Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Spiel zwecks des Gebens

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist unverständlich, wie die Kelim Galgalta weEjnaim zerbrechen können? Es sind doch nur die gebenden Wünsche, worauf es eigentlich keine Beschränkung gibt?

Meine Antwort: Es gibt keine gebenden Wünsche/Gefäße/Kelim! Ein Gefäß kann nur bekommen. Der Schöpfer hat nur den Wunsch geschaffen, den Genuss zu bekommen.

Das Geschöpf kann nur dann geben, wenn es vom Licht die Eigenschaft der Liebe bekommen wird. Dann kann es die Wünsche des Geliebten empfinden und durch den Schirm, den Geliebten mit dem Licht ausfüllen, weil es folglich an sich seinen Wunsch verbindet.

Deshalb ist es eben gesagt: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“. Das Gefäß kann nur bekommen und nichts geben, weil es das Geschöpf darstellt.

Deshalb sind Kelim Galgalta weEjnaim nichts anderes als der Wunsch, den Genuss zu bekommen. Wenn sie den Schirm (die Absicht des Gebens) verlieren, dann bekommen sie das Licht mit der Absicht „für sich“ und zerbrechen.

Es gibt nur den Wunsch und das Licht – eins von den beiden! Der Wunsch zu bekommen ist das einzige Material der Schöpfung. Wenn es darauf den anti-egoistischen Schirm gibt, das heißt die Eigenschaft, welche der Wunsch vom Licht bekommen hat, dann bleibt er im Geben (weil ihn das Licht darin festhält, wie ein Magnet, der das Stück Eisen anzieht).

Kaum geht das Licht verloren, will dieser Wunsch aufgrund seiner Natur sofort bekommen. Damit kann man nichts machen.

Jeden von uns kann man dazu bringen, die zivilisierte, intelligente Weise zu verlieren und in „den Urzustand“ zurückzukehren. Alles hängt nur von den Korrekturen ab!

Die Korrekturen verschwinden – und es bleibt der offene egoistische Wunsch übrig. Nach der Korrektur können wir über die Wünsche des Gebens sprechen.

Deshalb sind Galgalta weEjnaim auch die bekommenden Kelim, wie die des ACHAP. Sie sind nur kleiner, heller, und feiner, weshalb man darauf eine solche Korrektur machen kann, dass sie uns später als „die gebenden“ vorkommen werden.

Aber kaum geht das Licht und der Schirm verloren – werden sie bekommen wollen, wie auch alle übrigen Kelim.

Es ist einfach leichter, diese zu korrigieren – aber dennoch brauchen sie eine Korrektur. Im Geschöpf gibt es nichts, außer dem Wunsch, zu genießen.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 07.12.2010

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