Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Ziel des Lebens erreichen

Frage: Wie können wir uns davor schützen, beim Lesen des Sohar nicht in das materielle Verlangen abzusteigen?

Antwort: Das Studium der Tora bedeutet, ich ziehe das Licht an, das zur Quelle zurückführt,  so wie geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und schuf die Tora als Gewürz.“

Wenn ich fühle, dass ich den bösen Trieb in mir trage, mich von ihm befreien will, aber weiß, dass ich keine Chance habe, dies auch nur in irgendeiner anderen Art und Weise zu tun, als mit den Freunden zusammen zu studieren -, dann erreiche ich diesen Zustand, in dem ich das Licht anziehe, das zur Quelle zurückführt. Das ist, was man die Ausübung der Tora nennt.

Das heißt, um die Tora zu befolgen, benötigt man ein großes inneres Verlangen danach, sich selbst zu korrigieren – sonst nichts. Es wird einem nichts anderes dabei helfen, weder von einem Arzt verschriebene Medizin, noch Fitness oder aber besondere Fähigkeiten. Es liegt jenseits menschlicher Macht. Ich allein bin nicht in der Lage, das zu tun.

In diesem Zustand dann fange ich an, den Sohar zu studieren, womit ich natürlich erwarte, dass der böse Trieb sich dadurch in mir korrigieren wird. Vielleicht ist dies derzeit nicht der böse Trieb, aber im Moment denke ich so.

Was ist der böse Trieb? – Es sind  alle möglichen Verlangen, die mich daran hindern, die Korrektur zu erreichen.  Die Tora besagt – wenn du diese Verlangen nicht korrigierst, wird das Ziel der Schöpfung nicht erreicht.

Und solche Verlangen, die mich daran hindern, das Ziel der Schöpfung zu erreichen, bezeichne ich als böse. Ich vernichte sie nicht, sondern  erwarte, dass die Tora sie korrigiert. Wie – ich weiß es nicht. Denn es steht geschrieben: „Das Licht, was zur Quelle zurück führt.“ Das heißt, diese Verlangen bleiben, die werden nur umgewandelt.

Frage: Was muss ich tun, damit ich an meinen Fähigkeiten verzweifele?

Antwort: Man muss so viel wie möglich versuchen. Alles, was in deiner  Macht steht – tue  es. Du sollst  überprüfen, was dich daran hindert, die Spiritualität, das  Ziel des Lebens,  zu erreichen. Was ist der Sinn des Lebens? – entweder  erreichst du  diesen Zustand am Ende deines Lebens, oder schon davor  und gehst den Weg weiter.

Du siehst dein Leben nicht, als etwas Einzigartiges und unwiederholbares  an. Du siehst, dass dieses Leben – nur ein kurzes Fragment deiner Existenz ist, und in diesem  Abschnitt möchtest du einen Zustand erreichen, mit dem du in die nächste Stufe  eintreten willst.  Das bedeutet  den Sinn des Lebens, den Sinn der Schöpfung zu erreichen. Zu diesem Zweck existieren wir hier, diese Jahrzehnte.

Jeder kann das erreichen. Was hindert uns daran? – Das muss man herausfinden und erkennen, dass um diesen  Zustand zu erreichen, was  über diesem Leben existiert,  kann man nur unter der Bedingung, wenn man das Verlangen zu geben erlangt.

Das Verlangen zu geben findet mittels der Ausführung  der Tora,  unter bestimmten Bedingungen, statt, so wie  die Verbindung  in der Gruppe, die  Verbreitung usw..  In der Tat besteht  unsere Welt aus dem Verlangen zu empfangen, und das ist ein vorübergehender Zustand. Um den höheren Zustand zu erreichen, müssen wir das Verlangen zu geben erlangen. [131006]

Auszug aus dem Unterricht vom Sohar, 25.03.2014

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