Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Verbindung mit der Gruppe überprüfen

Wir müssen verstehen, dass es in unserem Leben, in unserer Realität nur zwei Zustände gibt: Einen Zustand der Dunkelheit, einen Schatten, oder einen Zustand des Lichtes, Verbindung, der Offenbarung des Guten und Gütigen. Es gibt nichts dazwischen. Wenn jemand, der davon hört, stets versucht, die Zustände, die er durchlebt, zu klären, ob es sich um einen Schatten handelt oder um die Enthüllung des Schöpfers, dann wird er entlang der mittleren Linie voranschreiten.

Baal HaSulam, Shamati, Artikel 8: „Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten von Kedusha und dem Schatten von Sitra Achra?”: „Alle Veränderungen sind vielmehr in den Empfängern. Wir müssen zweierlei Einsichten betrachten in diesem Schatten …

Die erste tritt auf, wenn jemand sich noch mit den Freunden vereinen kann, indem er die Gedanken an Trennung und die Trübung der Sinne überwindet. Er kann die Dunkelheit und Verhüllung des Lichtes noch bewältigen; er versteht noch, dass er das Ziel aus den Augen verloren hat, den Weg zum Schöpfer.

Aber im Großen und Ganzen betreibt niemand wirklich Selbstkritik, „Warum empfinde ich so? Woher kommt dieses Gefühl?” Ich bin nicht mein eigener Psychologe, ich fühle mich nur gut oder schlecht, wie ein Kind. Ich ermittle nicht, wer mir diese Gedanken und Gefühle schickt. Ich „schmore” darin und versinke in meinem Körper, wie ein kleines Kind.

Trotzdem sollte man sich selbst kennen und fragen: „Was hat meine Gefühle und Gedanken hervorgerufen? Wie kann ich mich über mich selbst erheben, über den gegenwärtigen Zustand? Wie kann ich diesen Sumpf hinter mich bringen, indem ich mich selbst an den Haaren herausziehe?” Man betrachtet sich stets selbst von der Seite, „Ja, ich befinde mich tief verstrickt in mein egoistisches Verlangen. Ja, es beherrscht mich. Es ist wahr, es erlaubt mir nicht, mich zu verbinden, es lässt mich nicht zur Lektion aufstehen, es zwingt mich, den Kontakt zu unterbrechen, es lässt mir das alltägliche Leben mit all seinen Anliegen wichtiger erscheinen. Aber ich sehe, dass ich in diesem Zustand bin, und dass er dem Ziel entgegengesetzt ist.”

Wie kann ich das verstehen und erkennen? Wenn ich noch mit etwas äußerlich verbunden bin, mit der Gruppe. Hier kommt der Moment der Wahrheit, ich kann prüfen, ob ich wirklich mit der Gruppe verbunden war oder nicht. Falls ich nicht verbunden war, empfinde ich nur mich selbst: Ich fühle mich schlecht, ich möchte überhaupt nichts mehr, usw. Außerdem versuche ich gar nicht erst, mir darüber Rechenschaft abzulegen, und bewege mich weg ohne irgendwelche besonderen Gedanken oder Begehren.

Aber wenn ich mit der Gruppe verbunden wäre, wenn ich einen Bund mit den Freunden geschlossen hätte, gemäß dem sie mir helfen müssen, selbst wenn ich falle und mich in eine andere Richtung wende - die innerlichen Verbindungen werden gehalten, mir wäre es wichtig, wie sie mich sehen, und ich würde meine Verpflichtung nicht völlig vergessen. Sie würden mich unterstützen, und ich wäre in der Lage, mich selbst von der Seite her zu betrachten und meine Gefühle zu klären.

Hierdurch werde ich zweigeteilt: In mein eigenes Selbst und meine Einstellung zur Gruppe. Ich werde nur dann etwas klären und mich überprüfen können, wenn ich die Verbindung mit den Freunden halte, und dadurch den Aufstieg in Gang setzen können, der auf den Abstieg folgt. Andernfalls habe ich keine Chance; ich scheitere schlicht und verlasse die anderen. Demnach kann man die erste Art von Schatten überwinden, indem man den derzeitigen Zustand rechtfertigt und versteht, dass er einem vom Schöpfer gesandt wurde. Dann kann man den Schöpfer um Hilfe bitten.

