Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Geheimnis des allgemeinen Systems

Wir sollen aufklären, welche Bedingungen und Gesetze, welche Arten der Beziehungen zwischen uns existieren sollen, damit wir unsere Wechselbeziehungen im Ganzen, in Form eines spirituellen Systems empfinden können. Darin soll sich jeder Einzelne annullieren und mit den anderen verbinden, um sich mit ihren Verlangen, Süchten, Gedanken und Zielen – wie mit den eigenen – zu verschmelzen.

Jeder ersetzt oder annulliert sein Verlangen: er verliert somit seine eigenen Umrisse. „Für mich persönlich ist nichts mehr notwendig. Ich will mir deine Wünsche aneignen, um sie für dich zu verwirklichen.“ Anders gesagt, „kleide ich mich in die Form des Gebens ein“, als ob ich die neue Kleidung tragen würde. Folglich verwandelt sich mein Verlangen in Rohstoff, in die formlose Masse. Sie verfügt über die Macht und das Potential, so dass der andere Mensch mich jetzt auf das ausrichten kann, was für ihn gut ist.

Somit ist „der Arbeiter des Schöpfers“ ein Mensch, der sich für einen Dienst, dem Geben, entscheidet. Dank dieser Entscheidung können wir miteinander im spirituellen Netz verbunden sein, wo jeder nur die Wünsche der anderen Menschen realisiert.

Später erkenne ich, dass es keine fremden Verlangen sind. Nachdem ich beginne, aus mir herauszugehen, fühle ich sofort, dass dieses System über ein gegenseitiges, allgemeines Verlangen verfügt. Es zeigt sich, dass in diesem System die Harmonie herrscht und dieser besondere Wunsch nicht nur der „Hand“ oder dem „Bein“, nicht nur einem Teil eigen ist, sondern für alle Systemglieder zugänglich ist. Ich offenbare, dass dieses System über eine Vernunft und ein Herz verfügt. Ich begreife dieses System, bekomme die Anweisungen und Absichten, wonach ich mich mit diesem Höheren System, anhand der eigener Absicht, verbinde.

Das ist eben die Verbindung mit dem Schöpfer. Sie kommt jedoch nur dann zustande, wenn ich den allgemeinen „Körper“, die allgemeine Harmonie des gegenseitigen Gebens, erkannt habe.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 05.10.2012

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