Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tora'

Meine Gedanken auf Twitter 25/03/2018

Das Studium des Buches Sohar steht über jedem anderen Studium, selbst wenn man es nicht versteht oder es falsch liest. Es ist dennoch eine große Korrektur der Seele. Das Buch Sohar beschleunigt das Erreichen und die Tiefe der Tora.

Die Gegenwart zwingt uns dazu, die Verwirklichung der inneren Tora zu verbreiten. Neue Wege beschreibend, baut das Buch Sohar eine Straße durch die Wüste. Das Buch und all seine Früchte werden uns die Tore der Erlösung öffnen (aus dem Egoismus unserer Natur). (Rav Kook, Orot 57)

Viele Narren vermeiden es, die Geheimnisse der Kabbala und des Buches Sohar, die unser Leben umfassen, zu studieren. Wenn wir Warnungen über die Verstärkung des Bösen beherzigen würden, würden wir das Buch Sohar studieren und somit alle Katastrophen annullieren, indem wir Licht und Fülle anziehen.

Das heutige Studium des Sohar ist notwendig, um vor dem Bösen geschützt zu sein. Die Offenbarung der Weisheit in solch einer verdorbenen Generation wird als Schild benötigt, um sich an die Höhere Kraft zu klammern. Vergangene Generationen waren dem Schöpfer näher, aber jetzt kann uns nur die Kabbala beschützen.

Kabbala Akademie auf Twitter

Kabbala Akademie Sohartexte

Meine Gedanken auf Twitter 24/03/2018

Baal HaSulam: Die Wissenschaft der Kabbala ist die kausale Ordnung des Abstiegs der oberen Kräfte, sie unterliegt permanenten und absoluten Gesetzen, die in Beziehung zueinander stehen und darauf abzielen, dem Menschen in dieser Welt die höhere herrschende Kraft (den Schöpfer) zu offenbaren.

Die Zeit des Messias kommt, sogar Kinder werden die Weisheit der Kabbala (Sohar, Vaera) offenbaren. Die Weisheit des Sohar war bis jetzt verborgen, aber in der letzten Generation werden wir die Geheimnisse der Tora erlangen, was unsere Vorgänger nicht erreicht haben. (MARHU. Baum des Lebens. Vorwort)

ADL berichtet, dass antisemitische Verbrechen um 60% zugenommen haben. Die Erklärungen unterscheiden sich von einem Autor zum andern: weiß oder schwarz, Trump Gegner oder Anhänger, jeder will ihn dazu benutzen, die andere Seite verantwortlich zu machen. Aber die Kabbala sagt, die wahre Ursache liegt bei den Juden selbst!

Allein kann sich eine Person nicht zum Schöpfer wenden. Das Gebet muss aus den 10 Sefirot des spirituellen Gefäßes bestehen. Also muss ich die Wichtigkeit von 9 Freunden wertschätzen und ihnen meine leere, leidende, dunkle Malchut übergeben, so wird ein Ruf zum Schöpfer in mir geboren werden.

Ein Gebet ist ein spirituelles Gefäß, die Handlung des gesamten HaWaYa, aller 10 Sefirot. Daher kann man nicht alleine oder für sich selbst beten. Das Gebet, das der Schöpfer hört, geschieht durch den Einschluss in die Gruppe und dem Empfangen der Absichten, Eindrücke und der Unterstützung der Freunde.

Offenbarungen in der Gruppe sind auf das Ziel hin gerichtet, Offenbarungen außerhalb der Gruppe sind dem Ziel entgegengesetzt, denn die Gruppe ist das Seelensystem und die Enthüllung des Schöpfers findet nur in ihr statt.

Während des Aufstiegs ist es wichtig, deinen Zustand als groß einzuschätzen, denn ich erhebe die ganze Gruppe damit. Aber bei einem Abstieg muss ich meinen Zustand auch durch Gruppe einschätzen, in welchem ​​Ausmaß ich sie schädige. Wechsle nicht in deinen Zustand, weil er in Spiritualität nicht existiert!

