Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Sohar über das Gesetz des integralen Systems

Der Sohar, Abschnitt „Zaw“, Punkt 39: Es folgt daraus, dass SA die Sefira von Malchut fehlt, und da es generell an Malchut mangelt, fehlt es ihm auch in allen seinen Elementen an ihr, denn jede einzelne Sefira besteht nur aus neun Sefirot, und nicht aus zehn.

Wenn daher Malchut aufsteigt und sich mit SA verbindet, vervollständigt sie jedes seiner Elemente zu zehn Sefirot, (und) vervollständigt jedes seiner Organe.

Das ist das Gesetz des integralen Systems. Indem wir den kleinsten beliebigen Teil des Systems vervollständigen, vervollständigen wir alle seine Teile.

Alle einzelnen Sefirot von Malchut sind miteinander verbunden, wie auch alle Sefirot von Bina, S“A und Chochma. Denn alle Sefirot gehen aus dem Gesamtaufbau der Unendlichkeit hervor: Keter (K), Chochma (CH), Bina (B), Seir Anpin (S“A) und Malchut (M) oder die Spitze von Yud, Yud, das obere Hej, Waw und das untere Hej. Außer diesem Aufbau gibt es nichts.

Und alle Stufen und Welten, die sich scheinbar aus der Unendlichkeit nach unten bis zu dieser Welt ausgedehnt haben, stellen lediglich den gleichen Aufbau der Unendlichkeit dar, an den wir nicht in seiner 100% wahren Form herantreten können, und darum ist uns die Möglichkeit gegeben worden, den gleichen Aufbau in der verkleinerten Form, zu einem kleineren Prozentanteil zu korrigieren.


Darum vervollständigen wir immer die gleichen Sefirot. Jede Malchut in jeder Welt geht aus der Malchut der Unendlichkeit hervor, in allen ihren Teilen, die ihrerseits ebenfalls in ihre eigenen einzelnen Sefirot unterteilt werden usw.

Alle deren Malchuts gehören der gleichen Malchut der Unendlichkeit an. Jeder S“A gehört dem S“A der Unendlichkeit an. Genauso wie jede Bina der Bina der Unendlichkeit und jedes Chochma dem Chochma der Unendlichkeit angehören.

An jedem Ort ist jede Sefira, jede Eigenschaft mit ihrer Quelle verbunden. Und obwohl alle Sefirot über zehn Sefirot miteinander verbunden sind, existiert immer eine Verbindung zwischen den gleichnamigen Teilen.

Das heißt, die Lichter dehnen sich von oben nach unten über zehn Sefirot aus, von Keter zu Chochma, Bina, S“A und Malchut, oder in die andere Richtung, indem sie von unten nach oben durch das reflektierte Licht aufsteigen.

Doch während das Licht diesen Übergang vollzieht, erreicht es immer die dafür bestimmte Sefira, dringt in sie ein und erfüllt sie mit dem nötigen Licht, wie von jenem Ort der Unendlichkeit, von dem es gekommen ist.

Wenn ich eine bestimmte Eigenschaft erfüllen will, muss ich mich ihr gegenüber mit der gleichen Eigenschaft, mit dem gleichen Verlangen, mit dem gleichen Licht verhalten – auf diese Weise erfülle ich sie.

Es gibt einen Aspekt für den Durchgang der Lichter – entsprechend den Schirmen, der Ausdehnung von Yud-Hej-Waw-Hej von oben nach unten oder von unten nach oben – und es gibt einen Aspekt für den Charakter der Sefirot.

Aus diesem Grund kann, sagen wir mal, das „Ohr“ nicht das Licht empfangen, welches für das „Auge“ bestimmt ist, oder dessen Arbeit ausführen. Der Schirm für ein bestimmtes Verlangen kann eine besondere Arbeit ausführen, die diesem Verlangen genau entspricht.

Also gibt es in jedem Fall eine sehr genaue Unterteilung in HaWaYaH und drei Linien, entsprechend ihrer Quelle in der Unendlichkeit – dem HaWaYaH aus vier Buchstaben (Yud-Hej-Waw-Hej).

Aus dem Sohar-Unterricht vom 18.11.2010

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