Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Geschöpf ist immer noch ein großes Fragezeichen.

Baal HaSulam, „ Einführung in das Buch Sohar“: Unser Verstand erfordert, dass Er vollkommen gütig ist, jenseits jeglichen Vergleichs.

Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was wir sehen und was wir fühlen. Wenn wir die Natur nicht aus der Gefühlsebene heraus betrachten, scheint alles perfekt zu sein. Es ist ein perfektes Konzept der Kombination aller ihrer Teile. Jedes einzelne vervollkommnet die anderen und in der Vernetzung zwischen ihnen, bilden alle Elemente weitere komplexere Systeme.

Die Möglichkeit noch komplexer und perfekter zu werden, um sich in ungeahnte Ebenen zu erheben, ist der Natur innewohnend. Dieses Potenzial ist in allen Stufen gegenwärtig. Zum Beispiel nutzen wir nur einen sehr kleinen Teil unseres Gehirns. „Potenziell“ ist es in der Lage, viel mehr zu leisten. Warum nutzen wir es nicht in vollem Ausmaß?

Grundsätzlich, gibt es eine enorme Tiefe in der Natur, große Energiereserven; kurz gesagt, brauchen wir ein Fundament, das uns gestattet, uns ohne „körperliche Bewegung“ mit allem Notwendigen zu versorgen, alles zu entdecken, um zur Stufe der Unendlichkeit, Perfektion aufzusteigen, um uns ohne Anstrengungen, zu stärken. Unerschöpfliche Energie ist allgegenwärtig, aber wir wissen nicht wie wir unsere „Kabel“ daran anschließen können. Die moderne Technologie hat im Bezug dazu eine vollkommen falsche Richtung eingeschlagen und ist dadurch nicht in der Lage, dieses Potenzial zu realisieren.

Aus diesem Grund können wir die Fülle nicht erreichen. Mehr als das, sind wir, gemessen an den Gefühlen, die uns innewohnen, sogar in einem verkehrten Zustand, dem Ideal entgegengesetzt.

Was ist der Grund? Warum schaffen wir es nicht, einander zu ergänzen, wie die Zellen in einem Organismus, die so wundervoll miteinander interagieren? Warum haben wir uns in eine schlechte Richtung entwickelt?

Heute können wir die alten Zeiten nicht mehr nachvollziehen, als man in Stämmen und Kommunen lebte, in welchen jeder jedem nahe war. Menschen waren glücklicher, sie hatten mehr Zeit, sie konnten sich ihren Traditionen widmen, sie nahmen die Erziehung ernst und organsierten wahrhaftige Familien-Atmosphären und all das mit einem guten Gefühl.

Wenn wir dies mit erhobener Nase betrachten, übersehen wir das Wesentliche. Irgendwann in Zukunft werden wir mittlerweile realisieren, dass wir viel primitiver sind, als sie. Immerhin genießen sie das Leben und wir kämpfen uns, mehr schlecht als recht, durch einen Lebensmarathon, ohne absehbares Ende. In ihrer Essenz entbehrt diese Existenz jeglicher Vernunft.

Es stellt sich heraus, dass unsere Entwicklung, letzten Endes, keine gute ist. Währenddessen ist die Natur wie eine Mutter für uns. Ihr zu Eigen ist, das Gebende, weibliche Verlangen, dass alles geschaffen hat, was existiert. Im Moment ist das in unseren Augen nur eine Annahme. Dennoch ist es ernsthaft genug, um eingehender betrachtet zu werden.

Baal HaSulam schreibt darüber: Wir können unsere Entwicklung durch Zeichen nachvollziehen, die aus einer positiven Kraft erwachsen. Mehr als das, wird auf dem negativen aufgebaut: Ich kann mich keinen Millimeter bewegen, ohne das Gefühl eines Mangels zu spüren.

Was treibt uns von hinten an? Ein Stock. Was lockt mich nach vorne? Vergnügen. Wir können beide Attribute der Natur zuschreiben. Auf der anderen Seite verstehen wir, dass beide Extreme dazu dienen, uns in Richtung des Guten, zu leiten.

Kurz gesagt, hat Baal HaSulam darauf hingewiesen, dass die gesamte Schöpfung vorbereitet ist, aber für die Zeit unseres Daseins bleibt ein großes Fragezeichen stehen. [123983]

Auszug aus dem Unterricht nach der „Einführung zum Buch Sohar“, 25/12/13

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