Als Ergebnis der Arbeit an der Einheit (Jakobs Söhne) fangen wir in der Gruppe (Josef) an, die Süße der egoistischen Erfüllung zu hassen und möchten eine solche Bitterkeit darin spüren, dass wir fliehen wollen. Flucht ist das einzige, was uns retten kann. Wir müssen Hass für das Ego entwickeln.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Im Kreislauf der Seelen

In der „Einführung zum Buch aus dem Mund eines Weisen“, schreibt Baal HaSulam: Es ist von Büchern und Autoren bekannt, dass das Studium der Weisheit der Kabbala ein absolutes Muss für jeden Menschen aus Israel ist….Wenn man studiert… aber nicht die Weisheit der Kabbala gelernt hat, muss man in diese Welt reinkarnieren, um die Geheimnisse der Tora und die Weisheit der Wahrheit zu studieren…

„Du kannst daher die absolute Notwendigkeit für jeden aus Israel sehen, wer immer er auch sein mag, sich mit der Innerlichkeit der Tora und ihren Geheimnissen zu beschäftigen. Ohne dies wird die Absicht der Schöpfung in ihm nicht vollendet werden. „Das ist der Grund, warum wir von Generation zu Generation in unsere gegenwärtige Generation reinkarnieren. Sie sind die restlichen Seelen, bei denen die Absicht der Schöpfung nicht vollendet wurde, da sie die Geheimnisse der Tora in den vergangenen Generationen nicht erlangt haben“.

Es ist unsere Pflicht, diese letzte Anstrengung zu unternehmen und die Weisheit der Kabbala, die Methode der Korrektur der Seelen, die zu dieser Zeit in unsere Welt hinabsteigt, zu verbreiten. Es sind die kleinsten, niedrigsten und unbedeutendsten Seelen, die wegen ihrer Geringfügigkeit das größte Licht nach der Korrektur aussenden.

Hier wirkt das Gesetz der umgekehrten Beziehung von Verlangen und Licht. Deshalb sind es die niedrigsten Verlangen, welche in unserer Welt existieren, die das größte Licht ausstrahlen, so dass alle Seelen korrigiert, verbunden und einen gemeinsamen Lichtimpuls erhalten, durch den alle vereinigt werden.

Frage:  Sind die Seelen, die sich in unserer Welt verbreiten, immer die gleichen Seelen?

Antwort: Nein. Manchmal gibt es auch Erneuerungen und Konjugationen, ihre gegenseitige Verschmelzung und die Teilung von Seelen. Es ist sehr kompliziert, wie in einem lebendem Organismus: Zellen, Flüssigkeiten und Systeme ersetzen und transformieren sich ständig gegenseitig.

Dies kann nur in Gefühlen erfasst werden. Wenn man das ganze System enthüllt, sieht man was darinnen geschieht. Es kann nur offenbart werden, wenn ein Mensch versucht sich das vorzustellen, und das alles was darin stattfindet, vom Schöpfer kommt.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 29.10.17

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Meine Gedanken auf Twitter 11/03/2018

Jemand, der ein heiliges Buch liest, das die Handlungen des Gebens beschreibt, versteht es bis zu dem Grad, in dem er sich über den Egoismus erhebt und ähnlich der oberen Welt wird; er liest es als eine Medizin aus einer Not heraus, studiert um zu verstehen, studiert in einer Gruppe – um durch das höhere Licht reformiert zu werden.

Die Tora, die Methode, den Menschen auf die Ebene des Schöpfers zu erheben, besteht aus 3 Teilen: 1 Schwächung (Tushiya) 2 Korrektur des Egos (Tavlin) 3 Erfüllung – Licht der Tora. 1 und 2 Vorbereitung auf den Empfang der Tora, Korrektur der menschlichen Natur. 3 Die Tora kommt vom Schöpfer

Es gibt das Gebot, vom Exodus aus Ägypten zu erzählen, die Erweckung der Wurzel der Erlösung aus dem Egoismus und dem Eintritt in die geistige Welt. Alle folgenden Stufen kommen von dieser. Diese Stufe erweckt alle oberen Stufen. So ist es genug, Matzen nur an Pessach zu essen.