Warum sollte man sich an Ihn wenden? Nicht, um sich besser zu fühlen, dann dann würde ich darum bitten, meine negativen Neigungen abzuschaffen, die doch Er geschaffen hat, mit der Thora als Gewürz dazu. Also sollte ich nach dem Gewürz fragen, so dass die Kraft der Liebe und des Gebens, die Kraft der Verbindung, von oben dazukommen werden und mich befähigen, mich zur anderen Linie hin zu entwickeln.

„Wenn jemand noch die Fähigkeit besitzt, die Dunkelheit und die Verschleierung, die er fühlt, zu überwinden, den Schöpfer zu rechtfertigen und zum Schöpfer zu beten, dass der Schöpfer ihm die Augen öffnen möge, damit er versteht, dass alle Verschleierungen, die einer fühlt, von Schöpfer kommen.”

Wenn jemand hilflos alleingelassen wird und keinen Ausweg sieht, wenn er den Schöpfer verflucht, die Freunde und das Leben, betrachtet er sich immer noch von der Seite und sieht plötzlich eine Chance für einen Durchbruch, er kann verlangen, dass der Schöpfer ihn retten möge. Warum? Weil er einen Zustand nicht akzeptiert, die Fürsorge des Schöpfers mangelhaft zu sein scheint, und er ihn nicht rechtfertigen kann. Jemand fühlt sich schlecht, weil er schlecht denkt vom Guten und Gütigen, wenn er gegenteilig zu Ihm ist. Wenn einem das Leben schlecht erscheint, ist das ein Zeichen, dass ich entgegengesetzt zum Schöpfer bin.

Wir müssen einen Massach (Schirm) aufbauen und das Reflektierte Licht (Or Choser) über all die schwierigen Situationen. Selbst in den schlimmsten Situationen muss ich den Schöpfer als ihren Ursprung sehen, als das Licht voll all des unbegrenzten Überflusses, das aber in mir zerbrochen ist und sich in ein schlechtes Gefühl verwandelt, in einen Schatten, in Dunkelheit, weil meine Eigenschaften dem Guten und Gütigen gegenüberliegen, der Eigenschaft von Geben und Liebe entgegengesetzt sind.

Somit kommen wir jedesmal vorwärts, wenn wir die Dinge richtig abklären. Die Hauptsache ist, ständig den Punkt zu erforschen, „Was fühle ich? Wer schickt mir dieses Gefühl? Warum erfahre ich dieses Gefühl?” Dies ist das ganze Prinzip unserer Arbeit, und das ist es, was die Menschheit in die 1% und die 99% aufteilt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Schamati, 03.05.2012

Ein Bündnis, um gemeinsam das umgebende Licht anzuziehen

Die Eigenschaften, die ein Kabbalist in seinem Inneren im Kontrast zum Licht entdeckt, lassen ihn das Exil empfinden, ohne das es unmöglich ist, zur Erlösung zu gelangen. Natürlich ist es unmöglich, Erlösung zu fühlen, welche im Empfinden der Eigenschaften der Schöpfers besteht: Geben, Liebe, Verbindung, Einigkeit - wenn man nicht die gegenteiligen Eindrücke empfunden hat, die Zustände des Exils, die gegenteiligen, selbstsüchtigen Eigenschaften.

So sagt man: „Komm zum Pharao, da ich sein Herz verhärtet habe.” Der Pharao symbolisiert das Genick, das direkte Gegenteil des Schöpfers, durch das uns die gesamte Essenz der Erlösung offenbart wird aus der Tiefe der Dunkelheit des Exils.

Wir sollten bereit sein, all die Bitternis des Exils zu empfinden, die bedrohlich und abstoßend ist und uns unserer Kräfte beraubt und uns zwingt, aufgrund dieser Art von Arbeit zu seufzen. Aber es ist nun einmal unmöglich, die Eigenschaft des Gebens, den Schöpfer, auf irgendeine andere Art zu fühlen als durch die Eigenschaften des Geschöpfes selbst - sie werden enthüllt als „die Wohltat des Lichtes aus der Dunkelheit heraus”.

