Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Arbeit der Korrektur der Welt  Teil 1

Frage: Es gibt viele verschiedene Ideen, wie die Welt korrigiert werden sollte. Alles läuft darauf hinaus, dass das Ziel sehr wichtig und erhaben ist. Religiöse Menschen erwarten die Ankunft des Messias und dass alle Menschen religiös werden.

„Die Grünen“ verstehen unter der Korrektur der Welt eine bessere Ökologie. Die Britische Nationalkommission für Umweltschutz veröffentlichte kürzlich einen Bericht, in dem die 50 dringlichsten Maßnahmen aufgelistet sind, um „die Welt zu retten“. Hier sind einige davon: radikale Verbesserung des Stromverbrauchs, Einführung eines weltweiten Gebrauchs von Solarenergie, Steigerung des öffentlichen Bewusstseins für die Reduzierung der Energieverschwendung. All diese Maßnahmen kommen von den Grünen.

Frage: Was bedeutet die Korrektur der Welt vom Standpunkt eines Kabbalisten?

Antwort: Die Kabbala ist eine sehr umfassende Wissenschaft, die an den Fundamenten der Welt rührt und die sich über die ganze Tiefe der Natur ausdehnt. Deshalb müssen wir herausfinden, was in der Welt verdorben ist, bevor wir über ihre Korrektur sprechen.

Jeder hat seine eigene Meinung darüber, was festgesetzt werden muss, weil sein Hauptanliegen dem eignen Leben gilt. Wenn du einen alten Menschen gegenüber einem Jungen, einen Mann gegenüber einer Frau, einen Verheirateten gegenüber einem Single befragst, wird dir jeder eine andere Antwort geben.

Deshalb müssen wir zunächst die Einsicht gewinnen, ob die Welt tatsächlich unvollkommen ist, und in welcher Weise genau. Ist diese Unvollkommenheit vom Menschen abhängig oder nicht? Und wenn sie es ist, folgt daraus, dass es der Mensch ist, der sich ändern muss und nicht die Welt.

Gemäß der Weisheit der Kabbala ist die Welt so schlecht, weil sie von Anfang an korrupt war. Jedem ist die Geschichte von Adam und Eva vertraut, die im Garten Eden lebten; alles war perfekt, bis sie das Verbot brachen und durch das Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis sündigten. Danach begann die Schlange, beziehungsweise unser Egoismus, die Welt zu regieren. Von da an begannen wir, anderen Böses zu wünschen und so ist es offensichtlich bis heute geblieben.

Offenbar wäre die Welt viel besser dran gewesen ohne die Sünde von Adam. Wenn die Menschen freundlicher zueinander wären, dann wäre unsere Welt, unsere Gesellschaft sicherlich besser gewesen.

Wenn man sich die Eigenschaften der gesamten Natur anschaut – unbelebt, pflanzlich und tierisch – dann wird man sogar da sehen, dass man den anderen benutzt und auf seine Kosten lebt. Deshalb läuft es darauf hinaus, dass auch hier ein Bedürfnis nach Korrektur besteht. Es gibt keine Spezies, die für sich selbst existiert. Besonders der Mensch verschafft sich sein eigenes Wohlergehen zum Nachteil anderer.

Daraus folgt, dass wir die allgemeine Natur korrigieren müssen, um die Welt zu korrigieren. Und die Kabbala erklärt, dass dann, wenn die menschliche Natur korrigiert ist, die ganze Welt korrigiert sein würde – alles wird in einem zusammenhängenden System vereint, und sogar Wölfe und Schafe werden friedlich nebeneinander leben, und ein kleines Kind wird sie anführen, wie es bei den Propheten geschrieben steht.

 

Aus KabTV´s  „Ein Neues Leben“ 6/13/17

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