Updates beim Menschen beginnen mit dem Auszug aus Ägypten, dem Gesetz des Egoismus/Pharaos. Bis dahin versteht er nicht, worüber die Tora spricht, da er vom Egoismus beherrscht wird und nicht vom Schöpfer beherrscht werden kann. Indem er aus Ägypten auszieht, kann der Mensch die Tora empfangen und für den Schöpfer arbeiten.

Nur die Erlösung aus dem Exil macht das vorherige Exil bitter. Vor der Erlösung kann man nicht sagen, wie bitter das Exil ist. Das ist so, weil einem nur das Licht die Empfindung/Realisierung der Dunkelheit gibt. Solange es keine Licht gibt, gibt es keine Dunkelheit!

Pessach lehrt uns, das Exil aus der Einheit zu spüren, und die Erlösung ist die Gelegenheit, uns zu vereinen. Trennung enthüllt den Sinn des Exils aus der Einheit, was zu dem Wunsch führt, frei von der Herrschaft des Egoismus/Pharaos zu sein, um Freiheit vom Egoismus zu erlangen.

 

Dr. Michael Laitman auf Twitter (englisch)

„ So wurde Miriam außerhalb des Lagers eingeschlossen“

Tora, Numeri 12:15 – 12:16: So wurde Miriam sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf, bis Miriam wieder aufgenommen worden war. Danach aber brach das Volk von Hazerot auf; und sie lagerten in der Wüste Paran.

Frage: Miriam ist in der Tora ein starkes, weibliches Bildnis. Was ist Miriam in einem Menschen?

Antwort: Mose und Aaron sind die zwei Seiten der Bewegungen hin zum Schöpfer. Miriam ist der kleinste Teil, Malchut, der Mose und Aaron verbindet. Sie führt die Kette der Prophetinnen, die aus Babylon kamen (Sara, Rebecca, Lea und Rachel) fort und ist ihr gemeinsames Abbild. Jetzt begleitet sie das ganze Lager des Volkes Israel, d.h. die gesamte Bewegung einer Person hin zum Schöpfer. Wenn diese Eigenschaft nicht mehr benötigt wird, stirbt sie.

Wenn in der Tora geschrieben steht, dass ein Mensch im Lager krank ist, so bedeutet das, dass er sich einer spirituellen Korrektur unterzieht und es notwendig ist zu warten, bis es vorbei ist. Es ist unmöglich, ohne dem voranzukommen. Du kannst nicht vorwärts gehen, wenn du kranke Eigenschaften hast. Miriam repräsentiert ihre gemeinsamen Eigenschaften, ihr gemeinsames Verlangen. Da sie an Lepra erkrankt ist, muss sie natürlich korrigiert werden. Sie kann erst anschließend weiterziehen.

Es ist nie vorgekommen, dass die Menschen die Kranken in der Wüste zurückließen. Die Vorwärtsbewegung gründet sich auf der Tatsache, dass du an dir ständig egoistische Eigenschaften entdeckst, diese korrigierst und dann weiterziehst.

Frage: Warum betet Mose die ganze Zeit für die Menschen, für Miriam?

Antwort: Er tut das, was der Schöpfer wünscht. Mose ist der höchste Punkt in der Seele, er bringt einen Menschen dazu, sich vollständig zu korrigieren und sich mit dem Schöpfer zu verbinden. In dieser Eigenschaft erfüllt Mose ständig die inneren Wünsche des Schöpfers. Schau, wie sie spielen! Der Schöpfer bedroht ständig die Menschen und Mose schützt sie. Mose und der Schöpfer sind wie ein Ganzes, der ganze Rest sind jene Eigenschaften, die korrigiert werden müssen.