Eine Menge Arbeit und der starke Rückhalt der Gruppe sind nötig, um das zu erreichen. Indem wir uns verbinden und wechselseitig einander geben - zunächst nur äußerlich, dann innerlich - helfen wir einander, wie man sagt: „Jeder einzelne soll seinem Freund helfen.”

Bei dieser Hilfe geht es nicht darum, einander anzuspornen und ein wenig zu ermutigen, sondern sie leitet sich vielmehr davon ab, das System zu verstehen. In dem Maß, in dem jeder sein eigenes Ego kennt und versteht, und im Gegensatz zu diesem ein gewisses Verständnis erworben hat, ein Gefühl für das Geben des Schöpfers - in diesem Maß wacht er selber auf, wie ein integrales Teil des allgemeinen Systems, und beginnt, anderen zu helfen, indem er das Umgebende Licht heranzieht.

Wenn wir uns verbinden, zumindest in einem gewissen Ausmaß, selbst wenn es nur äußerlich ist, zieht jeder einzelne sogar das schwächste Licht, das uns verwandelt, an, und folglich das Geben an einander. Darum ist es so wichtig, eine gute, starke Verbindung zu haben, die uns helfen wird, über den gegenseitigen Hass, die Abstoßung und Entfernung aufzusteigen.

Wenn wir all diese Probleme realistisch betrachten, können wir dafür die Verantwortung übernehmen, gleichgültig zu sein und einander zu hassen. Aber gleichzeitig verstehen wir - wie Erwachsene, die mit innerlicher Arbeit vertraut sind - dass wir die Abstoßung überwinden und uns heilen müssen mit Hilfe des Höheren Lichtes, das alle Krankheiten des Egos heilt, das uns verändern und verbinden kann.

Deshalb versorgen wir einander mit dem Licht, das uns verbessert, und genau das bedeutet es, anderen zu helfen. Wir schmieden einen Bund zwischen uns, so dass, selbst wenn einer sich im Abstieg befindet, die anderen ihm helfen können und ihn da herausziehen und vor diesem Zustand retten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief vom Baal HaSulam, 26.04.2012

Die Musik des Lichtes

Frage: Wie können wir uns einen idealen Zustand ausmalen: Ein allgemeines Gefäß (Verlangen), Verbindung?

Meine Antwort: Wir sind alle miteinander verbunden. Wenn die allererste Verbindung zwischen uns offenbar wird, bedeutet das für uns alle, egal wie viele wir sind - Billionen oder Millionen enthüllen die 10 Sefirot zwischen uns. Auf diese Art ist das System strukturiert.

Und dann beginnen diese 10 Sefirot, zu vibrieren und Klänge zu erzeugen, als wären sie die Saiten einer Gitarre. Sie befinden sich in ständiger Bewegung, in harmonischen Beziehungen zueinander. Nicht ein einziger Ton klingt verstimmt in der allgemeinen Melodie.

Dieses gesamte System zeigt uns auf immer vollkommenere Weise die 10 Sefirot. Außerdem werden sie in ihren unterschiedlichen Ausprägungen zunehmend verständlicher für uns. Diese unterschiedlichen Formen, die für uns zum Vorschein kommen, treten auf, da jede einzelne Sefira aus ihren eigenen 10 Sefirot besteht.

Und wenn all diese inneren 10 Sefirot, die die 10 Haupt-Sefirot enthalten, auch anfangen, miteinander zu interagieren, und dabei die höheren Harmonien der primären Wellen erzeugen, als wäre es Musik oder eine Stimme - dann schaffen sie dabei den Gesamteindruck, wobei sie alle Informationen über die Gefäße nach innen übertragen und über das Licht, das sie erfüllt.

Verschiedene Lichter sind im Grunde Eindrücke innerhalb dieser Verlangen, erfahren durch die Verbindung der klingenden Saiten, aus den aufsteigenden Akkorden. All diese Musik ist, was die Enthüllung ausmacht.

