel mehr gibt, was wir nicht wissen?

Antwort: Wir wissen fast nichts! Unsere Wahrnehmung von Mathematik und Physik ist auch das Ergebnis der Art, wie wir gemacht werden. Wenn wir anders gemacht wären, hätten wir eine andere Art von Mathematik, 1+1 wäre nicht gleich zwei.

Es ist nur eine Annahme, dass 1+1=2 ist. Wenn wir unsere Sinnesorgane austauschen, dann würden wir eine andere Realität sehen. Die ganze Natur, die uns umgibt, scheint ganz anders zu sein.

Die Kraft, welche die Natur entwickelt, kann als absolut akzeptiert werden, sie existiert außerhalb von uns. Diese Kraft schuf die Natur und uns in solch einer Form, dass es uns möglich ist, einen Teil der Natur in begrenztem Umfang zu studieren. Wenn wir tatsächlich die Natur studieren wollen, für die es notwendig ist neue Fähigkeiten zu erwerben, dann müssen wir auf das Niveau dieser Kraft aufsteigen.

 

Von Kab TV „Ein neues Leben“ 27/6/17

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