 

Von Kab TV „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 25.3.15

[217735]

Übergang in die Höhere Welt

Das Hauptgesetz der Tora lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Und alle anderen Regeln, Gesetze und Bedingungen sollen darauf ausgerichtet werden, alle Menschen in ein gemeinsames System zu verwandeln, das „Adam“ genannt wird.
Als Folge der so genannten „Sünden des Baumes der Erkenntnis“ ist dieses System in viele kleine Teilchen – Wünsche aufgespaltet worden, von denen jeder in jedem Menschen existiert, und so wandern diese Wünsche von Körper zu Körper, von Organismus zu Organismus.
Von nun an müssen wir diese zerbrochenen Teile allmählich untereinander vereinigen, bis sie so eng miteinander verbunden sind, dass sie einen einzigen Wunsch darstellen.

Frage: In der Tora steht geschrieben, dass die Bedingung, sie zu empfangen, darin besteht, wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden. Das Herz ist ein Wunsch. Und was bedeutet „wie ein Mensch“? Immerhin ist jeder noch individuell.

Meine Antwort: Hier gibt es keine Individualität. Das sollte sich durch die Tatsache manifestieren, dass ich vom Standpunkt meiner Individualität aus wie alle anderen zum selben Ziel gehe.
Wir sind alle verschieden, aber wir gehen zum selben Ziel – zur Einheit. In der Verbindung zwischen uns, selbst wenn es nur zehn Menschen sind, finden wir den Übergang in die nächste Welt.

 

Aus dem Unterricht in russisch, 08.10.2017

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“Als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt“

Deuteronomium, 5. Buch Mose, 33, 3-5:  Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Füßen, jeder empfängt von deinen Worten.  Ein Gesetz hat uns Mose geboten, einen Besitz der Versammlung Jakobs. Und er wurde König in Jeschurun, als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt…

Es geht darum, alle Stämme zu einer gemeinsamen Nation zu vereinen. Jeder Stamm existiert immer noch getrennt gemäß seiner internen Methodik und Natur, und er ergänzt andere zu einem vollständigen gemeinsamen Gefäß. Deshalb wird Perfektion aber genau in der Verbindung zwischen ihnen erreicht, obwohl jeder von ihnen ein perfekter Teil ist. Dadurch werden sie dem Schöpfer ähnlich.

Die Zahl 12 kommt von den drei Linien, multipliziert mit dem vierstelligen Namen des Schöpfers (HaWaYaH – Yud-Hej-Waw-Hej) in jeder Zeile. Deshalb gibt es 12 Stämme.

 

Aus KabTVs „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 2/6/17

[216182]

Aus dem Schlaf erwachen

Und ich werde deine Grenze festsetzen: Sie soll reichen vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wüste bis an den Strom, denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so dass du sie vor dir vertreiben wirst. [Tora, Exodus 23:31]

Das Land Israel ist im Prinzip nicht so groß. Das bedeutet, dass das egoistische Verlangen eines Menschen sehr klein ist. Auf den spirituellen Stufen wächst aber das Verlangen. Wenn ein Mensch von einem niederen spirituellen Niveau auf ein höheres und noch höheres Niveau aufsteigt, offenbart er die ganze Welt.

Es ist nicht unser All, welches an sich keinen wirklich ernstzunehmenden spirituellen Raum darstellt, es ist einfach eine Null, es existiert nicht. In der wirklichen Welt, wo wir uns wirklich befinden, existiert es nicht. Unser All sind wir, unsere Abbildung.

Wir kennen uns nicht, sehen uns nicht. Zurzeit schlafen wir und erleben im Schlaf unser ganzes materielles Leben. In diesem Schlaf wird uns der Anfang der spirituellen Arbeit gegeben, die uns hilft aufzuwachen.

Wenn wir mit Hilfe dieser Arbeit  aufwachen (in die spirituelle Welt kommen), sehen wir, dass alles, was sich früher in uns befand, nur eine Illusion war. Wir haben verschiedene Meinungen erfahren und wir haben das alles in uns wahrgenommen, in unserem Vorstellungsvermögen. Aber jetzt sind wir wahrhaftig, spirituell.