Alles ist innerhalb des Gefäßes. Der Klang wird empfunden innerhalb unserer Verlangen, unserer Wahrnehmungsorgane, er existiert nicht für sich genommen in der Luft. Die Musik des Lichtes wird stets als die innere Füllung der Buchstaben (der Matritzen des Verlangens) enthüllt, und existiert dabei innerhalb anderer Buchstaben. Das Licht wird nur innerhalb des Gefäßes, oder Verlangens sichtbar, infolge seiner Veränderungen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.04.2012

Mein neues Selbst

Wenn der Schöpfer die einzige Kraft ist, die alles steuert, bewahrt und belebt, dann sind sogar die Worte, die ich ausspreche, die Gedanken und Wünsche, die jetzt in mir auftauchen, das alles ist auch Er. Folglich muss ich mich jetzt mit dem vereinigen, was durch mich fließt und aus mir zu anderen herausströmt. Ich bin nur, was sich selbst wahrnimmt als gefüllt mit Macht, Kraft, Absicht und Verlangen nach dem Schöpfer, der dabei andere anspricht.

Ich muss mich mit dem verbinden und vermischen, was jetzt in mir passiert, um zu fühlen, dass ich gänzlich mit Ihm gefüllt bin, weil es keine andere Kraft außer Ihm gibt. Und wenn ich versuche, mein eigenes „Selbst” innerhalb von mir auszulöschen, so dass alles nur Er ist - das ist genau der Moment, in dem ich mein neues „Selbst” finde, das auf „es gibt niemanden außer Ihm” gegründet ist.Das heißt, alles, über das ich nachdenke, ist alles Er.

Auszug aus dem 2. Seminar des Europäischen Kongresses, 24.03.2012

Die Absicherung für den Zirkusartisten

Die 400 Jahre der Sklaverei wurden uns gegeben, um mit Hilfe des Schreis das wahre Gebet zu erlangen. Und wenn du endlich schreien wirst: “Rette mich!” - dann wirst du das Exil verlassen können. Deshalb wird die ganze Schlacht zwischen der Selbstsucht und der Heiligkeit um die eine Frage geführt: “Wer wird herrschen?” - der Mensch innerhalb des Menschen, oder der Schöpfer in ihm.

Es gibt einen neutralen Punkt, der als “das mittlere Drittel von Tiferet“, oder “Klipat Noga” bezeichnet wird. Oberhalb dieses Punktes herrscht der Schöpfer - “Es gibt Niemanden außer Ihm”, und unterhalb - der Pharao oder ich.

Und in diesem zentralen Punkt der Freiheit werden wir noch eine Menge klären müssen, denn der Pharao in uns wird ständig größer und verneint die ganze Macht des Schöpfers. Und das geschieht, nachdem ich bereits innerlich den Schöpfer auf den Thron gestellt habe, und mich unter der Macht des Höheren befinde, Der alles für mich tut. Für einen Augenblick habe ich mir in meiner Phantasie dieses Bild vorgestellt.

Diese Klärung ist nicht einfach, und ich werde dabei ständig verwirrt: Wer ist der Schöpfer, und wo befindet sich mein Platz und wo gibt es Platz für alle Anderen? Es ist sehr schwierig, hier das richtige Gleichgewicht zu finden, als würdest du mit einem Bein auf einem Zirkusseil stehen und balancieren, um nicht herunter zu fallen.

Und deshalb brauche ich die Hilfe des Schöpfers, damit Er mir die Kraft des Gebens verleiht, die mich von meinem Verlangen zu genießen unabhängig machen wird. Anderenfalls bin ich gezwungen, in mir das Bild der ganzen Realität hervorzurufen, was eigentlich unmöglich ist, und mit einem Bein auf dem Seil wie ein Zirkusartist zu balancieren. Nur die Kraft des Gebens kann mir Sicherheit geben und das Gleichgewicht gewährleisten.

Auf diese Weise wird uns auf der untersten Stufe der Punkt unserer Freiheit Klipat Noga gegeben, das mittlere Drittel von Tiferet, das uns Antwort auf die Fragen geben wird: “Wer wird herrschen , und wer ist der Schöpfer, dass wir auf Ihn hören?”

