Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Mensch mit dem entwickelten „Geschmack“

Es ist ein Götzendienst daran zu denken, dass der Schöpfer sich verändern kann. Es steht geschrieben: „Ich habe mein HaWaYah nicht geändert“.

Der Schöpfer hat das unveränderliche System der Gesetze aufgebaut, „das Höhere Licht hält sich in der absoluten Ruhe auf“. Und der Wunsch ist auch schon so geschaffen, dass er nur vom Licht entwickelt wird und sich immer mehr empfindet/öffnet, d.h. sich mit dem Licht vergleicht.

Das Licht wirkt auf den Wunsch ein, geht darin ein und dringt in alle seine Schichten durch: 0-1-2-3. Und wenn es das 4. Niveau (Bchina Dalet) erreicht, dann bekommen wir die Möglichkeit der freien Wahl. Aber sie besteht nur darin, unsere Einstellung zu ändern. Nachdem aber unsere Einstellung verändert ist, wird auch unsere Empfindung anders.

Wenn du Ihn verstehen und Ihm gleich werden willst, dann beginnst du das Gute zu fühlen. Baal HaSulam schreibt im „Vorwort zum TES“, dass unser ganzes Problem nur darin liegt, dass wir die Höhere Lenkung nicht verstehen.

Wir stehen gegenüber der Natur/ dem Schöpfer und sind mit allem unzufrieden? Im Laufe der ganzen vorhergehenden Geschichte entwickelten wir uns erzwungen nach den Stufen 0-1-2-3, wie die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur, dabei geschah diese Entwicklung unbewusst, entweder unter dem Druck der Leiden, oder aufgrund der Anziehung der Genüsse.

Aber wenn wir das 4. Niveau erreichen, dann sollen wir diesen Prozess kennen lernen, um daraus den Erfüllenden aller Handlungen zu erkennen.

Das heißt, wir müssen Seine Arbeit kennen lernen, verstehen, was Er macht, um Seine Eigenschaft des Gebens anzueignen. Dann werden wir „Ihn aus Seinen Handlungen erkennen“. Und wenn wir Ihn erkennen werden, dann beginnen wir Ihn, zu rechtfertigen, so dass wir uns gegenseitig angleichen, das heißt wir steigen bis zu Seinem Niveau hinauf.

Und das alles erfolgt mittels der Absicht. Es ist nicht nur die Einstellung, dank welcher wir beginnen, den Schöpfer zu erkennen und in uns Seine Handlungen in ihrer wahrhaften Art zu empfinden.

Wenn ich über die eigene Selbstsucht hinaufsteige, die Beschränkung mache und den Schirm mit dem widergespiegelten Licht erreiche, dann werde ich dem Licht ähnlich! Das heißt ich beginne, Seine wahrhafte Beziehung zu mir, zu verstehen.

Folglich empfinde ich im Licht, das in mir eingekleidet ist, „die Geschmäcke“ (Taamim) – die Beziehung des Schöpfer: was Er von mir will, wie Er sich zu mir verhält. Ich erkenne die Quelle, aus der zu mir alles kommt, wonach die wahre Verschmelzung stattfindet. Ich verspüre nur Seine und nicht mehr die eigenen Wünsche.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 07.12.2010

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