Deswegen ist das materielle Leben gegenüber dem spirituellen Leben wie ein Traum. In Wirklichkeit machen wir nichts, wir führen keine Handlungen aus. Sogar unsere Verlangen, welche wir angeblich gebrauchen, sind keine Verlangen, sie sind nichts.

Sobald du erwachst (wirst du spirituell geboren), verstehst du das alles? Was früher geschehen ist, war wie ein Traum.

Und jetzt kommt die Frage: Wenn ein Mensch aus dem Traum erwacht und anfängt im spirituellen Raum der anderen Dimension zu leben, wie kann er bei der Ausführung irgendwelcher Handlungen plötzlich in diesem Traum erscheinen und anderen dabei helfen aus diesem Traum zu erwachen? Wie taucht er da hinein?

Mit anderen Worten, er hat eine gewisse spirituelle Stufe erreicht und es wird ihm gesagt: „Du musst im Traum mit denjenigen zusammen sein, die sich immer noch in diesem Traum befinden“.

Frage: Ist der Kabbalist so was wie ein Verbindungsteil? Wird er geschickt, um die Menschheit aus diesem Traum aufzuwecken, um sie zu einem neuen Zustand zu bringen? Und vollbringt er diese Arbeit?

Meine Antwort: Natürlich! In der Spiritualität wird dir diese Notwendigkeit gezeigt und sie wird zu deiner.

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“  

[#216806]

Chanukka – Die Rast mitten auf dem Weg

Wir treten in eine besondere Periode des Festes Chanukka ein. Dieses Fest hat eine interessante Geschichte, wir sind aber mehr an seinem spirituellen Sinn interessiert. 

Der Mensch, sowie die gemeinsame Seele, war dem Schöpfer absolut gegensätzlich erschaffen worden. Die Eigenschaft des Schöpfers ist das Geben und die Liebe. Die Eigenschaft des Geschöpfes ist das Empfangen und der Hass. Das Programm der Schöpfung ist dazu berufen, den Menschen von der Gegensätzlichkeit zur Gleichförmigkeit mit der höheren Kraft zu führen.

Dieses Programm wird dank dem Licht realisiert, welches zur Quelle zurückführt. Dieses Licht erweckt man mit Hilfe spezieller Verfahrensweisen. Dazu gehört die Arbeit in Gruppen, nach dem Beispiel von Moses bei der Erschaffung des Volkes Israel.

Wenn sich diese Gruppen in einer speziellen Form verbinden, ziehen sie das Licht zu sich heran, welches zur Quelle zurückführt. Das Licht wirkt allmählich auf sie. Dank diesem Licht, welches „Tora“ heißt, erhalten die Geschöpfe die Korrektur.  

Diese Korrektur wird in zwei Etappen realisiert. Auf der ersten Etappe wird das Verlangen für sich zu genießen so korrigiert, dass die „Absicht“ zum Geben hin geändert wird. Das Verlangen selbst wird dabei nicht benutzt. Also, das Ziel der ersten Etappe besteht darin, die Verlangen zu empfangen zu mindern, damit man sich ausschließlich auf das „Erlangen der Absicht“ hin zum Geben konzentriert.

Nach dem Abschluss dieser Korrektur beginnen wir wieder, Verlangen zu empfangen zu offenbaren und arbeiten aktiv mit ihnen. Das heißt, dass wir empfangen um zu geben.

Die erste Etappe des Erreichens der Eigenschaften des Gebens um zu geben (die Stufe Bina) ist der Krieg der Makkabäer. Der Punkt des Überganges vom Geben um zu geben zum Empfangen um zu geben heißt „die Rast“ oder Chanukka (das bedeutet „chanu ko“: hier stehengeblieben).

Wir feiern einen sehr wichtigen Punkt bei dem Chanukkafest, den Abschluss des Erlangens der altruistischen Absicht, das Erlangen der Stufe Bina. Unser Verlangen zu genießen wird noch nicht benutzt. Wir schränken es ständig weiter und vergrößern somit die Absicht für das Geben. So kommen wir zu dieser Rast, zu Chanukka. Wir können ihre Lichter nur sehen, sie aber nicht benutzen.