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 25.04.2012

Jeder kann zum Glück für alle beitragen

Neben den persönlichen Informationsgenen (Reshimot), die die inneren Bedingungen eines Individuums beeinflussen, gibt es noch einen anderen Faktor, der einen großen Einfluss auf uns hat. Dies ist die allgemeine Erweckung von oben (Etaaruta deLaila), die „Wochenenden”, „Shabbats” (Samstage) und Feiertage genannt wird, welche alle unaufhörliche relative „Aufs” und „Abs” markieren.

Es gibt „Sekunden”, „Minuten”, „Stunden”, „Tage”, „Nächte”, „besondere Tage der Woche”, „außergewöhnliche Tage im Monat”, „besondere Monate des Jahres” und „Schaltjahre”, alle ineinander verschachtelt. Sie spielen eine enorme Rolle in unseren Leben, weil unser Weg diese Zustände enthält.

Selbst der niedrigste Zustand enthält alle anderen wie ein holographisches Bild. Wir sind mit einem besonderen Licht verbunden, das für uns scheint und dadurch das Umgebende Licht modifiziert, so dass wir an verschiedenen Tagen unterschiedliche Arten des Umgebenden Lichtes empfangen, selbst wenn wir uns weiterhin in gleichem Maß darum bemühen.

Unsere Arbeit bleibt unverändert, aber durch die schlichte Tatsache, dass Montag ist, unterscheidet sich das Umgebende Licht von dem Licht, das wir am Sonntag hatten. Wir verändern unsere Arbeit „von Unten” - und im selben Moment werden die Bedingungen „von Oben” auch verändert, um unserer Arbeit zu entsprechen und sie mit den äußeren Bedingungen in Übereinstimmung zu bringen, die „die Welt, ein Jahr, eine Seele” genannt werden.

Dies trifft insbesondere auf die unterschiedlichen Zeitabschnitte, so wie „Sekunden und Minuten” usw. zu, denn es bringt uns mit Ihnen in Übereinstimmung. Die Erweckung von Oben ist eine große Hilfe für uns. Veränderungen in der Höheren Welt finden unaufhörlich statt, in jeder einzelnen Sekunde. So werden wir mit zusätzlichen Reihen von Veränderungen versorgt, die unseren Weg zur Spiritualität verkürzen.

Das System ist auf eine ungewöhnlich weise Art aufgebaut. Mit unserem persönlichen Wachstum korrigieren wir gleichzeitig auch das gesamte System im großen Maßstab, weil die Erweckung von Oben in uns einen außergewöhnlichen Zustand in uns erzeugt. Dadurch beeinflußt selbst eine mikroskopische Veränderung, die wir erreichen, das ganze System und verbessert die Bedingungen anderer Leute, indem sie ihnen eine Menge Glück bringt.

Sprecht nur über die höhere Stufe!

Europäischer Kongress. Workshop 1

Während des Seminars sitzen wir wie kleine Kinder im Kreis, um das Erwachsensein zu spielen - also jenes Niveau nachzuahmen, auf das wir aufsteigen wollen. Wir sprechen ausschließlich darüber!

Wir erzählen keine Lebensgeschichten, wir vergleichen nicht unser Leben mit der Spiritualität.

Wir sprechen nur über das Niveau, welches wir offenbaren wollen. Wir spielen diese Stufe, und nichts außer ihr. Wie das Kind einen Erwachsenen nachahmt, so streben wir nach dieser Stufe. Nur nach ihr!

Wir erzählen keine Geschichten aus der Vergangenheit, überhaupt nichts Materielles! Wir sprechen nur über die höhere Stufe!

Auszug aus dem 1. Workshop des Europäischen Kongresses, 23.03.2012

Die Wichtigkeit der Morgenlektion

Frage: Nach dem Kongress trat das Gefühl auf, dass wir jetzt unsere Anstrengungen auf die Morgenlektion und auf die Vereinigung fokussieren sollen? Oder sollte man sich mehr mit der Verbreitung beschäftigen? Es entstand eine gewisse Unklarheit darüber, dass alles, was wir vorher getan haben, ungenügend ist, es muss noch um etwas ergänzt werden.

Meine Antwort: Diese Ergänzung verpflichtet uns, in an den Morgenlektionen teilzunehmen! Ohne Morgenlektionen ist es unmöglich, aufzusteigen! Ohne sie gibt es keine Entwicklung! Die Morgenlektionen sind alles, sie sind das A und O unserer Arbeit. Sie sind einfach das Fundament für die gesamte Entwicklung.