Genauso können wir die Gefäße sehen, obwohl wir sie nicht benutzen können. Man kann kein Licht ohne Gefäß sehen, das geht nur für das Geben und über dem Verlangen selber.

Nach Chanukka lernen wir wie wir sogar die Verlangen zu empfangen mit der Absicht um zu geben benutzen können, damit „die Finsternis wie das Licht leuchtet“.

Chanukka ist deswegen ein Fest des Lichtes, weil wir nur die gebenden Absichten benutzen, das Licht kann man nicht benutzen, man kann nur darauf schauen. „Schauen“ bedeutet, das Licht über den Empfangsgefäßen zu nutzen. Beim Nutzen des Lichtes innerhalb der Empfangsgefäße sprechen wir von einer vollständigen, vollkommenen Anwendung.

So wird der Platz von diesem besonderen Fest bestimmt. Das Fest schließt diese besondere erste Etappe der Korrektur, welche wir in diesen Tagen feiern, ab.

 

Aus dem Unterricht zur Thema „Chanukka nach der Kabbala“

 [#218017]

Die Offenbarung der Kabbala von Generation zu Generation

Frage: Das „Buch der Schöpfung“ („Sefer Jezira“), welches Abraham geschrieben hat, ist ein wunderbares, poetisches, fest strukturiertes Werk. Man liest es mit Vergnügen, aber nur einzelne Gedanken sind verständlich. Existiert ein Schlüssel zu seinem Verständnis?

Meine Antwort: Dafür muss man die Kabbala studieren. Zum Beispiel, wie unterscheiden sich die Wissenschaften in jeder Generation? Indem sie sich entwickeln, mehr und mehr neues, was früher verborgen war, wird entdeckt. Deswegen können die Kabbalisten in jeder Generation, genau wie in der Wissenschaft, immer mehr offenbaren.

Das Buch Abrahams ist viel geschmeidiger geschrieben worden als das Buch von Adam. Abraham hat mit seinen Offenbarungen das, was Adam geschrieben hat, ergänzt und dabei noch tiefer die Kabbala offenbart. Und alle anderen folgten ihm.

Einst begann die Gruppe von Abraham die spirituelle Arbeit, sie fingen an, in der Verbindung untereinander die Eigenschaft des Gebens (die höhere Eigenschaft, den Schöpfer) zu offenbaren. Sobald die Menschen untereinander wieder gute Verbindungen von gegenseitiger Liebe herstellen, die Wechselwirkungen der gegenseitigen Bürgschaft, des gegenseitigen Verständnisses, offenbart sich der Schöpfer im Maße der Wahrhaftigkeit. Dieses Netz der Verbindungen nennt sich „das Gefäß“, in dem sich die höhere Kraft offenbart.  

Abraham hat die Methode der Offenbarung der höheren Kraft in der Verbindung zwischen den Menschen entdeckt. Moses hat diese Methode in die Praxis umgesetzt. Die Menschen seiner Generation haben enorme egoistische Abstiege durchlaufen, die als „ägyptisches Exil“ bezeichnet werden.

Sie tauchten in einen sehr großen Egoismus ein, konnten sich aber in der Verbindung soweit darüber erheben, dass sie durch die Verbindung der zwei entgegengesetzten Tendenzen (der egoistischen Abneigung und dem gleichzeitigen Streben nach Verbindung) die Voraussetzungen für die Offenbarung des Schöpfers erschaffen haben. Das war die Errungenschaft von Moses, die von ihm in der Tora beschrieben wurde.

Das was Moses mit seiner Gruppe erreicht hat, war ein großer Sprung im Vergleich zu dem, was Abraham erreichte. Deswegen hat sich die Generation von Moses vollkommen über unsere Welt erhoben, hat den Schöpfer in der Verbindung untereinander offenbart und dadurch so ein hohes Niveau erreicht, wie es zuvor noch nie erreicht wurde. Bis zum heutigen Tag ist Moses der größte geistige Führer des Volkes.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 23/7/17

[#216628]