Neben der Morgenlektion gibt es andere Arbeiten, die wir in einer ganzheitlichen Atmosphäre durchführen müssen, die wir in den Morgenlektionen ständig anregen.

Am wichtigsten ist es , den Tag mit der Lektion zu beginnen. Selbst wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht dabeisein konntest und unabhängig davon, zu welcher Zeit du aufgestanden bist, sollst du deinen Tag dennoch mit der Lektion beginnen - selbst wenn du nur eine halbe Stunde der Lektion widmen kannst. Anderenfalls zählt der ganze Tag als Verlust, und du wirst dafür später sehr lange zahlen müssen.

Auszug aus der virtuellen Lektion, 26.02.2012

Schwere Bewährungsprobe durch Ruhm

Aus dem Unterricht von Rabash: „Der Mensch muss sich beim Studieren darauf stützen, dass ihn der Glaube verpflichtet, und nicht weil die Anderen ihn für einen Gerechten halten und ihm damit die Kraft geben und zum Arbeiten inspirieren. Denn daraus folgt, dass diese Kraft auf dem Stolz und der Ehre basiert, also auf dem Egoismus statt der Heiligkeit.”.

Aus diesem Grund sollte man sich vor der äußeren Anerkennung fürchten. Im Gegenteil, wenn die Umgebung den Menschen geringschätzt, ist es einfach ein Geschenk von oben. Dadurch wird ihm die Möglichkeit gegeben, weiter um des Gebens willen zu arbeiten.

Wenn er aber verehrt wird, wird ihm damit die Energie gegeben, egoistisch, um des Ansehens willen zu arbeiten. Und man mag es ihm so oft erklären, wie man will, es wird nichts nützen - auf diese Weise arbeitet unser Körper, unser Egoismus.

Es ist nicht leicht, sich von der Belohnung und der Bestrafung der umgebenden Gesellschaft zu trennen und nur in einer Linie, die direkt zum Schöpfungsziel führt, zu arbeiten. Doch anderenfalls wird unsere gesamte Arbeit zugunsten von unreinen Kräften, zum Wohl des Pharao, unseres Egoismus gehen.

Dieses Anzeichen macht besonders klar, wo sich der Mensch befindet: wie sehr er sich von einer schlechten oder einer guten Haltung der äußeren Welt ihm gegenüber beeindrucken lässt, von dem, wie sich die Anderen über ihn äußern. Oder aber er achtet nicht darauf und geht weiter seinen Weg und nimmt jede Kritik als Hilfe von oben an. Und je mehr er von allen Seiten angegriffen wird, desto mehr wird ihm geholfen.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 20.04.2012

Sicherer Halt

Die Umgebung ist ein Mittel zur eigenen Korrektur, und die eigene Korrektur ist ein Mittel zur Korrektur der Welt. Denn ein Mensch, der wenigstens ein bisschen sich selbst verändern möchte, verändert dadurch die ganze Welt.

„Gib mir einen Punkt, wo ich hintreten kann, und ich bewege die Erde”. Das ganze Problem besteht in diesem Punkt. Man kann die ganze Erde „aus den Angeln heben”, wenn man einen sicheren Halt hat.

Selbst wenn der linke Teil des Hebels ein Meter lang und der rechte, sagen wir mal, Millionen oder Milliarden von Metern lang ist, wirst du mit der Druckkraft von einem Gramm die Welt bewegen können.

Man soll ein Held nicht in der Quantität, sondern in der Qualität sein. Es geht darum, inwiefern du das Spirituelle dem Materiellen, d.h. das Innere dem Äußeren vorziehst. Genau das bedeutet, dass du dir einen sicheren Halt suchst. Wenn du das Spirituelle vor dem Äußeren in deinen Augen ausreichend erhoben hast, ist es unwichtig, wie „schwer” unsere Welt ist, denn du hast einen Hebel, um sie bewegen zu können. So funktioniert die „himmlische Mechanik”.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Holocaust-Gedenktag”, 19.04.2012